Tödliche Schlägerei im U60311 - Schließung?!

  • es wundert mich, dass hier im forum noch garkein thema dazu offen ist, obwohl es uns hier mehr oder weniger auch mitbetrifft.


    klick mich


    ich lasse das mal hier unkommentiert stehen und hoffe auf beiträge von leuten, die sich mehr mit dem club und seinem (ex) sicherheitspersonal auskennen - oder einfach nur ihren senf dazugeben wollen :aha:

  • Also noch unabhängig des Totschlags, dies hier stosst mir sehr sauer auf:


    Mögliche Tatwaffe: ein mit Quarzsand gefüllter Handschuh, der an dem Abend sichergestellt wurde. Handschuhe wie dieser sollen die Wucht bei Faustschlägen erhöhen.


    Was hat ein solcher Handschuh bei jemandem vom Sicherheitspersonal zu suchen? Ein solcher Handschuh dient nur dabei die Wirkung von Schlägen zu erhöhen, was aber sicher nicht in den Kompetenzen und den Aufgabe des Sicherheitspersonal liegt. Pfefferspray, Tränenreizstoff, von mir aus noch Gummibänder zwecks Arretierung, alles was nicht direkt verletzend wirkt und den Gegner ausser Gefecht setzt ist für mich tolerierbar. Dinge, welche aber bewusst gravierende Verletzungen hinterlassen sind ein absolutes No-Go.


    Schade für das Sicherheitspersonal weltweit, welches eh schon einen schweren Stand (und einen schlechten Ruf) hat und so wieder in den Dreck gezogen wird.



    Mein Bedauern gilt den Hinterbliebenen. :no:

    09.04.2011 A State of Trance 500 @ Brabanthallen, Den Bosch
    13.10.2011 Armin van Buuren @ H1, Hamburg
    19.11.2011 Transmission 2011 @ O2 Arena, Prag
    31.03.2012 A State of Trance 550 (inkl. Preparty) @ Brabanthallen, Den Bosch

  • Zitat

    Original von Firderis


    Mögliche Tatwaffe: ein mit Quarzsand gefüllter Handschuh, der an dem Abend sichergestellt wurde. Handschuhe wie dieser sollen die Wucht bei Faustschlägen erhöhen.


    "Mögliche Tatwaffe" also ist es doch noch gar nicht sicher gestellt, ob die Handschuhe eingesetzt wurden. Hier gibt es übrigens sehr viele Sicherheitsmitarbeiter, welche auch diese Handschuhe besitzen und das machen sie nicht umsonst. Wer sich in dem Gewerbe auskennt, der weiß, dass das nicht gerade ein angenehmer Job ist und das auch viele Gäste - vor allem unter Alkohol - sehr schnell ihre Hemmschwelle verlieren und meistens nicht nur Hände, Füße, Köpfe zum Einsatz kommen... und Pfefferspray, Tränenreizstoff oder Gummibänder können auch direkt verletzend wirken!

  • Die Türsteher waren schon immer ziemlich merkwürdig und dubios. Also so stark wundert mich das bei denen nicht. Ist nur schon ziemlich hart alles, auch für den Clubbesitzer.


    Aktuell stehen zwei Kerzen vorm U und heute soll eine "Mahnwache" da stattfinden laut RTL.

  • Quarzsandhandschuhe hin oder her - anderen quellen nach mussten dem mann der dünndarm, dickdarm, leber & milz entfernt werden! wie sehr im blutrausch müssen diese türprolleten bitte gewesen sein? die haben ihm anscheinend den kompletten torso zu brei geschlagen.

  • Sehe ich auch so. Der Clubbesitzitzer ist in meinen Augen mitverantwortlich, weil er ja um seine Türsteher wusste und bei solchen Assi-Boxern, die den Job nur machen um ihre eigenen Aggressionen auszuleben, so ein Unglück ja fast vorhersehbar war. Wäre also das Richtige den ganzen Laden zu schließen und die Schläger sollten für lange Zeit hinter Gitter!


    Gut, dass der TC diese Tragödie nicht mehr miterleben musste!


    greetz West :no:

  • Zitat

    Original von Torteloni
    Quarzsandhandschuhe hin oder her - anderen quellen nach, mussten dem mann der dünndarm, dickdarm, leber & milz entfernt werden! wie sehr im blutrausch müssen diese türprolleten bitte gewesen sein? die haben ihm anscheinend den kompletten torso zu brei geschlagen.


    :no: :no: das verhält sich ja fast wie mit kampfhunden... solche privat-prollos gehören gesetzlich verboten! bei der bundeswehr würde sowas rausfliegen, mit min. 2 jahren knast...
    @ danny: es gibt richtig ausgebildete sicherheitsfirmen, die nicht nur auf kampf und verteidigung, sondern auch auf schlichtung ausgebildet sind. diese hier hatten wohl garkeine ausbildung!
    dieser vorfall ist für mich vergleichbar mit, wenn ein soldat den warnschuss in die menschenmasse statt in die luft abgeben würde. völlig falsches verhalten, egal was dieser brite da vorher gemacht hat! :no:

  • Der Clubbesitzer trägt auf jeden Fall eine Mitschuld an der ganzen Sch......!
    Er hat mit sicherheit gewusst, was für zwei Typen er da an die Tür gestellt hat!
    Bin ausserdem der Meinung, das man Securitypersonal auch keine Hilfmittel wie z.B. einen Taser oder ähnliches erlaubt! Die Jungs sollten doch wohl, gerade was Festnahme-, u. Eingriffstechniken angeht, so gut geschult sein, das Sie zu Zweit(die stehen ja nie allein an der Tür), eine Person möglichst, ohne Sie zu verletzten, dingfest zu machen!
    Sorry, aber der Clubbesitzer ist der Letzte, der mir in diesem Fall leid tut :no:

  • Zitat

    Original von Southern
    Wäre also das Richtige den ganzen Laden zu schließen und die Schläger sollten für lange Zeit hinter Gitter!


    Ich fände es ehrlich gesagt trotz allem überhaupt nicht gut, wenn das U60 schließt! Das ist ein wirklich absoluter Kultclub in Frankfurt und hat ja auch schon so einiges anderes miterlebt. Die Türsteher werden wohl komplett ausgetauscht und die Ermittlungen laufen.

  • Zitat


    Underground schön und gut. Aber das hat die Schließung auch ohne den Tod des Briten zur Folge.


    Verstoß gegen Nichtrauchergesetz und Verstoß gegen Jugendschutzgesetz fallen auch noch in den Zuständigkeitsbereich der Security... War nie dort, aber das kann nur ein Drecksladen mit einem unfähigen Geschäftsführer sein.

  • Das mit dem Rauch- und Jugendschutzgesetz ist leider fast überall so, wohl auch weil man sonst kaum noch Publikum hat. Wenn ich das Publikum der regionalen Discos sehe, schätze ich einen großen Teil auf U18 :no:


    Traurig ist, dass solche Mängel mal wieder erst nach so einem tragischen Zwischenfall öffentlich bekannt werden und entsprechende Schritte eingeleitet werden.

  • Ich war wirklich schon sehr oft im u und ich habe den laden als eher streng erlebt,der echt oft die ausweise sehen wollte.und das rauchen war immer ganz ausdrücklich nur in der ubar erlaubt.was das jetzt für ne komische party da war weiß ich nicht,jedenfalls ist die nicht generell für den club aussagekräftig! Außerdem finde ich es nicht so wahnsinnig selten,dass es in einem club oder vor oder wie auch immer zu todesfällen kommt, so schlimm das auch sein mag! Mich würde eher mal die Meinung von anderen Frankfurtern interessieren, die wie ich jahrelang dort gefeiert haben. Bisher haben hier ja nur leute geschrieben, die eigentlich zum laden an sich nicht viel sagen können! Sollte das u dicht bleiben,wäre das für mich auf jeden fall ein großer verlust in der frankfurter clubszene!!

  • Waren das denn vom U eingestellte Personen ? Oft gibt es sogenannte Security-Zeitarbeitsfirmen die ihre Leute an Clubs und Events vermitteln. Das wechselt dann ständig und so richtig weiß der Veranstalter dann auch nicht, was auf ihn zukommt. Aber ich denke wenn es ne Lelihfirma war, hätten die das erwähnt. Häufig haben Behörden sowieso schon eine Abneigung gegen technoide Häuser und warten schon drauf, dass sie die dicht machen können. Techno wird zwar immer gerne über einen Kamm geschoben aberes gibtauch viele schwarze Schafe. Meine Erfahrung als Clubbesucher sagt mir schon, dass es manchmal die dollsten Dinger gibt. Was man so manchmal mitbekommt ist schon der Hammer....Es gibt so einige Läden, die nicht ganz koscher sind. Selbst bei mir in der Provinz.


    Oft is es es auch das Publikum selbst Schuld wenn ein Laden schließt. Dann wird wieder auf die Bullen geschimpft was das Zeug hält aber ausgerechnet diese Leute haben dann manchmal die ganze Tasche voller Zeugs. Das einzudämmen ist als Cllubbesitzer sicher nicht leicht, da es bestimmt immer Wege gibt, dass reinzuschmuggeln. Man kann den Leuten ja nicht befehlen sich vorher auszuziehen. Ich kannte mal einen Club, da war es tatsächlich so, dass die Securities sogar so weit gingen an den Socken vom Clubber rumzuzupfen und in manche Geldbörsen geguckt haben. Das kann auch schon wieder die Leute vergraulen. Frage mich wo das Zeug letztendlich gelandet ist wenn man was entdeckt hat, da man die Polizei recht selten sah :D Ich wäre echt nicht gerne Technoschuppenbesitzer und weil mir das alles häufig zu druff war und ich gemerkt habe was manchmal so alles krummes in solchen Clubs läuft habe ich auch unter Anderem deswegen irgendwann das Interesse an bestimmten Parties/eltekronischen Stilen verloren. Ich glaube ich bin zu brav und solide für sowas :D

  • Bin zwar kein Fratzenfurter, war aber dennoch mehrmals im U, auch wenn mein letzter Besuch schon über nen Jahr her ist.
    Für mein Dafürhalten war der Club sehr streng was die Einhaltung des Nichtraucherschutzes anbelangt. Ständig ist jemand von der Security durchgerannt, hat die Leute mit ner Kippe ermahnt/sie ihnen wegenommen und aufm Boden ausgedrückt. Beim wiederholter Nichteinhaltung sind die Leute dann rausgefolgen. Ebenfalls wurde streng in Sachen Fotoverbot durchgegriffen. Wer knipste und sich erwischen lies/allein ne Cam dabei haben reichte, durfte dann die Akkus abgeben etc.
    Das mal U18 Leute durchkommen dürfte keine Seltenheit sein. Lässt sich nur durch die systematische Kontrolle aller Gäste beinahe ausschließen.
    Nichtsdestotrotz ist nen Makeover längst überfällig, wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe.
    Ansonsten ist es wirklich keine Seltenheit, dass der Laden temporär dicht gemacht wird (sofern man von Ibiza und irgendwelchen Drogenopfern vor den Seiteneingängen absieht *Hallo DC10*).

    "Es steht mit der Sache der Menschheit nicht so gut, daß das Bessere der Mehrzahl gefiele, ein großer Haufe ist Beweis des Schlechtesten."
    Seneca, Vom glückseligen Leben

  • Zitat

    Original von Southern
    Sehe ich auch so. Der Clubbesitzitzer ist in meinen Augen mitverantwortlich, weil er ja um seine Türsteher wusste und bei solchen Assi-Boxern, die den Job nur machen um ihre eigenen Aggressionen auszuleben


    Die Türsteher waren von einer externen Security-Firma, was kann der Betreiber dafür? Klar waren es nicht die branchenbesten, aber ich glaube es war für niemanden abzusehen dass sie eines Tages einen Besucher umbringen. Ich hatte beim Betreten des Clubs zumindest nie Angst um mein Leben.


    Eigentlich müsste der Betreiber jetzt die entgangenen Gewinne und den Schaden wegen dem zerstörten Ruf von der Firma einklagen.


    Zitat

    war der Club sehr streng was die Einhaltung des Nichtraucherschutzes anbelangt.


    Früher war es so, aber bei den letzten TC-Parties (erst recht beim Closing) hat die "Security" überhaupt nichts gegen Raucher auf dem Mainfloor getan :(


    Auch wenn das U60 nicht mehr mein Musikgeschmack bedient, hoffe ich dass der Club bestehen bleibt. Eine Schließung würde niemandem was bringen, und den Toten auch nicht wieder lebendig machen. Der Betreiber hätte mit mehr Fingerspitzengefühl reagieren können, er steht aber sicherlich auch unter Schock. Und ein fertiges Konzept zum Umgang mit einem solchen Fall gibt es wohl in keinem Club der Welt.

  • ich bin mit den Betreibern seit dem absolut misslungenen Hafentunnel-Revival nie wirklich grün geworden, das Verhalten in diesem Fall bestätigt meinen Eindruck noch einmal.


    Trotzdem ist das U60311 eine Location, die zur Technoszene in Frankfurt gehört und m.M.n. auch bestehen bleiben muss.


    Klar ist der Fall absolut unschön, mir fehlen da auch die Worte, deswegen lass ich es auch lieber! :no:

  • Einfach nur ohne Worte was da passiert ist. Für mich auch ganz klar, dicht den Laden, dem Betreiber die Lizens entziehen. Der Betreiber ist Herr des Hauses und die Security ist IHM untergeordnet und wenn er es nicht schafft sich vernünftiges Personal an die Tür zu stellen ist das sein Problem. Wer in einem Club / Veranstaltung auf nicht professionell geschultes Personal aus Kostengründen zurück greift, spielt eben mit dem Risiko das genau so etwas passiert. Für mich völlig unverständlich. Ob das Teil nun zur Szene in Frankfurt dazu gehört oder nicht ist mir völlig Banane und rechtfertigt auch nicht wenn es dort weitergehen kann, darf sollte!!!!

  • Zitat

    Ob das Teil nun zur Szene in Frankfurt dazu gehört oder nicht ist mir völlig Banane und rechtfertigt auch nicht wenn es dort weitergehen kann, darf sollte!!!!


    Ja klar, weil du nicht aus Frankfurt kommst und so keinen Bezug zum U hast.. Na wir haben eh keine entscheidungsgewalt drüber.. Mein mitbewohner meinte,dass es am we bereits wieder weiter ging.

  • Ich habs bei der LP, auf Ibiza und der Nature gesagt und wiederhole es gern auch hier.


    Wenn Menschen sterben ist das tragisch, aber die wollten dort feiern und man würde ihre Interessen mit Füßen treten wenn man nun nicht mehr feiert.

    "One thing you can ALL be certain of is that Paul Oakenfold is as bored of the commercial trance scene as me but equally as pumped up and excited about the sounds coming up on fluoro." - John Askew

  • Das eine muss das andere ja nicht ausschließen. Trotzdem muss ein solcher Vorfall Konsequenzen haben, gefeiert werden darf sicherlich noch. Trotzdem kann das U nicht ein paar Tage später so tun als wäre nichts gewesen.


    Ich erwarte und verlange eine Zwangspause für das U!

  • Dem widerspreche ich auch nicht, nur das man gleich ein ganzes Event, Club etc. für immer schließt geht wohl zu weit.


    Als bei der Nature jemand starb gabs ja auch Überlegungen und man sieht ja das man Events deshalb nicht abschaffen muss.

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  • Zitat

    Original von Exhale2001
    Dem widerspreche ich auch nicht, nur das man gleich ein ganzes Event, Club etc. für immer schließt geht wohl zu weit.


    Als bei der Nature jemand starb gabs ja auch Überlegungen und man sieht ja das man Events deshalb nicht abschaffen muss.


    Aber ist derjenige bei der Nature von den dortigen Türstehern zu Tode geprügelt worden? :gruebel: Ich meine nämlich nicht. Und dann wäre das doch mal ein ganz entscheidender Unterschied...

  • Dass nicht, aber was kann denn der Club - die Marke dafür, wenn dort Jemand gewaltbereites an der Tür steht?


    Ich denke nicht das dieser Mensch seine Tat angekündigt hat und wenn es vom Betreiber her zu erkennen war, dann sollte dieser Manager oder wer das dort verantwortet rausgeworfen werden und nicht der Club / die Marke.



    Dass hat mich bei der LP eben so dermaßen sauer gemacht. Der schuldige Typ, also der OB ist frei - aber die LP findet wohl nie wieder statt. Einfach nicht richtig, denn die LP als Marke kann nix für das Versagen eines OB´s.



    Auch möchte ich betonen das ich nicht wöchentlich in diesem Club bin, sondern eher selten - dass kommt also nicht von einer Person die dort jede Woche feiern will ;)

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  • Zitat

    Original von Exhale2001
    Dass nicht, aber was kann denn der Club - die Marke dafür, wenn dort Jemand gewaltbereites an der Tür steht?


    Ich denke nicht das dieser Mensch seine Tat angekündigt hat und wenn es vom Betreiber her zu erkennen war, dann sollte dieser Manager oder wer das dort verantwortet rausgeworfen werden und nicht der Club / die Marke.


    Danke, genauso meine und sehe ich das auch!

  • Mayflower & Exhale


    Der Betreiber trägt die Verantwortung für sein Personal, so einfach ist das!!!!
    Aber machen wir mal für euch 2 ein einfaches Beispiel. Medizingerätehersteller = Narkosegeräte oder Beatmungsgeräte....die Firma hat Personellen Engpass oder holt sich aus Kostengründen Leiharbeitnehmer. Dort macht einer seinen Job nicht, das Gerät arbeitet später im Krankenhaus nicht anständig, ein Mensch kommt zu schaden. Wer wird da nun zur Rechenschaft gezogen und wer ist verantwortlich ?


    Natürlich ist eine Firma / Betreiber, hier U60 Inhaber / Geschäftsführer für das treiben vor der Tür verantwortlich. Wenn er neue Leute an der Tür hat die er nicht kennt, dann ist es seine verdammte Pflicht sich die Leute während der Arbeit anzuschauen und jeder mit ein bissl Menschenverstand wird mit Sicherheit gemerkt haben das mit den Jungs was nicht stimmt....aber heyyyyy nein der arme Betreiber kann da ja gar nichts für....


    Ich steh ja auf Solidarität, aber in diesem Fall ist diese echt unangebracht.


  • Genau du verklagst den Geräte Typ und eben nicht das Spital!


    Und genau darauf wollen wir 2 ja hinaus. Nicht der Club ist hier schuld oder die Marke einer Event Reihe oder oder.


    Sondern der Mensch der dort einen anderen getötet hat und alle jenigen die dies ob vorsätzlich oder fahrlässig geschehen haben lassen.


    Warum also den Club schließen? Wenn man so an die Sache gehen würde, dürfte man in Duisburg nie wieder an dem Ort etwas tun und wenn es nur das Spazierengehen ist, denn dort geschah ein Verbrechen.


    Dann dürfte man nie wieder in meiner Umgebung aufs Land fahren, denn dort standen KZ´s usw.


    Orte zu verurteilen oder eben Marken / Events, weil in deren Zusammenhang mal etwas passierte, ist falsch.

    "One thing you can ALL be certain of is that Paul Oakenfold is as bored of the commercial trance scene as me but equally as pumped up and excited about the sounds coming up on fluoro." - John Askew

  • Mal ganz im Ernst: Wenn man so liest, was neben den Türstehern noch alles schief lief, dann muss man natürlich auch den Veranstalter belangen, weil er offenbar nicht dazu in der Lage ist, vernünftig einen Club zu führen. Das fängt bei der Hygiene an und hört bei den Türstehern noch lange nicht auf. Die gehören natürlich auch zu seinem Aufgabenbereich, da er sie sich vor die Tür stellt. Folglich muss er auch vertreten, wenn die Scheiße bauen. Man kann nicht einfach die Türsteher als völlig vom Club isoliert betrachten! Natürlich wird der Clubbesitzer nicht wegen Totschlags dran sein (irgendein findiger Jurist kriegt das aber fertig... Wusste der Besitzer, dass er sich einen Schläger an die Tür stellt, ist das natürlich schon wieder gar nicht so abwägig!). Aber er ist in erster Linie für die Auswahl verantwortlich. Und das muss er sich in vollem Maße zurechnen lassen. Selbst wenn er eine Firma engagiert hat, muss er das verantworten. Sicher kann er dann einen Schaden gegenüber denen geltend machen, aber er wird belangt und das ist auch vollkommen richtig!


    Zitat

    Genau du verklagst den Geräte Typ und eben nicht das Spital!


    Wenn das nur so einfach wäre... Im deutschen Recht wird jeder Pups voneinander getrennt. Wenn dir einer eine runterhaut, kannst du ihn anzeigen wegen Körperverletzung. Selbst wenn er dafür strafrechtlich belangt wird, musst du ihn anschließend noch zivilrechtlich verklagen, wenn du ein Schmerzensgeld haben willst.

  • Der Betreiber muss sich das Handeln seiner Türsteher zurechnen lassen. Sie arbeiten meiner Meinung nach für ihn als Erfüllungsgehilfen weil es sein Ziel ist im Club für Sicherheit zu sorgen. Demnach wird der Clubbesitzer, wenn er sich nicht damit entlasen kann dass er die Türsteher nach besten Wissen und Gewissen ausgesucht hat, auch dran sein. Das ist auch vernünftig meiner Meinung nach.
    Was fehlerhafte Produkte angeht hat man übrigens verdammt viele Möglichkeiten an den Hersteller ranzutreten. Ich sage nur mal Produkthaftungsgesetz. Aber fehlerhafte Produkte die zu einer Verletzung führen oder direktes Einwirken durch menschliches Handeln kann man sowieso nicht vergleichen, deshalb ist der Vergleich absolut hinkend.


    Zum eigentlichen Thema: Mehr als tragisch was da passiert ist. Das wirft besonders nach dem LoPa Desaster ein verdammt schlechtes Bild auf die deutsche Clublandschaft. Besonders auch weil es sich dabei ja um einen Briten gehandelt hat, ich denke deshalb wirds auch noch mehr Wogen schlagen als es sowieso schon getan hat. Sowas macht mich aber echt wütend und traurig. Einfach drauf los prügeln is sowas von asozial, da fehlen einem echt die Worte...

  • Die sitzen doch schon längst in U-Haft..


    Hier die Stellungnahme vom U:


    Zusammenfassende Stellungnahme des U60311 zum Tod von Lee John, zum Medienecho und zum Verlauf der letzten Tage



    Wir sind von der Tragödie des letzten Montags noch immer zutiefst erschüttert.
    In diesen Tagen sind unsere Gedanken bei den Angehörigen des Verstorbenen, denen wir auf diesem Weg unser tiefstes Mitgefühl und unsere Anteilnahme aussprechen möchten. Dies werden wir auch persönlich tun.


    Nach den letzten Tagen, die für uns alle eine nie da gewesene Extremsituation bedeuteten, ist es durch widersprüchliche und teils falsche Darstellungen und einer auch für uns unübersichtlichen Informationslage bei Euch möglicherweise zu vielen Missverständnissen und offenen Fragen gekommen. Hierzu haben auch wir durch vorschnelle Stellungnahmen, bei denen wir uns auf Aussagen anderer verließen, beigetragen.


    Daher zunächst eine Darstellung der Vorfälle der vergangenen Tage nach aktuellstem Erkenntnisstand:
    Am Morgen des Ostermontags kam es im 311 zu einer Auseinandersetzung zwischen Türstehern der von uns beauftragten Firma und einem unserer Gäste, dem 31-jährigen Lee John.
    Die genaue Ursache und der genaue Ablauf sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig ermittelt, da es widersprüchliche Zeugenaussagen gibt.
    Es gibt Personen, die aussagen, dass ein Türsteher von dem Gast mit einer Glasflasche getroffen wurde, bevor die Türsteher die Situation unverantwortlich und unkontrolliert eskalierten. Andere Zeugen können sich an den Angriff mit der Flasche nicht erinnern.


    Fest steht: Im Zuge dieser gewalttätigen Auseinandersetzung verlor Lee John das Bewusstsein. Danach wurde er von den Türstehern vor die Tür getragen, dort liegen gelassen und erst nach einigen Minuten von seiner Lebensgefährtin aufgefunden. Das unentschuldbare Handeln der Türsteher verurteilen wir, alle Mitarbeiter unseres U60311, aufs Schärfste.


    Denn eines müssen wir klarstellen:
    Die Türsteher waren keine Angestellten unseres U60311. Sie waren Angestellte einer Sicherheitsfirma, die wir mit guten Referenzen zu Eurem und unserem Schutz beauftragt haben. Im Gegensatz zu einigen Darstellungen, besaßen nach Angabe der Security Firma alle Türsteher den gesetzlich vorgeschriebenen 34A Schein. Dieser bestätigt, dass die Türsteher eine Unterrichtung über die notwendigen rechtlichen Vorschriften erhalten und eine Sachkundeprüfung bestanden haben.
    Keiner der Türsteher war nach Polizeiangaben vorbestraft.
    Es war für uns daher nicht vorstellbar, dass bei diesen angeblich qualifizierten Türstehern ein derartiges Eskalationspotential vorhanden war. Sie sollten in unserem Club dafür sorgen, dass Gewalt und Verbrechen vor der Tür bleiben.
    Natürlich ist dies nur mit einer gewissen Präsenz möglich, da nicht jeder potentielle Gast ein von uns gern gesehener Gast ist.
    Durchsetzungsvermögen: JA, aber mit Deeskalation, nicht Eskalation. Und schon gar nicht mit brutaler Gewalt.


    Selbstverständlich haben wir Konsequenzen gezogen: Wir arbeiten noch enger mit Polizei, Kriminalamt und Behörden zusammen.
    Zu Eurem und unserem Schutz können wir hier keine näheren Angaben machen, aber unser Ziel, einen Club ohne Drogen und Gewalt zu betreiben, wird dadurch noch stärker verfolgt werden.


    Der Türsteherfirma wurde sofort gekündigt.


    Unmittelbar nachdem Lee John mit schweren, inneren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden war, wurde das U60311 auf Grund von Spurensicherung, Ermittlungen und der Tatrekonstruktion von Montag bis Mittwochnachmittag versiegelt.


    Am Mittwochnachmittag ereilte uns die schreckliche Nachricht, dass Lee John seinen schweren Verletzungen gegen 13:00 Uhr erlegen war.
    Unter Schock mussten wir eine Entscheidung treffen:
    Mittwochabend die Tür öffnen oder nicht?
    Wir fragten Freunde, Bekannte, alte Hasen der Szene, andere Clubbetreiber, Mütter, Väter, Geschwister. Was sollten wir tun? Die Meinungen waren gespalten. Auch die Diskussion auf Facebook, die wir sehr nachdenklich verfolgt haben, war stets kontrovers.
    Leider hat sich diese Meinungslage auch in einem Nachrichtenchaos unsererseits gezeigt.
    Wir sind froh, dass wir am Mittwoch letztendlich nicht geöffnet haben. Diese Entscheidung war richtig.


    An dieser Stelle möchten wir aber klarstellen, dass die Diskussion am Mittwoch zu keiner Zeit unter finanziellen Gesichtspunkten geführt wurde. Mittwoch und Donnerstag sind für uns Abende, an denen wir jungen Nachwuchs DJ's und Acts die Möglichkeit geben wollen sich und ihre Kunst dem Publikum zu präsentieren. Dieses Publikum sprechen wir mittwochs und donnerstags größtenteils mit freiem Eintritt an. Dies sind Abende der Förderung, nicht des Geldverdienens.


    Es war nie unsere Absicht, Eure Gefühle oder die Gefühle der Angehörigen des Verstorbenen durch unsere Entscheidungen zu verletzen. Da uns dies nicht gelungen ist, was wir vielen persönlichen Zuschriften und Facebook Kommentaren entnehmen konnten, möchten wir uns bei Euch dafür aufrichtig entschuldigen.


    Bald stellten wir eine immens starke Reaktion fest, ausgehend von unserer Facebook Fanpage. Diese Reaktion wurde leider erwiesenermaßen nicht nur von den vielen ehrlich schockierten und mitfühlenden Szenemitgliedern angeführt, die natürlich auch unter der unklaren Informationslage und der dadurch nicht immer korrekten Berichterstattung litten, sondern bedauerlicherweise auch von:


    • Drogendealern, die wir der Polizei übergeben hatten,
    • Gästen mit Hausverbot ,
    • gekündigten Mitarbeitern,
    • Mitbewerbern,
    • sowie ehemaligen Türstehern, denen es nicht nur seitens des U60311 nicht mehr erlaubt ist an der Tür zu arbeiten.



    Daher deaktivierten wir Donnerstagmorgen um 8:00 unsere Fanpage, diese ist NICHT gelöscht.


    Donnerstagmittag, 12:00 Uhr fand auf dem 1. Polizeirevier in Frankfurt eine Besprechung zwischen den Gesellschaftern des U60311 und Mitgliedern der SoKo Türsteher, der Kriminalpolizei, der Stadt Frankfurt und den zuständigen Leitern des Polizeireviers selbst, statt. Bei dieser Besprechung wurde unter anderem festgelegt wie und wann der Betrieb im U60311 weitergeht. Außerdem wurden neue Kommunikations- und Sicherheitswege besprochen, die sicherstellen, dass sich eine solche Tat wie die des vergangenen Montags nicht wiederholen kann.
    Bei einem auf 20:00 Uhr anberaumten Personalmeeting wurden unter Anwesenheit der Kriminalpolizei alle Details der weiteren Vorgehensweise mit unseren Mitarbeitern besprochen.


    Um Euch darüber zu informieren, dass es am Donnerstagabend weiter geht, stellten wir die Facebook-Fanpage für genau eine Stunde wieder online.


    Am Donnerstagabend entschlossen wir uns, wie mit den Behörden besprochen, den Club zu öffnen, aber nicht mit normaler Partymusik, sondern mit Lounge-, Ambient- und langsamer Minimal-Musik, um Euch bei freiem Eintritt die Möglichkeit zu geben uns Eure Fragen zu stellen. Diese Veranstaltung wurde vom Ordnungsamt wegen Hygienemängeln beendet, mit der Auflage die Mängel zu beheben. Außerdem wurde ein Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz und das Nichtraucherschutzgesetz festgestellt. Wir bedauern, dass Minderjährige in unsere Discothek mit Raucherraum verbotenerweise hineingelassen wurden. Wir werden durch verschärfte Türkontrollen sicherstellen, dass dies nicht mehr passiert.


    Am Freitagmorgen ab 8:00 Uhr wurden die bemängelten Hygiene-Punkte mit dem U60311-Team und einer Gebäudereinigungsfirma behoben.
    An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Mitarbeitern, die uns beispiellos zur Seite standen, bedanken.
    Ohne Euch hätten wir das nie geschafft!
    Unser Dank geht auch an die professionelle Reinigungsfirma, die einen super Job gemacht hat.


    Da es bei der Nachkontrolle des Ordnungsamtes am Freitag um 17:30 keine Gründe der Beanstandung mehr gab, konnten wir Freitag wieder öffnen, entgegen den in den Medien zitierten Schließungsgerüchten.


    Zur Klarstellung zwei weiterer irreführender Meldungen:
    • Wir weisen darauf hin, dass es keine Badboysclub-Veranstaltung war, bei der sich der traurige Vorfall ereignete.
    • Das U60311 war noch nie eine U-Bahnstation, sondern nur eine Fußgängerunterführung und wird auch kein Fahrradparkhaus


    Wir hoffen Ihr könnt jetzt uns und unser Handeln und Tun während dieser schweren Woche besser verstehen.


    Diese Woche hat bei uns tiefe Spuren hinterlassen und wenn wir die Zeit auf Ostersonntag zurückdrehen könnten, wir würden es tun. Da dies aber nicht möglich ist, müssen wir damit umgehen, dass ein Menschenleben in unserem Club verloren wurde.


    Eine Tragödie, der wir auch nach einer Woche fassungslos gegenüber stehen.


    Und wir wollen euch noch einmal dazu aufrufen uns und der Polizei zu helfen, die Vorgänge lückenlos aufzuklären! Wir bitten jeden von Euch, der etwas beobachtet hat, sich beim K 11 der Kriminalpolizei Frankfurt zu melden.


    Wir danken Euch,


    Euer U60 Team

  • Ich denke wir reden irgendwie aneinander vorbei :gruebel:


    Manager, Club Betreiber, Security usw. sind alles individuelle Personen oder Vereine. Diese haben aber 0 mit dem Geäude zu tun, sondern müssen strikt davon getrennt werden.


    Man kann die Security Firma belangen, man kann sich an den Manager weden der die Leute eingestellt hat und an den Club Betreiber der irgendwo in Deutschland sitzt und den Manager für sich handeln ließ.


    Bereits beim Club Betreiber stellt sich die Frage ob dieser wusste, dass man sich Schläger ins Haus holt, also der Manager unsachgemäß arbeitet. Die identische Frage muss man sich beim Manager stellen bzgl. der Security Firma und bei der Security Firma bzgl. des Tatverdächtigen.


    Selbst wenn man bei allen 3 eine Fahrlässigkeit findet, denn Mittäterschaft kann es wohl maximal bei den zuständigen Türstehern geben, wenn diese bestimmte Kriterien erfüllt haben, unterlassene HL zählt nicht dazu - muss man ja nicht den Club auf ewig schließen.



    In Deutschland ist man leider immer schnell mit dem Hammer unterwegs, bloß alles weg damit man nie wieder damit zu tun hat, ob das im Interesse der Opfer ist bzw. den Leuten im näheren Umfeld interessiert hingegen kaum.

    "One thing you can ALL be certain of is that Paul Oakenfold is as bored of the commercial trance scene as me but equally as pumped up and excited about the sounds coming up on fluoro." - John Askew

  • Der Club muss natürlich nicht schließen, auch nicht falls der Clubbetreiber rechtlich belangt wird, warum auch? Geschlossen werden muss nur wenn gegen die Auflagen verstoßen wird und das war ja anscheinend zumindest an einem Abend der Fall. Aber wegen eines Todesfalls innerhalb der Discothek kann niemand gezwungen werden diese zu schließen.
    Und inwieweit der Clubbetreiber rechtlich belangt werden kann habe ich ja schon dargestellt. Sollte er sich exkulpieren, also entlasen können, dann kann man ihm keinen Vorwurf machen. So wie es in der Stellungnahme zu lesen scheinen due Türsteher ja alle geprüft gewesen zu sein. Das ist zumindest schon einmal ein Indiz dafür, dass darauf geachtet wurde wen man da hinstellt. Wenn die allerdings durchdrehen obwohl die etwas anderes gelernt haben in ihren Sitzungen, dann kann auch ein Clubbetreiber da nichts für.
    Allerdings wird sich da bestimmt jemand schlaues in der nahen Zukunft mit beschäftigen. Es ist wie immer bei rechtlichen Sachen, es kommt auf den genauen Sachverhalt an und den kennen wir nicht...

  • Ich muss Clear Blue hier voll und ganz zustimmen.
    Die Stellungnahme des U´s ist recht interessant und die Vorfälle danach auch beschreibend für ein unfähiges Management! Den Vorfall im U mit dem auf der LOPA würde ich nicht vergleichen, da die Ursachen dafür zu unterschiedlich sind. Ich bleibe weiterhin der Meinung, der Betreiber hat die Verantwortung für sein Personal und zumindest dort hat er kläglich versagt. Auch wenn die Jungs über alle Zertifikate verfügen die man gesetzlich braucht, sagt es immer noch nichts aus ob sie auch Psychisch in der Lage sind ihren Job zu erfüllen und genau DA muss ein Betreiber sein Augenmerk drauf legen!


    Mein Vergleich mit dem Geräte muggel war vllt nicht ganz so präzise, sorry dafür.