Django Unchained

  • Quentin Tarantino kommt zurück! Seit geraumer Zeit ist schon bekannt, dass er einen Film im Spaghetti-Western-Stil drehen will, eine Genre, welches ich ohne Tarantino schon liebe. Wie muss das erst MIT ihm werden? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es grandios wird. Nicht mehr und nicht weniger. Der erste Trailer ist draußen und kann bei Moviepilot angeschaut werden.


    Hier eine erste Inhaltsangabe:


    Der Sklave Django (Jamie Foxx) wird von dem deutschen Ex-Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz), heute Kopfgeldjäger, befreit und unter die Fittiche genommen. Django soll Schultz helfen, die Verbrecher Big John (M.C. Gainey), Ellis (Tom Savini) und Roger Brittle (Cooper Huckabee), die sich auf einer Farm irgendwo im Süden unter neuem Namen versteckt haben, aufzuspüren. Da Django von den Brittles einst nicht nur gefoltert wurde, sondern diese auch seine Frau Broomhilda (Kerry Washington) vergewaltigten, hat er sich ihre Gesichter bestens eingeprägt und soll sie nun identifizieren. Auf dem Weg zu ihrem Ziel wird Django unter Schultz Patenschaft selbst ein gefürchteter Verbrecherjäger. Gemeinsam jagt das Duo böse Jungs für Geld, bis Django seinen Mentor um einen Gefallen bittet. Er soll ihm helfen, seine Ehefrau Broomhilda zu finden, von der er allerdings keine Ahnung hat, wo sie mittlerweile ist. Die Spur führt das ungleiche Duo zur Farm des Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio), der unterstützt von dem verschlagenen Haussklaven Stephen (Samuel L. Jackson) und dem sadistischen Trainer Ace Woody (Kurt Russell) seine Sklaven zu brutalen Kämpfen auf Leben und Tod antreten lässt.


    Der Cast lässt die Herzen schon höher schlagen. Allein für Christoph Waltz wird es den Gang ins Kino wert sein. Ich bin tierisch gespannt und freue mich darauf sogar noch mehr als auf den "Hobbit".

  • Habe vor ein paar Tagen wieder "Inglourious Basterds" gesehen... eine erneute Zusammenarbeit von Waltz und Tarantino? Dazu ein Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio (ihr könnt sagen was ihr wollt, der Mann ist ein großartiger Schauspieler!), Samuel L. Jackson, Kurt Russel? Eine derartige Story in den Händen eines Tarantino? Der Film kann nur geil werden! Pflichttermin. :yes:

    You told me to look much further
    You told me to walk much more
    You told me that music matters

  • Man mag es ja kaum glauben, aber dies ist erst der achte (!) Film, bei dem Tarantino alleine Regie führt (nach Reservoir Dogs 1992, Pulp Fiction 1994, Jackie Brown 1997, Kill Bill 1+2 2003/4, Death Proof 2007 und Inglourious Basterds 2009).
    Dazu schrieb er noch diverse Drehbücher zu bekannten Filmen (True Romance, Natural Born Killers, From Dusk Till Dawn).


    Ich bin ein großer Fan seines Werkes, Kill Bill 1+2 sind meine absoluten Lieblingsfilme!
    In den letzten Wochen hatte ich mir alle seine Filme nochmals auf Blu-Ray reingezogen (teilweise mit Originalton) und kann nur sagen:
    Dieser Mann ist ein Filmgenie!
    Alle seine Filme sind herausragend und bereiten Vergnügen!


    Seine Drehbücher sind von vorne bis hinten 100%ig durchdacht (an vielen arbeitete er mehrere Jahre) , die Dialoge sind unique und das Casting ist jedes Mal pefekt :yes:!
    Jeder seiner cineatischen Ergüsse trägt seine Handschrift und machen ihn unverwechselbar !


    Gerade deshalb freue ich mich auf "Django Unchained" und weiß, dass dieser Film wieder ein "Tarantino-Hammer" wird !!! :huebbel: :huebbel: :huebbel:

  • Titel: Django Unchained (2012)


    Regi und Drehbuchautor : Quentin Tarantino


    Kino Start : 17.01.2013


    Genre: Action | Drama | Western


    Besetzung: Jamie Foxx (Django) - Christoph Waltz (Dr. King Schultz) - Leonardo DiCaprio (Calvin Candie) - Kerry Washington (Broomhilda) - Samuel L. Jackson (Stephen)


    Länge: 165 Min



    STORY:


    Angesiedelt in den Südstaaten, zwei Jahre vor dem Bürgerkrieg, erzählt DJANGO UNCHAINED die Geschichte von Django (Oscar®-Preisträger JAMIE FOXX), einem Sklaven, dessen brutale Vergangenheit mit seinen Vorbesitzern dazu führt, dass er dem deutschstämmigen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Oscar®-Preisträger CHRISTOPH WALTZ) Auge in Auge gegenübersteht. Schultz verfolgt gerade die Spur der mordenden Brittle-Brüder und nur Django kann ihn ans Ziel führen. Der unorthodoxe Schultz sichert sich daher Djangos Hilfe, indem er ihm verspricht, ihn zu befreien, nachdem er die Brittles gefangen genommen hat – tot oder lebendig. Nach erfolgreicher Tat löst Schultz sein Versprechen ein und setzt Django auf freien Fuß. Dennoch gehen die beiden Männer ab jetzt nicht getrennte Wege. Stattdessen nehmen sie gemeinsam die meistgesuchten Verbrecher des Südens ins Visier. Während Django seine überlebensnotwendigen Jagdkünste weiter verfeinert, verliert er dabei sein größtes Ziel nicht aus den Augen: Er will seine Frau Broomhilda (KERRY WASHINGTON) finden und retten, die er einst vor langer Zeit an einen Sklavenhändler verloren hat. Ihre Suche führt Django und Schultz zu Calvin Candie (der für einen Oscar® nominierte LEONARDO DICAPRIO). Candie ist der Eigentümer von „Candyland“, einer berüchtigten Plantage. Als Django und Schultz das Gelände der Plantage unter Vorgabe falscher Identitäten auskundschaften, wecken sie das Misstrauen von Candies Haussklaven und rechter Hand Stephen (der für einen Oscar® nominierte SAMUEL L. JACKSON). Jede ihrer Bewegungen wird fortan genau überwacht und eine heimtückische Organisation ist ihnen bald dicht auf den Fersen. Wenn Django und Schultz mit Broomhilda entkommen wollen, müssen sie sich zwischen Unabhängigkeit und Solidarität, zwischen Aufopferung und Überleben entscheiden…


    Oscar®-Preisträger Quentin Tarantino schrieb das Drehbuch und führte Regie bei DJANGO UNCHAINED. Der hochkarätig besetzte Film wurde produziert von Stacey Sher, Reginald Hudlin und Pilar Savone. Executive Producers sind Harvey und Bob Weinstein, Michael Shamberg, Shannon McIntosh und James Skotchdopole. DJANGO UNCHAINED wird in den USA von The Weinstein Company und international von Sony Pictures herausgebracht.



    Trailer 1
    Trailer 2

    19.02.2011 Energy Utrecht
    09.04.2011 Asot 500 Den Bosch
    21.05.2011 Docklands Festival @Münster
    31.12.2011 I Love New Year Wroclaw
    31.03.2012 AsoT 550 Den Bosh
    20/29.07.2012 Sunrise Festival

  • Morgen Abend gehts ins Kino :huebbel:
    Freu mich schond die ganze Woche drauf!
    Endlich mal wieder ein FILM der schon im vorraus richtig Bock auf Kino macht!
    Geile Story und Besetzung,da kann nix schief gehen! :yes:

    19.02.2011 Energy Utrecht
    09.04.2011 Asot 500 Den Bosch
    21.05.2011 Docklands Festival @Münster
    31.12.2011 I Love New Year Wroclaw
    31.03.2012 AsoT 550 Den Bosh
    20/29.07.2012 Sunrise Festival

  • Alter Verwalter!
    Was ein GEILER Film!
    Ich bin aus dem Lachen und staunen nicht mehr raus gekommen und so gingen die 166min um wie im Flug!Hätte noch 300min gern dran gehängt!
    Christoph Wlaz fühlt seine Rolle echt super aus und Verkörpert sie zu 100%!
    Mich wundert es das er beim Oskar als beste Nebenrolle im Rennen ist ! Für mich war das schon ne Hauptrolle!
    Die geilste Nebenrolle hatte Samuel L. Jackson !!!

    19.02.2011 Energy Utrecht
    09.04.2011 Asot 500 Den Bosch
    21.05.2011 Docklands Festival @Münster
    31.12.2011 I Love New Year Wroclaw
    31.03.2012 AsoT 550 Den Bosh
    20/29.07.2012 Sunrise Festival

  • Zitat

    Original von BoB
    Mich wundert es das er beim Oskar als beste Nebenrolle im Rennen ist ! Für mich war das schon ne Hauptrolle!


    Hollywood hat strikte (Gewerkschafts-)Regeln was eine Haupt- und was eine Nebenrolle ist.

    09.04.2011 A State of Trance 500 @ Brabanthallen, Den Bosch
    13.10.2011 Armin van Buuren @ H1, Hamburg
    19.11.2011 Transmission 2011 @ O2 Arena, Prag
    31.03.2012 A State of Trance 550 (inkl. Preparty) @ Brabanthallen, Den Bosch

  • Habe ihn mir am WE auch angesehen. Der Film ist gut, wenn auch nicht so gut, wie Inglourious Basterds, Kill Bill oder Pulp Fiction. Dennoch sicher besser, als 90% der Filme, die man so in letzter Zeit in den Blockbuster-Kinos zu sehen bekommen hat.


    Achtung Spoiler!!!!




    Zwei Sachen waren für mich nicht ganz schlüssig:
    Der Doktor konnte sich sehr eloquent ausdrücken, muss also eine entsprechende Bildung erfahren haben. Er behauptet zwar, dass er früher Zahnarzt war, aber Zahnärzte damals, kann man mit den heutigen nicht vergleichen. Die waren eher Barbiere und hatten keine solche Ausbildung, wie die Ärzte heute. Und selbst die heutigen Ärzte könnten sich nicht so gewählt ausdrücken. Da stellt sich mir die Frage, wie ein so gebildeter Mensch (er kann ja auch französisch), einen solchen Beruf ergreift. Er könnte sicher etwas machen, was weniger gefährlich ist, und mehr Geld einbringt.
    Der Doktor opfert sich für Django. Warum? Sie kannten sich relativ kurz, und es war eher eine Zweckgemeinschaft. Spätestens als sie aufgeflogen sind, hätte er sich von Django distanzieren können. Die Chancen standen für Django ja selbst mit seinem Opfer sehr schlecht. Das Opfer war also sehr wahrscheinlich um sonst.


    Das sind aber eher Details, und keine Riesnelöcher, wie in anderen Filmen.


    Für mich die beste Szene war kurz bevor der eine Sklave von den Hunden zerfleischt wurde. Der Großgrundbesitzer hielt ein Monolog darüber, dass der Sklave, wenn er keine Kämpfe übersteht ein Verlustgeschäft für ihn sei. Für den Sklaven bedeutete das auf jeden Fall das Todesurteil, entweder im Kampf, oder durch den Großgrundbesitzer. Das war für mich die Kernaussage bei der ganzen Geschichte. 100 $ waren für den Großgrundbesitzer mehr wert, als ein Sklavenleben, und mit der Meinung stand er nicht alleine da. Es war einfach ein Riesengeschäft, auf dem das heutige USA aufbaut. Gäbe es diesen Reichtum von damals nicht, die USA hätten sich sicher anders entwickelt.

  • Zitat

    Original von GambaJo


    Der Doktor opfert sich für Django. Warum? Sie kannten sich relativ kurz, und es war eher eine Zweckgemeinschaft. Spätestens als sie aufgeflogen sind, hätte er sich von Django distanzieren können. Die Chancen standen für Django ja selbst mit seinem Opfer sehr schlecht. Das Opfer war also sehr wahrscheinlich um sonst.


    Das ist mir auch nicht ganz schlüssig geworden. Er hätte Leo einfach die Hand geben sollen und fertig aber dann wär uns ja dieses affengeile Blutbad verwehrt geblieben :)


    Insgesammt ein klasse Film, den man gesehen haben sollte. Wie schon erwähnt wurde der Star des Films ist eigentlich Samuel L Jackson. Hab mir vor lachen fast eingepisst.

  • Ein wirklich großartiger Film! Und durchaus mit kritischem Ton. Aber ich denke das Thema geht den Amerikanern mehr an die Substanz als uns, obwohl es die Sklaverei hier auch gab. Doch die Leute auf der anderen Seite vom Teich haben es wohl auf ein neues Level gehievt.


    Jedenfalls kam die Szene mit Jonah Hill und den Kapuzen wirklich gut haha


    Würde den Streifen gern noch als OV sehen. Ich überlege noch, ob ich ein weiteres Mal ins Kino laufen soll oder bis zum Release warte.

  • So ganz kann ich in die Lobeshymnen nicht einstimmen. Zweifellos ein guter Film, weit über dem Durchschnitt, was uns heute so präsentiert wird. Aber letztlich doch ein bisschen dünn und vor allem zu vorhersehbar, da quasi keine Überraschungen. Und vor allem nicht Tarantino`s bester Film! Mich hat`s vom Aufbau irgendwie zu sehr an "Inglorious Basterds" erinnert, den ich weiter für besser halte.
    Sehr gut: Die vielen Reminiszenzen an andere Filme. Die vielen kleinen eher versteckten Gags. Christoph Waltz (obwohl ich ihn im Vorgänger-Film besser fand). Leonardo di Caprio (verkörpert die Rolle des "Candyman" perfekt!). Samuel L. Jackson.
    Gut: Jamie Foxx.
    Zu den Gewaltszenen: Eigentlich ja nur gegen Ende wird es heftig. Obwohl es da so arg übertrieben ist, dass es im Grunde nicht wirklich gruselt. Davor ein paar Szenen, die mir näher gingen.
    Der inflationäre Gebrauch des N-Worts erreicht auf Candyland seinen absoluten Höhepunkt, ohne den Film aber zu stören. Eher zeigt QT hier konsequent welche Rechte ein Schwarzer zu der Zeit hatte. Nämlich Null Komma Null! Und das Recht zu sterben. Sofern er durfte!
    Alles in allem wieder ein guter, wenngleich vielleicht nicht sehr guter Film aus der Feder Tarantinos. Ich bin auf die DVD gespannt und erhoffe mir, dass der Film beim nochmaligen Schauen noch den Sprung zu sehr gut schafft.

  • Auch ich habe diese Woche diesen 166-minütigen (+Pause) Tarantino-Spaghetti- Western "in mich aufgesogen" und bin mal wieder begeistert :huebbel:!
    Als Kenner QT's Werke war mir schon ziemlich klar, was mich erwarten würde.
    Meine Erwartungen wurden mal wieder von QT vollends erfüllt und ich hoffe, dass er noch viele weitere Filme drehen wird.
    "Django Unchained" überzeugt vor allem durch Wortwitz der Dialoge und durch überragende Schauspielkunst aller Akteure.
    Die zahlreichen Gewaltszenen sind (wie bei QT-Filmen üblich) blutig und oft (bewusst) übertrieben und süffisant dargestellt.
    Kritiker mögen dies als Gewaltverherrlichung bezeichnen, QT sieht es als zwingende Notwendigkeit, um diese realistisch darzustellen.


    All in all ist des Texaners neuestes Werk nicht sein bahnbrechendes, jedoch reiht sich "Django Unchained" nahtlos in seine "Klassiker-Reihe" ein und ist und bleibt ein Quentin Tarantino Film !

  • Ich war ein wenig enttäuscht. In meinen Augen läuft der Film einfach zu lange und hat zu viele belanglose Stellen.


    Die beste Szene: Samuel L. Jackson als Butler, der einfach nicht einsehen kann, wie man einen "Nigger" in einem normalen Bett schlafen lassen kann.


    Überhaupt find ich Jackson sehr geil. Waltz spielte im Prinzip die selbe Rolle wie in Inglourious Basterds, nur halt auf der guten Seite, dementsprechend weniger fies.

    "Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern." (Jean Cocteau)

  • Großartiger Film! Am Anfang und bei der Stelle mit den Kapuzen (diese Stelle hatte schon irgendwie Monty Python Charme) habe ich gelegen vor Lachen :D


    Aber auch die Wortwahl von Doc Schulz um brenzlige Situationen zu entschärfen und Samuel L Jackson, genial. Hin und wieder hat der Film zwar seine Längen, aber da kann man drüber weg sehen. Das Blutbad am Ende fand ich jetzt auch nicht so heftig wie manch andere Szene in dem Film (z.B. als die Hunde den Sklaven zerflesichen oder der Kamp in Candies Haus)

  • Zitat

    Original von GambaJo


    Das war gespielt. Er war einfach nur misstrauisch.


    Klar war er misstrauisch, sowas hat's ja bisher auch noch nicht gegeben. Der Witz liegt nur darin, dass er selber schwarz ist und sich, obwohl er schwarz ist, schon so daran gewöhnt hat, dass NIgger nicht als Gast im Bett schlafen.

    "Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern." (Jean Cocteau)

  • Die Tatsache, dass er da schlafen sollte, war ihm im Prinzip egal. Er hat das Erstaunen nur gespielt, weil er misstrauisch war. Er selbst war ja das beste Beispiel dafür, dass es auch unter Sklaven Privilegierte gab. Er war durchtrieben, und spielte vor den Ankömmlingen eine Rolle. Vor seinem Herrn spielte er eigentlich auch eine Rolle. Sei wahres Ich hat man erst ganz am Ende gesehen, als er seinen Stock weg warf, sich aufrecht stellte (denn das alles gehörte zu seinen Rollen) und mit normaler, fester Stimme mit Django sprach. Denn nun brauchte er keine Rolle mehr zu spielen, denn alle, für die er sich verstellte, waren tot.

  • Ich habe den Film ebenfalls gesehen und auch das Ende. Dass er seinem Herrn Candie etwas vorspielte ist klar.


    Aber warum hätte er schon direkt bei der Ankunft misstrauisch sein sollen? Sein erster Satz war "Und wer ist der Nigger da auf dem Pferd?" Da war er schon misstrauisch??!Misstrauisch wurde er, weil er als einziger gut beobachtete und schnell spürte, dass Django und der Doc unter einem falschen Vorwand gekommen sind. Das kam aber erst später.


    Aber selbst wenn er von der ersten Sekunde an, also auch schon beim Eintreffen der beiden, misstrauisch war, lag der Witz in der besagten Szene darin, dass ausgerechnet er, der selbst schwarz ist, sich schon so sehr den rassistischen Konventionen hat beugen lassen und das ausgerechnet er, der selbst schwarz ist, Django als "Nigger" bezeichnet und sagt "DER?? DER Nigger soll auch im Herrenhaus schlafen??".


    Zitat

    Original von GambaJo
    Er selbst war ja das beste Beispiel dafür, dass es auch unter Sklaven Privilegierte gab.


    Das ist ja gerade der Gag!

    "Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern." (Jean Cocteau)

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  • Zitat

    Original von Skidrow
    Aber warum hätte er schon direkt bei der Ankunft misstrauisch sein sollen? Sein erster Satz war "Und wer ist der Nigger da auf dem Pferd?"


    genau deswegen. Er ist doch auf dem Pferd von jedem komisch angeschaut, bzw auch teils angemacht worden. Aber trotzdem denke ich auch, dass es zu Beginn eine gespielte rassistische Äußerung war des Butlers war.

  • Klar ist er verwundert, wie alle anderen auch. Aber das Mißtrauen, dass die beiden ein falsches Spiel spielen, kam erst später auf. frühstens als django so gestarrt hat als man seine Frau aus dem Bunker holt.

    "Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern." (Jean Cocteau)

  • Also amüsanter und auch krasser finde ich es, wenn man die ersten Sätze einfach als Ausdruck seines tatsächlichen Selbsts interpretiert. Dass er also die Haltung der Weißen völlig verinnerlicht hat.


    Ist aber letztlich auch egal, so oder so eine grandiose Rolle und für mich das Highlight des Films. Hut ab! (auch vor den Leuten von der Maske und dem Produktionsdesign!)

    Aktuelle Favorites:
    Soundprank - Gemini
    Rafael Frost - Drive
    OceanLab - Satellite (Ilan Bluestone Remix)
    Gareth Emery - Beautiful Rage (Alex Sonata Remix)
    Ilan Bluestone - Tesseract

  • Zitat

    Original von Skidrow
    Aber warum hätte er schon direkt bei der Ankunft misstrauisch sein sollen?


    Candy taucht mit zwei Fremden auf, die eine etwas (für die damalige Zeit) ungewöhnliche Story erzählen. Einer ist ein Schwarzer der reitet, und ihm wird ein Bett im Herrenhaus angeboten. In den Südstaaten. Wenn das kein Grund zum Misstrauen ist, dann weiß ich auch nicht.
    Das alles ist aber eher zweitrangig, denn Jackson hat das sehr gut gespielt, und sein Misstrauen war unübersehbar, wie ich finde.


    Zitat

    Original von SkidrowAber selbst wenn er von der ersten Sekunde an, also auch schon beim Eintreffen der beiden, misstrauisch war, lag der Witz in der besagten Szene darin, dass ausgerechnet er, der selbst schwarz ist, sich schon so sehr den rassistischen Konventionen hat beugen lassen und das ausgerechnet er, der selbst schwarz ist, Django als "Nigger" bezeichnet und sagt "DER?? DER Nigger soll auch im Herrenhaus schlafen??".


    Das sehe ich etwas anders. Dieses Verhalten wurde normalerweise von ihm erwartet. Das hier war eine außergewöhnliche Szene, daher auch sein Misstrauen.
    Und Nigger hat er ihn genannt, weil man diese Menschen damals so nannte, vor allem, wenn man mit Weißen sprach.


    Aus meiner Sicht ist die Figur von Jackson nicht rassistisch. Zumindest nicht im Kern. Oberflächlich scheint es so, weil er das böse N-Wort benutzt und sich wundert, warum ein Schwarzer im Herrenhaus schlafen soll. In Wahrheit ist er ein cleverer Opportunist, ihm ist das alles egal, er ist einzig und allein auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Dabei ist es egal, ob er Schwarze oder Weiße dazu benutzt.

  • Frage nebenbei: Als die zur Ranch reiten, ist in dem einen Haus eine Frau (?) mit roten Tuch um den Bund. Am Ende sieht man sie nochmal. Ich dachte die ganze Zeit, dass diese noch mehr Aufmerksamkeit bekommt, aber da habe ich mich geirrt.


    Ansonsten: Ich war total geflasht nach dem Kino. Ganz tolles Meisterwerk und jeden Cent wert. Definitiv sicher ^^ ein Oskar wert!

  • Ich habe den Film vor kurzem auf Englisch gesehen und war/bin total begeistert. DAS ist Kino! Tolle Dialoge, überzeugende Darsteller (sowohl DiCaprio, Foxx als auch Jackson wirklich toll, Waltz spielt aber - wieder einmal - in einer eigenen Liga, unglaublich einfach), und eine genial hirnverbrannte Story. Auch den Soundtrack möchte ich positiv erwähnen, da hat sich Tarantino bei ein paar feinen Klassikern bedient.


    Absolut göttlich die Szene mit den weißen Kapuzen, das hatte wahrlich schon etwas von Monty Python... :huebbel:

    You told me to look much further
    You told me to walk much more
    You told me that music matters

  • Zitat

    Original von GambaJo


    Candy taucht mit zwei Fremden auf, die eine etwas (für die damalige Zeit) ungewöhnliche Story erzählen. Einer ist ein Schwarzer der reitet, und ihm wird ein Bett im Herrenhaus angeboten. In den Südstaaten. Wenn das kein Grund zum Misstrauen ist, dann weiß ich auch nicht.


    Misstrauisch schon, aber nicht DAS Misstrauen, welches er später, auf Grund der Verbundenheit zwischen Django und der Frau hegt.


    Zitat

    Original von GambaJo


    Das sehe ich etwas anders. Dieses Verhalten wurde normalerweise von ihm erwartet. Das hier war eine außergewöhnliche Szene, daher auch sein Misstrauen.
    Und Nigger hat er ihn genannt, weil man diese Menschen damals so nannte, vor allem, wenn man mit Weißen sprach.


    ICh glaube wir meinen das selbe. Mir ging es ja nur um den, für Tarantino typschen Witz, dass sich ausgerechnet ein SChwarzer darüber echauffiert, dass ein Schwarzer im Herrenhaus im Bett schlafen will.


    Thema Soundtrack: Den fand ich ebenfalls gelungen. Vor allem weil der Soundtrack aus einem meiner Lieblingswestern (Die rechte und die linke Hand des Teufels) verwendet wurde. Zumal dieser Film streckenweise einen ähnlichen Humor aufweist, wie der Tarantinos.


    Und der Score aus "Der Tod ritt dienstags" kam auch vor, den find ich auch richtig klasse.

    "Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern." (Jean Cocteau)

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