Tiesto "Louder than Boom"

  • Sehr sehr gut produziert, experimentell und mal was neues. Mit Trance hat das ganze nur bedingt etwas zu tun, zum einfach nur Nebenher-Hören total ungeeignet und auch sonst bestimmt nicht jedermanns Sache, ABER:
    Live glaube ich, ist dieser Track eine absolute Granate. Mir gefällt dieser Elektro-House-Trance, mal wieder etwas "neues" von Tiesto. Das gesamte Album wird zwar eher poppig, dieser Track jedoch sticht bestimmt etwas hervor.
    5/6.

  • Naja, mau und flau. Nichts halbes und nichts ganzes. Immerhin diesmal kein Pop und keine komischen Frauenstimmen. Werd mit der ganzen Sache nicht wirklich warm. Die Synthies sind ganz in Ordnung, aber der Break hat nicht das Potential um mich wirklich mitzureißen. Werde ihn definitiv noch mehrmals anhören müssen.

  • Wieder so ein 0815 tech-trance hybrid, den Tiestos Engineer in bestimmt nicht mehr als einer Stunde zusammengeschraubt hat und für den sich ohne Tiestos Namen kein Schwein interessieren würde, da die Idee mit den Amiga / C64 sounds wahrhaftig schon zu Genüge durchgekaut wurde. Mit dem Tiesto-Aufkleber verkauft sichs natürlich bestens, der könnte seine Fürze aufnehmen und trotzdem würde die Kosten-Nutzen Rechnung aufgehen.

  • hab mir das teil jetzt gekauft und finde - manchmal kriegt mans ja erst "live" raus - das das teil überraschend wenig flow entwickelt. es fehlt irgendwas, vor allem zu beginn (ne zusätzliche bassline würde ich als producer-noob vermuten)...


    zudem find ich den track gegen ende auch reichlich dämlich und dj-unfreundlich produziert, tiesto hat eni sehr spätes break reingeknallt, und nachdem das zu ende ist gibts nur noch die kick drum für ne halbe minute....


    der track hat höhen und tiefen, 2,19 war er in jedem fall doch nicht wert ^^

  • Ich versteh das Argument "live kommts bestimmt super" nicht. Live kommt alles geiler. Viele Menschen, ordentlich Lautstärke und Stimmung. Da kommen sogar der Sound der Wildecker Herzbuben deutlich besser rüber als daheim. Oder geht mal auf ein Scooter-Konzert, da sagen die Leute auch: Eigentlich find ich die Musik nicht gut, aber live in ner großen Halle wars dann doch toll.

  • Zitat

    Original von Skidrow
    Ich versteh das Argument "live kommts bestimmt super" nicht. Live kommt alles geiler. Viele Menschen, ordentlich Lautstärke und Stimmung. Da kommen sogar der Sound der Wildecker Herzbuben deutlich besser rüber als daheim. Oder geht mal auf ein Scooter-Konzert, da sagen die Leute auch: Eigentlich find ich die Musik nicht gut, aber live in ner großen Halle wars dann doch toll.


    Na was denn jetzt? Wenn deiner Meinung nach sogar die Wildecker Herzbuben live besser rübber kommen, dann verstehst du das Argument ja doch. Natürlich ist das ein Argument. Es mag von mir aus bei den meisten Künstlern zutreffen, aber gerade beim Trance gibt es weichspühl Pop-Vocal-Tracks und es gibt echte Clubtracks, die in eine große Halle mit entsprechener Lichtschow gehören. Und dass "Louder than boom" ein Clubtrack ist und live besser ankommt als im Wohnzimmer, das ist doch klar!


    greetz West :rolleyes:

  • Firma dankt recht herzlich *Faulheit siegt immer wieder...*


    ich glaub ich muss mein "kann nüscht" korrigieren. neues urteil: bietet eine nette grundlage für remixe, die alles und noch viel mehr aus der geschichte rauskitzeln. henry saiz remix...herrlich, vielleicht sein bester remix, wenn man die vorlage mit einbezieht...

  • @ Southern


    Ja, aber nur weil sich die Wildecker Herzbuben live besser anhören, hören sie sich für mich immer noch schlecht an. Nur dann halt weniger schlecht.


    Ein Song wird durch das Live Hören nicht plötzlich total toll, wenn, dann muß ich ihn auch vorher schon gut finden.

  • Also mit den inoffiziellen Remixes kann man einfach gar nichts anfangen. :dead: Gut, dass man das offizielle Paket mit brauchbarem Material ausgestattet hat. Allen voran Henry Saiz der durch diesen Remix vermutlich endlich die Aufmerksamkeit bekommt die er verdient. Echt großartige Arbeit! :yes:
    Bart B More ist mir diesmal etwas zu uninspiriert. Die Melodie wird gut eingebaut, aber das Gerüst ist eher lauwarme Kost. Kann er besser...
    Von Tyrane habe ich noch nie was gehört. Ist ziemlich verspielt. Spricht mich nicht wirklich. :)

  • Zitat

    Original von Cavle
    Gut, dass man das offizielle Paket mit brauchbarem Material ausgestattet hat. Allen voran Henry Saiz der durch diesen Remix vermutlich endlich die Aufmerksamkeit bekommt die er verdient. Echt großartige Arbeit! :yes:


    Dem kann ich mich ohne Wenn und Aber anschließen, denn der Spanier Henry Saiz dürfte nun auch einem etwas größerem Publikum eindrucksvoll seine Kreativqualitäten unter Beweis stellen können, indem er diesen lauwarmen Tiësto-Track mit Elektro-Einschlag namens Louder Than Boom in einen episch anmutenden, 12minütigen Prog-/Techhouse-Zwitter inklusive abwechslungreichem Spannungsaufbau und dichtem Atmosphärenwerk zu verwandeln imstande ist. Bereits zu Beginn kann der Gute mit brodelnden Melodiefragmenten im Hintergrund eines knochentrockenen Beatgerüsts à la Saiz die Aufmerksamkeit auf sich lenken, bevor sich im weiteren Verlauf eine wunderbar verspielt-verstückelte Bassline in progressiver Optik des Stücks annimmt und dabei nicht mit düsteren Reminiszenzen spart. Mit minimalistisch klickernden Breakeinwürfe verstärkt sich die mysthische Atmosphäre und macht den Weg frei für weitere subtile Alternativmelodiefetzen, ehe aus dem monoton groovenden Untergrund schließlich auch die ersten Originalelemente in leicht veränderter Instrumentierung auf den Plan treten dürfen und dabei mit der Entwicklung von dezentem Stakkato hin zu breitflächigem Anschwillen sämtliche Intensitätsszenarien durchleben. Die im Original eher uninspiriert wirkenden Melodieverwirrungen trumpfen in der techhousigen Umgebung nun regelrecht auf, während Henry Saiz nebenbei noch einmal allen Skeptikern demonstriert, wie man ein Break mit schwurbelnden Effekten ohne Fremdschämen konstruiert. Im Anschluss gehört das Hauptaugenmerk allerdings erst einmal wieder dem progressiven Aufbau des Ganzen, welches sich in der Zwischenzeit mit weiteren funky anmutenden Subbässen verdichtet hat und im Folgenden dann auch die elektroide Melodiewand aus dem Original heranrollen und in einem weiteren Kurzbreak wieder implodieren lässt. In diesem Zusammenhang kommt auch endlich die darin versteckte Düsternis vollständig zum Tragen, bevor der Remix sich im Anschluss zur Abwechslung wieder einmal bis auf die Unterwäsche entblättert und mit genüßlich deep klimpernden Alternativtönen erst allmählich wieder Fahrt aufnimmt. Schließlich wollen sämtliche Trackelemente in Eintracht noch für ein furioses Finale voller Gefühlswechselbäder sorgen, welches in einem dicht gestaffelten Break gipfelt. Summa summarum kommt dieser Remix für meinen Geschmack einer Demonstration gegenüber dem stetig weiter abstürzenden Tijs Verwest dar und sollte daher mit nicht weniger als verdienten 5,75/6 belohnt werden. :yes:


    Und als ob ich Henry Saiz nicht gerade schon genug über den grünen Klee gelobt hätte, steckt auch hinter dem Tyrane Remix niemand Geringeres als der Spanier und sein Bandprojekt. Anfangs hinterlässt allerdings auch diese Überarbeitung den Eindruck, dass sich der Gute wieder allein an die Arbeit gemacht, wenn die verwirrten Tonkaskaden sich in einem etwas entspannter wirkenden Umfeld aus dezentem Drumming und verwirbelten Basslinefäden sphärisch in Szene setzen können. Dabei schimmert zunehmend auch die ehemals elektroide Melodielinie hindurch und befördert das Intensitätspegel der sphärischen Entwicklung sogleich in ungeahnte Höhen, ehe eine Effektwelle den Übergang in das anstehende Break mimt. Mit Synthiezusätzen bereichert kann sich dort vor allen Dingen die erwähnte Tonfolge erfolgreich aus ihrem Schattendasein befreien, bevor sich zu den herrlich düsteren Klangschwaden schließlich ein wahrhaftiges Schlagzeug gesellt und damit erstmals der "Bandcharakter" dieses Remixes zum Vorschein kommt. Die flächigen Synthiemelodiebögen lassen sich davon jedenfalls nicht beeindrucken, vielmehr macht sich in Kooperation mit weiteren verspielten Synthietönen eine erhebende Düsternis breit, auf dessen sphärische Dichte so manch ein Produzent neidisch werden dürfte. Zum Höhepunkt hin darf sich dann sogar noch das elektroide Vorbild aus dem Original dazugesellen, sodass der Remix sich nun in einem regelrechten Soundbrei aufplustern kann und im letzten Drittel wieder die synthetischen Beats während des Rückbaus dominieren. Insgesamt ein kaum weniger überzeugender Remix, der Genregrenzen für ein Relikt des Kalten Krieges hält und dennoch für 5,5/6 stets zu haben ist... ;)

  • Pah lauwarmer Tiesto Track. Also wenn er eingängige Tracks produziert schreit jeder "grottenschlechter Müll Tiesto halt" und er wieder mal sämtlich Grenzen des Producings sprengt was er meiner Meinung nach mit Louder than Boom gemacht hat dann heißt es "mal wieder lauwarmer Tiestotrack". Wenn Paul van Dyk oder Armin van Buuren draufstehen würde hieße es "boah epic tune!! Ganz neuer Stil! AvB Trance Gott :huebbel:
    Meiner Meinung nach passen sowohl Melodie als auch Aufbau + Build up und Synthies genial zusammen am meisten gefällt mir daran dass der track sich sehr von den ganzen Tranceliedern der Szene abhebt dennoch imho Trance ist. Live bringt das Teil jede Halle zum Explodieren.
    Btw.: Tiesto mit Wildecker Herzbuben zu vergleichen...
    also der Hass kommt doch nur dadurch dass jemand der vorher Trancegott war sich einen neuen Stil zugelegt hat und mal über den Tellerrand geguckt hat (was keinem von uns schaden könnte).

  • Zitat

    Original von Skyyclubber
    Pah lauwarmer Tiesto Track. Also wenn er eingängige Tracks produziert schreit jeder "grottenschlechter Müll Tiesto halt" und er wieder mal sämtlich Grenzen des Producings sprengt was er meiner Meinung nach mit Louder than Boom gemacht hat dann heißt es "mal wieder lauwarmer Tiestotrack". Wenn Paul van Dyk oder Armin van Buuren draufstehen würde hieße es "boah epic tune!! Ganz neuer Stil! AvB Trance Gott :huebbel:
    Meiner Meinung nach passen sowohl Melodie als auch Aufbau + Build up und Synthies genial zusammen am meisten gefällt mir daran dass der track sich sehr von den ganzen Tranceliedern der Szene abhebt dennoch imho Trance ist. Live bringt das Teil jede Halle zum Explodieren.
    Btw.: Tiesto mit Wildecker Herzbuben zu vergleichen...
    also der Hass kommt doch nur dadurch dass jemand der vorher Trancegott war sich einen neuen Stil zugelegt hat und mal über den Tellerrand geguckt hat (was keinem von uns schaden könnte).


    Tja, wenn man das "Fachwissen" nicht mitbringt, versteht man auch die erhitzen Gemüter nicht. Und AvB kriegt wegen ständigen Vocal-Pop Releases viel Haue. Tiesto hat sich leider gewissen Trends angepasst, siehe Album, mit vielen Popsängern und recht radiotauglichen Längen als auch Stilen. Das missfällt mir, das würde mir bei sehr vielen Künstlern missfallen, die vorher großartige Sachen hervorgebracht haben. Grundsätzlich sollte man jeden Release relativ unabhängig vom Artists sehen, aber dennoch den "was hat er bisher gebracht, was kann er tatsächlich" Faktor mit einbringen. Das mit den Wildecker Herzbuben ist tatsächlich blödsinnig und (hoffentlich) ironisch gemeint. :D


    Ist auch kein Beinbruch, wenn dir das Teil gefällt, mir tut's nicht, wird wohl jetzt wieder ziemliches :boxing: geben. :D



    Huch, anfangs hat mir das Teil gefallen. Was war da falsch? :gruebel: Derbe nervig, sehr anstrengend, quietschieg, C64-Sounds. Nö, in den Keller. 1/6 :dead: