16 Bit Lolitas "Murder Weapon EP"

  • Drei absolut klasse progressive Tracks. Bei "Murder Weapon" gefällt mir diese myteriöse geheimnisvolle (Krimi-) Stimmung. "Nobody seems to care" enthält wunderbar zärtlich gehauchte Vocals und "5 to 12" ist am besten tanzbar.
    So eine Qualitätsdichte ist hervorragend.


    Murder Weapon: 5,5/6
    5 to 12: 5/6
    Nobody Seems to Care: 5/6

  • In der Tat endlich wieder einmal eine hervorragende EP der 16 Bit Lolitas, die auch dem Tiefenanteil in AnjunaDeep vollends gerecht wird. :yes:


    Murder Weapon als Titeltrack legt dabei die progressive Bestmarke hin und betört den gemeinen Hörer ganze 10 Minuten lang mit seiner gelungenen Mischung aus düster stapfendem Untergrund und darauf fußenden melodischen Ausrufezeichen. Zu Beginn liegt es allerdings erst einmal an einigen flirrenden Effekten, den Startpunkt für einen gemächlichen Aufbau zu setzen, dem sich schon bald die Entfaltung einer drückenden Offbeat-Bassline anschließt. Diese macht es sich in den tieferen Etagen dieses Tracks erst einmal sichtlich gemütlich, bevor in Begleitung einiger fluffiger Begleiteffekte die ersten Melodiefragmente nach Landgewinn trachten. Ein folgendes Kurzbreak gewährt ihnen schließlich diese Freiheit, sodass sich nun auch die sphärische Komponente des Ganzen zu entwickeln vermag und nach kurzer Einwirkzeit bereits erste Anzeichen einer hypnotisch-mysthischen Stimmung trägt, welche besonders durch die schwelenden Looptöne der Melodiefolge zum Tragen kommen. Unterstützung naht zudem in Form von passend eingeworfener Synth-Flächen, welche es sich zur Arbeit gemacht haben, die bisherige Melodieebene in ihrer Abwechslung zu stärken. Ein weiteres Kurzbreak zeigt die Flächen dann in Eintracht mit weiteren arpeggierten Begleitmelodien und euphorisiert kurzzeitig die Atmosphäre, bevor sich das Ganze im Anschluss mit dem düsteren Untergrund und den Looptönen schnell wieder auf seine hypnotische Basis besinnt. Immerhin dürfen sich die Melodieelemente aus dem Break auch hier noch einmal aufschwingen und den Track schließlich in ein perfekt inszeniertes Outro lotsen, welches noch einmal die simple, aber überaus durchschlagskräftige melodische Seite dieses Stücks in den Vordergrund stellt. Insgesamt sehe ich so jedenfalls keine andere Wahl, als ebenso wie meine Vorgänger mehr als überzeugende 5,5/6 zu verteilen. :D


    5 To 12 mag zwar eine alarmgeschwängerte Uhrzeit darstellen, in diesem Falle ist die Aufregung allerdings vollkommen unbegründet, versteckt sich hier doch nur ein schön groovendes Stück, welches sich Progressive House in seine Hauptschlagader injiziert hat. Das zeigt sich bereits zu Beginn, wenn sich das Ganze mit seinem wellenartigen Bassline-Verschnitt herrlich unaufgeregt in Mark und Bein pumpt. Aufbautechnisch ist man hier zudem noch eine gute Ecke gemütlicher aufgelegt, sodass man den ersten melodischen Schichten, die sich im weiteren Verlauf kurzzeitig aus dem Untergrund zu Wort melden, regelrecht entgegensehnt. Schnell verschwinden allerdings auch diese wieder im undurchschaubaren Zwielicht und lassen erst eine halbe Minute später wieder einige auflockernde Elemente hinzugleiten. Diese Melodietöne und Vocalandeutungen zeigen sich dabei in ähnlich groovender Manier wie der Rest des Tracks und leiten allmählich ein Break ein, in welchem das Ganze leicht anschwillende Flächenelemente präsentiert, welche die Intensität langsam, aber stetig steigen lassen und - sofern man davon in diesem überaus progressiven Machwerk überhaupt sprechen kann - einen kleinen Höhepunkt einleiten. An dessen Anschluss liegt es nämlich wieder am hypnotisch groovenden Drumming, den bisherigen Faden aufzunehmen, sodass auch die auflockernden Fragmente erneut nur vereinzelt die Fassade durchbrechen. Alles in allem sind mir die hiesigen 10 Minuten zwar etwas zu dick aufgetragen, da der Track zu Beginn einfach viel zu schleppend in Gang kommt, aber für clubbige 4,5/6 sollte es auf jeden Fall reichen. :yes:


    Nobody Seems To Care!? - Im Gegenteil, dieses Stück besitzt einfach eine solch wunderbar beruhigende Wirkung, dass man nicht drumherum kommt, das Ganze nicht unbekümmert links liegen zu lassen. Das beginnt schließlich schon mit dem überzeugend sphärisch geratenen Intro, welches von mysteriös anmutenden Flächen zusammengehalten wird und bereits dabei voll in seinem entspannten Element ist. Gesellt sich dann ein trockener Beat dazu, schleichen die Flächen zwar kurzzeitig in den Hintergrund, doch auch in ihrem immer wieder angetäuschten Anschwillen wissen diese überaus zu gefallen. Zudem wirkt sich die Kooperation mit einigen exotischen Klangtupfern sehr positiv in Bezug auf die sphärische Entwicklung des Ganzen aus, welche alsbald auch die passende Unterstützung von entspannten Vocalandeutungen nicht mehr missen mag. Aus dem Untergrund entwickelt sich dazu aus den bisherigen sanften Flächen nun doch ein etwas bissiger zu Tage tretender Charakterzug, welcher mit einer gewissen Portion Druck für die passende Portion Abwechslung sorgt. Ein weiteres Break hat sich dann allerdings wieder mit Haut und Haar der entspannten Wirkung dieses Tracks verschrieben und offenbart neben den bisherigen Melodieelementen ergänzende Pianotöne, welche das Ganze zu einem gehaltvoll anschwillenden Übergang in die letzten beiden Minuten hinreißen lässt, in denen sich noch einmal alle melodischen Rafinessen dieses Stücks in herrlich schwebender Art und Weise gegenseitig anstacheln dürfen. Im Endeffekt bleibt mir jedenfalls auch hier nichts anderes übrig, als hervorragende 5,5/6 aus dem Hut zu zaubern und mit einem "Chapeau, 16 Bit Lolitas" zu enden... ;)

  • Und wieder einmal eine hammer-mäßige Rezension des hammers :D
    Der durchweg positiven wie der das mitlesende Auge erfreuenden Beurteilung kann ich mich nur anschliessen. Allerdings muss ich anmerken, dass die "Murder EP" ein wirkliches Mordwerkzeug ist und ich eher zu einer glatten sechs tendiere als zu den sehr, sehr guten 5,5. Naja, geben wir mal eine


    5,9/6

  • endlich nochmal was vorzeigbares von den 16 bit lolitas. 3 klassen besser als das, was ich in letzter zeit gehört hab. smoother, melodischer, schöner als zuvor. wobei es immer noch sachen gibt, die mir besser gefallen. bin wohl einfach nicht der 16 bit lolitas-sound-typ :)


    Nobody Seems To Care 4,5/6
    5 to 12 4/6
    Murder Weapon 4/6

  • So, will dann etwas verspätet auch noch mal meinen Senf zu dieser genialen EP abegeben.


    Die "Murder Weapon" ist mein klarer Favorit dieser EP und dazu einer meiner Lieblingstrack des Jahres 2008. Einfach große Klasse wie sich der Track über die volle Distanz immer weiter steigert. Wenn gegen später dann erstmal noch die Melodie einsetzt, beginnt die volle Abfahrt.
    Die Kombination aus spannendem Untergrund, einem sehr feinen Beat und einer noch geileren Melodie begeistert mich immer wieder aufs neue :huebbel:. 6/6


    Die anderen beiden Stücken gefallen mir zwar nicht ganz so gut, aber schlecht sind sie keineswegs.


    Die "Nobody Seems To Care" ist eine ziemlich entspannte Nummer und lädt förmlich zum träumen ein. Einen großen Anteil daran haben mit Sicherheit die sehr schönen Vocals, die schön in Szene gesetzt sind.
    5,25/6


    Die "5 To 12" gefällt mir ebenfalls sehr gut. Besonders der von Hammer beschriebene Break hat es mir angetan, welcher ganz abrupt aufhört und wieder in einen feinen Groove mündet. 5,25 /6

  • "Nobody seems to care" hat so etwas mystisches, was mich sehr anspricht! Dieser Track hat auch von allen Dreien die Nase vorn! Sehr verträumt das Ganze! 5,5/6


    Dahinter kann sich "Murder Weapon" einreihen. Ist mir mit 10 Minuten zwar ein wenig zu lang geraten, doch eignet sich der Track perfekt zum Nebenbeihören! 5/6


    Das Schlusslicht bildet "5 to 12". Zu langweilig, mehr nicht. :P 4,5/6

  • Nobody seems to care ist für mich ganz klar die Nr.1 dieser EP. Der Rest spricht mich nur bedingt an, aber der oben genannte Track hat meine Aufmerksamkeit :D


    :yes:/ :yes:


    edit: Ich nehm alles zurück, die ganze EP groovt!!!! Sehr geile Stücke von beiden.

  • Nabend allerseits,


    hab mir jetzt auch mal "Nobody seems to care" zu Gemüte geführt, und ich muss sagen: WAHNSINN :yes:


    Was für ein geiler Track!!!


    Bekommt von mir ohne Frage 6/6


    Der Track baut eine so wunderschön vertäumte Atmosphäre auf, die wundervollen Vocals noch dazu... einfach bombastisch!!



    MfG

    meine soundcloud


    Top Tracks 2011:
    Janeiro & Sovt - Dreams Of The Sea
    Mike Saint Jules - Vespera
    Above & Beyond - You Got To Go (K&A Remix)
    Matt Lange - Rift
    Dusky - Lost In You

  • Noch garnix dazu geschrieben? Unpackbar.


    Murder Weapon ist einer der fettesten Progressive-Tracks der letzten Jahre. Der Track baut eine unglaubliche Spannung auf, die im fulminanten Wiedereinsetzen von Kick, Bass und Co. bei Minute 7:00 entladen wird. 5,75/6

    You told me to look much further
    You told me to walk much more
    You told me that music matters