Andy Moor "Fake awake"

  • Ich habe das Lied jetzt bestimmt schon drei mal in verschiedenen Radioshows gehört und fand es bis jetzt immer nur ganz nett.


    Beim Eco Remix im aktuellen Gareth Emery Podcast 56 ist der Funke allerdings übergesprungen :)


    Der Bass ist Andy Moor typisch, kennt man schon aus seinen anderen Stücken und ist nichts neues.
    Der Break hats mir allerdings angetan. Die Melodie ist wunderschön träumerisch und das herumspielen mit den Vocals ist meiner Meinung nach wieder toll gelungen.
    Zur Hauptmelodie gesellt sich später noch ein klimperndes Piano.


    Macht insgesamt einfach gute Laune und bekommt von mir 5,5 / 6 Punkte.



    Bin schon auf das Artist Album gespannt :yes:

  • Das Trackkonzept von Andy Moor kann man ja mittlerweile fast schon im Schlaf voraussagen - wenn dabei allerdings immer noch solche wunderbar verträumten Progtrance-Sachen wie Fake Awake herauskommen, will ich den guten Mann nicht allzu sehr kritisieren, schließlich gehörte er in den vergangenen Jahren zu meinen absoluten Lieblingsproduzenten. :yes:


    Sein neues Stück, welches in naher Zukunft natürlich wieder auf seinem eigenen Label namens AVA Recordings erscheinen wird, trumpft jedenfalls nach kurzer Vorlaufzeit, in der bereits im Hintergrund die ersten geloopten Vocalfetzen ihr Unwesen treiben durften, wieder einmal mit einer Moor-typischen Bassline auf, deren Haltbarkeitsdatum durch ihr elektroid nach vorne treibendes Gewand aber alles andere als umettiketiert werden muss. Umgarnt durch die sich nun anbahnenden Vocals, welche nach anfänglichen Flächenansätzen im Hintergrund durch eine sich herauskristallisierende Melodielinie unterstützt werden, nähert sich dabei der atmosphärische Intensitätsgrad zunehmend schwebenden Gefilden, bis sich im anschließenden Kurzbreak die melodischen Elemente endgültig in ihrer entspannt-sphärischen Art etablieren können. Der weitere Verlauf gehört dann der weiteren Entfaltung der Hauptmelodie, welche sich mit dem drückenden Untergrund ebenfalls bestens versteht und durch ihre unaufdringliche Art weiterhin die Sympathien auf ihrer Seite weiß. In dieser Grundstimmung kann sich der Hörer nun im zweiten Break auch bestens mit den herrlich zerstückelten Vocalfetzen arrangieren, welche zusammen mit Flächen und Melodie im Hintergrund noch eine kleine Schüppe auf die verträumte Stimmung drauflegen. Dass dieses Melodiekonzept auch in Kooperation mit dem Drumming bestens funktioniert, dürfte hinlänglich bekannt sein, sodass ich diesem Stück seine verdienten 5/6 nicht verwehren kann. :yes:

  • Gleich eine so hammermäßige Kritik in meinem ersten Thread, ich fühle mich geehrt ;)


    Wer das Release nicht abwarten kann, sollte sich "Adam White & Andy Moor - The White Room" anhören, habe ich heute mal wieder ausgegraben und es ist immer noch so gut wie früher 2004 :yes:

  • Geiles Teil, kann kaum das Release abwarten :yes:


    Der Ecomix ist nicht von DJ Eco, sondern wurde von Andy Moor selbst gemacht. Hier die Info von seiner HP dazu:


    After completing the original mix, Andy didn’t want to stop working on this tune, so has started a new series of mixes called “Ecomix”, a process of remixing his original tracks.


    “The Ecomix means that I can recycle the audio parts that are already there, often using a bassline that I discounted earlier in the project - as I always make so many parts for each tune that never make it into the final mix - and allow me to develop that idea easily and more efficiently” states Andy.


    He continues, “Due to this, my studio is not active for as long, saving on electricity and gas heating. This will allow others to leave their audio listening equipment on for longer - guilt free - knowing that my Ecomixes are saving energy on their behalf.”


    “…and as my studio uses less non-renewable energy than a Boeing 777, the more Ecomixes I produce, the less I will be flying saving valuable fuel, cutting the cost of petrol (gas) and allowing Americans to drive those SUV’s just a little while longer.”


    We will leave it at that!


    :D

  • Andy Moor hat nach längerer Zeit wieder einen eigenen Track am Start, mit dem er weder ohne große Beachtung im großen Sumpf der Durchschnittskost versinkt, noch einen Knaller, wie man sie vor 2-3 Jahren von ihm gewohnt war, in die Runde wirft. Das Vocalsample ist erste Sahne, im Original Mix blubbert die Instrumentierung allerdings etwas zu ereignislos vor sich hin. Besser gefällt mir da die Umsetzung im Ecomix, das Break ist hier besonders gelungen und das Vocalsample kommt noch mal eine ganze Spur besser zur Geltung.


    Den Myon & Shane 54 Remix kenne ich nicht.

  • Na, wenn da mal jemand aber nicht zu aufmerksam die Sachen von Michael Cassette studiert hat - wie sonst lässt es sich erklären, dass der Mÿon & Shane 54 Remix sich exakt so anhört, als wäre er gerade aus der Soundschmiede der beiden Finnen entkrochen... Nun gut, das Argument mit der Individualität hätte wir damit schon einmal entkräftet, davon abgesehen haben die beiden Ungarn ihren Remix-Auftrag aber alles andere als schlecht ausgeführt und verarbeiten das Originalthema in einer netten Retro-Umgebung mit druckvollem Drumming, einigen fiependen Begleitklängen aus minimalen Bereichen und einem ansprechenden Basslinefragment, welches sich in seiner rollenden Bewegung immer wieder gut unter die ersten melodischen Andeutungen schiebt. Diese passieren die Zugangskontrollen für diesen Mix in gelungen arpeggierter Form und treiben das Ganze bereits nach wenigen Augenblicken in ein entspanntes Break, in dem sich zur sphärischen Ausgestaltung erst einmal Teile der Vocalfetzen aus dem Original ausbreiten dürfen. Schnell wird allerdings der Platz wieder für besagte Melodieelemente geräumt, welche sich zudem im weiteren Verlauf des Breaks für einige schwebende Momente mit harmonischen Flächen zusammentun, um kurz vor dem Höhepunkt von einer quietschenden Tonfahne aus dem Rhythmus gebracht zu werden, sodass sich die folgende Phase genüsslich dem Sololauf des drückenden Basslinefragments hingibt. Ein weiteres Break wartet allerdings schon auf heißen Kohlen und präsentiert noch einmal Vocalfetzen in Eintracht mit immer wieder unterschiedlichen Zusammensetzungen der Melodiebene, welche nun auch im Anschluss an das Break mitgenommen wird. Die letzten Minuten zeigen sich dann zwar leider etwas plätschernd, können meiner Bewertung von überzeugenden 5,25/6 aber kaum noch etwas anhaben, sodass diese Überarbeitung für meinen Geschmack im Vergleich mit dem Original sogar eine Handbreit Vorsprung aufweist. :yes:

  • Zitat

    Original von a'ndY
    “…and as my studio uses less non-renewable energy than a Boeing 777, the more Ecomixes I produce, the less I will be flying saving valuable fuel, cutting the cost of petrol (gas) and allowing Americans to drive those SUV’s just a little while longer.”


    Wie geil... Typisch Andy Moor :D


    Der Track selber ist gewohnte Andy Moor kost :) Myon & Shane's remix sagt mir auch zu. Durchaus gelungen. Seit Andy Moor bin ich sowieso totaler Vocal-Stab fetischist :D Da kommen auch noch einige interessante kollabs von Myon in die Richtung!

  • Mir gefällt der Track auch sehr gut. Kann mich jedoch nicht ganz entscheiden, ob ich den Original Mix oder den Eco Mix besser finde. :D Beides sehr "smooth" und "flowig" mit einer leicht verträumten Stimmung. Selbst die kurzen Piano-Parts stören mich nicht. Die zerhackten Vocals sehr cool. Ist bestimmt prima bei einer Autobahnfahrt zurück nach Hause... Quasi ein "Heimcoming von far away but mit bald sleep going instead of awaking"... :D 5/6.


    Der Myon & Shane 54 Remix sagt mir jedoch nicht zu. Der knarksige stärker elektrolastige Bass in Verbindung mit den Vocals passt mir nicht. Zu wenig House, zu wenig ProdTrance und diese Kombination... mmhmh. eher 2/6.

  • Hm, bin ich der einzige, der den Original Mix ziemlich langweilig findet? :D Könnte natürlich auch ne Masche sein, um dem Titel gerecht zu werden.


    Den Ecomix finde ich allerdings ziemlich interessant und der rettet das Release dann für mich auch.


    Original 2,9/6 :sleep:
    Ecomix 5/6

  • Gutes Original, noch viel besserer Ecomix. :huebbel:
    Der Remix klingt für mich nach Anjunadeep Sound, etwas nach Michael Cassette und anderen. Jedenfalls nicht übel, aber nicht das was ich erwartet habe. Trotzdem kein schlechter Remix :yes: