Beiträge von Guitar

    Yarana @ The Rubix Cube Party (25-01-2014)


    Ich hab gestern für zwei Stunden auf einer Party aufgelegt und hör mir gerade das Set noch mal an. Wie ich gerade merke hat die Technik ab und an gesponnen, aber ich bin doch ganz zufrieden und auf der Tanzfläche war gut Stimmung. :D Falls hier jemand mal reinhören möchte, ich hab einen Teil des Sets bei SoundCloud hochgeladen: Klick mich

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    Original von starchaser078
    ..., danke für den Hint "To Destroy a City". Das Album ist atemberaubend.


    Gerne! Und wo ich schon mal antworte: Wem "To Destroy a City" gefällt, dem kann ich auch Hammock empfehlen, die dieses Jahr mit "Departure Songs" ein wirklich starkes Album abgeliefert haben. Diese Kombination aus Post-Rock und Ambient- und Shoegaze-Anleihen trifft einfach genau meinen Geschmack, man höre sich etwa Ten Thousand Years Won't Save Your Life an.

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    Original von reisi


    Sondern? Electronica? Elektronische Musik? House? Garage? "Ma wuascht"? :D


    Haha! Vermutlich würde er sogar tatsächlich "ma wuascht" sagen. :D Ich würde ihn wohl in den Bereich UK Garage/Future Garage stecken.


    Und wo wir ihn schon am Wickel haben: Heute wurde bekannt, dass Burial am 17. Dezember eine neue Single rausbringen wird, was freilich wieder für ordentlich Furore gesorgt hat.

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    Original von Skuz


    Da wird wieder ein Zusammenhang konstruiert...
    Wenn mans genau nimmt, hat kein einziger Track von Feifeis Set irgendwas mit Dubstep zu tun.


    Versteh mich nicht falsch: Mir ist es Wurscht, wer welchen Track in welche stilistische Schublade steckt. Burial selbst würde aber vermutlich niemals von sich sagen, dass er Dubstep produziert (wenn er sich denn je zu Wort melden würde).
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    Ich höre gerade:


    Bat for Lashes - Laura

    Ein Künstler, der hier unbedingt noch erwähnt werden sollte, ist Max Richter. Der in Deutschland geborene britische Komponist, der in der Vergangenheit sowohl durch Filmmusik, als auch eigene Alben auf sich aufmerksam gemacht hat, hat kürzlich seinen neuesten Streich veröffentlicht, eine Rekomposition von Antonio Vivaldis Vier Jahreszeiten. Anstatt die Melodien einfach zu kopieren, hat er die Stücke neu interpretiert - ein gewagtes Unterfangen, aber das Ergebnis ist wirklich hörenswert. Anspieltipp: Spring 1 (ab 0:43), so etwas Wunderbares habe ich das ganze Jahr nicht gehört.

    Bvdub - Today He Felt Life


    Was für eine Komposition! Bvdub ist ja bekannst für seine XXL-Produktionen, aber hier zieht er alle Register. Im Ernst, der Track ist noch epischer als etwa Dusty Kid's "America", wenngleich die Grundstimmung eine ganz andere ist. Hat mich beim ersten Hören vor ein paar Tagen völlig umgehauen.

    Erscheint demnächst auf Styrax Records:


    Nocow - Yule


    Unglaublich. Mir ist schleierhaft, wie der Russe es schafft, im Alleingang und scheinbar mühelos den Maßstab für eine ganze Szene zu definieren. Die Qualität jeder einzelnen Produktion ist exquisit: In seinem Metier stellt Nocow nach meinem Empfinden zurzeit so ziemlich alles in den Schatten.

    Dieser Thread verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit. Die zwei Österreicher, die sich hinter Komaton verbergen, stehen für athmosphärish-technoide Klänge der Spitzenklasse und Tracks, die mit außerordentlicher Liebe zum Detail produziert sind und so den Hörer auch nach vielfachem Hören noch zu fesseln vermögen. Von der hier vorgestellten Rachtor EP sticht aus meiner Sicht "Birdyland" noch einmal besonders heraus. Dieses melancholische Meisterwerk wurde, soweit ich weiß, schon 2010 produziert, hat es aber erst jetzt zum Release geschafft. Das Stück ist für mein Gehör ein ernsthafter Anwärter auf den Track des Jahres, nicht mehr und nicht weniger...

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    Original von Clear_Blue
    Lange nix passiert hier. Meine Postrockbegeisterung hat sich ein wenig gelegt. Es ist schlichtweg so, dass zu wenig neues passiert und alles doch ziemlich ähnlich klingt. Mein letztes Album war das zweite Album von Codes in the Clouds und das war im Ganzen relativ belanglos. Nicht zu vergleichen mit dem Erstling und solchen wunderbaren Sachen wie "Distant Street Lights" oder "You're not what you think you are".


    Mir geht's da ähnlich, neuere Postrock-Scheiben gefallen mir häufig eher punktuell, während z.B. die älteren Alben von Sigur Rós bis heute nicht an Glanz verloren haben. Letztes Jahr gefiel mir sehr gut das gleichnamige Debüt von "To Destroy a City", man möge nur dem überwältigenden Philosophy of a Knife sein Gehör schenken!


    Ich habe noch nicht reingehört, aber offenbar ist just heute ein großartiges Album erschienen...

    Das Original ist eine patente Future Garage-Nummer und für mein Gehör bis dato ThermalBears stärkste Produktion. Die Vocals fügen sich hier wunderbar in das Soundgerüst und wirken nicht aufdringlich, was in einem Genre, in dem sich Gesangseinlagen in aller Regel auf gepitchte Vocalfragmente beschränken, nicht nur außergewöhnlich ist, sondern auch erfrischend anders klingt. Ich teile allerdings mar shes Ansicht, dass der Bass etwas lasch ist. Ich glaube auch, dass ein nicht nur druckvollerer, sondern auch etwas langsamerer Beat in Kombination mit dem düsteren Hintergrundbrodeln noch besser harmonieren würde und den Track damit insgesamt noch athmosphärischer gemacht hätte.


    Der Remix von Sasha kann mit dem Original meiner Meinung nach lang nicht mithalten. Zu viel Geklimper, zu viel Soundspielerei - von der ursprünglichen Athmosphäre bleibt nicht viel übrig und auch empfinde ich die Vocals hier als nervig.


    Ich vermute mal, dass Sasha damals durch ThermalBears Remix zu "Cut me Down" auf den Produzenten aus London aufmerksam wurde. Dass Sasha nun einen solchen Track auf seinem Label released ist dennoch bemerkenswert.

    Liebe Leute,


    mit diesem Thread möchte ich die Aufmerksamkeit auf ein Genre der elektronischen Musik lenken, das in diesem Forum bislang unbeachtet geblieben ist: Future Garage. Allein die Tatsache, dass bei Rate Your Music eine Future Garage-EP mit bemerkenswertem Abstand die diesjährige Top-Liste der Releases anführt – Burials Kindred EP –, verdeutlicht, dass jeder, der sich ernsthaft mit elektronischer Musik beschäftigt, zumindest einmal von diesem Genre gehört haben sollte.


    Future Garage entstand als Reaktion von Dubstep-Produzenten auf die Entwicklungen innerhalb des Genres vor einigen Jahren, als Dubstep zunehmend populär wurde bei der breiten Club-Bevölkerung und in der Folge massentauglich ausgeschlachtet wurde (man denke hier nur an den "Wobble Bass"). Die Stilrichtung hat ihre Wurzeln im UK Garage und 2-Step, ist jedoch zugänglicher und atmosphärischer. Vom Dubstep unterscheidet sich Future Garage einerseits im Rhythmus und Beat-Schema, anderseits ist das Arrangement minimalistischer, der Sound häufig sehr düster und deep. Der Begriff selbst wurde von Whistla, Produzent und Labelbesitzer aus London, 2009 geprägt. Häufig liest man auch den Begriff Post-Dubstep, wobei die Bezeichnungen prinzipiell synonym sind. Post-Dubstep soll dabei explizit die Abgrenzung vom Dubstep kenntlich machen.


    Inzwischen hat sich Future Garage als Genre-Bezeichnung weitgehend etabliert, auch wenn nach wie vor das Spektrum der mit diesem Etikett versehenen Musik außerordentlich breit ist. Zum Teil reflektiert dies jedoch auch die erhebliche Dynamik, die sich in der Future Garage-Bewegung seit etwa einem Jahr abspielt und meiner Meinung nach gegenwärtig so ziemlich konkurrenzlos in der elektronischen Musik dasteht. Während das Genre mit Burial eine bekannte Ikone aufweist und mit Hyperdub ein vielbeachtetes Label, speist sich die Dynamik und Innovationskraft des Future Garage letztlich vor allem aus einer pulsierenden "Underground"-Szene von Hobby-Produzenten, die sich über Kanäle wie SoundCloud Gehör verschaffen und nicht selten gänzlich unkommerziell produzieren. Es ist kaum verwunderlich, dass der Großteil der Produzenten aus UK stammt, wobei sich auch zunehmend in Osteuropa etwas tut.


    Mal ganz entspannt, mal fast unheimlich düster und deep, mal schnell und treibend: Ich selbst verfolge die Szene inzwischen schon eine ganze Weile und komme immer wieder ins Staunen ob der Vielfalt, mit der die Future Garage-Bewegung aufwartet. Hier mal ein paar Empfehlungen zum Reinhören:


    Nocow & Hmot – Lost in Taiga: Ein großartiges Split-Album, das auf Free/name your price-Basis zu erwerben ist und einen guten Eindruck von der Vielfältigkeit vermittelt, die das Genre bietet. Vor allem Nocows Hälfte ist überragend, "You Better No One" toppt alles, was ich dieses Jahr in dem Bereich gehört habe.


    Gasface – Not Alone Anymore


    Sorrow – Reaper


    Lostlojic – We Can Not Hide


    Synkro – Progression


    Delete – Ninth

    Voll auf die Zwölf, und das bei nur 114 bpm und ohne jenen unsäglichen Sirenensound, der leider Gottes zunehmend die Clubszene infiltriert – ja, das geht! In Vorbereitung eines Mixes gebe ich momentan meine Lieblinge eigentlich nicht preis, da ich aber inzwischen diesen Track aus der Playlist gekickt habe, folgt nun seit langer Zeit mal wieder eine Trackvorstellung von mir.


    "No Agenda" heißt das Meisterstück von Photek, das ich hier zur Diskussion stelle. Lange war es still um den Briten Rupert Parkes, aber seit letztem Jahr ist Photek wieder mit Vollgas dabei: Inzwischen hat der Gute seinem alten D‘n’B-Sound abgeschworen und geht stilistisch neue Wege, wie man sich zuletzt auch auf seiner DJ-Kicks eindrucksvoll überzeugen konnte.


    Diese Nummer kann was. Von der ersten bis zur letzten Sekunde hält „No Agenda“ konstant die Spannung und geht direkt ins Mark. Die Bassline hat dabei mächtig Druck, im Hintergrund brodelt es gewaltig und wenn erst mal das bitterböse Arpeggio einsetzt gibt’s zumindest bei mir kein Halten mehr. Weiß der Himmel, in welches Genre dieser Track fällt, aber ich denke, dass er noch einigen anderen hier gefallen könnte.


    Photek "No Agenda"

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    Original von tobaddiction
    http://www.youtube.com/watch?v=dD40VXFkusw
    Rusko - Everyday (Netsky Remix)


    dubstep at its best :)


    Sorry, aber so eine Nummer als "Dubstep at its best" anzupreisen kann man nur als Farce bezeichnen. Man sehe mir ein paar belehrende Worte nach: So sehr ich die neue stilistische Bandbreite der in diesem Forum diskutierten Tracks begrüße, so sehr bedaure ich die kommerzielle Ausschlachtung des Dubstep, seit das Genre aus seinem Untergrunddasein hervorgeholt wurde und der für den Mainstream massentauglich zusammengeschusterte Klangbrei sich in der Folge von seinen ursprünglichen Wurzeln immer mehr entfernt hat. Tracks wie diese sind im Grunde das Pendant zu Avicii-Tracks im House-Bereich - kein Wunder, dass sich viele "ernsthafte" Künstler zunehmend von dem, was inzwischen gemeinhin als Dubstep bezeichnet wird, distanzieren und sich im Untergrund unlängst eine neue Post-Dubstep/Future Garage-Bewegung formiert.

    Ich höre mich gerade durch einige wunderbare musikalische Entdeckungen der letzten Zeit. Tja, was soll ich sagen: Die Wahrscheinlichkeit, dass es eine neue "Sternstunde" geben wird, ist in den letzten Wochen drastisch gestiegen - dann mit neuem Konzept...

    Counting Crows - Colorblind (Oliver Schories Edit)


    Vor vielen Jahren, als das Original durch "Eiskalte Engel" größere Bekanntheit erlangte, habe ich den Song eine Zeit lang wirklich rauf und runter gehört. Als ich sah, dass sich Oliver Schories nun daran gewagt hat, war ich skeptisch: Es gehört schon Einiges dazu, einen Remix zu diesem Stück, das so sehr von den Vocals und dem Klavier lebt, überhaupt in Erwägung zu ziehen; nie hätte ich gedacht, dass "Colorblind" in einem elektronischen Gewand funktionieren könnte. Ich habe mich geirrt: Dieser Edit ist wirklich unfassbar gut und Oliver schafft es tatsächlich, dem Original gerecht zu werden. Für mich zählt der Hamburger unlängst zu den bemerkenswertesten Künstlern im elektronischen Bereich, die unser Land gegenwärtig zu bieten hat. :yes:

    GambaJo, ich möchte dir unbedingt Adam Wiltzie und Dustin O'Halloran ans Herz legen, die letztes Jahr unter dem Namen "A Winged Victory for the Sullen" ihr gleichnamiges Debüt-Album herausgebracht haben, auf welchem Klassik und Ambient in einem wunderbaren Klangkunstwerk vereint wurden. Die Stücke erfordern, dass man sich wirklich darauf einlässt und auf sich wirken lässt, aber hier erwartet den Hörer wirklich Großes.


    Als Anspieltipp sei das herzzerreißend schöne A Symphony Pathetique empfohlen.