Fritz Kalkbrenner "Here today gone tomorrow"

  • Nachdem ich ungern bei Beatport kaufe, war ich soeben auf der Suche nach "Facing the sun" bei iTunes und bin über Fritz Kalkbrenner`s brandneues und erstes Album "Here today gone tomorrow" gestolpert, welches bereits seit dem 15.10. erhältlich ist.
    Wie die Single ist auch das Album auf Suol veröffentlicht. Das Album enthält in der Bonus Version 20 Tracks, wobei aber auch viele dabei sind, die lediglich als Interludes bezeichnet werden können.


    Tracklist:


    01. Intro
    02. Kings in Exile
    03. Right in the Dark
    04. Amy Was a Player
    05. Collage
    06. Was Right Been Wrong
    07. Grove
    08. Facing the Sun
    09. Simple Sample Action
    10. Arms of Mine
    11. Wichita Lineman
    12. Sideways & Avenues
    13. Out of the Box Office
    14. Outro


    Tracklist (iTunes):


    01. Intro
    02. Kings in Exile
    03. Right in the Dark
    04. Interlude 1
    06. Amy Was a Player
    06. Collage
    07. Interlude 2
    08. Was Right Been Wrong
    09. Grove
    10. Interlude 3
    11. Facing the Sun
    12. Simple Sample Action
    13. Arms of Mine
    14. Interlude 4
    15. Wichita Lineman
    16. Sideways & Avenues
    17. Interlude 5
    18. Out of the Box Office
    19. Outro
    20. Turnpike (Bonus Track)


    Im Verlaufe des Tages werde ich mal in Ruhe reinhören. Nach der Hörprobe von "Kings in exile" musste ich das Album aber schlichtweg kaufen, denn diese Nummer hat es derart in sich, dass ich durch die Wohnung springen könnte.


    Hörproben gibt`s bei iTunes (man dürfte auch im Browser reinhören können).

  • "Facing the Sun" habe ich gestern in der Sendung "Plan B" auf Einslive gehört und für sehr gut befunden.


    In das Album werde ich bei Gelegenheit definitiv auch mal reinhören. :yes:

    "Ich finde die meisten nehmen sich für Coldplay nicht die Zeit, die man braucht, um zu merken, dass Coldplay nicht depressiv ist, sondern vielmehr top geeignet, sich seiner selbst bewusst zu werden und über sein Leben zu sinnieren."

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von milhousinho ()

  • So, ich hab es einmal komplett durch. Alles andere als die Höchstpunktzahl wäre nicht angemessen. "Kings in exile" bleibt der beste Track. Und auch der Bonustrack "Turnpike" hat es mir besonders angetan. Ab und an hört, dass Paul und Fritz durchaus Gemeinsamkeiten haben. So hab ich ab und an Pauls "Azure" erinnert gefühlt.
    Insgesamt richtig gutes Album. Bisher eines der besten in 2010!

  • So ich hatte jetzt auch die Gelegenheit das Album zu höre und muss sagen... Absoluter Ohrenschmaus! :yes:


    Jedoch frage ich mich ob wirklich Fritz und nicht Paul das Album produziert hat. Die Tracks klingen nämlich sehr stark nach dem Berlin Calling O.S.T.


    Nevertheless ein Top Album! :huebbel:

    "Ich finde die meisten nehmen sich für Coldplay nicht die Zeit, die man braucht, um zu merken, dass Coldplay nicht depressiv ist, sondern vielmehr top geeignet, sich seiner selbst bewusst zu werden und über sein Leben zu sinnieren."

  • Hab mir das Album letzte Woche auf CD geholt und bin schlichtweg begeistert. Fritz ist, was den Sound betrifft, seinem Bruder nicht unähnlich, doch packt er irgendwie mehr Wärme, Gefühl und Deepness in seine Tracks bzw. Songs. Kombiniert mit seiner einzigartigen, souligen Stimme ergibt das ein Hörerlebnis der Extraklasse. Fav. Tracks bis jetzt: "Kings In Exile", "Right In The Dark" (obergeile Vocalnummer!) und das seit Jahren durchs Netz geisternde und fast schon legendäre "Amy Was A Player", das mit minimalen Mitteln maximalen Output erzielt (der BWLer in mir spricht :D) - Kick, fette Bassline und gemma!

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  • Die digitale Variante fand vergangene Woche den Weg zu mir und wurde seitdem mehrmals begutachtet. Leider kann ich in die positive Resonanz hier nicht einstimmen. Weniger stört mich die unverkennbare Ähnlichkeit zu Paul Kalkbrenner. Viel mehr ist es der Funke, der nicht überspringen mag, die Magie, die sich nicht herauskristalisiert. Mag an der fehlenden Abwechslung liegen, den zwar warmen, aber für mich teilweise gruseligen Vocals ( Was Right Being Wrong). Gemessen an den (überzogenen) Erwartungen, mit denen ich an diese Scheibe herangegangen bin, wohl eine der Enttäuschungen des Jahres für mich.

    "Es steht mit der Sache der Menschheit nicht so gut, daß das Bessere der Mehrzahl gefiele, ein großer Haufe ist Beweis des Schlechtesten."
    Seneca, Vom glückseligen Leben

  • Auch meine Wenigkeit besitzt wie Skuz die digitale Variante von Here Today Gone Tomorrow, wobei dies der einzige gemeinsame Nenner bezüglich des Debütalbums von Fritz Kalkbrenner bleiben wird, schließlich weist mein Eindruck nach mehrmaligen Hördurchgängen des Trackpakets alles andere als enttäuschte Tendenzen auf. Auch wenn vielerorts in der Wahl der Arrangements sowie im Aufbau der Stücke auf den ersten Blick zahlreiche Schnittstellen zwischen Bruder Pauls Soundtrack zu Berlin Calling und dem hiesigen Werk zu erkennen sein mögen, so ist Fritz' Herangehensweise für meinen Geschmack doch wesentlich organischer und deeper zu charakterisieren, sodass auch seine Vorliebe für soulige Klänge immer wieder durchscheinen kann. Eine große Hilfe stellt in dieser Hinsicht natürlich seine markante Stimme (spätestens seit "Sky & Sand" auch einem breiteren Publikum bekannt) dar, mit welcher er einige Tracks in bestechender Form zu veredeln weiß, doch auch der Einsatz vieler vielseitiger Gitarrenmelodieklänge sei hier keinesfalls für die atmosphärische Entwicklung der Stücke sowie die Distanz zu kühlen Technogefilden unter den Tisch zu kehren. So ist es absolut verständlich, dass in diesem Gemengelage solche Kleinode wie das herrlich beschwingte Right In The Dark, das wunderbar herbstlich-melancholische Facing The Sun, das verschmitzte Sideways & Avenues oder Kings Of Exile, der Track, der die Nähe zur Klangwelt seines Bruders am deutlichsten sucht, entstanden sind. Habe ich eigentlich schon das großartige Gitarrengezupfe im zurückgelehnten Wichita Lineman erwähnt? Alles in allem ein angenehm abwechslungsreiches Album, das Fritz Kalkbrenner zu Recht aus dem Schatten seines Bruder heraustreten sieht und mich mit der richtigen Mischung aus technoiden, deepen und organischen Elementen auf jeden Fall zu überzeugen weiß. :yes:

  • Ohne den Kinofilm von Paul Kalkbrenner wäre dieser Hype wohl nie entstanden und keine Sau würde den Namen Fritz mit dem DJ-Sein in Verbindung setzen. Ohne "Berlin calling" wäre also auch das Album vom Fritz niemals hier gelandet und vielleicht wäre es sogar niemals produziert worden. Dass der ganze Sound nur durch nen Kinofilm ans Licht gespühlt (und nicht wegen der tollen musikalischen Umsetzung) wird keiner bezweifen. Trotzdem schließt das eine das andere nicht aus. Meiner Meinung nach ist der Fritz mal fix auf den Zug aufgesprungen und reitet nur deshalb jetzt auch auf der Erfolgswelle. Der Stil haut ja mal klar in die Kerbe seines erfolgreichen Bruders und warum der eigentlich richtig bekant geworden ist hab ich ja oben geschrieben. Seine Musik wars in letzter Instanz nicht. Viel Gelaber, kurzes Fazit: Das Album ein cleverer Abklatsch ohne neue Ideen, aber Sound weiß zu gefallen. Wie mans nimmt: Gut gemacht. Hätte man sich aber auch sparen können!


    greetz West :D

  • Zwar kann ich deine Meinung kaum bis garnicht nachvollziehen, Southern, doch sei sie dir gegönnt - immerhin schaffst du es mehr als ein recht einsames und belangloses "belanglos" hinzuknallen.


    Aber eines musst mir schon erklären: Von was bitte ist F.K.'s Album ein "cleverer Abklatsch ohne neue Ideen"? Dass Fritz' Sound dem von Paul ähnelt ist ja irgendwie logisch - sind ja Brüder, gemeinsam aufgewachsen, etc. Doch zu behaupten, dass, simpel ausgedrückt, Fritz nur ein Abklatsch von Paul sei, ist mE etwas... nunja, gewagt. :)

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  • Neija Paul Kalkbrenner hat seinen eigenen Sound, der dann durch den Film sehr erfolgreich wurde. Der gute Fritz hat sich dann mal n Nachmittag den Laptop seines Bruders geschnappt und etwas rumgedreht. Wenn Fritz seinen Sound eigenständig entwickelt hätte, dann würde er nicht zu 85% nach seinem Bruder klingen. Mit dem Sound und dem Namen kann das ja nicht schief gehen, also ganz dumm ist es nicht. Aber mir wäre ein eigenständiger Fritz-Sound viel lieber gewesen. Den kann ich in diesem Album leider nicht erkennen. Das klingt doch alles sehr nach Paul Kalkbrenner. Und nur weil die beiden sich den Nachnamen teilen, heißt das noch lange nicht, dass es beim produzierten Sound auch so sein muss.

  • Dreh den Prozentsatz um, hau von mir aus noch 10 Prozentpunkte drauf und dann passt's mMn... ;)


    Wie gesagt... klar klingen die 2 Brüder ähnlich, ich glaube auch, dass Paul seinem Bruder hie und da geholfen hat, ist ja nichts verwerfliches. Fritz hat es meines Erachtens dennoch geschafft einen sehr eigenständigen und eigenwilligen Sound zu entwickeln. Deeper, wärmer, gefühlvoller und organischer als der seines Bruders. Dazu kommt seine soulige Stimme und der Einsatz von echten Gitarren und Bassgitarren, die dem Ganzen eine besondere Note geben.


    Und dass Fritz jetzt, da er durch "Sky And Sand" und den Erfolg seines Bruders auch einem breiteren Publikum bekannt ist ein Album herausbringt und nicht vor 3 Jahren, als ihn kaum jemand kannte, kann man ihm nun wirklich nicht schlecht auslegen...

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  • habe soeben erst den Thread entdeckt und... nunja, muss leicht schmunzeln über manche Äußerungen; das Album selbst finde ich sehr gelungen, sehr smooth unterwegs der Fritz, kommt gut; die Vocals klingen gewohnt lässig, was tiefschürfendes will ich da auch gar nicht hören; für ein erstes Album gut gelungen!


    ich finde es nur schade, dass einige mit teils oberflächlichen Kommentaren sich offenkundig wenig mit dem Künstler, seinem Background und seiner Labelzugehörigkeit befassen; Fritz Kalkbrenner war auch schon vor dem eher durchschnittlichen Kinofilm als Sänger und Songwriter erfolgreich unterwegs; für einen permanenten Vergleich mit seinem Bruder Paul muss er nicht herhalten und kann ich bald nicht mehr hören; ich schätze, die wenigsten hier haben Interviews mit ihm gelesen oder gehört, denn sonst wüsste man, dass die musikalischen Wurzeln der beiden Brüder völlig unterschiedlich sind; Paul kommt vom Techno und Fritz Kalkbrenner vom Soul&Funk; wer also schreibt, der eine klingt wie der andere, hat sprichwörtlich einfach keine Ahnung; ebenfalls bin ich schon der Meinung, dass in dem Album gute Abwechslung drin ist, dafür finde ich den Sound von Paul Kalkbrenner etwas eintönig, weil auch sehr massenkompatibel; fast immer die selben Akkorde und Rhythmen, die selbe Kick etc.; von daher kann mit “mal auf den Zug aufspringen“ keine Rede sein, zumal Fritz entgegen vieler Behauptungen auch nicht zusammen mit seinem Bruder produziert oder von diesem produziert wird; daher nicht nur oberflächlich irgendwo was aufsaugen und das dann als bare Münze nehmen

  • Ich halte das Album ebenfalls für gelungen und mag den Sound von Fritz. Ich würde auch eher den Sound von Paul als langweilig und innovationslos bezeichnen. Der einzig gute Track von ihm ist meiner Meinung nach Sky & Sand und den hat er in Koop mit Fritz gemacht. Alles in allem find ich die Mischung aus technoiden, Tech-Housigen und minimalistischen Sounds auf dem Album sehr gelungen.

  • Zitat

    Original von Tom Forbes
    ich finde es nur schade, dass einige mit teils oberflächlichen Kommentaren sich offenkundig wenig mit dem Künstler, seinem Background und seiner Labelzugehörigkeit befassen [...] die musikalischen Wurzeln der beiden Brüder völlig unterschiedlich sind; Paul kommt vom Techno und Fritz Kalkbrenner vom Soul&Funk[...]


    Was nicht dagegen spricht, dass die beiden sich angenähert haben (könnten).
    Für mich war und ist Fritz noch am stärksten in Zusammenarbeit mit anderen Produzenten wie etwa Alexander Kowalski oder Sascha Funke.

    "Es steht mit der Sache der Menschheit nicht so gut, daß das Bessere der Mehrzahl gefiele, ein großer Haufe ist Beweis des Schlechtesten."
    Seneca, Vom glückseligen Leben

  • Gerade entdeckt... Auf Amazon hat das Album 23 Bewertungen erhalten, ausschließlich Höchstwertungen (5 Sterne). Na bumm. :yes:


    Auch bei mir hat sich nach Monaten mein erster Eindruck gefestigt: Das Ding ist einfach grandios. So gefühlvoll, deep und voller Emotionen, Wahnsinn.

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  • Find das Album total geil. Right in the dark ist ja mal der total Ohrwurm, hab damit auch schon diverse Leute angesteckt. Und in 2 Wochen gibts dann P. Kalkbrenner live :huebbel:

    "Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern." (Jean Cocteau)