Markus Schulz "Escape"

  • Das neue Studio-Album von Markus Schulz trägt den Namen "Escape" und ist unlängst auf Black Hole Recordings erschienen. Ich frage mich, ob diesem Titel unterschwellig eine Warnung einhergeht, doch vor diesem Album zu fliehen? Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem erwartet ein von cheesy Pop-Musik durchtränktes Album - also die konsequente Fortsetzung der letzten Alben. Mit dabei u.a. auch die Single "In search of sunrise" - der Titeltrack zur 16. Ausgabe der Mix-Compilation. Hier die Tracklist:


    [01] "Escape"

    [02] "Feel alive" (feat. London Thor, Valentino Alessandrini)

    [03] "Turn me down" (feat. Singa)

    [04] "Make it last forever" (feat. Ethan Thompson, Soundland)

    [05] "Not afraid to fall" (feat. Christina Novelli)

    [06] "Circle around me"

    [07] "In search of sunrise" (feat. Adina Butar)

    [08] "Tidal wave" (feat. Haliene)

    [09] "Second day" (feat. Jes)

    [10] "Blue dream"

    [11] "Sunday chords"

    [12] "Indestructible" (feat. Adina Butar)

    [13] "Are you with me" (Club Mix) (feat. Daimy Lotus)

    [14] "Wait for you" (feat. Christian Burns)

    [15] "Gold dust" (feat. Roxanne Emery)


    Hörproben: Playlist bei YouTube


    Unterm Strich kann ich mit dem Album nicht viel anfangen. Ich bin echt dankbar für die wenigen instrumentalen Tracks. Ich vergebe schmeichelhafte 3 / 6 Punkte und krame nun lieber das "Without you near" Album von 2005 heraus. :cool:

  • Ehrlich gesagt habe ich noch gar nicht wirklich ins Album reingehört und kann mir daher kein Urteil bilden. Worauf ich mich unabhängig vom Album selber aber freue ist die "Escape Album Tour". Nachdem aufgrund der aktuellen Situation keine normale Album-Release-Tour möglich ist, hat er letztens gut 2 Wochen im Bus verbracht und ist durch die Staaten gereist. Es wurden wohl an 10 landschaftlich schönen Stellen jeweils 1-stündige Sets aufgezeichnet, die nun nach-und-nach bei Youtube veröffentlich werden.


    Die erste Ausgabe ist bei Youtube und führt nach Sedona in Arizona: Markus Schulz - Escape to Sedona. Da ich insbesondere die Landschaft im Westen der USA liebe, bin ich gespannt auf die weiteren Ausflüge.


    Viele Grüße

    Malte

  • Unterm Strich kann ich mit dem Album nicht viel anfangen. Ich bin echt dankbar für die wenigen instrumentalen Tracks. Ich vergebe schmeichelhafte 3 / 6 Punkte und krame nun lieber das "Without you near" Album von 2005 heraus.

    Du sagst mit wenigen Worten alles! Nicht falsch verstehen. Es geht hierbei nur um MICH und MEINEN Geschmack. Überhaupt nicht um Schulze Bashing, Buhuu-Geweine weil früher der Sound geiler war und 15 Jahre später nicht mehr so geil gemacht wird und weil jetzt alles Pop ist und kommerzieller ausgerichtet klingt. Ich akzeptiere es mittlerweile, es ist letztendlich eine Industrie, jeder muss irgendwie über die Runden kommen. Bei Millionen Konkurrenten tut man halt was man tun muss um relevant zu bleiben. Jeder mag einen gewissen Sound und von gewissen Artists erwartet man einen gewissen Sound zu bekommen! Mittlerweile ist es mir fast egal was meine alten Helden heute machen. Natürlich machen sie nicht mehr das Gleiche wie damals. Und wenn damals halt ihre beste Phase war, ist es wegen der sich ständig wandelnden Musikszene auch schwerlich möglich, dort wieder anzuknüpfen. Wenige schaffen es. Nicht jeder will es. Ist auch okay. Mir reicht es, wenn alle Monate mal ein guter Above & Beyond Track daherkommt. Oder wenn Coldplay nach mehreren durchwachsenen Alben mit "Everyday Life" doch wieder positiv überraschen. Alles kann ich ohnehin unmöglich anhören...


    Ich höre neben Trance und Dance diverse andere Stile. Rock, Britpop, Filmscore, Alternative Sachen, akustischere Sachen, Trip Hop, Hip Hop und auch Pop, R&B, neben alten Sachen aus den 60s, 70s, 80s und etwas Jazz. Würde nicht Markus Schulz draufstehen...tut es aber. Ein "Feel Alive" ist prinzipiell(!) nicht schlecht, nur interessiert mich das Stück so gar nicht. 10.000x gehört. Kein Shizzle! Wer zig Jahre Musik intensiv und bewusst hört, hat Standardware schon so oft gehört! Dabei nehme ich Trance überhaupt nicht aus, im Gegenteil müsste ich sagen. Auch ein Grund warum ich mich genretechnisch breit aufstelle und quasi aus ganz vielen Genres das Beste zu finden versuche. Eine "In Search Of Sunrise" ist nicht so grell wie die "Feel Alive", eigentlich ganz solide. Nur halt für mich überhaupt nicht hervorstechend. Gibt bessere Lieder.


    Ich finde, heutzutage und dank Spotify's quasi grenzenlosem Zugang zu Millionen Songs sollte das Niveau der Musik die man hört höher sein. Wenn ich Zeit habe 100 Lieder in der Woche zu hören, höre ich mir ja wohl kaum dieses Album an, wenn ich es denn unter "ganz nett, kann man mal hören" verbuche. Ja, man kann sein Musikniveau mittlerweile sogar richtig hoch ansetzen und alles was ganz gut ist gleich rauskicken. Ich bin da auch ein Powerdurchskipper. Ich kann mittlerweile nach kurzem reinhören ziemlich gut abschätzen, was mir gefällt und was nicht. Ich kann zumindest nicht mal annähernd alles anhören, was ich in meinen unzähligen Playlists habe, was es an Artists gibt, was es an Rolling Stones Top 500 Alben gibt, was mein Release Radar oder Mix der Woche oder Empfehlungen reinspülen. Letztendlich hat es auch überhaupt keinen wirklichen Zweck sich über die kommerzielle Entwicklung der Trance Szene aufzuregen (wie ich und viele es früher in diesem Forum taten). Heute ist es eher so ein "reingehört, nicht für gut empfunden, aus den Ohren, aus dem Sinn" Ding. Die Alibi-Instrumentals klingen ganz hübsch. Hab sie in eine Playlist gepackt und höre sie mir doch mal an. Die Vocalsachen touchen mich nicht. End of story.