Myranno "Nightrun"

  • Releasedate: 27.02.2009
    Style: Trance, Electro
    Labelcode: NOBORD014


    Auf No Border Recordings wird es ab heute ein bisschen tranciger. Mit dem Rumänen Myranno kommt ein weiterer No Border Artist aus dem Raum des ehemaligen Ostblocks und dieser brilliert mit einem Trancetrack, der sich vom Standard-0815-Trance dieser Tage gewaltig abhebt, indem er wesentlich "einfacher" daherkommt und sich auf das wesentliche beschränkt, ohne den Hörer mit zig übereinander liegenden Effekten zu belasten.
    In eine ganz andere Kerbe schlägt der Remix von Ciprian Lemnaru, der bereits zwei VÖs auf No Border Recordings vorweisen kann. Hier geht es wesentlich electroider zur Sache und trotzdem weiß er das Thema des Originals geschickt zu verpacken.
    Die Jungs von Guantarro nehmen widerum ein anderes Genre in Angriff und überzeugen mit ihrer sehr tech-trance-lastigen Version von "Nightrun", zu der es obendrein noch ein Edit gibt.


    01. Radio Edit
    02. Original Mix (Hörprobe)
    03. Ciprian Lemnaru Remix (Hörprobe)
    04. Guantarro Remix (Hörprobe)


    Mehr dazu gibt`s hier.


    Erhältlich bei iTunes, DJDownload, Juno, Audiojelly, Trackitdown, Etopiamusic, xpressbeats, dance-tunes, amazon.com und dj-tunes.com.

  • Nightrun ist eine Nummer die für mich durch ihre verschiedenen Remixe überzeugen kann. Das Original kommt sehr schlicht und einfach daher, während der Remix von Guantarro eine sehr trancige Note spricht. Der Remix von Ciprian Lemnaru spielt ein wenig mit der Melodie des Original und intonisiert sie auch neu.
    Habe alle Mixe auch schon bei Tranceparency gespielt.

  • Hier ist mal noch ein kleines Review von Simon Latham:


    Romania's Myranno drops 4 new trance cuts in the "Nightrun" on No Border Recordings.


    The Guantarro Edit carries a trance sound you don't often hear, the pads are totally non-orchestral and the tracks build to a great synthy climax. In fact, this is reminiscent of the early rave tunes of long ago as this speeds along.


    The Nightrun Original follows in more typical trance fashion, the bleeps cut through a more cinematic string section. The beat takes on a breakbeat feel and the bleeps work their way to the forefront, becoming the lead. It's a real dutch club sound.


    The Ciprian Lemnaru Remix brings more atypical sound-selection, yet this offers something of its very own. A nice unconventional sound gets mixed up with some type of wooden cowbell to keep things interesting.


    The Guantarro Remix gets to play in its entirety, continuing in its sound from the "Edit" version, with some very interesting additional moments featured here.


    This offers more edgy mixes and it seems the artists have had the freedom to flow with their ideas making for a rather nice pack.

  • An und für sich ganz Interessant, aber mir gehts da ehrlich gesagt zu minimal zur Sache. Der Beschreibung nach ist das wohl auch der Sinn der Sache.


    Melodie sagt mir soweit aber schon zu. Es mal nebenher hier laufen lassen ist sicher nicht verkehrt.

  • Besser spät als nie möchte auch ich noch kurz meine Meinung zu dieser erneut ziemlich gelungenen Veröffentlichung auf No Border Recordings kundtun:


    Dem Original Mix gelingt es dabei, seine trancigen Einflüssen in einem angenehm reduzierten Umfeld unterzubringen und trotz einer Spielzeit von nur knapp 5 Minuten mehr sphärische Intensität zu entfalten, als es jeglicher 0815-Uplifting in der doppelten Länge auch nur ansatzweise zu errichten vermag. Zu Beginn arbeitet das Ganze mit dezenten Effekten auf einem matten Drumming, aus dessen Untergrund allerdings schon bald die ersten Flächen hervorschauen und zusammen mit verspielten Stakkatönen langsam, aber stetig zur treibenden Melodiekraft dieses Stücks erwachsen und dies vor allen Dingen im folgenden Kurzbreak in wehmütiger Atmosphäre zur Schau tragen. Im Anschluss geht es - nun auch endlich in Zusammenarbeit mit einer tänzelnden Bassline, welche dem Ganzen die nötige Portion Druck reicht - zur Überraschung aber erst einmal wieder recht minimal arrangiert zur Sache, wenn sich einzig einige hin und wieder eingeworfene Tonsprengsel als Repräsentanten der Melodieebene halten können. Im Untergrund des Tracks brodelt es allerdings bereits nach kurzer Zeit gewaltig, da sich Flächen und Alternativtöne ihre kurze U-Haft nicht gefallen lassen und mehr und mehr in den Track zurückdrängen, sodass in und nach dem zweiten und abschließenden Kurzbreak die Melodien wieder in kompletter sphärischer Besetzung aufspielen und das Ganze gelungen abrunden. Bei so viel warmen Worten sind dann schlussendlich auch für meinen Geschmack verdiente 5,25/6 für Myranno nicht allzu weit entfernt... ;)


    Wesentlich elektroider zeigt sich dann der Ciprian Lemnaru Remix, welcher in sphärischer Hinsicht sicherlich nicht ans Original heranzureichen versucht, dafür aber eine solide groovende Überarbeitung sein Eigen nennen darf. Diese beginnt mit den ersten elektroid inspirierten Basslinefragmenten bereits im angedeuteten Intro, wobei das Ganze bis zur Phase nach dem ersten Break seinen elektroiden Elementen noch einen Maulkorb verpasst hat, um sich in jenem erst einmal an eine alternative Instrumentierung der Originalmelodieelemente heranzuwagen. Etwas monotoner gehalten und dabei sanft anschwellend steht dabei allerdings eher der anheizende Kontrast zum folgenden Elektro-Fass im Vordergrund. Irgendwo zwischen techhousigen und elektroiden Pfaden schleicht sich jedenfalls ein netter Groove ein, der von den loopartig gesetzten Bassläufen angetrieben, im Endeffekt aber in meinen Ohren zu schnell langweilig wird und in dieser Form seinem Vorgänger in keinster Weise das Wasser reichen kann. Daran ändert auch ein zweites Break nichts mehr, welches noch einmal das gleiche alternative Melodiespielchen treibt, da der Track im weiteren Verlauf auch alle restlichen Momente bedingungslos seinem zunehmend innovationsloser wirkenden Drumming/Bassline-Konzept unterordnet, aus dem nur noch der "Kuhglocken"-Sound positiv heraussticht. So ist es schließlich nicht verwunderlich, dass unterm Strich nur solide 4/6 auf ihren Abnehmer warten. :hmm:


    Der Guantarro Remix besitzt glücklicherweise keine Verbindung zu einem gewissen Gefangenenlager auf Kuba, sondern weiß vielmehr mit einem drückenden Trancegewand à la Nic Chagall zu begeistern, welches mich trotz einiger techiger Anleihen durch seine interessanten Melodieabwandlungen überzeugen konnte. Schon der atypische Beginn mit seinen hektischen Effekten und dem düsteren Tonfragment dürfte den gemeinen Hörer aufhorchen lassen und seine Aufmerksamkeit schon bald in Richtung einer eintreffenden Basslinewand lenken, welche es sich mit einer herrlich zwielichtigen Atmosphäre im Gepäck bald im Untergrund des Tracks gemütlich macht und schließlich auch die ersten Originalmelodiefragmente heraufbeschwört. Zudem wirkt sich auch der enorm drückende Vorwärtsdrang des Ganzen positiv auf die sphärische Intensität aus, welche im folgenden Break dann mit der Entwicklung der Stakkatomelodie zu einem flächigen Allroundtalent ihren Höhepunkt erreicht. Gebettet auf unruhigen Strings, welche sich in bedrohter Haltung immer wieder nach rechts und links umdrehen und die düstere Atmosphäre perfekt begleiten, tritt sie dabei in zahlreichen Varianten auf, um sich schließlich in ihrer flächigsten Form kurzzeitig mit dem nun breakbeatig auftretenden Drumming zu verbünden. Nach Ende des Breakmarathons weiß das Ganze allerdings auch mit dem leicht techig nach vorn schielenden Untergrund, seine beunruhigend düsteren Klangfarben gelungen abwechslungsreich in Szene zu setzen. Je mehr Melodietöne sich dann im Weiteren wieder verabschieden, desto näher rückt das unaufhaltbare Ende ins Licht, wobei die Strahlen auch die imho verdienten 5/6 für diesen interessanten Remix nicht lang unentdeckt lassen. :D

  • mehr als anschließen kann man sich da wohl nicht.
    Für das Original und den Guantarro Remix gibt es 5/6


    Zitat

    Original von hammer
    ...da sich Flächen und Alternativtöne ihre kurze U-Haft nicht gefallen lassen und mehr und mehr in den Track zurückdrängen...


    immer wieder herrlich deine bewertung zu lesen!

  • Dieses Release sagt auch mir zu. Original bekommt ist schon ganz nett anzuhören und bekommt 4,5 / 6


    Der Guantarro Mix erinnert wie schon erwähnt ein wenig an Nic Chagall, was nicht schlimm ist, denn dieser Sound sagt mir momentan richtig zu 5/6

  • wow. hundert jahre her, aber ich habs jetzt mal zufällig gelesen.
    5/6 ist mir gerade echt... ähm. ich bin baff.
    vorallem auch der vergleich mit nic chagall. ja es war daran angelehnt. etwas...
    die kommen ja auch aus meiner gegend. muss wohl an der luft hier liegen...


    hoffe ich kann bald bissl was neues machen.