Ableton Live Erste Schritte

  • Hallo allerseits!



    Ich höre zwar seit Jahren Musik dieser Richtung, will mich aber jetzt nach meinem Mechatronik Studium einmal in meiner freizeit auch am Produzieren versuchen.



    Ich habe zunächst die Ableton Testversion für 30 tage und wollte nune inmal fragen ob ihr mir Links oder Hinweise geben könnt, wie ich am besten starte!


    Die eingebauten Tutorials und Anleitungen habe ich allesamt durch und auch einige Internet/Youtube Videos geschaut!



    Was ich bräuchte wären allgemeine Tipps, wie man vorgeht.
    Wie man Beats baut, wie man Basslinien hinzufügt etc.




    Vielleicht könnt ihr mir da ja was empfehlen



    vielen dank schon einmal

  • Hm,


    Fang am besten mit Samples an, wie genau man das Macht sollte aus eingen Youtube Videos hervorgehen! Ansonsten gilt, üben üben üben, ausprobiere ... Musik machen ist kein Hobby für Leute die wenig Zeit, wenig Ruhe und wenig Bessenheit haben :)

  • handbuch und youtube ftw! das musst du dir schon selbst beibringen, wenn du nicht jemanden indest der die zeit hast es dir zu erklären... auf youtube gibts zu jedem kleinen special irgendwelche tutorials, das ist auf jeden fall idiotensicher :)

  • Also ich kann dir die Tutorials von Airbase (Youtube Channel heißt Airbaseofficial, kann keinen Link posten weil Youtube in der Arbeit geblockt wird^^) nur wärmstens empfehlen! Ich hab eigentlich allein durchs Anschauen dieser Videos gelernt Ableton zu bedienen :) Und dann halt ein bissl im Handbuch schmökern.

  • 3 kleine Fragen zu diesem Tutorial von airbase


    http://www.youtube.com/watch?v=PgmYg8yO40U



    1. wieso macht er nen 2. channel auf und tut da den delay etc. rein statt in direkt mittels des plug ins zu machen?


    2. was ist das fürn synth plugin dass er verwendet


    3. was macht er mit dem kick? er zieht zuerst ein kick auf nen channel und gibt ein paar noten vor und dann zieht er irgendwas rein nach links unten?
    was ist das bitte?

  • Zitat

    Original von Serwing
    1. wieso macht er nen 2. channel auf und tut da den delay etc. rein statt in direkt mittels des plug ins zu machen?


    Weil er hier diesen "pumping" Sound aus seinem Remix, den er am Anfang zeigt, erklärt. Das sorgt für diesen speziellen Effekt, den du nicht mit Effekten des VST Synthesizers bzw. mit den von Ableton direkt auf dem Plugin-Channel erzeugen kannst.


    Zitat

    Original von Serwing
    2. was ist das fürn synth plugin dass er verwendet


    Das ist der VST Synth Sylenth 1 von LennarDigital. Musst du nur mal bei Google eingeben, dann findest du den schnell ;)


    Zitat

    Original von Serwing
    3. was macht er mit dem kick? er zieht zuerst ein kick auf nen channel und gibt ein paar noten vor und dann zieht er irgendwas rein nach links unten?
    was ist das bitte?


    Da "links unten" hat er den Sampler von Ableton eingefügt, den du, wenn du oben links auf das oberste Symbol klickst, bei den Instrumenten findest. Dieser dient dazu, Samples (Drums, Percussions oder Sounds) in Form von wav. Dateien auf Midi-Befehl (Noten) abzuspielen.

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  • Zitat

    Original von Vasaris


    Das ist Sylenth 1 von Linplug. Musst du nur mal bei Googel eingeben, dann findest du den schnell ;)


    Der Sylenth1 ist von LennarDigital, aber bis auf diesen kleinen Schönheitsfehler eine hervorragende Antwort :yes:


    Hier gibts übrigens eine fast voll funktionsfähige Demo, damit kannste mal rumspielen :)

  • Ich danke dir für den Hinweis, das habe ich gar nicht bemerkt... Naja, ist ja beides mit L am Anfang :D

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  • Sylenth1 ist ein Synthesizer, mit dem du alle möglichen Sounds erzeugen kannst, von HiHats und Kickdrums über Pads, Stabs, Basssounds, Leadsounds und auch Sachen die Stark an ein Piano oder Strings erinnern :)


    Die Ableton Suite hat ein paar Synthesizer dabei, allerdings hat jeder Synth seinen eigenen Sound (sagt man, ich selbst bin ja auch noch ziemlicher Anfänger, ich hör da noch nicht so die Unterschiede ;) ). Manche sind besonders gut für Baselines, manche für Pads, manche für Leads.


    Daher haben die meisten Producer eine ziemliche Armada an Synthesizern :D

  • Ein VST Synthesizer, also ein virtueller Synthesizer, der so funktioniert wie ein echter nur halt eben am PC. Mit diesem kannst du eigene Sounds erstellen oder auch Presets benutzen. Du musst einfach nur einen Midi-Channel in Ableton öffnen, den Sylenth 1 aus der linke Seitenleiste heraussuchen (die VSTs sind oben links ein Symbol unter dem, wo die Ableton Instrumente und Effekte zu finden sind) und ihn per Drag & Drop auf den Midi-Channel ziehen. Wenn du das getan hast, öffnet sich der Synth automatisch und steht zu deiner Verfügung.
    Ableton hat auch diese Möglichkeit, bei den Instrumenten findest du nämlich nicht nur den Sampler ;)


    P.S.: Das ist nur die Kurzfassung, ich empfehle verschiedene Begriffe einfach mal bei Google einzugeben (wie VST, Midi, Ableton Live, etc.) oder die Anleitung von Ableton zu lesen ;)
    Als ich das erste Mal einen Sequencer benutzt habe, habe ich alles durch probieren und durch suchen im Internet herausgefunden. Als ich an Ableton herantrat, wusste ich schon genug, um nicht lange zu brauchen, mich mit dem Pogramm einzuarbeiten.
    Für Neueinsteiger wie dich, gibt es viel zu lernen, aber das kann ich dir unmöglich alles so erklären...höchstens mündlich, aber schriftlich wären das Bücher...
    Ich wünsche dir viel Erfolg ;)


    EDIT: Oh, a'ndY war etwas schneller... Aber meines ist eine gute Ergänzung zu seinem ;)

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  • Zitat

    Original von a'ndY
    Sylenth1 ist ein Synthesizer, mit dem du alle möglichen Sounds erzeugen kannst, von HiHats und Kickdrums über Pads, Stabs, Basssounds, Leadsounds und auch Sachen die Stark an ein Piano oder Strings erinnern :)



    also sind vsti sozusagen programm innerhalb Abletons die man verwendet wenn einem die Ableton eigenen Sounds nicht genügen?

  • Vielleicht sollte man eher bei Adam und Eva anfangen, anstatt direkt bei Ableton.


    Ableton selbst ist im Prinzip das Program in dem alles zusammenläuft und wodrüber man alles steuert. (Selbiges gilt für Cubase, Logic, Reason(eingeschränkt) Fruity Loops usw usw)


    Das was letztenendes den Sound macht, sind entwerder Synthesizer oder Sampler.


    Synths erzeugen selber Klänge welche man dann verändern und formen kann. Jeder Synth ist anders konzipiert und klingt anders bzw erzeugt bestimmte Sounds.


    Sampler selber haben keinerlei eigenen Sound. Man muß erst Sounds "reinladen" zum Beispiel eine Basedrum Soundfile welche dann über den Sampler abgespielt wird.


    Dann gibts noch Audio Effekte. Klassisch wären da Halle oder Echos. (Reverb, bzw Delay)


    Diese werden dann hinter den Synth / Sampler geschaltet.


    Und das ganze gibts als hardware oder auch als Software (VST)


    In Ableton arbeitet man mit VSTs (zb. der Sylenth1).


    Vielleicht wird das so etwas verständlicher was über dem Post so alles steht.


    Letztlich geht nix über probieren, probieren, probieren......es ist noch kein Meister vom Himmer gefallen und die meisten Produzenten haben Jahre gebraucht, bis es zu was wirklich gutem kam.

  • okay habe mich mal weiter mit Ableton beschäftigt


    Hab ne Frage zum sidechaining:



    In diesem Video wird immer der jeweilige Channel an einen weiteren gesendet und dort geschieht erst die compression


    aber ich kann doch genauso auch direkt unten im compressor das sidechaining auswählen und die Kickdrum als Audio from auswählen



    wozu soll ich das ganze noch an nen anderen channel senden?




    http://www.youtube.com/watch?v=nQnOQWLURFU

  • In der Arbeit ist Youtube leider gesperrt, aber was mir spontan einfällt: Vielleicht ist das Video schon etwas älter? Das schön einfache Sidechaining gibts nämlich erst seit Live 8 wenn ich richtig informiert bin :)


    EDIT: Okay, jetzt gerade zuhause geschaut, ist Live 8 :D

  • Kannst du natürlich auch,


    ich empfehle dir einfach die Spur der Kickdrum zu dublizieren und durchs ganze project zu ziehen. Dann die Kick deaktivieren, also Vol auf 0! Compressor drauf und Spur umbennen in Sidechain. Jetzt routest du einfach sämtliche Spuren die gesidechaint werden sollen auf deine neue Sidechainspur. Der vorteil ist, du hast auch im break, wo z.B die Kick nicht gespielt wird Sidechaining ...

  • Auch wenn das eigentlich nichts mehr mit ersten Schritten in Ableton zu tun hat. Eine weitere Möglichkeit des Sidechainings (bzw. hier ist es eher eine Imitation dessen), ist die Verwendung eines Tremolo-Effekts (Download hier). Dies ist ebenfalls ein VST Plugin, wird als Effekt hinter Synth/Sampler geschaltet und ist dann frei in der Wellenform editierbar und rundum automatisierbar.

  • Also es gibt verschiedene Arps....


    Einer der gebräuchlichsten ist momentan wohl der Chord.


    Sprich Du hälst zb die Töne C,E,G, und das Arpeggio spielt diese in einem bestimmten Rythmus als Akkord ab. Also Polyphon. Meist kann man in nem Step Sequencer angeben wann der Akkord ertönt, und wann eben nicht.


    Oder Up/Down Arps.


    Wieder die Töne C,E,G. Nur diesmal spielt das Arp jeweils nur einen Ton nacheinander, also monoton. CEGCEGCEGCEGCEGCEGCEG usw usw
    oder halt down: GECGECGECGECGEC usw usw


    Dann gibts auchnoch komplett vorprogrammierte. Das sind dann die bei denen du irgendeine Taste drückst und von dem Ton ausgehend eine bestimmte Melodie gespielt wird.


    Ein Arpegio dient einem einfach als verienfachung. Du kannst ja auch die Töne alle einzeln setzen. Aber wenn es ein einfach sich wiederkehrendes Muster ist, ist es einfach dies über ein Arp zu machen.
    Wenn du zb auch live spielst kannst du übers Arp sichergehen das es immer zu 100% im Takt ist.

  • komplexe Arpeggios sind v.A. in Trance zu finden. Ein sidechained Arpeggio wird auch heute noch von vielen als bassline verwendet, mittlerweile nutze ich auch sehr gern mittels eines Leads die Möglichkeit, Plucks zu erstellen. Das ist wie ein mini-Arp., 3 bis 5 Töne in einer schönen Melodie aus Terzen und Quinten.


    Wenn du Arpeggios nutzen willst: Akkord strecken! ein normaler Dreiklang wird das Ding wahrscheinlich sehr verwaschen klingen lassen und schwerer zu mastern sein, als ein Arpeggio, dessen oberen Töne eines 4- oder 6-Klangs über insgesamt 2 1/2 Oktaven gestreckt sind. Falls du keine Ahnung für eine geile Harmonie fürs Arpeggio hast, schau ein bisschen in J.S. Bachs, W.A. Mozarts oder, wenn du es extrem abgefahren magst, in A. Schönbergs Partituren (Zwölftonmusik, muss man mögen) und ziehst dir da etwas raus. Da gehört ein bisschen Notenlesen und Musikwissen dazu, aber ganz ohne geht es eben nicht, von der Masse des Stoffs her ist es aber erträglich. Ach ja, eine Version des Quintenzirkels in greifbarer Nähe schadet auch nicht, dort lässt sich ganz einfach ablesen, in welche Harmonien du wechseln kannst, ohne das es sich schief anhört (speziell Dur / moll Tonartwechsel können sehr interessant sein! Von Dominante, immer in Dur, zur Subdominant-parallelen in moll oder so).


    Du solltest aber nie oder so selten wie gerade möglich ein Arpeggiopreset nehmen, eine Harmonie einspielen und das dann ungefiltert lassen. Viele Leute mit guten Ohren würden sofort hören, aus welchem Synth welches Preset das ist. Wenn du dich irgendwann mal damit bewerben willst, ist das nicht unbedingt ein Pluspunkt. Es gibt aber auch den seltenen Fall, dass man einen Sound findet, der so gut passt, dass er nicht abgeändert werden brauch. Soll vorkommen! :-D


    Wenn du dich mit der Zeit mehr und mehr damit befasst, wirst du merken, wie stark sich deine Produktionen verbessern. Deine Ausbildung sollte aber nach wie vor an erster Stelle stehen, denn die ist es, die dir vorerst das Brot auf den Tisch bringt, nicht die Musik.


    Grüße & viel Spaß beim ausprobieren,
    funC