Arnej "Tomorrow never comes / There are no coincidences"

  • Der Gewinner-Track der gerade noch laufenden TOTW-Wahl darf hier in der Tracks-Subboard auf keinen Fall fehlen. Denn mit dem Doppeltracker "Tomorrow never comes / There are no coincidences" auf Coldharbour Recordings trifft er einmal mehr ins Schwarze. "Tomorrow never comes" (Hörprobe: MySpace) präsentiert sich in 3 Versionen. Wobei Original und Intro Mix stilistisch in die gleiche Kerbe schlagen wie die Vorgänger "Dust in the wind" / "They always come back" usw., der Tech Minimal Dub hingegen ist knarziger. Ein kleines Juwel ist der Bonus-Track "There are no coincidences" - Peaktime Killer! Erinnert sehr an seinen Remix von Marc Vision "Time gate".


    Tomorrow never comes: 5 / 6
    There are no coincidences: 6 / 6



    greetinx,
    Teh'leth

  • Tomorrow Never Comes (Original): Chilliger Track im typischen Arnej Style. Später setzten gut passende Streicher ein, die mal nicht so typisch wie man sich das denken würde. Sehr melodisch, dafür gibt's klar 5/6. Hebt sich gut aus der Masse an Releases ab.


    There Are No Coincidences (Original): Arnej ist der Trancer mit den besten Titeln - nix mit Schmalz, nix mit irgendwelchen Titeln, find ich immer sehr interessant, fast schon philosophisch. :D Tolle Streicher, das geht gut. Ist schneller, düsterer als die A-Seite. Ebenfalls gut, aber nicht überragend, geb mal 4,75/6

    >>Trance is not just beats and notes, melody and rhythm. Trance is a vibe. Trance is ethereal. Trance is liquid emotion.>>

  • Habe ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis zu dieser neuen EP von Arnej Secerkadic, die mich einerseits mit einem herrlich sphärischen Entspannungsbad ködert, andererseits allerdings mit nervtötendem Techtrance-Gebrabbel auf die Palme bringt. Mangelnde Abwechslung kann ich dem Doppeltracker daher auf keinen Fall absprechen... ;)


    Tomorrow Never Comes, welches nicht nur mir bereits von Markus Schulz' Toronto 09 bekannt sein dürfte, repräsentiert hierbei eindeutig die in meinen Ohren positive Seite der EP und gibt sich schon zu Beginn mit seiner schlackernden Drummingbasis betont lässig. Nacht nicht allzu langer Einwirkdauer beschränkt das Ganze sich dann zwar komplett auf den Beat, auf diesem schleichen sich aus dem Hintergrund allerdings die ersten dezenten Anzeichen melodischer Schwebeklänge heraus, wobei diese Entwicklung einhergeht mit sanftem Vocalsäuseln, einem klassischen, aber ab und an auch immer noch gelungen in Szene gesetzen (so wie im hiesigen Falle) Stilmittel für die sphärische Erwärmung. Dass die stakkatierten Melodietöne, welche sich nun mehr und mehr an die Spitze des Tracks setzen, dabei ordentlich bei Deadmau5 über die Schulter geschaut haben, stört erstaunlich wenig und lässt auch das typische Anschwillen der Tonfolge im anstehenden Break nicht zu angestaubt erscheinen. Im weiteren Verlauf erhält die Melodielinie in Kooperation mit dem zurückhaltenden Drumming dann nicht nur wieder die säuselnde Vocalunterstützung, auch einige sommerliche Alternativtöne lassen sich blicken und verstärken den überaus entspannten Charakter des Ganzen. Ein zweites Break macht dann sogar von einer opulenten Streicherbegleitung Gebrauch, welche allerdings im anschwillenden Siegeszug der bekannten Melodielinie schnell wieder untergeht, sodass das Stück sich im Anschluss noch einmal in voller sommerlich-entspannter Montur zeigen darf. Der charmante Rückbau bildet dann die letzte Gewissheit für die in meinen Ohren absolut verdienten 5,25/6. :yes:


    Kommen wir aber nun zum etwas unansehnlicheren Teil dieses Twotrackers, der auf den Namen There Are No Coincidences hört - nicht nur, dass ich mich der Aussage des Titels nicht anschließen mag, auch die musikalische Umsetzung stößt mir teilweise übel auf. Zu Beginn gibt sich das Ganze allerdings erst einmal überaus technoid, ehe unsäglich anmutende Trommelwirbel ein Nebelhorn betätigen und damit aus dem monoton-druckvollen Gewand des Ganzen ausbrechen. Zum Unwohl der geneigten Hörerschaft wiederholt sich dieses Spielchen im Folgenden leider noch einige Male, sodass sie erst im darauffolgenden Break etwas durchatmen kann, wenn sich epische Streicherklänge aus den Tiefen dieses Tracks herauskatapultieren und eine leicht bedrohliche Atmosphäre zu kreieren imstande sind. Mit der Initiierung von sirenenartigen Synthieklängen, welche die Aufgabe der Streicher kurzzeitig übernehmen, begibt sich das Ganze aber bereits in einen unaufhörlichen Abwärtsstrudel, der durch eine stakkatierte Alternativmelodie in überaus nervtötend-trompetenartiger Instrumentierung seinen unrühmlichen Höhepunkt erreicht. Dass dabei für meinen Geschmack auch jeglicher sphärischer Glanz verloren geht, steht außer Frage - zudem weiß das Ganze in den folgenden Minuten irgendwie nicht so recht, wo es mit seiner "Halb-Break-Halb-Abgehphase"-Chose hinmöchte. Als Ergebnis kristallisiert sich schließlich eine zum Gähnen anmutende Techtrance-Bassline heraus, welche sich auf den letzten Metern zu profilieren versucht, dabei kläglich scheitert und das Ganze somit vor enttäuschenden 2,5/6 nicht retten kann... :hmm:

  • mir ist "there are no coincidences" mit seinem film-musik-sound auch aufgefallen... aber was nach dem ersten break kam gefiel mir nicht so gut, deswegen habe ich den ersten und zweiten break zusammengenommen, und so rockt's schonwieder...


    für das original von der b-seite: 3/6
    für meinen "timeless experience 2009" re-edit davon: 5/6


    die a-seite hab ich noch garnicht gehört... muss ich evtl. mal machen...

  • Tomorrow Never Comes kenne ich ja schon von der Toronto'09
    bekommt von mir 5,25/6 Ist einfach schön verträumt und typisch Arnej
    Die anderen Mixe kann ich noch nicht bewerten,werde das aber schnell nachholen...


    There Are No Coincidences gefällt mir noch besser und ich kann Hammer da nicht zustimmen Der Track gefällt mir so wie er ist ziemlich gut...
    schön Episch... :huebbel:
    5,75/6

  • Tomorrow never comes: 3 / 6
    Netter Chill-Out-Track, mehr aber auch nicht. Hört sich an, wie jeder zweite aktuelle Track.


    There are no coincidences: 6 / 6
    Da fühle ich mich direkt an früher erinnert. 5 Uhr morgens, ein dunkler Club, voller Nebel, Strobos blitzen, Laser bricht durch den Nebel, die Subwoofer lassen meinen Bauch kribbeln. Um mich herum nur noch wenige Menschen, der harte Kern.
    Ich schließe meine Augen und bewege mich zum Bass, lasse mich treiben, lasse mich fallen....bin in Trance.