Meine Einschätzung zu momentaner Situation der elektron. Musiklandschaft. Durchaus subjektiv eingefärbt, gebe ich zu:
Ich persönlich finde es genial, dass elektronische Musik in Form von Schnelligkeit UND Melodie seit der Corona-Pandemie sich wieder enormer Beliebtheit erfreut. Sowohl eine hohe bpm-Anzahl als auch ein Mindestmaß an Melodie sind für mich die Hauptkriterien schlechthin, um vom Genre Trance sprechen zu können. Dass die heutige Szene durch Social Media groß geworden ist, kann der älteren Generation ein Dorn im Auge sein. Ich sehe es positiv: Man hat einen Kanal gefunden, um richtigen Abgeh-Sound nach der langwierigen David-Guetta-Ära wieder salonfähig zu machen. Ergo haben wir Trancer die Möglichkeit, an den Wochenenden wieder in verschiedenen Locations abzappeln zu gehen. (Sofern wir das noch können und wollen 😀)
Zum leidigen Thema Kommerz: Mit Hardtechno-Events kann man Großraumdiscos und ganze Hallen füllen und somit Geld verdienen. Aus dieser Sicht kann man von Kommerz sprechen. Die Atmosphäre auf momentanen Techno- und Hardtechno-Partys ist aber schon eher düster, das Publikum szenelastig. Aus dieser Perspektive kein Kommerz im Sinne von "wir hören Usher und David Guetta und zeigen unsere Prada-Taschen und aufm Dancefloor".
Fazit: Techno und Trance sind back. Beide Genres stehen unverblümt auf Flyern - zwischen 2007 und 2018 unvorstellbar! In dieser Ära wurde man ja förmlich geächtet, wenn man die beiden Begriffe nur erwähnte: "zu laut, zu melodisch, krankes Geballer, schwul..." und bla bla bla.
Wie seht ihr die ganze Thematik?