Martin Roth "Beautiful life / Make love to me baby"

  • Release: Out!
    Label: Anjunadeep


    Wer Anjunadeep verfolgt, wird Beautiful Life sicherlich schon von der Anjunadeep 04 Mix CD kennen :)


    Martin Roth - Beautiful Life


    Martin Roth - Make Love To Me Baby



    Martin Roth überzeugt mich mal wieder mit seinem seit 2011 vorhandenen Progressive House - Stil.


    Beide Tracks wissen zu gefallen, passend um zu entspannen. Hab hier auch das ein oder andere mal den Begriff "Lounge Musik" aufgegriffen :)


    5/6 für beide :)

    All Time Favorites:
    Tranquility Base - Surrender
    Andrew Bayer - All This Will Happen Again
    Tritonal - Still With Me
    Aspekt - Mobetta
    Smith & Pledger - White
    Oliver Smith - Nimbus
    DJ Eco - Dusk
    Daniel Kandi - Nova

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  • Anjunabeats = House
    Anjunadeep = Deep House
    zumindest die Entiwicklung des Labels nach meinem Empfinden. :hmm:


    Martin Roth macht hier 'ne gute Sache.
    Aber der B-Track ist nicht so mein Fall. :gruebel:


    (Irgendwann findet man wohl auch Blank & Jones auf Anjunadeep? Der Sound würde schonmal passen. Für mich BeachHouse vom Feinsten, was ja auch nicht schlecht sein muss). :)

  • Martin Roth scheint sich ja nur noch auf "Deep House" zu konzentrieren, sind beides klasse Nummern !


    5,5/6 Points.


    P.S.: Ich würde mich auch mal wieder über eine Uplifting- Nummer (wie damals mit Eco- "Tonight Is Forever"/ "American Blues") freuen.
    Er gilt ja als extrem Vielseitig ! :D

  • Finde beide Stücke ausgesprochen entspannend. also sehr ruhiger Sound.
    Ich finde es nicht schlecht. Mittlerweile wird dieser Sound sehr oft in den osteuropäischen Ländern produziert.


    6/6


    Ein Support gibts aufjedenfall von mir

  • Naja, irgendwie haben mir die alten Sachen von Martin Roth besser gefallen. Und damit meine ich nicht die Hardtrance-Sachen, sondern die, die danach kamen.


    Die hatten einfach mehr Druck dahinter, als die hier...

  • In der Tat ruft Martin Roth mit dieser EP erneut seine mittlerweile äußerst vorzeigbaren Deephouse-Qualitäten ab und präsentiert der nach Sommerwärme lechzenden Klientel zwei stimmungsvoll entspannt zu charakterisierende Tracks auf dem Silbertablett, denen die Sonne nur so aus dem Allerwertesten scheint.


    Das von der Anjunadeep:04 bekannte Beautiful Life hat sich dabei in recht eindeutiger Manier zu meinem Favoriten gemausert, betört das gute Stück die geneigte Hörerschaft doch mit einer überaus gelungenen Mixtur aus dunkel angestrichenen Hintergrundgestaden und einer angenehm balearisch anmutenden Melodie- und Vocalfragmentierung. Schon im Intro schickt das Ganze einige herrlich düster grummelnde Basslinewellen in den Ring und legt damit die Basis für den sich nun peu à peu anbahnenden Kontrast zwischen diesen und den ersten langsam aber sich aus dem Untergrund herauslugenden Vocalsamples sowie zackig arrangierten Gitarrenzupfern als anregende Groovebegleitung, sodass sich im weiteren Verlauf nicht nur die „Beautiful Life“-Vocaleinwurfdichte, sondern auch die arpeggierte Melodieuntermalung gepflegt zu steigern imstande ist. Im anstehenden Kurzbreak ist dann der erste subtile Wendepunkt des Tracks erreicht, wenn nach anfänglichen Melodiesoli die Basslinewellen aus ihrer Monotonie erwachen und ebenso fachgemäß wie die Gitarreneinspieler den Groove auspacken, in diesem Zusammenhang jedoch gar nicht daran denken, sich auch von ihrer atmosphärisch zwielichtigen Nische zu verabschieden. Nur so ist es zu erklären, dass der Track im Folgenden in zunehmender Kooperation mit den Melodie- und Vocalfragmenten nie die gesunde Portion Tiefe aus den Augen verliert und sich damit weit absetzt vom üblicherweise in hiesigen Genregefilden inszenierten „Sommer, Sonne, Strand“-Kitschstandard. Vielmehr begrüßt die Melodieebene nun zunehmend weitere alternative Flächenfäden, welche in ihrer spannend schimmernden Bremswegoptik besonders in der Umgebung des zweiten Kurzbreaks die Szenerie verdichten und in wunderbar angedunkelten Klimmzügen auf dem groovenden Basslinewellen segeln, ehe letztere zusammen mit dem restlichen Untergrund erneut eine dezente Solofahrt ansteuern, in deren Kielwasser sich allerdings bereits sämtliche Melodie- und Vocalfragmente tummeln, um dem Stück zu einem mehr als würdigen, intensitätsbefeuerten Abgang zu verhelfen. Auf der Zielgerade mutiert die Bassline zwar wieder zu einem monotonen Grummeln, mitsamt der retrobehafteten Gitarrenzupfer öffnet sich dennoch bald der Blick auf ein gelungenes Outro, das nicht müde wird, die verdienten 5,5/6 in den Vordergrund zu hieven. :D


    Make Love To Me Baby gewinnt dann im Anschluss nicht nur das Bundesverdienstkreuz für den plakativsten Tracktitel, sondern auch den Grammy in der von mir neu geschaffenen Kategorie „Ibiza-F***mucke“. Dementsprechend räkelt sich der Track von einer tiefergelegten Flächeneinlage zur nächsten und posaunt dabei bereits zu Beginn in überaus deutlicher Manier seine Vorliebe für dümpelnde Deephouse-Strukturen heraus, die von immer wieder an- und abschwellenden Wabertonflächen begleitet werden, mit deren Hilfe immerhin die Klischeefalle nicht vollends zuschnappen kann und will. Unterstützt von einer herrlich groovend gestalteten Bassline badet das Ganze zwar eindeutig in mediterranem Türkis, aufgrund der glücklicherweise nicht komplett durchschaubaren Hintergrundbegleitung verdecken jedoch immer wieder dunkle Wolken das Azurblau des Himmels, ehe es im anstehenden Break mit einer heruntergepitchten Malevocal-Front schließlich ans Eingemachte geht und eine schmierige Softporno-Atmosphäre heraufbeschwört wird. In Zusammenarbeit mit dem Drumming setzt sich diese Entwicklung zwar zunächst nicht fort, das nächste überaus ähnlich gestrickte Kurzbreak steht allerdings schon in den Startlöchern, um beim geneigten Hörer mit seiner überstrapazierten Möchtegern-Pimperuntermalung einen Lachanfall zu provozieren. Immerhin erbarmt sich im letzten Drittel die Melodieebene des hiesigen Stücks noch einmal und stellt den bekannten Deephouse-Flächeneinwürfen in angenehm progressiver Manier eine sonnenverwöhnte Pianotonfolge an die Seite, vor deren Ausdrucksstärke in einem letzten Kurzbreak auch die unsägliche Laberei des übererregten Typen kapitulieren muss. Ein versöhnlicher Schlussakkord eines ansonsten meines Erachtens zu oft mittelmäßig spannend agierenden Tracks, der somit schlussendlich auch nicht mehr als 4,25/6 ergattern kann. :hmm:

  • wieder ein sehr geiles Release auf Anjunadeep. Ich mag diesen chilligen progressive Sound mit Piano ähnlichen Klängen. Werde wohl alt. :rolleyes:


    Beautiful Life 6/6
    Make Love to me Baby 4,5/6

    Underset - The End
    Denis A - Reflection
    Extrawelt - Titelheld (Peter Dundov Remix)
    Pig & Dan - Tokyo Dawn

  • Zitat

    Original von Dennis Sheperd
    Beautiful Life ist echt schön, der richtige Song zum Chillen am Strand! :)


    ......und da lief er auch vor kurzem noch. Orkidea spielte ihn als zweiten Track in seinem Set auf der letzten Luminosity. Es hat zu dem Zeitpunkt geregnet und es waren noch nicht viele Leute da, aber die Atmosphäre war dennoch genial: Die paar Freaks die schon da waren und in Regenjacken tanzten, Manche sogar mit Gummistiefeln.... :D Der Track ist sowieso schon ne Granate und spätestens nachdem ich ihn dann auch noch am Strand gehört habe, mußte er her.....
    Make Love To Me Baby ist sehr feiner Deep House, der nach einer durchfeierten Großstadt-Nacht klingt. ;)


    Beautiful Life 6/6
    Make Love To Me Baby 5/6