Boom Jinx & Andrew Bayer "By all means / So it goes"

Track Rating
5.2 / 6
(9 Bewertungen)
  • beide tracks sind die perfekte symbiose zwischen prog house und prog trance. "so it goes" hat sogar noch die nase vorn für mich, der track klingt so durchdacht, die vocal fetzen sind perfekt die mello ist einfach, aber umso einprägsamer... ergo: macht spaß!

  • Für mich hat die EP auch eine 6/6 verdient!


    Finde So It Goes auch nen ticken besser und lässt mich mehr mitschweben.
    Wird aber wohl auch daran liegen, dass ich die Anjunadeep 2 mind. 100x gehört habe und somit By All Means schon bald "totgehört" :p

  • Kann mich den zahlreichen positiven Worten meiner Vorgänger ob der herrlich frühlingsumwehten Charmeoffensive dieser transatlantischen Zusammenarbeit von Øistein Johan Eide alias Boom Jinx (Norwegen) und Andrew Bayer (USA) nur anschließen. Der frische Two-Tracker bewegt sich dabei insgesamt gesehen im charakteristischen AnjunaDeep-Dunstkreis irgendwo zwischen den progressiven Gefilden von House und Trance und knüpft damit an das für meinen Geschmack ebenfalls gelungene Kooperationsendprodukt To The Six an - Innovationspuristen müssen dennoch draußen bleiben... ;)


    Dafür sorgen allein schon die mittlerweile ziemlich etablierten Stakkatoklänge der Melodielinie, für deren Auswüchse auch in By All Means dereinst die Mau5-Invasion aus Kanada Pate stand. Es wirkt also nicht allzu verwunderlich, wenn im ersten Kurzbreak bereits der Startschuss für die Saison der obligatorischen Anschwellaktionen ansteht, durch welche die Melodietöne kurzzeitig nicht nur stets zunehmend flächiger agieren, sondern auch das Intensitätspegel anzustoßen wissen, auch wenn die zusätzlichen sphärischen Ingredienzen in Form von überaus entspannten Flächenversatzstücken in dieser Entwicklung immer den Kürzeren ziehen müssen. Nachdem die wieder zurückstakkatierten Melodietöne im Anschluss zunächst ihre Solofahrt auf dem unaufgeregt groovenden Untergrund zelebrieren, machen sich im Hintergrund bereits beruhigend einsilbige Vocalsamples zusammen mit weiteren verspielten Alternativtönen auf den Weg in das vordere Aktionsfeld des Stücks, um in einem mehr und mehr verdichteten Umfeld die sommerliche Ader nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die vergnügliche Entspanntheit kommt dem Track dabei glücklicherweise auch in dieser etwas druckvolleren Phase in keinem Moment abhanden, vielmehr kann sich der Hörer bereits auf den äußerst sanften Flug ins nächste Break vorbereiten, in dem vor allen Dingen die vor wenigen Augenblicken erst initiierten Alternativtöne sich anschicken, die Melodieebene anzuführen. Dass diese die Rechnung ohne die alsbald aus dem Untergrund erneut heranschwebenden Melodielinie in memoriam Joel Zimmerman gemacht haben, wird dann spätestens deutlich, wenn die nächste Anschwellaktion im vollem Gang ist, bevor der Track sich im Anschluss wieder behutsam von der (Melodie-)Pike auf zusammenflickt. Ein letztes Break, in welches das Ganze nach erneuter erfolgreicher sphärischer Verdichtung gebettet wird, bildet schließlich den Beginn vom Rückbau - einzig die mehr als soliden 4,5/6 scheinen hierbei wie ein Fels in der Brandung zu stehen... :yes:


    Dass die digitale B-Seite ihren wohl in Richtung Vorgänger gerichteten und leicht hochnäsig wirkenden Ausspruch So It Goes absolut nicht nötig hat, zeigt die kommende Ode an die Unbeschwertheit insbesondere mit ihrer bis ins letzte Detail auf genussvolle Sommerklänge eingeschworenen Kombination aus verträumt-trancigen Melodiestrukturen und angenehm druckvoll agierendem Drumming. Letztes lässt sich zwar zunächst noch in äußerst zurückhaltender Pose beobachten, während sich im Hintergrund in subtiler Manier die ersten Melodiefragmente die Klinke in die Hand geben, dies soll sich jedoch mit einer effektvoll stakkatierten Bassline alsbald gehörig ändern. Zuvor aalen sich jedoch noch verzückte Flächenversatzstücke jeglicher sonnendurchfluteter Couleur, auf Harmonie getrimmte Vocalsamples sowie an der Angel zappelnde Melodieansätze in der entspannten Grundstimmung, um nach einer ersten kleinen Anschwellaktion schließlich erst einmal vollständig ins Abseits katapultiert zu werden. Dafür trägt vor allen Dingen der nun in gekonnt reduzierter Manier aufspielende, aber mit der nötigen Portion Druck ausgestattete Untergrund Sorge, während innerhalb der Melodieebene zunächst nur einige nach vorn schielende Alternativtöne die Aufmerksamkeit auf sich lenken können, im Anschluss an das nächste Anschwellen aber mehr und mehr Unterstützung durch die bisherigen Elemente erfahren. In dieser Formation gelangt somit auch die sphärische Entwicklung wieder in den Blickwinkel des geneigten Hörers, welcher vor allen Dingen von im weiteren Verlauf wie aus dem Nichts auftauchenden Pianoklängen entzückt sein dürfte, sofern er keine Berührungsängste vor einer vor sommerlichem Optimismus nur so berstenden Stimmungslage sein Eigen nennt. Ansonsten dürfte er sich sicherlich über das Anbahnen von knarzigen Subbässen freuen, welche in Kooperation mit den zahlreichen Melodieelementen für die Entfaltung von etwas Tiefgang bereitstehen und diesen Auftrag auch im anstehenden Break nicht aufgeben. Im Anschluss zeigt sich das Ganze dann wieder reduzierter, sodass einigen Alternativtönen die Chance auf eine dezente Soloeinlage erhalten, ehe die Pianotöne die Schlussoffensive einläuten, in welcher das Stück mit wabernden Begleiteffekten ein intensives und farbenfrohes Finale feiert. Summa summarum ein Track, dem die Sonne sprichwörtlich aus dem Arsch scheint und damit mit imho nicht weniger als verdienten 5,5/6 entlassen werden darf. :D

  • Schönes Ding.....zumindest was "So it goes" betrifft!


    Klingt wie aus einem G(en)uß, geniales Sound-Design, geht sofort in´s Blut...


    Tja, man merkt gleich, daß DER Mann aus Norwegen seine Finger im Spiel hatte - und das ist gut so..... :D


    5,33/6 :yes: