Breakfast "The storm"

  • Artist: Breakfast
    Titel: The Storm
    Label: Flashover
    Jahr: 2006


    Breakfast veröffentlicht seine zweite Single bei Flashover Rec. Und das Label macht so weiter wie man es kennt, interessante nicht ganz so gängige Sounds finden hier wieder ein zu Hause.


    The Storm
    Eine richtig fein treibende Nummer, die nur so durch die Boxen brettert. Dazu eine interessante monotone Melodie. Was will man mehr. 4,5/6


    Drunk in the grass at sunset
    Nicht ganz so monoton wie The Storm, nur etwas verspielter in der Melodie. Dazu kommt eine eingehauchter Vocal, denn man kaum als solchen wahr nimmt. 4,5/6


    The dawn of time
    Erinnert etwas an die erste Breakfast auf Flashover Rec. ist recht solide für mich aber der schwächere Track auf der Platte. Nette Melodie 4/6

  • Nachdem Breakfast mich schon mit seiner vorangegangenen Scheibe überzeugen konnte, kommt hier gleich der nächste Beweis für seine Vielseitigkeit und Ferry's Gespür für neue Talente, denn hinter diesen Tracks steckt ein erst 18jähriger Amerikaner namens Casey Keyworth.


    The Storm geht, wie sein Name schon vermuten lässt, enorm druckvoll an seine Sache. Dabei stechen vor allen Dingen die tribalartigen Drumming-Begleiteffekte hervor, die das Ganze zusammen mit einer innovativ düsteren Bassline nach vorne bringen. Unterstützt wird das Ganze von zunehmend klarer zu erkennenden Melodiestrukturen und einem loopartigen Windböen-Sound. Zur Mitte des Tracks dürfen sich die zarten Melodieandeutungen dann verstärken und zu einem treibenden, eher monoton angelegten Melodiesturm avancieren, was das Ganze jedoch nicht davon abhält, ordentlich beklemmende Atmosphäre aufkommen zu lassen. Mit den wieder in den Vordergrund tretenden Tribal-Elementen vom Beginn bewegt sich der Track sich dann seinem Ende entgegen und hinterlässt bei mir die Bekenntnis, dass in dieser Form mich auch treibende Sachen nicht kalt lassen!


    Drunk In The Grass At Sunset besticht nicht nur mit einem sehr liebevollen Namen, sondern auch durch einen mehr als gelungenen Track, der nicht ganz so treibend ausfällt, dafür aber mehr Melodie verspricht. Auf einer variabel klingen Bassline dürfen sich bald wenig massentaugliche Soundarrangements austoben, die aber allesamt sehr geil klingen - allen voran der sehr schwer zu beschreibende schwebende Melodieeffekt im Break ist wirklich von allerfeinster Soundwahl und hinterlässt eine schon fast ambient-lastige Stimmung. Dafür geht's im Anschluss aber wieder gut nach vorne, wobei aber immer eine feine sphärische Note im Hintergrund mitschwebt. Insgesamt ebenfalls mehr als gelungen! :yes:


    Zu guter Letzt folgt noch The Dawn Of Time, welches durch einen ziemlich unkoventionellen Aufbau sehr spannend rüberkommt. Das Ganze beginnt hier nämlich quasi mit einem Break - als Intro lässt sich die sich beginnende Melodieentwicklung imho nämlich nicht mehr beschreiben. Charakteristisch für diesen Track ist jedenfalls das unverkennbare Streben der melodischen Elemente zum Höhepunkt, der sich irgendwie immer hinter der nächsten Ecke versteckt, dann aber doch nicht auftaucht, sodass sich das Ganze immer weiter zu atmosphärischen Höchstleistungen anschwingt. Der einzige Makel an diesem Track ist sicherlich das bombastische Arrangement, welches ruhig etwas weniger dramatisch hätte ausfallen können und damit die Wirkung des Tracks intensiviert hätte. :D


    The Storm :: 5/6
    Drunk In The Grass At Sunset :: 5/6
    The Dawn Of Time :: 4,75/6

  • Ich muss doch noch mal ein Kommentar zu diesem Release abgeben, denn "Drunk in the grass at sunset" ist einfach ein tolles Stück. Der Titel passt ja wohl mal perfekt!!!
    Hört euch das Stück mal nach ein paar Bierchen draußen liegend an (na gut, im Winter etwas ungemütlich)... besonders der Break haut einen dann weg. :D