Beiträge von DoubleUS

    Die neuen Mixe hätte es von mir aus nicht gebraucht. An den E-Werk Mix kam und kommt kein Remix ran.


    Bewertungen:
    PvD 2009: nicht schlecht, aber schlechter als das Original 5/6
    Spencer & Hill Remix: geht gar nicht 2/6
    PvD E-Werk Club Mix: der Klassiker 6/6 :huebbel:

    Von den neuen Remixen hab ich bis jetzt noch nichts gehört, werde aber auf jeden Fall mal reinhören. Ob sie allerdings an das Original aus dem Jahr 1998 herankommen, das wird wirklich schwer. Wenn ich nämlich die zwanzigst bessten EDM-Tracks der neunziger Jahre aufzählen sollte, dann ist Dial M For Moguai - Beatbox auf jeden Fall dabei.


    Beatbox (Original) (1998 ) => 6/6 :huebbel:

    Hier eine kleine Wahlhilfe für die Europawahl:


    http://euprofiler.eu/


    Interessant daran ist, dass in Deutschland die Parteien alle sehr EU-freundlich sind. Man kann hier auch einen Vergleich mit den Positionen anderer europäischer Parteien anstellen. In Österreichist die Vielfalt deutlich größer.

    Zitat

    Original von SkuzRecht haben Sie! Dieses Album verdient Applaus. Es wurde sich auf Kernkompetenzen besonnen, eher an die ersten beiden Alben angeknüpft statt an The Fat Of The Land(trotz der ganzen Hits, in meinen Augen das schlechteste Album der Jungs).
    Wer also mit dem frühen Prodigysound etwas anfangen kann ist hier genau richtig. Die Jungs ballern immer noch so gut, wie Mitte der 90er, nehmen sich etwas selbst auf die Schippe, laden aber immer noch unumwunden zum Feiern ein.


    Ich hab mir das Album bis jetzt zwar nur einmal angehört, aber ich habe ebenfalls den Eindruck, dass sich dieses Album stark an den beiden ersten Alben orientiert. Und das meine ich positiv, da auch meiner Meinung nach The Fat Of The Land und Always Outnumbered, Never Outgunned keine guten Alben waren.


    Bis jetzt gefällt mir das Album recht gut; Track Nr.3 Thunder geht sofort ins Ohr. Das ist, mit dem Raggae-Sample, so ein typischer, alter Prodigy Track.

    Wer Kinderpornographie bekämpfen will muss dies an der Quelle tun. Wenn die Netzseiten bekannt sind, sollte es doch kein Problem zu sein, die Leute die den Inhalt einstellen zu ermitteln. Das Sperren der Seiten ist meiner Meinung nach reiner Aktionismus unserer Vollfühlministerin Ursula von der Leyen. Abgesehen davon, gibt es technische Möglichkeiten diese Sperren zu umgehen.


    Wenn man aber mal ein bisschen weiterdenkt kann man den Protest schon verstehen. Sehr bald wird nämlich die Musikindustrie die Politik auffordern, alle Tauschbörsen zu sperren. Da hier das Urheberrecht massiv verletzt wird, kann die Politik auch hier nicht nein sagen. Und wenn man schon mal beim Sperren misslieber Seiten ist wird es immer weiter und weiter gehen. Blogs mit politisch unliebsamer Botschaft wird es als nächste treffen. In zehn Jahren sind wir dann bei chinesischen Zuständen.

    Die Union wird viel, viel schlechter abschneiden, als es alle erwarten. Frau Merkel tut nämlich derzeit alles, um ihre Stammwähler zu vergraulen. Die Konservativen waren die ersten die dran glauben mussten, gefolgt von den Wirtschaftsliberalen, die Katholiken hat sie mit einer einzigen Bemerkung abgewatscht und zu guter letzt noch die Vertriebenen. Dieses Wählerklientel wird im am Wahltag nach dem Kirchgang direkt zum Frühschoppen gehen, ohne den Umweg über die Wahlkabine zu machen. Dann wird die Union nicht mehr Stimmen haben als die geschrumpfte SPD. Und für alle Träumer die denken die Seehofer-CSU würde noch was reißen können: Die bayrische Landtagswahl war nur ein Vorgeschmack. Es gibt keinen einzigen Grund die wieder zu wählen; die reden bloß und kippen immer wieder um!


    Für eine orange(früher ja mal schwarz)-gelbe Koalition wird es wieder nicht reichen. Die Linken sind mit ihren drei Parteien einfach im Vorteil. Die logische Antwort darauf wäre eine dritte bürgerliche Partei, am besten unter Führung von Friedrich Merz, die das wirtschaftsliberale und gesellschaftlich-konservative Publikum anspricht. Damit kann man die verlorenen Wähler zurückholen und sich die Mehrheit sichern.


    Nach dieser Bundestagswahl muss man auf jeden fall mit dem schlimmsten rechnen, nämlich einer rot-grünen Regierung unter Duldung der Kommunisten.

    Zu viel oder zu wenig Geld, dass ist eher eine philosophische Frage. Letztendlich regelt die Gage für einen Top-DJ Angebot und Nachfrage. Solange die Zahlungsbereitschaft der Veranstaltungsbesucher so hoch ist wie jetzt, dann können die DJ's auch hohe Gagen fordern. Immerhin kommen die Leute ja wegen ihnen. Ein Top-DJ ist letztendlich auch nichts anderes als ein Pop- oder Rockstar und wie viel verdienen die denn pro Konzert? Und wie viel verdienen Fussballstars, Hollywoodschauspieler oder Topmodels?


    Man sollte aber auch nicht Rechnungen wie 150 Gigs mal 30.000 € Gage sind 4,5 Mio Jahreseinkommen anstellen. Die 30.000 € Gage werden wahrscheinlich nur bei Topevents bezahlt.

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    Original von Southern
    Ich bin dafür dass wir alles so lassen wie es ist, aber hin und wieder bei dem ein oder anderen Track, der jetzt nicht sooooooo trancig ist, auch mal ein Auge zudrücken.


    In meinen Augen ist das der beste Vorschlag. Die Gefahr bei einem Extrabereich "non-Trance" besteht darin, dass langfristig, damit meine ich den Zeitraum von ein bis zwei Jahren, die Forumsaktivität in diese Richtung gelenkt wird. Viele Mitglieder hören halt nicht nur Trance, aber das Verbindende in diesem Forum ist nun einmal nur das Eine. Wenn bekannte User den ein oder anderen tranceverwandten Titel unter der Rubrik "Tracks" posten, sollte das keine Affäre sein; aber bitte keine eigene Rubrik einrichten. Nichttranceverwandte Musik gehört meiner Meinung nach in den Smalltalk Bereich.

    Diese Antwort habe ich erwartet :D. Ich halte dieses Verhalten auch für legitim. Allerdings wollte ich mit meiner "Provokation" einmal darauf aufmerksam machen, dass es bei der Wehrpflicht eben nicht darum ging, dass junge Menschen etwas für das Gemeinwohl tun, sondern darum, dass der Staat über genug Soldaten verfügen kann. In den letzten 30 Jahren ist das System der Wehrpflicht aber mehr und mehr in ein System der Dienstpflicht abgeglitten, ohne dass eine bewusste, politische Entscheidung in diese Richtung getroffen wurde. Ich frage mich ob die jetzige Wehrpflichtspraxis tatsächlich noch mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

    Zitat

    Original von gaehnchen



    Ja, ich merke etwas. Und zwar, dass Du Dich vor der Entscheidung Bund oder Zivi sehr schlecht informiert hast, ein paar Jahre später immer noch nicht verstanden hast worum es bei der Thematik überhaupt geht und nun versuchst, dies mit plumpen Sprüchen zu kaschieren.


    Leider hat letzteres nicht ganz geklappt. :D



    Informieren ist ein gutes Stichwort. Wenn ich recht informiert bin, gibt es in Deutschland keine Dienstpflicht, bei der man sich aussucht was man machen will, sondern eine Wehrpflicht, in der jeder volljährige, deutsche Mann zur Bundeswehr muss. Denn Wehrdienst ablehnen und Ersatzdienst (Zivildienst) leisten darf man gemäß Grundgesetz nur dann, wenn man den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen ablehnt. Mich würde doch mal brennend interessieren, ob alle Zivildienstleistende wirklich Pazifisten sind.


    Dass man einer Pflicht, welche einem neun Monate seines Leben kostet, nicht mit großer Begeisterung nachkommt kann ich gut nachvollziehen. Ich will aber nicht bestreiten, dass der Wehrdienst für viele Männer eine prägende Lebensphase ist oder war. Dennoch lehne ich eine Wehr- bzw. Dienstpflicht ab.

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    Original von mar she
    firmen müssen ja privat sein, damit die wirtschaft läuft.
    aber es würde doch genügen, wenn es eine staatsbank und eine staatliche versicherung gebe!?! dann hätte man nicht den ganzen "ich bin pivat versichert und darf mir mehr erlauben"-mist. jeder muss doch gleich behandelt werden, oder nicht? :rolleyes:



    Staatsbanken gibt es in Deutschland schon reichlich. Jede Kommune hat ihre eigene Sparkasse, die Bundesländer sind an den jeweiligen Landesbanken beteiligt und dem Bund gehört die KfW.

    Wenn man jetzt anfängt Opel mit Bürgschaften zu unterstützen, dann öffnet man die Büchse der Pandora. Da sich die konjunkturelle Situation bis weit ins nächste Jahr verschlechtern wird, werden noch viele Firmen Probleme bekommen. Der Staat kann aber nicht für jede wirtschaftliche Aktivität in der Wirtschaft bürgen sonst ist er bald selbst pleite.


    Im Falle Opel wird es auch nicht bei Bürgschaften bleiben können, da eine Pleite der Muttergesellschaft GM, welche schon seit Jahren überschuldet ist, sehr wahrscheinlich ist. Opel hat aber keine eigenen Finanzmittel über die die Firma selbst verfügen kann; das läuft alles über die Konzernzentrale in Detroit. Die Frage ist aber, ob ein unabhängiger, rekapitalisierter Opelkonzern überhaupt die kritische Größe besitzt um alleine überleben zu können. Ich habe da meine Zweifel.

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    Original von Skuz
    Meine Bemerkung zielte nicht auf die Sicherheits- und Militärpolitik ab, sondern auf Topics alla Umwelt- und Klimaschutz und Energiepolitik. Da wird ohne die USA auch in naher Zukunfts nichts zu reißen sein, denn eine Reihe von Staaten würde dann die Frage stellen: Wieso sollten wir mitmachen, wenn selbst ein so mächtiger Staat wie die USA nicht mitmachen (Olsens Gruppentheorie).


    Selbst wenn die USA in Zukunft zum Musterknaben im Bezug auf Ressourcenverbrauch werden sollte, wird sich nicht viel ändern. Andere Staaten folgen vielleicht temporär, aber bestimmt nicht auf Dauer. Wenn der Umweltschutz zu teuer wird, wird man sich von allen Sparmaßnahmen wieder verabschieden, da Menschen nun einmal kurzfristig Denken; dass liegt in ihrer Natur. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, in dem all das Öl, Gas und die Kohle als CO2 in der Atmosphäre "deponiert" sein wird. Die Frage ist nur wann.


    Das ganze mag zynisch klingen, aber die Welt ist so wie sie ist.

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    Original von Skuz
    Ron Paul...ebenfalls ein uralter Sack, wie Mccain, und wer will bitte, dass sich die USA außenpolitisch isoliert? Das kann kein denkender Mensch wollen...


    Langfristig werden sich die USA von der Rolle als "Weltpolizist" verabschieden, weil der amerikanischen Steuerzahler irgendwann nach dem Nutzen fragen wird oder der Staat pleite ist. Ich gehöre nicht zu den Leuten die einen sofortigen Abzug aus Afghanistan und dem Irak fordern. Wenn man etwas anfängt, dann muss man es auch geordnet zu Ende bringen. Da unterscheide ich mich deutlich von vielen Obama-Fans und den deutschen Linken. Allerdings wird in beiden Ländern bestimmt keine Demokratie nach westlichem Muster entstehen. Im besten Falle wird es im Irak ein autoritäres Regime geben oder im schlechteren Fall einen ein Islamistisches. Was es zu verhindern gilt ist aber ein Bürgerkrieg. In Afghanistan wird der Westen geauso wenig Erfolg haben, wie die Sowjets in den Achzigern; dort herrschen die Feudalherren; ob uns das gefällt oder nicht.


    Die große militärische Präsenz in Europa wird auf Dauer auch nicht zu halten sein; militärisch macht sie für die Amerikaner keinen Sinn mehr. Franzosen und Briten werden damit keine Probleme haben. Für uns Deutsche wird das natürlich eine große Umstellung sein. Die niedrigen Wehretats der Vergangenheit werden nicht durchzuhalten sein. Es ist aber auch naiv zu glauben, dass eine so große Wirtschaftsmacht wie Deutschland ohne glaubhafte Abschreckung auskommt. In einer Welt in der Staaten wie der Iran nach Atomwaffen strebt, Russland immer noch tausende Nuklearsprengköpfe besitzt und es ein politisch instabiles Pakistan mit Atomwaffen gibt, darf sich Deutschland nicht erpressbar machen.


    Die Außenpolitik der Zukunft muss durch Kooperation, aber nicht durch Annektion und Intervention bestimmt sein. Innenpolitische Probleme in anderen Ländern können nicht von außen gelöst werden. Da ist jedes Volk für sich selbst verantwortlich.

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    Original von Desperado22


    Sie hätten mit Ron Paul, einen gehabt. Nur leider war der in seiner Partei niemals durchsetzbar. Weil seine Politik vollkommen konträr zur Politik der Republikaner war.


    Aber das wäre ein noch viel interessanteres Duell geworden.... Obama vs. Ron Paul.


    Ron Paul wäre mein Lieblingskandidat gewesen. Er hat die Vorwahlen fast bis zum Schluß durchgehalten. Aber die deutsche Presse hat ihn immer totgeschwiegen, wahrscheinlich weil sie ihn politisch nach deutschen Maßstäben nicht einordnen konnte. Im Bezug auf Wirtschaftspolitik, Steuersenkung und Abtreibung ist Ron Paul schon auf Parteilinie, bei den beiden ersten Punkten halt viel radikaler. Nur seine Aussenpolitik ist isolationistisch und steht damit konträr zur "Wir beglücken die Welt mit unseren Werten"-Politik der Neocons. Das Geschäftemachen auf Staatskosten wäre unter ihm auch unmöglich, deswegen haben die Lobbyisten etwas gegen ihn.

    Zitat

    Ich glaube Palin ist das beste Beispiel dafür, dass es Zeit für "Change" ist. :rolleyes:


    McCain musste Sarah Palin nominieren, denn sonst wären ihm die rechten Wähler weggeblieben und ohne die hat er überhaupt keine Chance, da es für Obama kein Problem sein solllte die linken Wähler zu mobilisieren. McCain gilt in republikanischen Kreis als "liberal" also links. Das Hauptproblem der Republikaner ist aber, dass sie überhaupt keinen präsidialen Kandidaten aufbieten konnten.


    Wenn die Umfragen nicht allzu stark manipuliert sind sollte es für Obama zum Sieg reichen. Er tut mir allerdings jetzt schon leid. Die extrem hohen Erwartungen, auch die in Europa, wird er beim besten Willen nicht erfüllen können. Obama wird die US-Interessen genauso rigoros durchsetzten, wie es alle seine Vorgänger auch schon getan haben. Ich nehme das auch keinem übel, es ist schließlich deren Job.

    Meine Schadenfreude lässt sich heute nur schwer unterdrücken. Schön, dass es in der SPD noch ein paar aufrichtige Abgeordente gibt, die sich an Versprechen aus dem Wahlkampf erinnern.


    Leider muss ich an diesem Punkt aber massives Unionsbashing betreiben. Wo sind den die Unionsbundestagsabgeordnenten gewesen, welche 2005 gegen das Antidiskriminierungsgesetz und für eine niedrigere Mehrwertsteuererhöhung waren, und dann trotzdem im Bundestag allem zugestimmt haben? Versteht mich nicht falsch ich bin absolut kein Linker, aber solange in der Union wirtschaftsliberale und konservative Themen unterdrückt werden, wird es bei Wahlen auf Bundesebene und in vielen Ländern immer linke Mehrheiten geben.

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    Original von Malte


    Glock war leider auf Trockenreifen unterwegs...


    gruß Malte


    Wenn Glock auf Regenreifen gewechselt hätte, dann wäre er gar nicht so weit vorne gewesen. Hamilton wäre so oder so Fünfter geworden. Das Rennen heute war aber der absolute Wahnsinn.


    Bin jetzt kein großer Hamilton Fan, aber letztendlich ist er verdient Weltmeister geworden. Wäre Massa mit einem Punkt mehr Weltmeister geworden, dann nur wegen der unberechtigten Strafe für Hamilton in Belgien.

    Der Film kam gerade auf ARD. Ich muss sagen, dass ich bei einem Film schon lange nicht mehr so gelacht habe. Der bayrischen Dialekt ist vielleicht nicht für jedermann verständlich, aber dadurch wirkt der Film sehr authentisch.


    Diese schwarze Komödie sollte man gesehen haben.

    Zitat

    Original von milhousinho
    Naja kleiner Sportwagenbauer ist schon ziemlich untertrieben. Porsche hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von knapp 6 Mrd. Euro gemacht.
    6.000.000.000 ,-- € GEWINN!
    Damit ist Porsche der profitabelste Automobilbauer der Welt.
    Was der Wiedeking da geschafft ist, ist schon ausgerwöhnlich.


    Der Gewinn stammt aber zum allergrößten Teil aus Kursgewinnen aus den VW Aktien bzw. Kaufoptionen und nicht aus dem eigentlichem operativen Geschäft. Die ganze VW-Übernahme ist ein großes Risiko da sie größtenteils kreditfinanziert ist.


    Der Grund für den aberwitzig hohen Kurs der Volkswagenaktie liegt gar nicht so direkt an Porsche. Ein wichtiger Grund liegt an den Kaufoptionen, die Porsche gekauft hat. Diese werden bald eingelöst und dann muß der Optionsverkäufer (Stillhalter) die Aktien liefern. Es ist aber zu vermuten, dass noch nicht alle Optionsverkäufer die Aktien auch haben. Je höher die VW Aktie steigt, umso größer wird der Verlust der Verkäufer. Um den Verlust zu begrenzen, müssen sie die Aktien jetzt kaufen. Ein zweiter Grund sind die Leerverkäufer (Short-Seller). Da die VW Aktie eine der wenigen Aktien ist, die die letzten zwölf Monate nicht gefallen ist, galt sie als überbewertet. Ein Short-Seller leiht sich jetzt VW-Aktien von einem Anleger, der sie derzeit nicht verkaufen will für eine Leihgebühr. Dann verkauft er sie, entweder in der Annahme, dass sie fällt und kauft sie billiger zurück; oder aber er verkauft die VW-Aktie und kauft die schon stärker gefallenen Aktien, in der Hoffnung, dass die VW-Aktie sich schlechter entwickelt als die gekauften Aktien. Als gestern die VW-Aktie so stark gestiegen ist sind gleichzeitig alle anderen Aktien im DAX massiv gefallen. Heute war es genau umgekehrt. Am gestrigen Tage mussten die Short-Seller ihre VW-Aktien zurückkaufen da ihre Wetten schllichtweg nicht aufgegangen sind und die Aktienverleiher die Akien wieder zurückhaben wollten. Um die Käufe zu finanzieren, mussten die Short-Seller ihre gekauften Positionen verkaufen. Man kann davon ausgehen, dass einige Leerverkäufer die letzten Tage ihr ganzes Geld verloren haben, obwohl sie langfristig mit der Meinung, dass die VW-Aktie überbewertet war, recht hatten.


    Was man aus den Vorkommnissen der letzten aber lernen kann ist folgendes:
    1. Niemals Aktien auf Kredit kaufen. Kauft man eine Aktie zur Hälfte auf Kredit und sie fällt wie jetzt um die Hälte, dann veranlasst die Bank einen Zwangsverkauf, selbst wenn die Dividende der Aktie höher ist als der Kreditzins.
    2. Niemals Aktien oder Kaufoptionen (Calls) leerverkaufen. Eine Kursverdoppelung und der ganze Einsatz ist für immer verloren.

    Zitat

    Original von ron t
    Gehört Spiegel nicht auch zum Springer-Konzern? :gruebel:


    Spiegel und Springer ist wie Schalke und Dortmund :D.


    Nein, nein, die beiden haben nichts miteinander zu tun. Der Spiegel wurde Rudolf Augstein gegründet und war immer linksliberal orientiert; hat mit Springer also gar nix zu tun. Der Bertelsmanngruppe gehört aber ein Viertel des Spiegel Verlags.



    Das mag sich jetzt ungerecht anhören, aber zwischen Banken und der restlichen Industrie besteht ein wichtiger Unterschied: Eine Volkswirtschaft kommt ohne Autoindustrie aus, sie kommt auch ohne Chemie-, Pharma- oder Ölindustrie aus; Stadtstaaten wie Singapur haben keine Agrarindustrie; aber alle Volkswirtschaften brauchen ein funktionierendes Banksystem, sonst landen wir wieder beim Tauschhandel.

    Zum eigentlichen Thema hat Skuz schon alles richtig gesagt, dass kann ich alles so unterschreiben; Kompliment, ich sehe Du bist nahe an der Materie dran.




    Zum Thema Inflation kombiniert mit Finanzkrise muß ich aber etwas sagen.


    Viele Leute sind nämlich derzeit der Meinung, dass durch die staatlichen Eingriffe die Verschuldung (und eben Geldmenge) steigen werde, was dann automatisch zu einer höheren Inflation führt. Dem aber ist nicht so. Sämtliche Rettungspakete, wie z. B. das 750Mrd US-Dollar Rettungspaket in den USA, führt aber nicht zu neuen Schulden. Es werden vielmehr private Schulden, vermutlich mit großem Abschlag, eingetauscht gegen staatliche Schulden. Der Gesamtverschuldung der Volkswirtschaft wird dadurch aber nicht erhöht. Zum zweiten haben die Geschäftbanken derzeit Probleme sich selber zu refinanzieren und können deswegen schwerer neue Kredite vergeben. Auch dadurch wird das Anwachsen der Geldmenge verhindert, was wiederum inflationsdämpfend wirkt.


    Die höheren Inflationsraten der letzten Jahre entstanden dadurch, dass die Banken durch die niedrigen Zinsen, die leichte Refinanzierbarkeit durch neuartige Finanzprodukte und sehr liberaler Bankaufsicht immer neue Kredite ausreichen konnten, mit denen etweder Immobilien erworben wurden (Stichwort Immobilienblase) oder manchmal eben auch an den Finanzmärkten (auch Rohstoffmärkte) spekuliert wurde. Ich gehe zwar nicht jetzt von stark fallenden Rohstoffpreisen aus, aber ein seitwärtslaufender Rohstoffmarkt sorgt schon für wieder fallende Inflationsraten. Steht beispielsweise der Benzinpreis in einem Jahr auf dem heutigen Niveau trägt er schon nicht mehr zur Preissteigerung bei.


    Ein gutes Beispiel für eine Volkswirtschaft die unter einer Finanzkrise zu leiden hatte ist Japan in den neunziger Jahre. Dort litten die Banken auch unter faulen Kredite aus Immobiliengeschäfte und konnten nur schwer neue Kredite ausreichen. Die Folge war jahrelange Preisstabilität mit leichten Preisrückgängen. Das Zinsniveau liegt bis heute beim Tagesgeld bei nahe Null Prozent und im Zehnjahresbereich bei 1-2%.


    Die Währungsreformen in den 20er und 40er Jahren waren Folgen der verlorenen Kriege. Bei der ersten Währungsreform lag die Ursache an den Reparationszahlungen. Bei der zweiten Währungsreform war der Kapitalstock, mit welchem die Kredite abgesichert waren, etweder zerbombt oder im Osten enteignet. Das was wir heute erleben ist "nur" eine Finanzkrise.