Dann werde ich mal mein Fazit zu meiner ersten Nature abliefern:
Camping: die Platzzuweisungen gingen ja mal gar nicht. Erst mit dem Auto quer über den Strohacker (welch Wunder dass mit den heißen Auspuffanlagen auf dem trockenen Zeug nix passiert ist). Die Ordner ließen überhaupt keine Platzwahl zu. Auto an Auto wurde geparkt wie auf dem Supermarktparkplatz, wohin mit den Zelten: persönliches Schiksal. Noch schlimmer: nach zehn Minuten waren wir schon eingeparkt, bzw. zugebaut. In Aussicht unseres geplanten Starts am Sonntag früh, nicht gerade positiv. Dann die Dixis, also das ist ja echt schlimm, manche Leute sind im wahrsten Sinne des Wortes zum Sch... zu blöd
, also da verging es einem schon beim Öffnen der Tür. Ein paar Container mit fließend Wasser, für die ich auch gerne zahlen würde, sollten doch wohl kein Problem sein? Für den Staub, kann zwar niemand was, aber wenn ich manch Auto sah, dass direkt am Weg Stand, mein lieber Mann... 1/6
Festivalgelände: wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein neugieriger Blick galt auch der Tormechanik der Tunnel, sieht man ja nicht jeden Tag. Die Hügel fand ich etwas schwer zu erklimmen, aber ich war ja zum feiern da und nicht zum Bergsteigen
5/6
die Sets:
- Kyau & Albert: perfekter Start in den Abend, auch wenn etwas mehr melodiösere Sachen hätten dabei sein können. Der "dunkelhaarige Kerl" ließ mich auch schmunzeln
5/6
- ATB: also da habe ich schon besseres von ihm gehört. Fand den Einstieg sehr schwach, war dann kurz auf Geländerkundung, deswegen bewert ich nur was ich gehört habe. Nirvana mitten drin, zweifellos eine Überraschung, aber nicht wirklich nachvollziehbar in einem Trance Set
Egal, das Lied ist geil und André ist ja richtig zu abgegangen. Zum Abschluss "Let u go" in meiner Lieblingsversion rettet meine Wertung auf 4/6
- Ferry Corsten: bedarf fast keiner Worte mehr. Das erste mal in live erlebt und hat mich nicht enttäuscht. 5,75/6
- Tiesto: schwacher Start, hatte da aber ganz vorne eh keinen Platz, von daher verschmerzbar. Als ich in der Mitte des Platzes etwas mehr Raum hatte, gab der Herr Verweest richtig Gas und ließ nicht wieder ab, letztendlich fand ich das Set einen Tick besser als Ferrys 5,8/6
- Guiseppe Ottaviani: mit seinen Produktionen hohe Erwartungen geweckt, die er auch locker hielt. Guiseppe lässt Nu NRG und italienischen Trance weiter leben. Leider mit 45 Minuten sehr kurz. 5/6
- Tom Cloud: der Start in den Samstag. Und was für eine Überraschung. Kannte ihn bisher bloß durch den Remix zu Tiestos "Sweet Things". Ein durchaus perfektes Set, jeder Song sprach mich an und als i-Tüpfelchen zum Schluss noch "Cafe del Mar" und "Universal Nation". Tom Cloud werd ich jetzt mal im Auge behalten 5,75/6
- Paul van Dyk: mein Fall war es nicht, entweder zu ruhig zum Feiern oder gleich wieder zu sehr elektroid gehalten. Mit den Breakbeat Versionen von "Airwave" und "For an Angel" konnte ich nix anfangen, letzteres schien mir sogar in einer Schleife zu laufen. Größte Enttäuschung: dieses "Seven Nation Army" zur Publikumsanimation, sorry aber das hat er garantiert nicht nötig. Und warum dieser Presserummel? 4/6
- Armin van Buuren: hier hat einfach alles gepasst, da konnte auch wieder einsetzender Regen der Stimmung keinen Abbruch tun, zweifellos das beste Set der N1. 6/6
Alles in allem ein unvergessliches Erlebnis und 2009 bin ich bestimmt wieder dabei. Auch schön, dass man den einen oder anderen TFler kennen lernen konnte.