Ich finde es bissel weit her geholt, anhand der Anzahl von Großevents und ob diese ausverkauft sind, die Bedeutung von Trance zu beurteilen. Zumal ich eine sinkende Zahl von Großevents nicht sehe. Wir haben eine ASOT, mit zwei Tagen. Die Lumi, die sich über vier Tage streckt. Die Transmission haben wir jetzt sogar zweimal in Europa. Und eine Dreamstate wird es auch wieder geben. Auf Twitter (ich weiger mich es X zu nennen) folge ich Bryan Kearney, Jordan Suckley und dem Label VII. Wenn man die Posts liest, kann man kaum davon reden, dass sie alle zuhause sitzen und auf Buchungen hoffen.
Darüber hinaus kann ich Desperado nur zustimmen. Die Kosten für die Veranstalter sind gestiegen, gleichzeitig sind die Zahl zahlungswilliger und wohl noch wichtiger -fähiger Leute. Wer vor Corona noch zwei oder drei Events besuchen konnte, ist heute vielleicht froh, wenn er sich noch ein Großevent leisten kann. Das wissen natürlich auch die Veranstalter. Aus ökonomischer Sicht ist es da nachvollziehbar, dass man dann eher auf Veranstaltungen setzt, die mehr Gewinne versprechen. Und aktuell scheint das eher Techno zu sein. Bei Techno wiederum ist zu beobachten, dass melodiösere Formen derzeit trenden und wer weiß, evtl schlägt in zwei Jahren das Pendel wieder zurück, weil die Leute dann auch Trance feiern wollen.
Die Diskussion, ob Trance an Bedeutung verliert oder gar tot ist, wurde auch hier schon so oft diskutiert, aber wir sind noch immer hier. Wenn vielleicht auch weniger aktiv. 