Ripperton "Random Violence"

  • Label: Green
    Catalog#: GR09, GR102CD
    Format: MP3, CD
    Country: Netherlands
    Released: 24 Mar 2010
    Style: TechHouse, Progressive


    Ich möchte heute seit langem mal wieder einen Track vorstellen, der mir schon seit fast einem Jahr im Kopf herumgeistert, seitdem ich ihn, im Mai letzten Jahres, in einem Ripperton Set gehört hatte. Erst vor kurzem, habe ich überheupt herausgefunden, auf welchen Namen der Track hört. Bei seinem ersten offiziellen Release auf Ripperton's Niwa-Album vor gut einem Monat, hab ich mich dumm und dusselig gesucht, weil ich mir sicher war, dass jener Track auf diesem Album zu finden sein müsse, da er vom Style her 100%ig zu Raphael passte. Das dieser wunderbare Track jedoch nur auf der CD-Veröffentlichung zu finden war, wurde mir erst später bewusst.


    Vor 2 Tagen wurdeer dann endlich auch als Single veröffentlicht und erfreut sich seitdem eines zusätzlichen Joris Voorn Remixes(Auf dessen Label sich auch die ganze Veröffentlichung abspielte).


    Nun genug zur Vorgeschichte :D Random Violence ist ein purer Sommertrack, der sein gesamtes Potential sicherlich an einem heißen Tag, bei untergehender Sonne entfaltet & mir so dermaßen gute Laune verschafft, das ich vor freude platzen möchte.
    Darum vergebe ich hier auch volle Punktzahl und freue mich darauf diesen Track im kommenden Sommer (wieder) exzessiv genießen zu dürfen. 6/6


    Ripperton "Random Violence)


    Ripperton "Random Violence"(Jorin Voorn Green Mix)

  • Original kommt bei mir leider nicht über den Ganz-ok-Status hinaus, aber Joris weiß mal wieder vollends zu überzeugen und groovt einem 7:12 Minuten um die Ohren. Das Break ist fast ein wenig störend, da es den Schwung rausnimmt. Aber irgendwas muss ja noch ans Original erinnern. Daher gute 5/6 für den Joris Voorn Remix.

  • Mit nun insgesamt elf zeitlosen Veröffentlichungen in knapp fünfeinhalb Jahren wird deutlich, dass bei Joris Voorns grünem Plattenlabel Qualität im Gegensatz zu Quantität äußerst groß geschrieben wird. Auch der Schweizer Raphaël Ripperton hat sich mit seinem seit einigen Wochen erhältlichen Album Niwa sowie dem daraus ausgekoppelten Random Violence ganz diesem Credo verschrieben und zeigt sich einmal mehr in herrlich verwunschener Melodieseligkeit irgendwo zwischen housiger und ambienter Entspanntheit. :yes:


    Das von Yamchu angesprochene sommerliche Potenzial des Original Mixes deutet sich dabei bereits im mehr als gelungenen Intro an, wenn anschmiegsame Melodiefragmente durch den Raum geistern und mitsamt zurückgelehnt agierender Strandtrommelei die ersten Fäden für die Entwicklung einer überaus warmherzigen Atmosphäre zusammenziehen. Nach knapp einer Minute streichen die organisch anmutenden Melodieversatzstücke dann zwar wieder das Feld, aus dem Hintergrund heraus setzen jedoch alsbald alternative Tonfolgen an der sphärischen Verdichtung des Ganzen an, bevor im weiteren Verlauf sich dann auch eine sanftmütige Kickdrum endlich dazu berufen fühlt, etwas mehr Tempo in die Sache zu bringen. Dezentes Basslineschimmern sowie sporadisch eingesetzte Klarinettenextrakte sorgen hierbei nun für die nötige Portion Tiefe, welche mit den klassisch geloopten Melodietönen eine harmonische Symbiose eingeht, in dessen progressiver Schönheit auch die wärmende Ausstrahlung des Tracks alles andere als verloren geht, sondern vielmehr im anstehenden Break noch verstärkt wird. Dafür sind vor allen Dingen weitere Melodiefragmente verantwortlich, welche sich in herrlich verspielter Manier in die Zusammenarbeit von Looptönen und Trommelorgie integrieren und mit ihrer leicht melancholischen Ader sprichwörtlich zum i-Tüpfelchen der hiesigen Atmosphäre avancieren. Diese Meinung dürfte auch das Drumming des Stücks teilen, welches im letzten Drittel die komplette Melodiebene für einige Momente untergrooven möchte, ehe ein feinsinnig austariertes Outro mit Glockenspielunterstützung den Schlusspunkt auf dieses großartige Stück Musik setzt. Alles andere als verdiente 6/6 sind daher als Blasphemie zu werten... ;)


    Bei solch einer Vorlage ließ sich dann auch der Labelgründer und -betreiber selbst nicht allzu lang bitten, dem Ganzen seine eigene Note hinzuzufügen, sodass im Joris Voorn Green Mix zwar keineswegs die sonnige Atmosphäre Reißaus nimmt, diese dafür aber aufgrund des um einiges techhousiger arrangierten Umbaus über die gesamte Spieldauer einige Abstriche in Kauf nehmen muss. Im Gegenzug zeigt sich der Remix durch seine alsbald vom Stapel gelassene Bassline erheblich groovender angelegt, wobei sich die Präsenz der Melodieelemente aus dem Originals hierbei zunächst auf einige passend eingesetzte Fetzen beschränkt, welche immer mal wieder einige sphärische Nadelstiche (im positiven Sinne) setzen. Während dem geneigten Hörer die Oldschool-HiHats nur so um die Ohren fliegen, versucht sich die geloopte Tonfolge schließlich doch an einer Anschleichaktion, welche zwar in einem kleinen sommerlichen Intermezzo in Form eines Kurzbreak mündet, den groovenden Grundcharakter allerdings erst einmal nicht nachhaltig aus dem Rhythmus bringen kann, wie sich in der darauffolgenden Drummingphase beobachten lässt. Die Melodietöne lassen sich jedoch nicht unterkriegen, sodass im Folgenden ein zweites Mal eine subtile Unterwanderung vollzogen wird, welche den Track auch prompt in ein äußerst gelungenes Break zwingt, in welchem die Originalmelodieelemente zusammen mit einigen Alternativstreichern eine verzückte Sommersonnenuntergangsstimmung (was für ein Bandwurm!) zelebrieren. Die anschließende Phase gehört dann zwar wieder allein dem groovenden Untergrund, doch die heranfliegenden Streicher lassen auch hier ein warmherziges Outro sowie überaus gesunde 5,5/6 unausweichlich erscheinen. :D