Tronso & Stian Klo "Helgoland"

Track Rating
6.0 / 6
(1 Bewertungen)
  • Nicht schlecht, die Norwegen-Connection Tronso & Stian Klo veröffentlicht auf Electronic Elements einen Track, bei dem sie wohl häufiger an die einzige deutsche Hochseeinsel gedacht haben - Helgoland. Wer das Label kennt, weiß, dass hier einmal mehr Progressive vom feinsten wartet. In voller Länge hört man sich diese Platte am besten bei www.astralmusic.nl an.


    Der Original Mix kommt auf der einen Seite unaufgeregt ruhig daher, entwickelt aber im Laufe des Tracks eine ungemeine Dynamik und kommt schon beinahe techig daher. Zugleich legen sich entspannte weibliche Laute über die Beats. Diese Kombination findet sich nicht häufig bei den Scheiben mit den zwei E's. 4,5/6


    Der Mat Zo Remix geht vom techigen weg und brutzelt uns einen traumhaft-schwebenden Progressive Track mit zart gehauchten Vocals. Ein interessantes Drumming rundet diesen Mix ab. 5/6


    Zu guter Letzt haben wir noch den Dumb Dan Remix, der mit einer dreckigen Elektro-Bassline daherschnackelt. Die Vocalfetzen sind auch hier vorhanden, ein tranciger Kurzbreak bringt etwas mehr Melodie in die Geschichte. Allerdings könnte im Laufe des Tracks noch etwas mehr passieren. 4/6

  • Original:
    Ein schöner Sound. Gut verschachtelt, Vocal-Elemente klingen fein. Sehr chillig. Mello könnte etwas fetter sein. Ist mir etwas zu dünn. Klingt aber wirklich solide. Trance! 4,5/6


    Matt Zo Remix:
    Klingt wirklich am Besten. Hier passt einfach alles. Das liegt hauptsächlich am epischen Break mit den Streichern. Die Mello klingt hier viel vertäumter und ist besser umgesetzt als im Original. 5/6


    Dumb Dan Remix:
    Richtig "Elektro" finde ich diesen Remix nicht. Eine nette Versionund gute Alternative, aber kommt nicht an den Zo-Remix ran. Beim Dumb Dan Remix fehlt das gewisse Etwas. Da gefällt mir sogar das Original besser. 4/6


    greetz West :D

  • Mit der einzigen deutschen Hochseeinsel schwebt uns hier mal wieder eine sehr überzeugende Platte aus dem Hause Electronic Elements in die Gehörgänge:


    Beim Original Mix haben wir es mit einem Track zu tun, der sich nicht allein auf seinen Progressive-Wurzeln ausruht, sondern auch für elektroide und techige Elemente seine Türen weit geöffnet hat. Zur Einführung wird dem Hörer dazu erst einmal ein spannendes Drumming geboten, auf welchem sich bereits einige sphärische Flächen wabernd präsentieren dürfen. Alle paar Takte bekommt der Beat nun immer wieder zwei techige Schläge mit, die im weiteren Verlauf des Tracks vollends den Beat übernehmen und für ordentlich progressiven Druck sorgen werden. Vorerst entfalten sich allerdings verträumte Vocal-Einspieler und eine sehr entspannte Melodie in leicht fluffiger Instrumentierung und versorgen den Track dadurch mit einer gehörigen Portion Unaufgeregtheit. Im Break stehen dann die entspannte Flächen in Zusammenarbeit mit den wunderbaren Vocal-Samples vollends im Vordergrund und verfeinern die schwebende Atmosphäre mit jeder weiteren Sekunde ihrer Vorherrschaft. Diese ist allerdings nach dem Break erst einmal beendet, kurvt sich das Ganze schließlich durch eine angenehm groovig-elektroide Phase - doch nach einiger Zeit tauchen auch wieder die hellen Klänge von Melodie, Flächen und Vocals auf und laden erneut zu einer Reise in ihre progressive Klangwelt ein. Insgesamt ein sehr ansprechender Track mit wunderbarer Atmosphärenentwicklung, der von mir überzeugende 5,5/6 bekommt. :yes:


    Der Mat Zo Remix ist ein im Vergleich zum Original kaum weniger schlecht klingender Remix, wobei seine Version vielleicht etwas mehr auf den Punkt ausgerichtet ist. Dafür fällt der Aufbau bis zum Break dann auch etwas eintöniger aus - mit den sich dort anbahnenden Streichern wird man allerdings schnell wieder entschädigt! Zudem entfaltet sich zu diesen eine wunderbar entspannte Alternativmelodie, die dem Ganzen einen schön schwebenden Charakter verleiht. Im Folgenden erleidet der Track zwar einen kurzen Durchhänger, wenn sich allerdings die atmosphärischen Elemente aus dem Break wieder auf den Beat schmiegen, ist auch das schnell vergessen. So komme ich auf verdiente 5/6. :yes:


    Als Abrundung befindet sich noch der Dumb Dan Remix auf der Platte, kann das Niveau seiner beiden Vorgänger allerdings zu keinem Zeitpunkt halten. Das große Manko dieses Tracks ist dabei der fehlende Spannungsaufbau, sodass das Ganze trotz einiger guter Ansätze im Mittelfeld vor sich hindümpelt. Auf den Untergrund mit der flexiblen Bassline werden dabei immer wieder Fragmente aus dem Original gepfeffert, entwickeln ein wenig Atmosphäre, wirken aber eher unkoordiniert hineingeworfen. Viel mehr passiert auch nicht, sodass wir es hier mit einem klassischen Lückenfüller zu tun haben, der auf nicht mehr als 4/6 kommen kann...