Beiträge von Nachtschatten

    Eine neue ISOS-Compilation erwartet uns demnächst und ich denke, man darf gespannt sein. Das Cover find ich schon mal sehr gelungen und zeigt, dass die ISOS nicht zwingend an den Sommer als Jahreszeit gebunden ist :)



    SKU Songbird CD 24

    In Search Of Sunrise 15

    Markus Schulz, Jerome Isma-Ae, Orkidea

    Release date Nov. 8th 2019

    ISOS has changed one aspect for 2019. Its fifteenth musical quest has broken with its well-established release tradition, picking up an autumn spot. Notably along with its November 08 release, it’s also adopted a different aesthetic. Cooler, yet more refined musically? You decide. But in terms of ways to wrap up your 2019, you could hardly ask for more.

    Returning after last year triumphant showing, Markus Schulz again assumes responsibility for its opening mix. Taking over from Gabriel & Dresden’s middle disc spot is Jerome Isma-Ae, while Finland’s Orkidea brings his ice-cool nous to the third. As ever, the release holds a spyglass to the mixers’ own release horizons. Alongside is music from a galaxy of ISOS-clued producers - Ferry Corsten, Bicep, Paul Oakenfold, Solarstone, BT, Giuseppe Ottaviani, Jam & Spoon, Yotto and Henry Saiz among them.

    In many ways ISOS’s musical ethos is paradox. Chilled yet with a unique energy, never too ‘up’, never too ‘down’, balance (not only a trance cd) its absolute essential, its new format requires its DJs - each with their own identity - to work as one. No small ask, yet miraculously, this year as last, musical alchemy’s occurred.


    Track list:


    Mix 1 - Markus Schulz

    01. Markus Schulz - Bells of Planaxis

    02. Peppemansion & Angelo Di Franco - Mariposa

    03. Andretta - North Star

    04. Kamilo Sanclemente & Dabeat - Spiral Patterns (Andre Sobota Remix)

    05. Lange - Angel Falls (Mike EFEX Remix)

    06. Dave Neven presents Ocata - Sirens in the Sky

    07. Anske - Space Howl

    08. Daniel Wanrooy - Back For More (Markus Schulz In Search Of Sunrise Rework)

    09. Ferry Corsten presents Gouryella - Surga

    10. Paul Oakenfold featuring Carla Werner - Southern Sun (Markus Schulz In Search Of Sunrise Remix)

    11. DIM3NSION - Gaman

    12. Markus Schulz - Sunrise Over The Bay

    13. Giuseppe Ottaviani - Time Shift

    14. Arkham Knights - Renegade

    15. Ronski Speed & DJ T.H. presents Sun Decade featuring Ben Lost - Downfall

    16. Markus Schulz & Talla 2XLC - Mainhattan

    17. Daxson - Sonder

    18. Markus Schulz & HALIENE - Ave Maria (In Search of Sunrise Outro Mix)


    Mix 2 - Jerome Isma-Ae

    01. Kiasmos - Looped

    02. Armen Miran & Hraach - NowHere

    03. Giovanna - Dreamworld (Tom Demac Remix)

    04. Klunsh - Manoir

    05. Jerome Isma-Ae & Alastor - Kubrick

    06. Betoko & Alex Kaspersky - Pluttonya (Wally Lopez Remix)

    07. George Absent - Who U R (Bonaca Remix)

    08. Tarasy Melanzu - Vidi

    09. 8Kays featuring Diana Miro - Inside (Jerome Isma-Ae Remix)

    10. Rue & Alastor - Untethered (Jerome Isma-Ae Remix)

    11. DAVI - Two Suns In The Sky

    12. Michael & Levan and Stiven Rivic - Stardust (Jerome Isma-Ae Remix)

    13. Jam & Spoon - Follow Me (Jerome Isma-Ae Remix)

    14. Orkidea - Nana (Jerome Isma-Ae In Search Of Sunrise Remix)


    Mix 3 - Orkidea

    01. Barry Jamieson - Stars (Ambient Mix)

    02. Henry Saiz - I Can Feel It Coming

    03. Yotto - Odd One Out

    04. Trilucid - Lumina

    05. Mr.A - My Religion

    06. Fonzerelli - In My Dream

    07. Orkidea - Metta

    08. Solarstone - Solarcoaster (Gundamea Remix)

    09. Paul Oakenfold - Stonehenge (Club Mix)

    10. Andre Sobota - People

    11. BT & Matt Fax - The Noetic

    12. Orkidea - One Man’s Dream

    13. JES - Two Souls (Andy Moor Remix)

    14. Ticon - 1987

    15. Bicep - Glue

    Sehr cooler episch-melodischer Trancetrack vergangener Zeiten. Sehe es ungefähr so wie mein Vorschreiberling von vor 12 Jahren. Mat Silver vs. Tony Burt Remix gefällt mir etwas besser noch als das Original.


    Die Frage, die mich auch rumtrieb, ist, was der interessante Titel auf Deutsch bedeuten möge. Mehr als "Gäsenhautmesser" hab ich via Google Translate nicht herausfinden können...

    Label: Filth on Acid

    Katalognr.: FOA052

    Releasesdatum: 17.05.2019


    1. Mees Salomé - Touch Me

    2. Mees Salomé - Transition

    3. Mees Salomé - Magnolia

    4. Mees Salomé - A Simpler Time


    Eine unglaublich schöne, melodiöse, träumerische EP. Alle vier Tracks sind absolut grandios!! Ich kann gar nicht sagen, welcher mir am besten gefällt... Hört sie euch alle an :huebbel:

    Trance pur! Dafür gibt's satte 6/6 :yes:


    Cool. Ich bestell Single/EP-Platten hauptsächlich bei deejay.de und Alben auch mal bei JPC.


    Ich habe übrigens durch die grandiose Parquet Most Wanted-Reihe wieder damit angefangen und bin sehr froh, mittlerweile alle bisher erschienenen Scheiben davon mein Eigentum nennen zu dürfen :)


    Einen Aspekt hab ich vergessen, nämlich die Haltbarkeit von Vinyl. Solange man sie behutsam behandelt und keiner außergewöhnlichen Hitze oder Druck aussetzt, halten die praktisch ewig. Bei CDs bin ich mir da nicht so sicher. Gerade gebrannte CDs und Festplatten haben einen gehörigen Unsicherheitsfaktor, dem man nur mit regelmäßigen Back-ups begegnen kann, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung lernen musste.

    Ich habe vergangenes Jahr wieder damit begonnen, mir ab und zu Vinyls zu bestellen. Nicht mehr aus dem Trance-Bereich, woher meine Sammlung aus den Jahren 2005/2006 mit ca. 200 Vinyls überwiegend stammt (die ich zum Glück nie veräußert habe - ich hätte es massiv bereut!), sondern hauptsächlich Techno inkl. melodischer Sachen. Viel erscheint auch da nicht mehr, aber für ein paar Schätzchen pro Jahr reichts. Ich hoffe, der Bach versiegt nie endgültig.


    Ich kaufe mir im Gegenzug schon seit ein paar Jahren praktisch keine CDs mehr. Ich merke, wie ich Vinyl als Luxus-Medium nach wie vor sehr schätzen, aber mit der kleinen Silberscheibe nicht mehr allzu viel anfangen kann - dann lieber digital als MP3. Der Wert der Vinyl liegt für mich nebst dem Plattencover und dem haptischen Erlebnis in der bewussteren Wahrnehmung der Musik beim Hören. Technisch brauchen wir nicht zu diskutieren und zum Auflegen hab ich Vinyls nie verwendet, für diesen Zweck ist das Medium - von Nostalgie- und Retrohinwendungen abgesehen - nicht zu Unrecht hinfällig.


    Es ist ziemlich paradox und verrückt: Vinyl feiert in den vergangenen Jahren als Medium im Popmusik-Bereich ein Comeback in der Nische, beginnend just zu dem Zeitpunkt, wo es als DJ-Medium in der elektronischen Tanzmusik-Szene auszusterben beginnt.

    Die nächste verlorene Legende :( Jezpers Sound war für mich vor allem in den frühen Jahren eine ungemeine Bereicherung, er war vor rund 15 Jahren einer meiner Lieblings-Trance-Produzenten. Leider hat er sich nun auch dem EDM verschrieben.


    Quelle: http://www.airbasemusic.com/

    Finde auch, dass das ein solider Trancetrack ist, der sich sehen lassen kann. Nichts Außergewöhnliches, aber in Zeiten wie dieses fast eine Wohltat.
    Der Sean Tyas Remix gefällt mir auch nicht so gut wie das Original.

    Zitat

    Einerseits prangerst du an, dass sich nichts entwickelt. Kein Aufbruch stattfindet. Andererseits willst du den alten Sound, wie er war und er sollte sich am besten seit dem gar nicht verändert haben?

    Das ist immer eine Gratwanderung. Veränderung und Innovation ist im Laufe der Zeit notwendig, sonst trittst du immer auf der Stelle und machst nur das Gleiche. Da gebe ich dir schon Recht. Seit jeher entstehen unter den alten Fanbases Diskussionen, ob die jeweils eingeschlagenen Richtungen der Veränderung positiv zu werten sind, und oft kommen ganz neue Fanbases dazu. Allerdings beobachte ich bei jenen Rock- und Metalbands, die mir früher lieb und teuer waren, einen ähnlichen kommerziellen Verfall wie in der Trance-Szene. Da gibts auch solche, die früher Rockgötter waren und heute 80er-Jahre-Retro-Popmusik machen wie Muse, die ich auch ziemlich gut finde, aber mit dem alten Sound und der früheren Genialität halt nicht mehr viel zu tun hat. Letztlich kann man über Geschmack nicht streiten. Aber einen gewissen Konsens darüber, was noch zu Trance gehört und was gewiss nicht mehr, sollte es vielleicht doch geben.


    Wie gesagt, ich bin, wie z.B. hammer bereits erheblich früher, in (nicht nur) melodiöse Gefilde des Techno bzw. Progressive abgewandert und finde dort mein Glück, so wie jeder es woanders findet, was auch gut so ist. Dass Trance objektiv den Bach runter gegangen ist, sieht man schon daran, dass sich immer weniger auf Trance berufen, es nicht mehr sehr viele Trancepartys gibt und das Forum hier seine besten Zeiten längst hinter sich hat. Ich glaube, dazu gab es schon so einige Diskussionen in der Vergangenheit hier am Board. Die von dir erwähnten Artists sind nicht meins. Ich hör zwar auch teilweise etwas härtere Sachen, aber dann im seriösen Technobereich wie z.B. von Drumcode oder Noir :)


    Übrigens: Ich hab mir auch noch die ASOT 850 in Bangkok gegeben in der Hoffnung von Armin was Besseres zu finden, aber auch das für mich schwer bzw. eigentlich nicht auszuhalten. Er brüllt wieder ins Mikro, und ansonsten eine Mischung aus sentimentaler Gefühlsduselei und Bigroom-Geballer. Wo sind denn die Trance-Sets, die Armin angeblich noch spielt? Gibt es die denn wirklich überhaupt noch oder sprecht ihr von einzelnen Tracks in seinen Sets? Könnt ihr mir ein Beispiel nennen oder am besten gleich was verlinken? Danke.

    Bei der Melo wurde von Dumondes "Godmusic" geklaut ^^ ehrlich gesagt finde ich da so einige Tracks von den erwähnten Megara vs. DJ Lee besser.

    Den Track kannst in die Tonne kloppen, wie m.M.n. alles von W&W... aber ja, trotzdem noch erträglicher als viele sonstige W&W-Sachen, aber das heißt nicht viel ;)

    Zitat

    Klar hat er sich musikalisch in den letzten Jahren immer mehr geöffnet und ein Stück weit auch vom Trance entfernt (vorallem in seinen Eigenproduktionen oder auch bei seinen Auftritten auf Festivals wie Tomorrowland oder auch Parookaville).

    Das Set auf dem Tomorrowland ist gar kein Trance. Ich würde sagen, Armin van Buuren war und ist ein wesentliches Zugpferd der Kommerzialisierung von Trance und seit ein paar Jahren Dance-Musik im Allgemeinen. Es gibt eben nicht den Zeitpunkt, auf den man den Beginn dieser Kommerzalisierung festmachen könnte, denn - wie ich schon angemerkt habe - war der Grat zwischen Underground und Kommerz gerade bei Trance offenkundig immer recht schmal. Wenn ich die ASOT-Compilations hernehme (anhand derer ich das am besten nachvollziehen konnte): Spätestens ab der 2008er Compilation hat immer mehr dieses weichgespülte Popgedudel Einzug gehalten und der Sound wurde zunehmend austauschbar und beliebig, es fanden sich immer weniger Trance-Highlights auf den Compilations. Beim Start 2004 war das noch ganz anders, auch wenige Vocaltracks. 2012 kam dann ein Sound dazu, der mich endgültig von Armin wegbrachte, ich glaube, das waren die Vorboten dieses sogenannten "EDM".


    Zitat


    Aber er hat sich doch nie vollständig oder vollkommen vom Trance wie ihn hier die Mehrzahl in diesem Forum liebt, verabschiedet.

    Das stimmt und unterscheidet ihn auch klar von Tiesto. Es ist wirklich bemerkenswert, wie er versucht die Kurve zwischen Dancepop, "EDM"-Geballer und Trance zu kratzen. Für mich ist aber auch der Trance, den er so spielt, überwiegend von Belanglosigkeit. Mit dem Trance der ersten Hälfte der 2000er-Jahre und dessen Originalität hat das für mich nichts mehr zu tun. Damals wurden die großen Hymnen für die Ewigkeit geschaffen, heute werden sie nur noch im x-ten, dem zeitgenössischen Sound angepassten Remix wieder aufgegossen.


    Überhaupt finde ich ganz allgemein den gegenwärtigen Dance-Sound, der bis ins Radio reicht, zwar recht geschmeidig für die Gehörgänge, aber letztlich äußerst langweilig und konservativ - irgendwie dem gesellschaftlichen Zeitgeist entsprechend. Aufbruch sieht anders aus. Im Dancesound der End-1990er und frühen 2000er war noch Energie und Euphorie zu spüren, die nehme ich heute nicht mehr wahr. Mark Fisher (2017 verstorben) sollten wir uns vielleicht mal zu Gemüte führen, ein Kulturtheoretiker, der die Entwicklung des Popgenres mit Bezug auf gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen reflektiert hat.


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    Dann müsste man eher über die Definition an sich in diesem Forum diskurieren was wirklich noch Trance ist und was nicht.

    Diese Diskussionen werden geführt, seit es dieses Forum gibt. Das ist gut so und Teil der kulturellen Selbstvergewisserung. Heute gibt es sie freilich kaum noch mehr, weil hier nur noch wenig Aktivität verzeichnet wird.


    Zitat

    Diese Diskussionen sind doch völlig mühselig. Meine Spotify-Playlisten sind schon lange nicht mehr nach Musik-Genre gestaltet sondern nach Gefühlszuständen.


    Das ist schön für dich, ändert aber nichts daran, dass es sich hier um ein Trance- und kein allgemeines Musikforum handelt. Und ehrlich gesagt kann ich Leute, die auf jede oder jede zweite Diskussion mit einem murrenden "ist doch völlig mühselig" oder "führt doch zu nichts" reagieren, schon nicht mehr hören. Niemand ist gezwungen, sie zu lesen oder zu kommentieren. Sei lieber froh, dass es überhaupt noch alte Hasen gibt, die sich hier äußern.

    Auch hier im Forum hat in den vergangenen Jahren parallel zu dessen Niedergang und zum Niedergang der Trance-Szene eine schleichende Akzeptanz oder zumindest Toleranz für kommerzielles Zeugs eingehalten, die während der Anfänge des Forums - und ich bin fast von Anfang mit an Bord - noch undenkbar gewesen wäre. Ich glaube, dass nicht Trance im Sinne von melodischer elektronischer Tanzmusik tot ist, aber das was sich als Trance heute ausgibt, das ist wesentlich ausverkauft und tot, und ganz wesentlich dafür mitverantwortlich sind einstige Flasgships wie Armin van Buuren, Tiesto und Armada und Black Hole. Aber freilich ist es komplizierter, denn die Grenze zwischen Kommerz und Underground war gerade im Trancebereich immer sehr fließend und fragil, wie mir später erst stärker bewusst wurde.

    Zitat

    Denkst du wirklich, dass er es nur wegen des Geldes die Musik macht, die er derzeit macht?

    Mein Eindruck ist eher, dass er die Musik macht, auf die er Bock hat

    Das muss sich nicht zwingend gegenseitig ausschließen. Kommerzieller Erfolg und Booking-Erfolg sind beides geronnene Macht und pushen wechselseitig die hegemoniale Männlichkeit des DJs, der zunehmend die Bodenhaftung verliert, aber eine solche weiterhin vorzutäuschen geneigt ist, will er nicht als bloße "Kommerzschlampe" diffamiert werden. Wenn Armin jemals einen eigenen ethischen Kodex für sich selbst hatte, so hat er ihn vermutlich aufgegeben. Faktum ist, dass er zu einem beliebigen, am Mainstream orientierten Dance-DJ geworden ist, wo früher noch die Trance-Szene und ich denke damit auch ein gewisses Niveau als Orientierung diente.


    Tatsächlich ist mein Impetus immer noch ein sehr moralischer, der schwer verdauen mag, was da in den letzten Jahren passiert ist. Die Ironie der Geschichte: Man wendet sich vom kommerziellen German Trance/Dance ab zum "richtigen" Dutch Trance und die einstigen Epigonen desselben sind mittlerweile selbst zu Rittern des heutigen Dance-Mainstreams verkommen. Es geht also nicht einfach um diesen oder jenen Namen, sondern, was mit einer ganzen Szene passiert ist. Ich kann dies aufgrund meiner geografischen Distanz nur unzureichend beurteilen, in meinen Breiten war Trance stets eine absolute Ausnahme in Clubs oder bei anderen Events.

    Zitat

    denn was Armin meines Wissens wirklich noch nie nie produziert hat, ist Hands Up

    Wie das jetzt genau genannt wird, ob Hands Up, Dance oder EDM (letzteres ein Begriff, mit dem ich wenig anfangen kann, ist er doch Überbegriff für alle Sparten elektronischer Tanzmusik), ist mir eigentlich schnuppe. Aber Hands Up passt deswegen hier sehr gut, weil die Musik nicht wie Trance zu ekstatischem Tanzen im Trancezustand anleitet, sondern zum Springen und Hände in die Höhe reißen - wie beim Bild auf Kommando bzw. Mic-Durchsage des DJs. Das war doch eigentlich früher immer dieser Kommerz-Großraumdissen-Style und weniger Kennzeichen von seriöser Clubmukke. "I ask everybody to jump with me..." sagt Armin da. Quod erat demonstrandum: Befehlsverweigerung war schon immer erste revolutionäre Tat.

    Wer hätte sich vor 15 Jahren erträumt, dass Armin van Buuren einmal als ordinärer Hands Up-DJ endet und den Scheiß, den er macht, immer noch als "Trance" ausgibt? Ich verstehe, dass die seriösen Produzent_innen aus der melodischen Techno-Schiene, die ich mittlerweile überwiegend höre, mit diesem Begriff nichts zu tun haben wollen... Als fühlendes Wesen macht mich diese Entwicklung immer noch traurig, und mich würde seine psychosoziale Verfasstheit und eigene Reflexion seines persönlichen Wandels sehr interessieren. Was geht in so einer Person ab, die nur noch Euro- oder Dollarzeichen in den Augen hat?


    Foto vom Tomorrowland Festival 2018 (youtube.com/watch?v=79nFO8dTJfY)

    Ganz ok, aber ausbaufähig. Bei Armas setz ich halt hohe Maßstäbe an: Seine Kollaboration mit CJ The Angel "She Died In Paradise" plus sein unveröffentlichter Mental Religion Remix sowie "Angels & Demons" sind der Maßstab. Cileos Kommentar darunter ist interessant. Ich mag die neuen, softeren Beats auch nicht so. Der Leadsynthie klingt etwas zu schwammig/schmutzig. Da besteht noch Potenzial! 4/6

    Der Track "Live Inside Me" ist Teil folgender EP:


    Frankyeffe "It's A Dream"

    Veröffentlichungsdatum: 2018-07-20

    Label: Phobiq

    Katalog: PHOBIQ0187


    1. Frankyeffe – Live Inside Me (Original Mix)

    2. Frankyeffe – It’s A Dream (Original Mix)

    3. Frankyeffe – Welcome To The Music (Original Mix)

    4. Frankyeffe – Little Break (Original Mix)


    Da "Live Inside Me" von der EP klar heraussticht und die EP allgemein dem Techno-Genre zuzuordnen ist, habe ich nur diesen Track für diesen Thread ausgewählt.

    Der Track besitzt eine kurze, sehr eingängige Hookline, die sich sehr schnell in den Gehörgängen festsetzt und nicht mehr aus dem Kopf rausgeht, und in Kombi mit der drückenden Bassline dafür sorgt, dass es sich um einen Peaktime-Burner handelt. :huebbel: 5,5/6




    Stephan Bodzin
    Strand / Catamaran

    Afterlife Recordings

    VÖ: 08.12.2017


    Strand

    Catamaran


    "Strand" hat sich mir sofort in die Gehirnwinden geschoben, als ich es zum ersten Mal gehört hab. Ein Sahnestück des Melodic Minimal Techno. Sehr trancy und catchy, hat durchaus einen gewissen Spannungsbogen - frage mich, ob man das noch exzessiver steigern hätte können :D Aber auch so seeehr gut! 5,5/6


    "Catamaran" ist auch ganz ok... 4/6

    Ich finde das Album auch sehr schön. So richtig vom Hocker gerissen hat mich allerdings kein einzlner Track. Insgesamt ist eine sehr atmosphärische und stimmige Konzeption. An das legendäre selbstbetitelte erste Album, das für mich damals der Burner war, reicht's nicht ran, Enttäuschung ist es aber auch keine. Mir fehlt nur ein wenig die Innovation und etwas Neues. 5/6

    Der Thrillseekers Remix passt gerade wunderbar zum herbstlichen Sommerwetter, das allerdings bei Starkregen niemanden vor die Tür lockt... Wenngleich nicht mein Lieblingsremix, doch ein wundervoller, besser als "Saltwater". Der damalige Thrillseekers-Stil ruled auch noch heute noch unglaublich. 5,5/6

    Ich hab in letzter Zeit meinen "Trance" wieder gefunden in Musik, die nicht als Trance firmiert, sondern als Tech House, Melodic Techno, Deep House oder wie auch immer... (früher gabs ja auch mal diesen Modebegriff "Neotrance")


    Produzent_innen wie Einmusik, Solee, Alyne, Oliver Koletzki oder Worakls sind ganz großartig.


    Jetzt hör ich gerade exemplarisch: Solee & Alyne "Neosensual"

    Ich glaub, mein Musikgeschmack hat sich in den letzten 13-16 Jahren tatsächlich einfach verändert. Ich kann mit solchem kitischigen, pathetischen, epischen Uplifting-Zeugs nicht mehr soviel anfangen. War in meiner Trance-Anfangszeit echt mal anders. Die alten Klassiker hör ich aber natürlich immer noch gern.

    Deswegen sag ich auch: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Das hier ist zweifelsohne ein sehr schöner Track von einer bestimmten Warte aus gesehen.