Neben den bereits genannten großartigen Sigur Rós und The Album Leaf, welche sich beide auch gebührend in meinem CD-Regal wiederfinden, sowie den Explosions In The Sky (unbedingt einmal das von Andru verlinkte Für-Lau-Album anhören!), möchte in diesem Zusammenhang noch Aereogramme (Hörproben hier und dort) und die Red Sparowes (Hörproben hier und dort) erwähnen. Erstere erschaffen ihre orchestralen Postrockgemälde übrigens mit sehnsuchtsvollem Gesang, haben sich aber 2007 leider Gottes aufgelöst, wobei letztere auch gern einmal etwas härter in die Saiten greifen... ![]()
Beiträge von hammer
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N'Abend allerseits!
Obwohl dieser Track vom schwedischen Produzenten David Westerlund mit seiner kostenlosen Wortspielzugabe eigentlich einen markanten Blickfang darstellen sollte, ist mir Illectronics eigenartigerweise erst jetzt - mittlerweile 3 Monate nach Erstveröffentlichung - ins Auge bzw. in die Gehörgänge gesprungen. Die Qualität des Ganzen mindert dieser Umstand aber natürlich keineswegs, sodass ihr euch wieder auf überzeugende West'sche Hausmannskost irgendwo zwischen Electro, Techhouse und Trance freuen könnt. Erschienen ist das Ganze dabei zusammen mit einem Remix vom schwedischen Landsmann Linus Eklöw alias Style Of Eye digital auf Tolerant Recordings, das sich in gönnerhafter Weise auch für die eine Hälfte der unten folgenden Youtube-Links verantwortlich zeigt.

Im Original Mix springen dem geneigten Hörer jedenfalls schon nach wenigen Momente die ersten flatterhaften Soundeffekte entgegen, welche sich auf dem gewohnt techhousig inspirierten Drumming wieder einmal mehr als heimisch fühlen. Zusätzlich schwirren aus dem Hintergrund nun einige monotone Töne heran, welche einen ersten leicht anschwillenden Punkt des Tracks heraufbeschwören, an dessen Anschluss sich das Ganze zusammen mit einer stakkatierten Tonfolge aber wieder etwas minimaler arrangiert zeigt. In nicht allzu weiter Entfernung macht sich zudem ein Kurzbreak auf, den monotonen Tönen wieder etwas mehr Lebensraum zu bieten, den sie auch flugs für eine weitere kleine Intensivierung nutzen, ehe im anschließenden Verlauf erneut die bekannte Tonfolge das Ruder übernimmt und jetzt in Kooperation mit einer harmonischen Bassline in leicht elektroider Instrumentierung einen angenehmen Groove zu entfalten vermag. Abwechslung bleibt aber weiterhin das A und O des Tracks, sodass schon bald ein nächstes Kurzbreak auf dem Programm steht, alle bisherigen melodischen Elemente in anschwillender Art und Weise zusammenführt und im Anschluss der nun eine gute Ecke drückender geratene Fluss des Ganzen endlich beibehalten wird. So fühlen sich schließlich auch einige weitere Begleittöne dazu ermutigt, sich aus ihrem Schneckenhäuschen herauszutrauen und der melodischen Ebene dieses Stücks das gewisse Etwas zu verleihen. Der Mittelteil des Ganzen sieht dann nach einem weiteren Kurzbreak, in dem die melodischen Elemente in interessanter Art und Weise zusammenfallen, kurzzeitig eine Reduktion auf das Drumming vor, welches sich allerdings schnell wieder in Begleitung der aus dem Untergrund heranflitzenden Melodieelemente wiederfindet, sodass einer letzten Phase dieser spannenden Klangmischung nichts mehr im Wege steht. Alles in allem ein hervorragend genredurchmischter Track, der einfach gute Stimmung zu verbeiten vermag und von meiner Seite mit imho verdienten 5,25/6 entlohnt wird.

Der Style Of Eye Remix lässt dann zwar vom Original nicht mehr allzu viel übrig, vertendelt sich aber dennoch etwas in seiner überaus techhousigen Überarbeitung, die gleichzeitig deep und durchgeknallt sein möchte, dies aber für meinen Geschmack nicht überzeugend unter einen Hut zu bringen schafft. Der Anfang gehört dabei einem schön schaukelnden Drumming, welches nach kurzer Einwirkzeit bereits die ersten mehrfach durch den Fleischwolf gedrehten Originaltöne im Hintergrund herumflirren sieht und schließlich mit monotonen Begleitklängen mehr und mehr in einen angenehmen Groove gerät. Von dieser Idylle sollte man sich allerdings nicht täuschen, wird der Remix im weiteren Verlauf doch von betont schräg neben dem Ton stehenden Synthieeinwürfen überrascht, welche sich in nervig wabernder Art und Weise ihren Weg durch die Gehörgänge freibohren. Glücklicherweise erbarmt sich schon bald ein Kurzbreak, die Vorherrschaft dieser leicht an Folter erinnernden Töne zu unterbrechen und mit deepen Melodieandeutungen im Untergrund, welche nur noch ab und an von schrägen Effekten durchsetzt sind, eine wesentlich sphärischer ausgelegte Komponente in diesem Track zu etablieren. Diese versteht sich zudem viel besser mit dem groovenden Untergrund, was eine leichte Intensivierung der loopartigen Tonfolgen zur Folge hat und schließlich in einem weiteren Kurzbreak mündet, in dem sich monotone Begleittöne zu einem interessanten Anschwillen anstiften lassen und dann im Anschluss auf den deep anmutenden Melodieandeutungen ziellos auf- und abrennen. Wenn sich das Ganze dann wieder etwas weniger aufmerksamkeitsheischend präsentiert, kann sich zum Ende hin auch noch einmal die im Vergleich zum Original etwas düstere Atmosphäre in Szene setzen, ehe das Ganze mit einigen monotonen Begleittönen outro-artig seine letzten Momente begeht. Insgesamt eine interessante Neuinterpretation, die aber teilweise zu viel will und sich selbst damit aus dem Gleichgewicht bringt - für mehr als durchschnittliche 4,25/6 sollte es aber dennoch auf jeden Fall reichen!

Greetz,
:: der hammer :: -
N'Abend zusammen!
Erfreuliche Neuigkeiten für alle Freunde des breitgefächerten Klangspektrums von Igor Tchkotoua und Dan Duncan alias Pig & Dan: Ein ganz frischer Two-Tracker auf Cocoon Recordings steht seit letzter Woche bereit, eure Gehörgänge gehörig durchzuwirbeln und dürfte damit sicherlich auch im hiesigen Forum noch den ein oder anderen Fürsprecher dazugewinnen. Geboten wird der Hörerschaft jedenfalls eine interessante Mischung aus technoider Roheit, welche es sich trotz enormer Durchschlagskraft nicht nehmen lässt, auch einige melodische Ausrufezeichen zu setzen. Wer sich jetzt noch nicht allzu sehr abgeschreckt fühlt, sollte daher unbedingt einmal die unten verlinkten Hörproben durcharbeiten...

Terminate auf der A-Seite stellt sich dabei eindeutig als der dominantere Track heraus und führt den Hörer mit seinem sachte geratenen Minimalaufbau anfangs erst einmal an der Nase herum, ehe eine interessant wabernde Bassline technoider Ausprägung für den ersten überraschenden Moment in diesem Stück sorgt und zugleich einen nicht zu verachtenden drückenden Faktor zu entfalten vermag. In eher undurchschaubarer Natur schiebt sich das Ganze nun vermehrt gezielter nach vorne und lässt sich dabei nur von einigen an passender Stelle eingebauten Minibreaks unterbrechen, welche sowohl schwurbelige Effekte als auch einen kurzen Augenblick des Innehaltens beinhalten. Das dritte Break in dieser Reihe entpuppt sich dann schließlich als wesentlich weitläufiger ausgelegt, wobei das Hauptaugenmerk dabei auf der Entfaltung der bereits kurz angespielten Schwurbeleffekte liegt, welche sich in übelst technoider Atmosphäre aus dem Hintergrund schälen und ein wenig nach Bienenschwärmen auf einem Drogentrip klingen. Jäh ist ihre Vorherrschaft allerdings alsbald beendet, wenn sich vom einen auf den anderen Moment wieder das Drumming an die Oberfläche katapultiert und zudem nun von einer ordentlich monoton drückenden Bassline unterstützt wird, welche das Ganze zusammen mit den ersten wirren Melodietönen ziemlich rasant auf die Überholspur befördert. Wenn sich dazu noch eine in düsterer Instrumentierung gehaltene Tonfolge entfaltet, erntet auch die sphärische Seite dieses Tracks zunehmend mehr Lob von meiner Seite und schiebt das Ganze nun galant in Richtung eines weiteren Kurzbreaks, in dem die wirren Begleittöne zu einer wahrhaftigen Begleitmelodie avancieren und die Atmosphäre damit sogar kurzzeitig sogar etwas aufhellen, ehe im weiteren Verlauf eine weitere Phase des drückenden Untergrunds in Zusammenarbeit mit den wieder durch den Fleischwolf gedrehten Tönen ansteht. Es dauert allerdings nicht allzu lang, bis sich auch die bekannte Tonfolge erneut dazugesellt und das Ganze noch ein letztes Mal melodisch ergänzt, ehe der Track sich nach einem Schwall Schwurbeleffekte auf den letzten Metern von der wabernden Bassline nach Hause tragen lässt. Alles in allem ein Track, der es faustdick hinter den Ohren hat und für meinen Geschmack mit nicht weniger als genredurchgreifend überzeugenden 5,5/6 vom Platz gehen sollte.

Die B-Seite mit Organix hinterlässt dann einen wesentlich subtileren Eindruck und kommt dabei fast völlig ohne geregelte Aufbauarbeit aus, da sich das Ganze von der ersten Sekunde an in einem düster schimmernden Gebräu aus unterseeartigen Toneffekten und einer flexibel auf- und ablaufenden Bassline wiederfindet. Einzig unterschiedlich intensive Instrumentierungen der Trackelemente sorgen dabei für die nötige Abwechslung, können diese für meinen Geschmack aber auch recht gut in heimische Gefilde hinübertransportieren. Die erste entscheidende Änderung dieses Kurses nimmt dann eine stakkatierte Tonfolge vor, welche sich nach knapp zweieinhalb Minuten unvermittelt in den Vordergrund schiebt, schon bald allerdings wieder in dunkle Flächenandeutungen zerfällt. So kann sich kurzzeitig wieder die spannende Bassline mit ihren Klangauswüchsen aus diversen Untiefen etablieren, muss sich aber bald der langsam, aber stetig wieder erstarkenden Tonfolge beugen, welche sich immer mal wieder aus dem brodelnden Untergrund herauszuschälen versucht. In dieser Besetzung peilt der Track nun ein Kurzbreak an, in dem technoid verstrahlte Klänge auf sich aufmerksam machen und mit ihrer rohen Gestalt einen interessanten Kontrast zum sich bald wieder dazugesellenden Untergrund bilden. Dieser gibt sich schließlich weiterhin einer eher subtilen Ausgestaltung hin, aus welcher neben den bekannt düster schimmernden Tönen im weiteren Verlauf auch wieder Flächenandeutungen und die stakkatierte Tonfolge herauslugen. Ein letztes Kurzbreak verabschiedet schließlich sämtliche melodisch anmutende Elemente ins Nirwana, sodass das Ganze sich monoton zu Ende schieben kann. Insgesamt wirkt der Track zwar in der Tat organischer als sein Vorgänger, tendiert mit seinem dunklen Techhouse-Ambiente aber eher zu soliden 4,5/6.

Greetz,
:: der hammer :: -
Mit dieser Platte zeigt sich Sébastien Léger in der Tat von zwei Seiten:
Mit Majestic auf der A-Seite hast sich der Franzose jedenfalls keinen Gefallen getan: Standardisierte Elektroklänge treffen hierbei in uninspirierter Art und Weise auf ein nach vorne ausgerichtetes Drumming und versuchen mit Macht, in ihrer recht ausgelutschten Instrumentierung eine stimmige Symbiose mit diesem einzugehen. Zu Beginn kann sich der Hörer zwar vorschnell von der tadellos rollenden Bassline, welche dem Track nach einer kurzen Aufwärmphase wirklich gehörig Dampf unterm Hintern verleiht, in die Irre führen lassen, doch nach etwas an- und abschwillender Spannungsarbeit dürfte auch er mit der Einführung einer harmlosen Melodielinie elektroider Ausprägung im ersten Break eingestehen, dass hier sicherlich eine gute Schüppe Potenzial verschenkt wurde. In Kooperation mit der flexiblen Bassline plustert sich die Tonfolge zum Ende des Breaks jedenfalls noch einmal ganz gut auf, bevor sie im weiteren Verlauf mit dem Drumming wieder wesentlich stakkatierter auftritt. Dass diese Gelegenheit nicht ungenutzt bleibt, alsbald langsam, aber stetig immer mal wieder anzuschwillen, dürfte für den geneigten Hörer sicherlich keine Überraschung darstellen, sodass zu der recht monotonen Ausrichtung noch eine vorhersehbare Komponente kommt, die keinem Musikstück gut steht. Im zweiten Break probiert sich die Melodielinie zur Abwechslung immerhin im Versteckspiel im Hintergrund, bevor sie sich in bekannt anschwillender Manier wieder aus der Umklammerung löst und zusammen mit der drückenden Bassline schließlich denselben Verlauf einschlägt wie im Anschluss an die erste Unterbrechung. Der Rest gehört dann einmal mehr dem bekannten montonen Schema, aus dem sich der Track nicht mehr befreien kann und somit insgesamt auch nur überaus durchschnittliche 3/6 zu Buche stehen.

Majuro auf der B-Seite stellt sich dann als verkappte A-Seite heraus und steckt seinen Vorgänger in überaus lockerer Manier in die Tasche, auch wenn eine gewisse Ähnlichkeit zu Léger's Vorgängerplatten nicht unter den Tisch gekehrt werden darf. Hauptverantwortlich dafür zeigt sich dabei vor allen Dingen die entspannt sommerlich gehaltene Melodielinie in Verbindung mit dem gelungenen Progressive-House-Unterbau, der zudem den Groove gepachtet zu haben scheint. Dies wird bereits nach einer halben Minute klar, wenn sich die ersten Melodieandeutungen in ihrer fluffigen Instrumentierung an die Oberfläche trauen und nach wenigen weiteren Momenten auch eine schaukelnde Bassline davon überzeugt haben, den Track aktiv mitzugestalten. Mit dezent wabernder Flächenunterstützung peilt diese Besetzung nun ein erstes Break an, in welchem sich nach einem Augenblick der Besinnung die warmherzige Melodie mit einem Sololauf aufmacht, die entspannte Wohlfühlatmosphäre dieses Stücks noch ein wenig deutlicher "anzuheizen". Nach und nach trauen sich dabei nun auch die subtilen Flächen wieder aus ihrem Schneckenhäuschen heraus und unterstützen das Ganze bei leichter Anschwillarbeit, bevor sich die Melodieelemente wieder auf dem simplen Drumming austoben dürfen. Für die unterschiedlich intensive Instrumentierung im weiteren Verlauf dürfte der Track zwar auch keinen Innovationspreis gewinnen, aber in der hiesigen groovenden Umgebung ergibt sich im Vergleich mit dem Vorgänger einfach ein wesentlich stimmigeres Bild, wie Silver Surfer bereits vollkommen richtig angemerkt hat. Ein weiteres Break unterbricht den Trackfluss zwar, präsentiert aber zur Abwechslung eine düster schimmernde Basslinewand im Hintergrund der Melodieelemente, welche diese passend kontrastiert, im Anschluss aber leider nicht mehr weitergeführt wird. So schaukelt sich das Ganze schließlich in bekannt fluffiger Manier auf seinen letzten Metern aus und dürfte schlussendlich sehr zufrieden sein mit den für meinen Geschmack verdienten 4,75/6.

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Eine für meinen Geschmack angenehm abwechslungsreiche Selektion, die die haltlosen Vorwürfe meines Vorgänger aus dem Stegreif beiseite wischt, hat uns die Armadafraktion in dieser Woche ausgesucht. Mein Votum geht dabei an das überzeugende Remixpaket (Gutterstylz, 16 Bit Lolitas und Paul Keeley), das aus dem Stück von Astrid Suryanto (bitte einmal Buchstabendreher verbessern!) drei überaus spannende Neuinterpretationen herausholt.

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N'Abend zusammen!
Martin Stimming dürfte dem ein oder anderen vielleicht besser als eine Hälfte des Duos Orli & Martie, das hier bereits zwei Threads von meiner Wenigkeit spendiert bekommen hat, bekannt sein, doch auch auf sich allein gestellt bringt es der Hamburger Produzent immer mal wieder fertig, herrlich zurückgelehnte Tracks mit atmosphärischer Note zu kreieren. Genretechnisch bewegt man sich dabei am ehesten irgendwo zwischen Deep und Tech House, welcher durch seine melodische Vielfalt aber auch im hiesigen Forum jeden, der gerne mal über seinen Tellerrand hinausblickt, ansprechen könnte. Anhören kann man sich das im November auf Stimmings Label Diynamic Music erschienene Stück (enthalten auf der"Saturday I'm In Love - Chapter.01 (Part 1)"-EP) jedenfalls entweder auf der hauseigenen Myspace-Seite oder hier.

For A Friend zeigt dabei bereits von Beginn an, in welche Richtung die Reise gehen soll: In schön unaufgeregter Manier plätschert dem gemeinen Hörer hier ein entspanntes Drumming entgegen, welches durch eine schaukelnde Bassline zudem eine nicht zu verachtende groovende Komponente in sich eint. Erste melodische Ansätze sind ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft untergebracht, werfen sich nun immer mal wieder passend fragmentiert in das mit Liebe fürs Detail arrangierte Soundgefüge ein und bilden damit den gelungenen Vorlauf für die sphärische Entwicklung des Ganzen. Zaghaft beschreitet der Track im weiteren Verlauf dann ein erstes Break, welches die Entfaltung einiger leicht mysthischer Vocalsamples voranbringt und schlussendlich im Willkommenheißen einer herrlich entspannten Melodiefolge in xylophonartiger Instrumentierung einen wahren Glücksgriff tätigt. Schließlich dürfen auch die dezenten Streicher nicht vergessen werden, welche im Hintergrund keine bessere Begleitung hätten abgeben können und ebenfalls dazu beitragen, die zurückgelehnte Afterhour-Stimmung weiter anzukurbeln. Damit das Ganze nicht in allzu seichte Gefilde abdriftet, werden der melodischen Ebene zum Ende des Breaks leicht technoide Schwurbeleffekte unterlegt, welche nun auch wieder den schön groovenden Untergrund zum Mitmachen animieren. Auf diesem hält sich die Melodielinie anfangs erst einmal dezent zurück, um sich im weiteren Verlauf aber in subtiler Art und Weise wieder mehr und mehr Aufmerksamkeit zu ergattern, welche die abwechslungsreich gelungene Mischung aus Xylophon und Streichern für meinen Geschmack auch redlich verdient hat. Der Track strahlt jedenfalls solch eine besonnene Ruhe aus, das man einfach gar nicht anders kann, als sich den sanften Melodieklänge zu ergeben und mit geschlossenen Augen die sonnendurchflutete Atmosphäre einzusaugen. Im letzten Drittel greift das Ganze noch einmal auf ein Break zurück, welches die Melodielinie erneut zusammen mit Vocalsamples und feinsinnigen Effekten zusammenarbeiten sieht, bevor die letzten Momente dem Groove-Faktor des Drummings gewidmet werden. Alles in allem eine wunderbar runde Sache für die entspannteren Stunden des Lebens, der von meiner Seite für verdiente 5/6 nichts mehr im Wege steht.

PS: Wer sich von obigem Stück angesprochen gefühlt hat, sollte ruhig auch mal dem Night Train von Solar & Poppcke eine Chance geben, welches sich auf eben derselben EP befindet und in eine ähnliche Kerbe schlägt...
Greetz,
:: der hammer :: -
Eigentlich hat es keiner der Tracks verdient, die TOTM-Wahl im Dezember zu gewinnen, aber bevor ich mich wieder enthalte, schenke ich dem tierischen Außenseiter aus Kanada meine Stimme...

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N'Abend zusammen!
Henry Saiz ist für mich der Mann der Stunde - in regelmäßigen Abständen haut der spanische Produzent Tracks und Remixe der Marke "einer besser als der andere" unters Volk, auf die manch anderer neidisch werden könnte. Dabei ist es nicht nur die spannende Stilvielfalt aus minimalen, trancigen und technoiden Einflüssen, die der Gute pflegt, auch aus atmosphärischer Hinsicht wird der Hörer nicht gelumpt, sondern mit wunderbar feinsinnig austarierten Klangwelten, die seinesgleichen suchen, konfrontiert. Auf der Anfang Dezember auf Paradigma Musik erschienenen This Howling World EP gibt es jedenfalls wieder einmal drei hervorragende Stücke für Entdecker zu hören, von denen ich wieder einmal restlos begeistert bin. Wer es mir annähernd gleich tun möchte, sollte also unbedingt einmal auf dieser Seite vorbeischauen, auf der es alle Sachen in voller Länge zum Hineinlegen und Genießen gibt.

We Are All auf der A-Seite präsentiert sich zu Beginn noch in monoton schimmernder Minimal-Optik, unter der sich ein wellenartiger Basslineverschnitt in überaus subtiler Art und Weise versteckt, sich in einem ersten Kurzbreak aber bereits für einen kleinen Moment in schwungvoll drückender Montur zeigt. Zugunsten der Entfaltung einiger dezenter Melodieandeutungen im Hintergrund lässt dieser sich allerdings im weiteren Verlauf erst einmal wieder zurücktropfen, ehe er sich in Kooperation mit einem schummrigen Ton wieder zunehmend anschickt, aus seiner betulichen Zurückhaltung herauszubrechen. In Verbindung mit einer ersten Melodielinie, die auch zu Recht diesen Namen trägt, lässt sich der Wille der Bassline, endlich komplett an die Oberfläche zu gelangen, ebenfalls nicht leugnen, doch auch der stetig an- und abschwillende Charakter während der Melodiephasen besitzt auf jeden Fall seinen Charme. Währenddessen bekommt die Melodie nun weitere Unterstützung durch gut sitzende Echos, einige alternative Alternativtöne sowie eine beruhigende Flächenuntermalung in subtiler Ausarbeitung, sodass das Ganze eine für Saiz' Verhältnisse fast schon positiv beeinflusste Atmosphäre aufweist, welche im kommenden Break aber erst einmal wieder dem düsteren Brodeln des Untergrunds den Vortritt lassen muss. Im Anschluss weiß sich dies sich allerdings schnell mit der bekannten Tonfolge zu arrangieren, welche erneut spannende Alternativtöne im Schlepptau mit sich trägt und in und nach einem weiteren Kurzbreak auch endlich mit der zu nicht mehr geahnter Durchschlagskraft hervorgedrungenen Bassline den Track zum Höhepunkt drängt. Die weitere Entwicklung gehört dann einem dezenten Rückbau der Melodieelemente, welche noch einmal ihre schummrige Seite zeigen und damit endgültig imho verdiente 5,25/6 für dieses Stück manifestieren.

Triumph Of Delusion mag zu Beginn zwar einen Feldzug in eher technoidere Gefilde unternehmen, welcher sich vor allen Dingen in der voranmarschierenden Gestalt einer hektisch wabernden Bassline widerspiegelt, besitzt allerdings auch seine melodischen Momente, sodass man sich nicht zu früh abschrecken lassen sollte. Erst einmal sorgt allerdings eine krude Soundäthestik, in der sich ein Soundpuzzle im Hintergrund sowie die bereits erwähnte Basslinie duellieren, für Furore und lässt sich dabei von einem knochentrockenen Beat unterstützen. Vor allen Dingen die unterschiedliche Intensität des Untergrunds ist dabei für das Fernhalten jedweder Monotoniegedanken zuständig und initiiert schließlich auch die ersten kontrastreichen Melodietöne, welche in überaus heller Instrumentierung wie Phönix aus der Asche emporsteigen und den Track mit ihrer wiederum für Saiz' Verhältnisse fast schon sonnigen Atmosphäre auffrischen. Anschwillendes Zischen sowie breitere Melodieinstrumentierung kündigen dann alsbald wieder vom altbekannten Spielchen der Melodieelemente, sich nach kleinen Höhepunkten gerne einmal kurzzeitig ins Schneckenhäuschen zurückziehen, sodass erneut der wabernde Untergrund für einige Momente im Vordergrund hin- und herwälzt. Es dauert allerdings nicht allzu lang, bis auch die Tonfolge wieder aus ihrem Sekundenschlaf erwacht und das Ganze mit ihrer positiven Ausstrahlung umhaucht, sodass sich der gemeine Hörer wieder voll und ganz den spannenden Kontrasten aus technoid-schiebendem Untergrund und tranciger Melodieebene hingeben kann. Zunehmendes Zurückziehen in den Hintergrund kündigt schließlich vom nahenden Ende dieses interessanten Tracks, der nicht ohne die feierliche Übergabe überzeugender 5,5/6 auskommen wird.

Kommen wir mit The Snake's Speech nun zum Dritten im Bunde, welcher sich klammheimlich zu meinem Favoriten dieser EP entwickelt hat und zudem eindeutig der Track mit dem für meinen Geschmack gehaltvollsten sphärischen Ambiente geworden ist. Erneut wunderbar knochentrocken ist dabei das Drumming geraten, welches durch eine subtile Offbeat-Bassline und wildernde HiHats ergänzt wird und nach nicht allzu langer Orientierungsdauer die ersten dezenten melodischen Andeutungen im Hintergrund erfährt. Dazu passen auch ganz hervorragend weitere stakkatierte Bassline-Fetzen, welche sich vor allen Dingen von technoiden Gefilden beeinflusst zeigen und kurzzeitig sogar einige knarzige Ausbrücke auf Lager haben, bevor sich die Töne aus dem Hintergrund allmählich anschicken, mehr und mehr von sich und ihren glücklichen Begleitern preiszugeben. Ein anstehendes Break bringt dann endgültig Klarheit in die Sache und verhilft einer herrlich melancholischen Melodielinie, welche in jazzigen Bereichen ihren Ursprung haben könnte, auf die Sprünge, was schließlich in der Entfaltung großartig verträumt-winterlicher Melodieschübe seinen Höhepunkt findet. Dem düster drückenden Drumming kommt die Rolle als gelungener Gegenpol zur entrückten Melodielinie jedenfalls gerade recht und verhilft dem Ganzen zu weiterer sphärischer Intensität. Monotone Begleittöne runden das Thema ab, welches sich im Mittelteil noch einmal in ein Quasi-Break traut, welches den Untergrund aufplustern sieht, während darüber die feinsinnigen Melodieschübe Melancholie par excellence zelebrieren. Mit dieser weiteren kleinen Verrohung schafft es das Drumming im weiteren Verlauf noch eine Nuance überzeugender, das kontrastreiche Spiel mit der unwiderstehlichen Melodiefolge zu einer letzten sphärischen Intensivierung zu treiben, bevor sanftes Hinabgleiten der prägnanten Elemente in den Hintergrund die letzten Momente bestimmt. Alles in allem ein absolut nichtalltäglicher Track, der nicht von dieser Welt zu sein scheint und für meinen Geschmack mit nicht weniger als mit der Höchstwertung von 6/6 entlassen werden sollte!

Greetz,
:: der hammer :: -
Kenne bisher nur die Überarbeitung von Jerome Isma-Ae & Roy Stroebel selbst (bitte einmal im Threadtitel überarbeiten!), die das Original von Orinoko mit einen angenehm groovenden Rahmen aus Progressive House erfrischt haben, aber damit in meinen Ohren leider nicht allzu weit über das Prädikat "nett" herausgekommen sind. Auf einem perkussiven Untergrund entfalten sich dabei nach kurzer Einwirkdauer die ersten bekannten Flächenandeutungen, welche mit zunehmender Dauer leicht anschwillen und damit eine zurückgelehnte Atmosphäre über dem Trackbett ausbreiten. Diese lässt sich auch nicht vom bald durch eine stakkatierte Bassline etwas drückender gestalteten Untergrund aufhalten, sondern drängt das Ganze vielmehr in Richtung eines ersten Breaks, welches - wie könnte es anders sein - mit den mediterranen Gitarrenklängen aus dem Original aufwartet, an dessen Seite sich bald entspannte Flächen und die markanten afrikanischen Vocalsamples gesellen. Einzig einige elektroid wabernde Basslinefetzen bringen dabei neue Ideen in das Originalthema, lassen sich von der Melodieübermacht aber schon bald wieder etwas in den Hintergrund drängen. Schwillt das Ganze in ausgelutschten Loopeffekten anschließend etwas an, steht schließlich auch dem Übergang in eine wieder etwas perkussiver orientierte Phase nichts mehr im Wege, obwohl sich Flächen und Vocals bald auch einmal auf dem Drumming ausprobieren möchten. Für meinen Geschmack viel zu schnell steht man allerdings bereits im nächsten Break, welches nicht nur dem gleichen Aufbauschema folgt, sondern auch im Anschluss alles andere als Abwechslung bietet. So schaukelt das Ganze auch in seinen letzten Momenten mit der bekannten Flächenarbeit sowie den Vocaleinwürfen unaufgeregt vor sich hin... Alles in allem hätte man aus einer Neuinterpretation von Vila Nova für meinen Geschmack etwas mehr machen können und sich vielleicht ruhig noch markanter vom Original entfernen dürfen - so sind's dann nur grundsolide 4/6 geworden.

Ich bin mal gespannt, ob die anderen Remixe - die Namen Max Graham, Serge Devant und Sin Plomo versprechen ja einiges - eher in der Lage sind, meine Erwartungen zu erfüllen...

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Mit der Bleep EP von Lanny May schickt ihr für meinen Geschmack eine eurer bisher stärksten Veröffentlichungen an den Start - beide Tracks sind Atmospheric Techno par excellence und haben mich bereits beim ersten Hördurchgang durch die Bank überzeugt. Aber was will man von einem Mitglied des begnadeten Duos Davis & May auch anderes erwarten...!?

Bleep Is What I Need lässt es zu Beginn zwar recht entspannt angehen, doch diese Idylle trügt, fasst sich doch nach einer halben Minute bereits eine überaus groovende Bassline im Untergrund des Ganzen ein Herz und erobert den Track nun im Sturm. Zusammen mit den flirrenden HiHats hat sie nicht nur einen düsteren Charakterzug im Schlepptau, sondern zieht auch gleich einige monotone Töne hinter sich her, welche wiederum den gelungenen Vorbau für eine sich langsam, aber stetig heranschleichende Melodielinie in flächigen Klangfarben bilden. So entwickelt sich nicht nur ein überzeugender Gegenpol zur zwielichtig drückenden Basis, sondern auch aus atmosphärischer Hinsicht mit der zunehmenden Intensität der Melodielinie eine herrlich entrückt-spacige Stimmung, welche im folgenden Break schließlich im Sololauf der flächigen Melodie ihren ersten emporschnellenden Höhepunkt findet. Kontrastreich geht's im Anschluss dann wieder mit dem reduzierten Trackbett aus Beat und wunderbar groovender Bassline weiter, welche allerdings nicht allzu lang von den melodischen Ausrufezeichen verschmäht, sondern schon bald wieder von den ersten monotonen Begleittönen beehrt werden. Diese initiieren nun wiederum die herrliche Hauptmelodie, welche sich auf dem abwechslungsreich schaukelnden Untergrund ebenfalls mehr als wohl zu fühlen scheint und dem gemeinen Hörer ihre sphärische Intensität in einem weiteren Break unter Beweis stellt, an dessen Anschluss sich ein ähnlich gestrickter Verlauf wie nach dem ersten Break anschließt - nur mit dem Unterschied, dass die monotonen Begleittöne jetzt noch etwas vorlauter agieren. Dies sei ihnen allerdings auch absolut gegönnt, da sie zugleich auch die letzten melodischen Elemente in diesem Track darstellen, der sich allmählich auf sein bevorstehendes Ende vorbereitet. Summa summarum haben wir es hier jedenfalls mit einem überaus gelungenen Stück zu tun, das melodische und technoide Momente hervorragend in sich vereint und damit imho nicht weniger als 5,5/6 nach Magdeburg überführt werden sollten.

Musica Electronica mag zwar vom Titel noch viel zu allgemein und unentschlossen klingen, doch sobald die Gehörgänge der Hörerschaft von den hiesigen Klängen einiger wunderbar subtiler Tontupfer durchflutet werden, dürfte dies zu einer absoluten Nebensächlichkeit degradiert werden. Wenn sich die Tupferklänge dann auch noch zu einer melancholisch-verträumten Melodielinie vereinen, welche sanft auf dem minimal effektierten Drumming schwebt, steht dem Zurücklehnen, Atmosphäre-Einsaugen und Genießen nichts mehr im Wege. Im weiteren Verlauf schlurfen die Melodieelemente zwar zunehmend aus ihrer dezenten Grundposition heraus, um damit die Spitze des Tracks zu erobern, ihre sphärischen Qualitäten leiden darunter aber keineswegs, zumal im anstehenden Break auch wieder der Weg in etwas subtilere Gefilde angestrebt wird. Zusammen mit ihren spannenden Echoklängen steht sie im Anschluss allerdings wieder im Fokus des Scheinwerferlichts und bewältigt diese Probe erneut mit sphärisch überzeugender Bravour. In einem weiteren Break überlässt sie zur Abwechslung dann einmal den zischenden Effekten den Vortritt, welche in Kooperation mit kreischenden Kindern (?) ein leicht bedrohliches Szenario aufbauen, sodass man im Anschluss geradezu wieder beruhigt ist, wenn die bekannten Schwebemelodien erneut das Ruder übernehmen. Im Hintergrund tauchen die Effekte zwar noch einmal kurzzeitig auf, werden aber von den herrlich schimmernden Melodieechos zumeist überlagert, sodass das Ganze sich in schön progressiver Manier fortentwickeln kann. Im letzten Drittel erhält der Track zudem noch stimmungsvolle Unterstützung einiger schummriger Flächen, welche sich bestens mit den bisherigen Elementen verstehen, bevor das Stück sich langsam auseinanderbaut und schließlich am Horizont einer weißen Winterlandschaft entschwindet. Insgesamt haben wir es hier mit einem Track zu tun, der sein Potenzial wohl am besten zu entrückter Stunde zu entfalten vermag und mit seinen nicht minder verdienten 5,5/6 keine passendere Jahreszeit für seine Veröffentlichung hätte finden können.

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N'Abend zusammen!
Warum die beiden Finnen Matti Heininen und Erkka Lempiäinen, die sich hinter den Projekten Komytea und Michael Cassette verbergen, ihre Tracks jetzt schon nur noch nach ungeraden Zahlen benennen, kann ich euch zwar nicht verraten, aber solange sich hinter diesem neuen Minimalismus wieder mal zwei entspannte Tracks aus dem Nischenbereich zwischen Progressive House und Progressive Trance verstecken, soll mir das eigentlich auch relativ egal sein. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass uns hier mit Sieben und Neun zwei der bisher überzeugendsten Stücke unter dem Komytea-Deckmantel anzwinkern. Erschienen ist das Paket jedenfalls Mitte Dezember (ebenso wie der Profikiller-Vorgänger) auf AnjunaDeep und freut sich bereits, hier und dort von euch vorgehört zu werden.

9 ist dabei der für meinen Geschmack eindeutig stärkere Track, was vor allen daran liegt, dass das finnische Duo hierbei ihre markanten Soundelemente mit einem ungewohnt techhousig schielenden Drumming paaren und aus dieser Mixtur herrlich dezent melodische Winterklänge erwachsen lassen. Zunächst einmal darf daher auch die leicht klickernde Basis auf sich aufmerksam machen und versetzt den gemeinen Hörer bereits nach wenigen Momenten in einen subtilen Groove, welcher sich durch die in einem ersten Kurzbreak initiierte Bassline nun weiter verstärkt. Mit den ersten leicht deep atmosphärischen Anzeichen im Gepäck begibt sich das Ganze dann im weiteren Verlauf auf die Suche nach melodischen Versatzstücken, welche im Untergrund des Ganzen auch schnell gefunden sind und sich langsam, aber stetig an die Oberfläche wagen. Präsentieren sich diese anfangs noch recht monoton mit immer wieder passend eingeworfenen Ausbrüchen, so kündigt die zunehmend vollere Instrumentierung schließlich vom kommenden Höhepunkt des Stücks, vor dem dann aber auch die Tonfolge wieder ihren Schwanz einzieht. Dies fällt allerdings keineswegs negativ ins Gewicht, da im anstehenden Break eine herrlich dezente Melodielinie den freigewordenen Platz einnimmt, in ihrer melancholischen Aura auch die atmosphärische Arbeit schnell ausgebaut sieht und zudem mit dem unaufgeregten Drumming eine mehr als gelungene Symbiose eingeht. Diese entpuppt sich als winterlich beruhigende Groove-Affinität, welche mit nicht unerheblichem Schwebefaktor nun auch die Tonfolgen vom Beginn an ihre Seite zieht, sodass bald alle Elemente am selben Strang ziehen. In einem weiteren Kurzbreak zeigt sich die Hauptmelodie dann kurzzeitig etwas stakkatierter und alternativ instrumentiert, ehe sie im weiteren Verlauf mit anschwillender Macht noch einen letzten sphärischen Höhepunkt heraufzubeschwören imstande ist. Die letzten Momente gehören dann einem dezenten Trackabbau, an dessen Anschluss ich nicht drumherum komme, imho überaus verdiente 5,5/6 für diesen wunderbar subtilen Melodiehappen zu vergeben.

7 besinnt sich dann eher auf die "traditionellen" Komytea-Klänge und lässt seine Melodieversatzstücke daher auch in gewohnt stakkatiert-monotoner Art und Weise auf die Hörerschaft los. Begleitet von dezenten Effekten und anschwillendem Untergrund erarbeiten sich diese in einem ersten Break zunehmend mehr Raum, wobei sie mit der Zeit auch Alternativtönen sowie einem passenden Basslineverschnitt Unterschlupf bieten. Zusammen mit weiteren Melodiefolgen, welche sich aus dezent hellen Tupfern und einer immer mal wieder vorbeischwebenden Synthiewolke zusammensetzen, erreicht das Ganze zudem auch in atmosphärischer Hinsicht eine Steigerung winterlich-entspannter Natur. Als Schlusspunkt schwillen dann zudem die Stakkatotöne ungewohnt brodelnd an und erlauben damit den gelungenen Übergang zum Drumming, auf welchem sie sich erst einmal wieder etwas von ihrer Intensität erholen können und damit einer drückenden Bassline à la Komytea das Heft in die Hand geben. Allzu lang dauert es allerdings nicht, bis sich auch die Melodieelemente wieder ein Herz fassen und zusammen mit der immer wieder passend eingeworfenen Synthiewolke ihren Platz auf dem groovenden Untergrund zurückerobern, wobei sich auch die atmosphärischen Vorzüge schnell wieder hören lassen. In einer Mischung aus leicht bedrohlichen Tönen aus dem Untergrund und der beschwichtigenden Melodieebene schaukelt sich der Track dabei in schön progressiver Manier nach vorne, ohne dabei seine entspannten Charakterzüge zu verlieren. Ein Kurzbreak unterbricht dann schließlich die angenehme Szenerie und leitet die bassline-orientierten letzten Momente des Stücks ein, welche den Vorlauf für die Übergabe von ebenfalls verdienten 5/6 bilden.

Greetz,
:: der hammer :: -
Meine Stimme in der ersten Top-Of-Armada-Wahl geht mit eindeutigem Abstand an Sunlounger...

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Bis hin zu Arnej's bestem Track würde ich Strangers We've Become jetzt zwar nicht hochloben, aber zusammen mit Josie hat er hier in der Tat erneut kein schlechtes Stück zusammengeschustert, welches mir bisher ebenfalls nur im Intro Tech Dub (was für ein Name!) untergekommen ist. Dieser beginnt mit sanft orchestralem Schwelgen in düster angehauchter Atmosphäre, welche allerdings teilweise auch hoffnungsvoll helle Klänge zu bieten hat und sich schlussendlich auf dem Höhepunkt ins Nirwana katapultiert. Damit öffnet sich nun genügend Raum für monotone Vocal-Loops, welche erst noch dezent im Hintergrund schlummern, dann aber zusammen mit dem Beginn eines gepitchten Minimal-Drummings an die Oberfläche gelangen und die nächsten Momente auch nicht mehr davon zurückweichen. Stakkatierte Basslinetöne versuchen nun zunehmend, in den schiebenden Fortgang des Ganzen einzugreifen, ehe sich nach drei Minuten die Vocal-Loops doch noch auf ihr Original zurückbesinnen und auf der nun etwas weniger heischend gestalteten Basis mit glockenglarem Gesang für schön kontrastreiche Momente sorgen. Auch das anstehende Break kann Josie natürlich erst einmal nicht davon abbringen, mit ihrer Stimme die angespannte Stimmung zu tragen, aber tief aus dem Untergrund arbeitet sich doch noch etwas Flächenunterstützung hervor und entpuppt sich im folgenden kurzen, aber intensiven Höhepunkt als unentbehrlicher Bestandteil. Sofort im Anschluss übernehmen allerdings wieder die elektroiden Basslinefragmente das Geschehen und befördern die Vocals in ihr bekanntes Loop-Bett, aus dem sie sich bis zum Ende nicht mehr befreien können und damit dem klöppelnden Drumming eine letzte Solofahrt gönnen, welche schließlich an der 4,5/6-Punktemarke endet.

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N'Abend zusammen und willkommen im neuen Jahr!
Über meinen ersten Post Baujahr 2009 darf sich niemand Geringeres als Normen Flaskamp alias Solee freuen, der sich mit seinem neuen Track, der auf den Namen Jule hört, erneut anschickt, eine für meinen Geschmack überaus gelungene Melange aus minimal-techhousigen Klängen seiner Diskografie hinzuzufügen. Da wie bei den Vorgängern zudem die melodischen Rafinessen nicht zu kurz kommen, dürfte die zusätzlich mit einem Remix von Pig & Dan verzierte Platte vielleicht auch im hiesigen Forum den ein oder anderen weiteren Liebhaber finden. Das ganze Paket ist jedenfalls Ende Dezember auf Parquet Recordings erschienen und für eure Gehörgänge hier sowie auf den folgenden Youtube-Links aufgebahrt...

Sporadische Bongoklänge leiten den Original Mix ein, welcher sich zunächst nur auf einem trockenen Beat fortbewegt, zur groovenden Unterstützung aber bald die ersten monotonen Melodiefragmente zur Seite gestellt bekommt und schließlich auch vor der drückenden Unterstützung einer Richtung Offbeat schielenden Bassline nicht zurückschreckt. Mit weiteren zischenden Effekten erforscht das Ganze zudem leicht marschierende Gewässer, welche sich aber durch die Entfaltung der alsbald zur ersten markanten Melodielinie umfunktionierten Versatzstücke schnell wieder verabschieden müssen, sodass das Ganze sich nun voll und ganz dem immer wieder leicht an- und abschwillenden Charakter der Tonfolgen verschreiben kann. Elektroid behaftete Begleitklänge runden dabei die eher in düsteren Gemäuern anzutreffende Atmosphäre ab und initiieren im weiteren Verlauf in hervorragend subtiler Art und Weise ein anstehendes Break. Dieses wartet zunächst nur mit der bekannten Melodie auf, welche ihre sphärische Arbeit wunderbar unterschwellig erledigt, punktet dann aber mit perfekt gesetzten Pianotönen sowie dunklen Streichern, welche die Sogwirkung des Stücks sehr gut intensivieren und den gemeinen Hörer, wenn nicht schon längst geschehen, spätestens jetzt auf ihre Seite bringen. Als Kontrastpunkt ist dann das Breakende gestaltet, welches durch zischende Effekte die Brücke zwischen emotionalen Klängen vorher und groovender Techhouse-Attitüde nachher schlägt. Denn nun schauen aus dem Untergrund erst einmal nur Fragmente hervor, bevor sich die bekannte Melodielinie doch noch ein letztes Mal aufrafft und für einen weiteren kleinen Höhepunkt sorgt. Nach den finalen schiebenden Momenten sind es dann schließlich meine 5,5/6, die die Stimmung des Tracks im Geiste weiterführen.

Im Pig & Dan Remix auf der B-Seite werden nun gewohnt technoidere Töne angestimmt, welche das Original in einen noch etwas mehr nach vorne gehenden Kontext bringen. Zur Ausstattung gehört dabei anfangs nur ein schiebendes Drumming, welches mit düster schielender Bassline und den hin und wieder eingeworfenen Originaltönen elektroider Prägung ein eher kaltes Bild abliefert, im weiteren Verlauf aber zunehmend Unterstützung durch die ersten Alternativtöne erhält, welche sich aus dem harten Kern des Untergrund langsam ihren Weg an die Spitze dieses Remixes bahnen. In dieser Verfassung schaufelt sich das Ganze nun in technoider Manier in Richtung eines Breaks, in dem sich endlich auch die Originalmelodie - wenn auch erheblich roher und zielstrebiger instrumentiert - wieder im Ohr manifestieren kann. Atmosphärisch bewegt man sich daher hier in noch etwas raueren Gefilden, sodass sich als passender Gegenpol im Hintergrund einige hell schimmernde Klänge herauskristallisieren und die Intensität des Ganzen noch ein wenig anheben können. Nach dem Ende des Breaks wähnt man sich zur Abwechslung wieder am Anfang des Tracks - allerdings dauert es diesmal nur einen Bruchteil der Zeit, bis sich das Ganze der düsteren Tonfolge erinnert und diese in ihrem schiebenden Rhythmus empfängt - leider wird dabei die rohe Kraft, die noch im Break vorherrschte, nicht mehr erreicht, da das Ganze wenig später auch schon im Begriff ist, sich auf sein bevorstehendes Ende vorzubereiten. Alles in allem dennoch ein gelungener Remix, der meiner Bewertungsskala verdiente 5/6 entlockt.

Greetz,
:: der hammer :: -
Verbunden mit nicht zu verachtender Abwägarbeit haben sich kurz vor dem 2008er-Toreschluss nun auch meine elitären Zwanzig herauskristallisiert, welche sich in folgender Ordnung wiederfinden (nur echt mit der einmal im Jahr bewusst gewählten Reihenfolge!):
-01- Robert Babicz - Dark Flower [Joris Voorn Magnolia Remix]
-02- Gui Boratto - Haute Couture
-03- Sasha - Who Killed Sparky?
-04- Robert Babicz - Don't Look Back
-05- Glenn Morrison - Blue Skies With Linda
-06- Orli & Martie - White Flower [Jerome Isma-Ae Remix]
-07- Sascha Funke - Mango
-08- Ryan Davis - Clouds Passing By [Moonbeam Remix]
-09- Simon & Shaker vs. Groove Garcia - Soultech! [Simon & Shaker Mix]
-10- Charles Gudagåfva - Adam
-11- Gui Boratto & Martin Eyerer - The Island
-12- Marninx pres. Monogato - Calling You
-13- Julian Jeweil - Zip
-14- Henry Saiz - Hello, Infinite
-15- Glenn Morrison - Cosmic Flight [Nick Warren Remix]
-16- Solomun - Somebody's Story
-17- Eelke Kleijn - It All Comes Together
-18- Mango - Handelskai
-19- Guy J - Geko
-20- Paul Keeley - A Sort Of Homecoming [Michael Cassette Remix]
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen erfolgreichen Rutsch ins sowie alles Gute fürs neue Jahr und verabschiede mich für das noch laufende mit dem für meinen Geschmack besten "Song" des Jahres --> MGMT mit Kids!

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Meine favorisierten Zehn im fast vergangenen letzten Monat dieses Jahres listen sich wie folgt auf:
°01° Xenia Beliayeva - Momentan --- Different Recordings
°02° Terje Bakke - Cheer Up --- *backhome
°03° Guy Gerber - Timing --- Cocoon
°04° Radiohead - Reckoner [Henry Saiz Vocal Mantra Remix] --- not on label
°05° Gui Boratto & Anderson Noise - Triads [André Sobota Remix] --- Spectrum Recordings
°06° Mango - Every Sunrise --- Mango Alley Recordings
°07° Butch - Amelie --- Great Stuff
°08° Chaim - No Getaway --- BPitch Control
°09° Mÿon & Shane 54 feat. Carrie Skipper - Vampire [Gareth Emery's Garuda Remix] --- Armind
°10° Ormatie - Emoke EP --- Hope Recordings
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N'Abend zusammen!
Nach dem für meinen Geschmack mehr als gelungenen Balloons Are Better Than Flowers kommt der Norweger Terje Bakke nun mit einem weiteren spannenden Two-Tracker um die Ecke geschlichen. Ursprünglich aus dem Coldharbour-Progressive-Universum stammend orientiert sich der sympathische Skandinavier in letzter Zeit zunehmend an minimaleren Gefilden, ohne dabei seine Affinität für sphärisch-melodische Klänge allzu sehr in den Hintergrund zu verdrängen, was auch auf dieser im Herbst auf *backhome, dem digitalen Label von Davis & May, erschienenen EP sehr schön zu beobachten ist. Für passende Höreindrücke empfehle ich jedenfalls Terjes Myspace-Seite oder diesen Link.

Cheer Up macht zwar vom Namen her einen eher euphorisierenden Eindruck, nimmt es atmosphärisch aber dennoch lieber mit düster schimmernden Klängen auf, welche sich in einem herrlich neotrancigen Umhang ziemlich wohlzufühlen scheinen. Das beginnt bereits beim minimal arrangierten Drumming, auf dem sich rhythmisches Klickern und subtile Subbässe die Klinke in die Hand geben und damit nach kurzer Einwirkzeit bereits eine drückende Basslinewand heraufbeschwören. Versehen mit einzelnen melodischen Tupfern, welche sich sanft aus dem dominanten Klangfelsen herauskristallisieren und im weiteren Verlauf Unterstützung durch eine leicht tröpfchenartig ausgearbeitete Melodielinie erhalten, intensiviert sich dabei auch die atmosphärische Gangart des Tracks und schlägt dabei einen nicht unerheblich zwielichtig umrandeten Pfad ein. Wenn sich dann noch im anstehenden Kurzbreak verspielte Synthies in wabernder Manier dazugesellen, gerät die neblig schimmernde Stimmung endgültig ins Wallen, sodass im Anschluss alle Melodieelemente im Einklang zusammen mit dem Drumming in progressiver Art und Weise zu einem wunderbar düster behafteten Klangerlebnis mutieren. Besonders gefällt mir dabei auch die spannungsreiche Arbeit an der Spitze des Feldes, an der sich die verschiedenen Melodietöne immer wieder dezent abwechseln, bis sie sich schließlich wieder langsam in den Untergrund des Stücks verabschieden und bald nur noch die elektroide Basslinewand die Stellung hält. Die letzten Momente muss der Track dann auch ohne diese auskommen, beschmückt diese aber immer noch mit vereinzelten vagen Melodiesprengseln, ehe man sich - garniert mit meinen überzeugenden 5,5/6 - verdient zur Ruhe setzt.

Die Hommage an das französische Toulon an der Mittelmeerküste ist allerdings kaum minder gelungen geraten und zeigt sich dabei im Vergleich mit seinem Vorgänger nur wenig hoffnungsbeladener, sodass der Grundton sich hier ebenfalls eher düster angeregt zeigt. Anfangs geht es das Stück dabei noch etwas entspannter an, bis sich aus dem Hintergrund eine trancig inspirierte Melodielinie heranschleicht und das Ganze in zunehmend vollerer Instrumentierung sowie zusätzlicher Basslineunterstützung schnell in ein sphärisches Kleinod verwandelt, welches in melancholischen Bahnen mehr und mehr anschwillt, wobei auch die Bassline immer mal wieder ihre elektroiden Zacken aufbahrt. Ist der erste sphärische Höhepunkt überwunden, darf sich nach 2 Minuten Introbeschallung auch ein minimales Drumming offenbaren, welches die Melodietöne erfolgreich in die Schranken weist und sich auch ihrer im Untergrund schwillenden Intensität erst einmal erfolgreich widersetzt, sodass sich erneut die elektroid beeinflusste Bassline in den Vordergrund spielen kann. Zwischendurch versucht dann zwar kurzzeitig eine flirrende Tonebene, weiter nach vorn zu drängen, aber schlussendlich bleibt es den bekannten Melodietönen vorbehalten, immer mal wieder für gelungen sphärische Abwechslung in diesem Stück zu sorgen. Zusammen mit der düsteren Zugkraft der Bassline entsteht somit eine leicht schwermütige Atmosphäre, welche vor allen Dingen in einem späten Break noch einmal alle Register zieht und sich auch von den spannenden Alternativbögen der Bassline nicht aus ihrem nebligen Bann bringen lässt. Die restlichen Momente gehören dann einem sanften Abschwingen, an dessen Ende ich keine andere Möglichkeit sehe, als dem Vorgänger fast gleichwertige 5,25/6 aus dem Hut zu ziehen.

Greetz,
:: der hammer :: -
Ich kann mich der hiesigen Wunschorgie nur anschließen, beschränke mich aber mal auf ein klassisches "Frohe Weihnachten", "Merry Christmas", "Joyeux Noël", "Vrolijk Kerstfeest", "God Jul", "Feliz Navidad", "Buon Natale", "Glædelig Jul", "Kellemes Karácsonyi Ünnepeket", "Hauskaa Joulua", "Wesolych Swiat", "Schéi Krëschtdeeg"... - ihr versteht schon, was ich meine...

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N'Abend zusammen!
Dem ein oder anderen Tellerrandüberblicker im hiesigen Forum dürfte sicherlich auch der deutsch-türkische Produzent Bülent Gürler alias Butch schon einmal untergekommen sein. Der Gute tobt sich zwar überwiegend in techhousigen oder minimalen Bereichen der elektronischen Musik aus, doch mitunter schmuggelt er auch gerne interessante Melodieanleihen in seine Tracks, um ihnen den letzten Feinschliff zu verpassen. Auf der im Herbst bei Great Stuff Recordings erschienenen Papillon EP, auf der sich insgesamt vier Stücke aus seinem gleichnamigen Album tummeln, ragt jedenfalls für meinen Geschmack ein solches Stück in unvergleichlicher Manier heraus und sollte vielleicht auch hier nicht nur meine Wenigkeit begeistern können. Wer sich angesprochen fühlt, sollte auf jeden Fall einen Besuch der folgenden Seite erwägen und auch dem Album eine Chance geben, auf dem sich noch einige weitere Perlen befinden!

Die fabelhafte Welt der Amelie stellt jedenfalls schon nach wenigen Momenten klar, in welch groovige Gefilde techhousiger Ausgestaltung die Reise gehen soll und präsentiert auf einer entspannt schaukelnden Bassline die ersten erfrischend zischenden Effekte, auf denen sich alsbald in einem Kurzbreak eine zurückgelehnte Melodielinie entfalten mag. In ihrer unprätentiösen Art verschafft sie dem Ganzen die ersten sphärischen Ausrufezeichen, welche durch einige orientalisch anmutende Tonspritzer sowie mysthisches Flüstern ergänzt werden. Zudem dauert es nicht allzu lang, bis sich auch das melodische Schmuckstück dieses Tracks langsam aus dem Untergrund an die Oberfläche wagt und zusammen mit den immer wieder passend eingeworfenen Morgenlandtönen schließlich vollends die Erarbeitung einer entspannten Stimmungslage forciert, welche vor allen Dingen auch im nächsten Kurzbreak im Vordergrund steht. In der anschließenden Phase wird der Hauptmelodie zwar wieder ein Versteck im Untergrund nahegelegt, doch dieses Angebot nimmt selbige nur für einige Augenblicke wahr, um das Restarrangement nun mit klickernder Unterstützung noch einmal zu einem kleinen Sololauf zu verhelfen, ehe sie sich im nächsten Break wieder sehr galant an die Spitze des Tracks setzt und mit ihrer verspielten Art die Herzen der gemeinen Hörerschaft gewinnen sollte. Am Ende des Breaks dominieren zwar zwecks Intensivierung anschwillende Looptöne, doch im weiteren Verlauf dürfen sich alle Elemente schließlich im harmonisch entspannten Grooven vereinen, welches zudem nicht an der nötigen Portion Abwechslung spart und die Hauptmelodie kurzzeitig mal verschwinden und dann loopartig wieder auftreten lässt. Ein letztes Kurzbreak rundet die melodische Seite des Ganzen ab und schickt das Stück schlussendlich auf seine letzten Sekunden, eh sich Butch nach sechs Minuten Spielzeit mit für meinen Geschmack absolut verdienten 5,5/6 garnieren darf.

Greetz,
:: der hammer :: -
Diese Woche ergattert sich Marcus Schössow in recht lockerer Manier meine Stimme und lässt dem Rest nicht den Hauch einer Chance...

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Für jemanden wie mich, der die letzten beiden Ausgaben der Anjunabeats-Mix-CD-Reihe ("Volume Five" + "Volume Six") hauptsächlich nur noch aufgrund des stets sehr gelungenen ersten Silberlings, der das spannende Klangspektrums des Sublabels AnjunaDeep abdeckt, gekauft hat, entpuppt sich das Konzept einer ausschließlich darauf spezialisierten Mix-CD natürlich als gefundenes Fressen. Die ansprechenden Tracklists lassen mir jedenfalls bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen, denn mit den hervorragenden Sachen von Komytea/Michael Cassette, Jaytech, Electrobios & Interplay, Paul Keeley sowie der 16 Bit Lolitas hat sich die Speerspitze des Labels formiert und liefert eine gut abgewogene Mischung aus bekannten und neuen Tracks. Somit steht auf jeden Fall schon mein erster Vorsatz fürs nächste Jahr fest: Im Februar führt kein Weg an AnjunaDeep:01 der Jungs von Above & Beyond vorbei!

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Der russische Produzent Alexej Golowanow alias Mango dürfte das vergangene Jahr sicherlich in angenehmer Erinnerung behalten, hinterließ er doch 2008 mit seiner wunderbar sanft schwebenden Mischung aus progressiven, trancigen und Deamau5'schen Trackzutaten einen solch bleibenden Eindruck, dass er mittlerweile sogar sein eigenes kleines, digitales Label mit dem Namen Mango Alley Recordings führt. Dort steht mittlerweile bereits die zweite Veröffentlichung in den Startlöchern, für welche sich der Labelchef erneut persönlich verantwortlich zeigt und mit Every Sunrise einen Track vorlegt, der die Gabe besitzt, jede noch so graue Hochnebelwand mit seiner musikalischen Wärme vergessen zu lassen. Wer jedenfalls schon von der bisherigen Diskographie des Russen nicht ganz unberührt war, dem sei ohne Zweifel auch dieser Track oder diese Myspace-Seite ans Herz gelegt.

Der Original Mix zeigt sich auf jeden Fall wieder in der herrlich entspannten Tradition seiner Vorgänger und lässt nach einem monotonen Begleitton zu Beginn schon nach wenigen Momenten die ersten sphärischen Stakkatomelodieandeutungen à la Deadmau5 in gelungen unaufgeregter Art und Weise heranpirschen, sodass das Ganze mit dem ersten Kurzbreak bereits durch seine angenehm beruhigende Atmosphäre zum Zurücklehnen und Genießen anregt. Im weiteren Verlauf gestaltet sich das Drumming zwar nur nuancenhaft verändert, doch zusammen mit der immer wieder an- und abschwillenden Melodieebene wird hier jede denkbare Anbandlung von Langeweile bereits am Eingang zu diesem Stück abgewiesen. Im Gegensatz dazu sind natürlich einige kontrastreiche Basslinefetzen knarziger Natur jederzeit willkommen und dürfen somit den Melodiefolgen im schnell folgenden nächsten Break abwechslungsreich zur Seite stehen, auch wenn ich mir ihre Präsenz noch etwas häufiger gewünscht hätte. Dafür bekommen dort nunmehr weitere dezente Melodieunterstützungen in Form von harmonischen Begleitflächen- und tönen sowie einem melancholischen Seufzen mehr Raum und treiben die Hauptmelodie zu einem weiteren intensivierenden Anschwillen, sodass sich im Anschluss alle Melodieelemente im Einklang schließlich vollends dem atmosphärisch eleganten Beruhigungseffekt dieses Tracks hingeben können. Besonders einige herrliche Synthietöne ragen im weiteren Verlauf dabei heraus und dürfen dem Ganzen die letzte Sahnehaube auf der verträumten Stimmung verpassen, ehe man sich nach einem weiteren Kurzbreak wieder langsam zurückbaut und am Ende schließlich mit überzeugenden 5,5/6 von meiner Seite gekrönt wird. Alles in allem schafft es Mango hier jedenfalls erneut, die melancholische Ader der letzten warmen Tage des Spätsommers in einem Track zu konservieren, sodass man sie auch an den trübsten Tagen des Jahres noch einmal inhalieren kann...

Für die Bewertung der Remixe standen mir leider nur zweiminütige Schnipsel zu Verfügung, sodass ich mich dementsprechend wesentlich kürzer fassen muss: Der Joel Armstrong Remix schiebt das Original jedenfalls wesentlich markanter in Progressive-House-Gefilde und lässt die bekannten Melodieelemente in nicht minder sphärischer Begleitung von entspannten Alternativflächen auftreten, sodass sich erneut die herrlichen Synthietöne auszeichnen können. Auch die Unterstützung durch eine flexibel groovende Bassline passt sich gut in den Track ein, auch wenn insgesamt die Ähnlichkeit zum Original für meinen Geschmack etwas zu offensichtlich geraten ist. Dafür entfernt sich der Autovelux Remix umso mehr davon und lässt auf einem schön drückenden Untergrund alternative Samples in Kooperation mit dem bekannten melancholischen Seufzen aus dem hiesigen Hintergrund heraustreten, was den sphärischen Elementen dieser Überarbeitung erst im anstehenden Break gestattet sein wird. Auch wenn die Hörprobe hier abbricht, scheint dieser Remix etwas kontrastreicher zu sein und hinterlässt ebenfalls einen recht ansprechenden Eindruck.

Greetz,
:: der hammer :: -
Der Name Ormatie dürfte dem ein oder anderen bereits aus dem klanglichen Umfeld von Markus Schulz bekannt sein, in dem er seine basslinewandig untergrabenen Progressive-Tracks erstmals einem breiteren Publikum bekannt machte. Mittlerweile lässt der dahinter steckende Russe Alexander Sergejewitsch Browkin es zwar etwas minimaler arrangierter angehen, seine feinsinnig subtilen Melodien hat er dabei aber glücklicherweise nicht entsorgt, sodass seine neue 3-Track-EP auf jeden Fall für alle Freunde von neotrancigen "Piss-Melodien" einen oder hoffentlich mehrere Hördurchläufe (entweder auf der Myspace-Seite von Ormatie oder den unten verlinkten Youtube-Seiten) wert ist. Erschienen ist das Ganze übrigens Anfang Dezember auf Nick Warren's immer wieder hochkarätigem Label Hope Recordings.

Der Titeltrack Emoke, der Ormatie's kürzlich verstorbenem Meerschweinchen gleichen Namens (kein Scherz!) gewidmet ist, weiß jedenfalls schon mit den ersten minimal klickernden Momenten, an die sich langsam eine angespannte Tonebene heranpirscht, zu überzeugen und erweitert das subtil sphärische Spektrum im weiteren Verlauf durch passende Effekte und eine erste monoton tänzelnde Melodielinie. Mit der Entfaltung einer angenehm schaukelnden Bassline zieht sich selbige allerdings erst einmal wieder in ihr Schneckenhäuschen zurück und überlässt ihren Platz nun zunehmendem Melodieandeutungseinsatz, welcher sich im Hintergrund auf dem überzeugend mit dem Wesentlichen gepflasterten Weg ins Break einnistet und dort ein synthiegeschwängertes Pendant an die Seite gesetzt bekommt, welches nun weiter die neblige Stimmung des Ganzen bedient. Das Ende des Breaks sieht zwar wieder den Rückbau dieser Melodieebene vor, allzu lang dauert es im Anschluss allerdings nicht, bis sich auch auf dem angenehm schaukelnden Drumming wieder die verspielt wabernden Klänge ausbreiten und zusammen mit kleinen Glöckchen-Arpeggios sowie der leicht düsteren Tonebene im Untergrund den Tracks melodisch nach vorne bringen dürfen. Ziehen sich die Tonfolgen wieder in ihre dezenten Fragmentierungen zurück, bis das Ganze nur noch minimal auf der flirrenden Hintergrundfläche schwebt, schlägt zwar das letzte Minütchen des Stücks, doch solange es sich mit für meinen Geschmack verdienten 5,25/6 gekrönt weiß, ist das kein Grund für die Ausrichtung der Mundwinkel erdkernwärts.

In She Very kristalliert sich dann am besten die progressive Ader von Ormatie heraus, welche bereits in seinen vorherigen Tracks essentieller Bestand war und hier in Eintracht mit schwebenden Melodieklängen ihr volles Potenzial zu entfalten vermag. Der Beginn gehört hier dem abwechslungsreich perkussiv groovenden Untergrund, welcher auch die ersten sphärischen Elemente im Schlepptau trägt und diesen ohne Zweifel ein Trackbett liefert, dass jede progressive Melodieandeutung mit Kusshand nehmen würde. Zudem wird durch den Einsatz einer dezenten Flächenmelodie sowie erster leicht fluffiger Töne eine das bisherige Arrangement wunderbar umschmiegende Bassline in deeper Ausrichtung initiiert, welche den progressiven Charakter des Ganzen unterstreicht und schließlich als leicht düster brummender Untergrund im Break der Entwicklung subtiler Melodiefragmente zur Seite steht. Zudem wissen dabei auch die nun wabernd ausgestalteten Flächen zu überzeugen, sodass sich der gemeine Hörer unbeschwert in die herrlich schwebenden Klangwelten hinheinlegen kann, was vor allen Dingen nach dem Break mit einer weiteren Alternativmelodie besser denn je glücken sollte. Immer wieder mit einem leicht düsteren Wink versehen spielen sich die Melodieelemente dabei in einen subtil winterlichen Rausch, der mich bei jedem Hördurchgang mehr begeistert, ehe das Ganze sich sanft wieder zurückbaut und schließlich den wehenden Flächen ihren letzten sphärischen Wunsch erfüllt. Alles in allem ist dieser Track für meinen Geschmack auf jeden Fall der Höhepunkt der hiesigen EP, sodass ich nicht weniger als hinreißende 5,75/6 vergeben möchte.

Wer so wie ich die letzte Ausgabe der Mix-CD-Reihe von Global Underground - GU035:Lima - mixed by Nick Warren - sein Eigen nennt, dürfte Twisted Turns als drittem Track sicherlich schon einmal begegnet sein. Im Vergleich mit seinen Vorgängern bietet der Track jedenfalls eindeutig das am drückendsten nach vorne ausgerichtete Konzept, welches schon nach wenigen Momenten Einlaufzeit die ersten dezenten Flächenandeutungen im Hintergrund vorsieht. In Kooperationen mit immer wieder eingeworfenen windigen Effekten und knisternd-klickernden Drumming-Klängen entwicklen sich diese nun zunehmend zwingender, ehe ein Kurzbreak wieder Geschwindigkeit aus dem Ganzen herausnimmt, nicht aber die weitere Intensivierung der mysthischen Atmosphäre aufhalten kann. Dieser steht es dann auch im Anschluss zu, mit weiteren entspannten Melodietönen aufzutrumpfen, sodass es sich bald auch die Bassline nicht nehmen lässt, dem Ganzen mit einer knarzenden Portion Druck noch ein wenig mehr unter die Arme zu greifen. Im Endeffekt treibt es dadurch natürlich auch die schwelgende Flächenmelodie immer wieder aus ihrer gemütlichen Position heraus, sodass der Track schließlich mit diesem abwechslungsreich intensiven Schauspiel subtiler Melodiekunst ein Genuss für Herz und Seele darstellen dürfte. Insgesamt haben wir es hier folglich mit dem dritten Volltreffer zu tun (das bekommt auch nicht jeder auf einer EP zusammen), der imho mit nicht minder überzeugenden 5,5/6 entlassen werden sollte.

Greetz,
:: der hammer :: -
Stimme und Gesangsart von Thom Yorke muss man in der Tat schon mögen, sodass man sich zur Einstimmung am besten erst einmal mit dem Originalsong, der für meinen Geschmack übrigens alles andere gruselbehaftet, sondern für Radiohead-Verhältnisse fast schon sphärisch leichtfüßig daherkommt, auseinandersetzen sollte. Trotzdem ist und wird es immer eine Kunst bleiben, die großartigen Radiohead in ansprechender Art und Weise neu zu interpretieren, wie der Remix-Contest zu Reckoner imho wieder einmal schonungslos offengelegt hat.

Gegenbeispiele gefällig!? Bitteschön:
Der Above & Beyond Remix geht seine Sache jedenfalls erstaunlich progressiv an und lässt auf einem monotonen Drumming bereits nach wenigen Momenten die ersten melodischen Anleihen aus dem Original im Hintergrund anlaufen, welche sich mit einigen fragmentierten Vocalansätzen schon einmal kurzzeitig mit dem neuen Gewand vertraut machen können. Setzt sich im Untergrund dann eine groovend nach vorn schaukelnde Bassline durch, dürfen sich auch die gewöhnungsbedürftigen Vocals - nur unterbrochen von der Einleitung einer alternativen Melodiefolge aus trancigen Gefilden - in einer ersten Sturm-und-Drang-Phase ans Tageslicht trauen, auch wenn sie hier für meinen Geschmack noch ein wenig integrativer als nur auf dem Beat schwebend hätten eingesetzt werden dürfen. Dafür entschädigt dann aber das herrlich entspannte Break allemal, in dem auch Thom Yorke in Kooperation mit dezenter Flächen- und Pianoarbeit endgültig Bestandteil dieses Remixes wird und das Ganze auf seiner schwebenden Klangreise sphärisch unterstützt. Zum Ende des Breaks mutieren die drei Jungs von Above & Beyond schließlich zu Loop-Fetischisten und rühren Vocals und Melodieversatzstücke mit leicht progtechigen Klängen an, welche im Anschluss auch zusammen mit dem drückenden Untergrund weiter die Zügel in der Hand halten. Beruhigende Pianotöne und Flächenandeutungen weichen diese Phase aber allmählich wieder auf und lassen auch Thom Yorke noch ein letztes Mal zur Sprache kommen. Insgesamt ein Remix, den ich von Above & Beyond so nicht erwartet hätte, der teilweise imho etwas ausbaufähig wäre, aber insgesamt dennoch mit gelungenen 4,5/6 dekoriert werden darf.

Mein klarer Favorit im undurchkämmbaren Wust an Remixen, die hier übrigens alle zum Reinhören gelistet sind, habe ich dennoch im Henry Saiz Vocal Mantra Remix ausfindig gemacht. Der Spanier steht jedenfalls schon seit einiger Zeit auf der Liste meiner Lieblingsproduzenten und enttäuscht auch mit seiner hiesigen Überarbeitung von Reckoner keineswegs - vielmehr hat er es geschafft, die eckigen Vocals sehr passend in seine euphorisch techhousig-neotrancige Überarbeitung einzubinden und läuft damit für meinen Geschmack seinem Vorgänger auch aus sphärischer Hinsicht den Rang ab. Das beginnt schon mit den angespannten Vocal-Loopfetzen, die den Remix von der ersten Sekunde an bestimmen und nach einem ersten kleinen Break ihren hypnotisch-intensiven Fortgang zusammen mit den Pianotönen weiter perfektionieren. Ein nach einem weiteren Kurzbreak einsetzender Basslauf setzt dem Ganzen dann noch eine wunderbar groovende Basis unter, die bereits eine herrlich sphärische Dichte über sich erblickt, ohne dass Thom Yorke bisher auch nur ein Wort in voller Länge aussprechen durfte. Gelingt es ihm schließlich dennoch, den Refrain in diesem bestens schwebenden Stück zu intonieren, so lassen es sich auch einige schöne Alternativmelodietöne nicht nehmen, ihn dabei passend zu unterstützen und das Ganze ins Break zu überführen. Mit den hallverliebten Pianotönen darf sich Thom Yorke dort sogar kurzzeitig auf zwei Ebenen austoben, stimmungsvoll durch den Raum gleiten sowie eine herrlich klimpernde Melodielinie initiieren, welche dem Stück auch im Anschluss zusammen mit dem Restarrangement auf seinem Höhepunkt nicht fehlen wird und den mantra-artigen Vocaleinsatz (da macht das Ganze seinem Name alle Ehre!) noch zusätzlich anfeuert. Nach dieser um sich greifenden Melodie- und Effektparade zieht sich der Track allerdings schnell zurück, was mein Urteil von überzeugenden 5,5/6 allerdings keinen Deut mehr anhaben kann.

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N'Abend zusammen!
Nachdem es einer meiner favorisierten Produzenten elektronischer Musik in letzter Zeit etwas ruhiger hat angehen lassen und mit Disorientation und Akropolis eher subtil-hypnotische Klänge auf Vinyl bannte, kommt der Tel Aviver Guy Gerber nun im Dezember mit einem absoluten Knaller zurück! Einmal mehr beweist er dabei seine Fähigkeit, einzigartige Klangwelten neotranciger Façon auf techousigen Strukturen aufzubauen, womit er bei mir mal wieder voll ins Schwarze trifft. Erscheinen soll das Ganze noch in diesem Monat auf Väths Cocoon Recordings, dessen Myspace-Seite den Track übrigens bereits in voller Länge für den ganz persönlichen Ohrenschmaus bereithält.

Ein wenig Mut zur Geduld sollte man für Timing zwar schon mitbringen, da sich das Ganze anfangs nur schleppend zu entwickeln scheint, doch ist man einmal bis zur Phase der Ekstase in diesem Track gekommen, hat sich jeder Moment gelohnt, der zuvor in der angespannten Techhouse-Atmosphäre verbracht worden ist. Herausstechend sind dabei vor allen Dingen der leicht flirrende Unterton, der sich permanent im Gedächtnis dieses Stücks hält sowie eine entrückt groovende Bassline à la Gerber, welche diesen subtil umgarnt und dabei gelungen mit der sphärischen Intensität des Ganzen spielt. Die Abwechslung zwischen ansteigender, wieder leicht abflachender, im Endeffekt aber doch stetig emporkriechender Spannungskurve macht dabei den Anfangsreiz aus und verführt den Track erneut in hypnotisch anmutende Gefilde, in denen Nebelfetzen vor dem inneren Auge des gemeinen Hörers vorbeiziehen und ihn dabei leicht schaudern lassen. Mit der Befreiung der Bassline aus ihrer Monotonie verbessert sich auch das Groovepotenzial noch einmal, sodass sich im weiteren Verlauf eine erste klackernde Tonfolge aus dem Untergrund schälen und für weitere sphärische Impulse sorgen kann - dass diese sich zudem bestens mit der Bassline verstehen, dürfte kein überraschender Hinweis sein. Wenn im Hintergrund schließlich allmählich etwas anzuschwillen versucht und das Ganze in ein Quasi-Break übergeht, ist der Moment der Übernahme durch eine herrlich mysthische Synthiemelodie allerfeinster Couleur dann endlich gelungen und der Track kann nun vollends seine zwielichtige, aber doch irgendwie erhebende Atmosphäre in voller Pracht entfalten. Leider lässt sich die Melodie allzu schnell wieder in den Hintergrund zurückdrängen, sodass in der nächsten Phase erst einmal wieder die hölzerne Tonfolge und die bekannten, schwelenden Klänge an die Front treten. Doch die schön auf Retro getrimmten Synthies präsentieren sich glücklicherweise als Kämpfernaturen, greifen alsbald wieder ins Trackgeschehen ein und haben sich zur Unterstützung auch gleich noch einige passende Flächenansätze mitgebracht, die das Stück nun atmosphärisch noch eine Nuance weiter nach oben schnellen lassen. Ein Gänsehautbreak rundet die Dramaturgie schließlich ab, an dessen Anschluss sich das Ganze dezent wieder abbaut und Platz schafft für meine überaus euphorischen 5,75/6, welche für meinen Geschmack nie besser angelegt waren als hier...

Greetz,
:: der hammer :: -
In der Tat eine passable Platte vom berühmt-berüchtigten kanadischen Nagetier, das mit Slip zwar nicht den ganz großen Wurf landen wird, aber wenigstens mittlerweile die typischen Klänge der ihn auf Schritt und Tritt begleitenden Mau5kopiererwelle wesentlich weniger inflationär ausreizt als einige seiner unzähligen Nachahmer.

Der Original Mix begibt sich dabei gleich zu Beginn in ein nach vorn schauendes Gewand aus monoton-elektroidem Basslinefragment, passend sitzenden Synthieeinwürfen und klickerndem Begleitrhythmus. Dazu kämpfen sich nun zunehmend Stakkatotöne aus dem Hintergrund hervor, um sich schließlich in einem ersten Break auf einem elektroid brodelnden Untergrund in Szene zu setzen und zusammen mit sich verstärkendem Flächeneinsatz auch leicht sphärisch zu etablieren. Anschwillen der Melodieklänge kündigt dabei den ersten Höhepunkt des Tracks an, der im Anschluss auch sogleich wieder zusammenfällt und viel lieber die Stakkatöne auf Solofahrt beobachten mag. Mit einigen atonal anmutenden Spritzern versehen zeigen sich diese jedenfalls nun von einer Seite mit mehr Ecken und Kanten und dürfen sich daher erneut der gelungenen Zusammenarbeit mit dem groovend-klickerndem Drumming sowie den Synthieeinwürfen sicher sein. Kleine Aufplusteraktionen sowie Instrumentierungswechsel sorgen dabei für die nötige Portion Abwechslung und lassen das Ganze trotz seiner leichten Loop-Affinität zu keinem Zeitpunkt in Bereiche abdriften, in denen hauptsächlich das Gähnen die Reaktion der gemeinen Hörerschaft auf einen Track bestimmt. In die verspielte Stakkato-Welt schleicht sich in der zweiten Hälfte zudem noch ein weiteres Break, dass im Gegensatz zu seinem Vorgänger anfangs auf schön sphärische Streicher setzt, die das Stück auch zusammen mit brodelnden Untergrundklängen mit einer herrlich entspannten Ader versorgen können, bis sich die bisher im Fokus des Rampenlichts befindlichen Melodietöne wieder aufraffen und das beruhigende Intermezzo langsam wieder beenden. Schließlich wollen diese in einer letzten Phase noch einmal ihre elektroid geprägten Klänge drückend zur Geltung bringen, ehe sich das Ganze schnell wieder zurückbaut und mit für meinen Geschmack verdienten 5/6 entfleucht.

Beim Sébastien Léger Remix könnte man glatt den Eindruck bekommen, dass der Franzose in letzter Zeit wohl etwas zu viel Justice, Daft Punk und Konsorten gehört hat, denn anders kann ich mir vor allen Dingen die markante Elektro-Bassline nicht erklären, welche ganz klar zur tragenden Rolle in dieser Überarbeitung avanciert. Zu Beginn schimmern dabei bereits einige verzerrte Begleiteffekte über die akustische Mattscheibe und präsentieren kaum wenig später nach einem ersten Kurzbreak mit einigen passenden Alternativtönen besagte Bassline, welche sich enorm flexibel dieses Stücks annimmt und nunmehr durch ihre charmante Durchgeknalltheit die Tanzbeine der Hörer im Eiltempo auf ihre Seite bringen dürfte. Ausschnitte aus der Originalmelodie sind dabei allenfalls in Fetzenform erkennbar, ehe sich im nächsten Break dann doch die Originalmelodie auf einem wesentlich schneller reitenden Pferd die Ehre gibt und in alternativer Instrumentierung sowie in Kooperation mit knarzendem Anschwillen für augenzwinkernde Momente sorgt. Im Anschluss stolpert dann wieder die markante Bassline auf den Track zu und lässt Originalmelodie genauso wie sich selbst nur noch in fragmentierter Stakkato-Form auftrumpfen. Auf den letzten Metern legt selbige dann noch ein kurzes, aber eindrucksvolles Solo hin, bevor sich der Remix bereits nach 5 Minuten wieder verabschiedet. Meinen überaus gelungenen Eindruck schmälert dieser Fakt allerdings bei einer solch frischen Umsetzung keineswegs, sodass sich hier ebenfalls 5/6 aus meinem Bewertungskeller schälen.

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Die Maus schafft es in meiner persönlichen Betrachtung der dieswöchigen Auswahl auch mit dem Fernglas nicht, ihre möglichen Verfolger auszumachen...

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Machen wir uns doch nichts vor, auch für Man On The Run haben die Jungs von Dash Berlin sich wieder fleißig des "Copy + Paste"-Prinzips erinnert und damit einen weiteren Track-Klon geschaffen, der Till The Sky Falls Down in Aufbau, Instrumentierung und Dramaturgie mehr als nur ein wenig ähnelt. Für die Vocals darf sich diesmal großzügigerweise Jaren Cerf auszeichnen, was aber trotzdem für meinen Geschmack erneut nichts an der Tatsache ändert, dass - wie schon bei TTSFD - der hiesige kraftvoll sphärische Klang des Ganzen ohne unnötige Gesangsteile noch wesentlich besser seine melodischen Ausrufzeichen in Szene setzen kann, wenn da nicht die unsägliche Kopierarbeit im Spiel gewesen wäre: Die Bassline ist exakt vom selben Schlag, auch die netten Melodieandeutungen im Hintergrund kennt man bereits und die ersten Momente des Breaks gehören der unehelichen Schwester der Pianomelodie aus dem "Original", mal ganz abgesehen von der drückenden Flächenmelodie, welche im weiteren Verlauf nuancenhaft verändert aus dem Untergrund heranschwillt... Und immer genau dann, wenn die Melodieelemente gerade im Begriff sind, sich in einen schönen Fluss zu spielen, wird man jäh von den belanglosen Vocals davon abgehalten, dem Track doch noch ein wenig positiver zu begegnen. Auch beim besten Willen kann ich diesem Stück daher keine entspanntere Wertung als 3/6 geben.

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Das von Mÿon & Shane 54 in einen etwas moderneren Umhang gesteckte Original steht hier für meinen Geschmack eindeutig im Schatten der Remixarbeit von Gareth Emery, der Vampire in ein herrlich fesselndes Gewand überführt hat. Vor allen Dingen die melancholische Ader des Ganzen stellt sich dabei mittels der bedächtigen Melodiestrukturen als wahre Goldgrube heraus, aus welcher es sich besonders in der dunklen Jahreszeit zu bedienen lohnt. Zu Beginn baut Gareth Emery's Garuda Remix (so heißt das Dingen in Gänze) nach der Einführung des simplen, aber effektiven Drummings bereits schnell auf die subtile Entfaltung der Originalmelodielinie in etwas flächigerer Gestaltung, sodass das Ganze hier schon nach wenigen Momenten erfolgreich seine ersten sphärischen Gehversuche unternimmt. Sanftes Abschwillen und ein kurzer Moment der Stille initiieren schließlich den Aufbau einer Stakkato-Bassline, welche nun wiederum einen gelungenen Unterbau für die erste alternative Tonfolge in winterlich-entspannter Instrumentierung liefert. Immer wieder eingestreute Ausbrüche der Melodie aus ihrem gewohnten Fortgang sowie zunehmende Unterstützung einiger unaufgeregter Flächenandeutungen im Hintergrund charakterisieren dabei den abwechslungsreichen Aufbau des Tracks, ehe sich im anstehenden Break auch die Originalvocals in Kooperation mit der Flächenmelodie vom Beginn für einen Moment entfalten dürfen und dabei eine fast schon sakral zu bezeichnende Atmosphäre heraufbeschwören. Legt sich die Stimme von Carrie Skipper wieder zur Ruhe, schnellt die nun noch wesentlich intensiver voranschreitende Melodielinie ins Rampenlicht und schwillt zu einem wunderbar schwebenden Höhepunkt heran, um im Anschluss wieder der alternativen Tonfolge mehr Raum zu geben. Allzu lang hält jene es im Untergrund des Ganzen aber nicht aus, sodass sie im weiteren Verlauf auch zusammen mit dem Drumming ihre herrlich sehnsuchtsvolle Note auszubreiten imstande ist. Ein weiteres Break, in dem Vocals und Flächenmelodie noch einmal zum Tragen kommen, sowie die Konzentration auf die nicht minder gelungenen Alternativmelodieklänge rundet die Überarbeitung dann schließlich ab, sodass ich insgesamt zum Schluss komme, hiermit endlich wieder einmal Gareth Emery in Bestform gehört zu haben, der imho das Optimum aus Vampire herausholt und daher mit nicht weniger als überzeugenden 5,5/6 nach Hause gehen sollte.

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In meinen Ohren eine klare Angelegenheit für die wunderbare Platte von Mat Zo, der sich mit großem Abstand vor dem Rest den verdienten Platz an der raren Novembersonne sichert...

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Für mich als potenzieller "Verweigerer" kommt natürlich nichts anderes als die slowenische Allstar-Kombo Umek & Beltek in Frage...

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In der Tat haben wir es bei Meet Me In Montauk mal wieder mit einer netten Nummer der schottisch-kanadischen Transatlantik-Kombo SignalRunners zu tun, welche mich vor allen Dingen durch ihre Vielfalt an unterschiedlich ausgerichteten Tracks (mal elektroider, mal melodisch-entspannter, mal mit markanten Vocalpassagen) überzeugt, wo andere Produzenten im Trancebereich (z.B. Oliver Smith
) sich schon längst in ihrem eigenen Sound festgefahren haben.Im Original Mix, der sich in dieser Hörprobe übrigens für meinen Geschmack noch ein gutes Stück besser aufgehoben fühlt, sind dafür anfangs bereits einige fluffige Melodiefragmente verantwortlich, welche sich an einen etwas starren Beat schmiegen und für die ersten sphärischen Tupfer in diesem Track sorgen. Mit weiteren Effekten versehen marschiert das Ganze auf seinen stelzigen Offbeat-Basstönen dabei schon nach anderthalb Minuten in ein erstes Kurzbreak, welches mit dezenten Flächenmelodietönen und harmonischen Nymphenklängen im Untergrund den gemeinen Hörer mit einer herrlich entspannten Atmosphäre bezirzt und ihn dabei sanft aus der Realität entschwebt. Wenn sich mit anschwillendem Charakter aus den bisherigen Melodieelementen dann eine etwas zwingendere Tonfolge entfaltet, kann sich das Stück zudem rühmen, auch einer gewissen groovigen Affinität aufgeschlossen gegenüberzustehen. In Zusammenhang mit der stetig drückender auftrumpfenden Melodielinie tritt auch die Bassline aus ihrem monotonen Schatten und präsentiert sich nun leicht elektroid ausbrechend, sodass sich das Ganze bis zum nächsten Break in einem angenehmen unaufdringlichen Rhythmus einnistet. Anschwillende Melodieelemente kündigen schließlich den Beginn desselbigen an, in dem sich erneut die wunderbar entrückt-sphärischen Klänge entfalten können und dem Ganzen mit einzelnen Pianospritzern einen stimmungsvoll verträumten Gegenpart zum sich bald wieder aufschwingendem Groove schenken. Dieser lässt sich im Anschluss jedenfalls nicht zweimal bitten und schickt die bekannte Melodielinie - diesmal unterstützt von einigen entspannten Alternativtönen - wieder ins Rennen, welche sich langsam, aber stetig aufbauen können, ehe in und nach einem letzten Kurzbreak nur noch die bisherigen Begleitklänge zu hören sind und den passenden Schlusspunkt auf diesen Track setzen. Für meinen Geschmack sind hier insgesamt auf jeden Fall überzeugende 5,5/6 für die Herren Alan Nimmo und Andrew Bayer angebracht!

Der Oliver Smith Remix geht seine Sache dann erheblich konventioneller und Anjunabeats-typischer an und setzt stattdessen fast durchgehend auf sphärische Wohlfühlklänge. Zu Beginn lässt sich die Überarbeitung dabei von einer rollenden Bassline in die Materie einführen und sieht sich ab einem ersten Kurzbreak von den ersten trancigen Arpeggios überlagert, welche in Zusammenarbeit mit flächigen Andeutungen im Hintergrund sowie weiteren Alternativtönen den Grundstein für die Entfaltung der hiesigen Melodieebene legen. Mit zunehmender Intensität nähert sich der Remix dann erwartungsgemäß seinem anstehenden Break, welches die herrlich schwebenden Originalklänge nun etwas piano-konzentrierter über den Äther kommen lässt, im weiteren Verlauf in Zusammenarbeit mit dem Drumming aber eine standardisierte Uplifting-Melodie unter diese legt und damit einfach nicht über den Status "nett" hinauskommt. Daran ändert auch das schnelle Einschreiten eines weiteren Breaks nichts, in dem sich zwar erneut die zurückgelehnten Originalmelodiestrukturen entfalten dürfen, doch im Anschluss bestrebt das Ganze wieder "nur" die für Anjunabeats typischen Uplifting-Klänge mit eingebauter Pianomelodie, welche in meinen Ohren mit der Zeit einen erheblichen Abnutzungseffekt haben hinnehmen müssen. Insgesamt setzt Oliver Smith jedenfalls einfach zu sehr auf die sichere Variante, sodass ihm von meiner Seite auch nur durchschnittliche 4/6 sicher sind...

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N'Abend zusammen!
Mit seiner letzten Platte in Zusammenarbeit mit Thomas Hagenbeek hat Cliff Coenraad bereits die Richtung vorgegeben, mit seinem neuen Two-Tracker geht er diesen Weg nun konsequent weiter. Im Klartext heißt das: Hinfort vom klassischen Trancesound und auf zu neuen, elektroid geprägten Ufern, welche seine Wurzeln aber nicht gänzlich unter den Tisch kehren, sondern immer mal wieder passend durchscheinen lassen. Ein Minimum an gewisser Sympathie gegenüber dreckigen Elektroanteilen sollte aber schon vorhanden sein, um sich mit dieser auf Marco V's Label inCharge Records Scheibe anzufreunden. Hörproben in (fast) voller Länge gibt es jedenfalls wie immer auf Astralmusic.nl oder hier und dort auf Youtube.

Modulate beginnt seine spannende Reise auf einem durch allerhand Effektfetzen angereicherten Beat, auf welchem sich selbige ohne Unterlass die Klinke in die Hand geben und schließlich die Entfaltung einer elektroid drückenden Bassline initieren. Diese nimmt auch sofort das Heft in diesem Track in die Hand und schiebt das Ganze genüßlich sabbernd nach vorne, wobei sich im weiteren Verlauf auch die Begleiteffekte wieder ans Sonnenlicht heraustrauen und das Stück bis an den Rand eines ersten Kurzbreaks forcieren. Dort wird für einen kleinen Moment eine klassisch trancig geprägte Melodielinie in hoher Anschwillgeschwindigkeit aus dem Untergrund herausbefördert, welche sich im Anschluss allerdings schnell wieder vom elektroiden Arrangement, das bis zum nächsten Break sein noch ein wenig dreckigeres bzw. verzerrteres Gesich zeigt, den Schneid abkaufen lässt. Auf das bereits angedeutete Break braucht der gemeine Hörer aber nicht allzu lang warten, sodass er sich in diesem wieder den überaus positiven Charakterzügen der bekannten Melodielinie hingeben kann. Indem sich diese danach auch in Zusammenarbeit mit dem nun etwas zurückgenommenen Drumming eint, erreicht der Track kurzzeitig sogar fast schon peaktime-ähnliche Gefilde, unterbricht diese aber recht schnell durch ein weiteres Kurzbreak, welches mit entspannten Flächenandeutungen im Hintergrund und vordergründigem Elektroschleifen etwas gediegener um die Ecke geschlichen kommt als seine beiden Vorgänger. Nichtsdestotrotz geht der Track im Anschluss wieder in eine drückende Elektrophase über, bei der erneut die verzerrten und fragmentierten Klänge vorherrschen und sich von der groovenden Bassline bestens unterstützen lassen, ehe das Ganze mit Siebenmeilenstiefeln auf sein Ende zuläuft. Insgesamt eine interessante Vermischung von elektroiden und trancigen Einflüssen, welche von meiner Seite verdiente 5/6 erntet.

Nord West auf der B-Seite liebäugelt dann noch eine Nuance mehr mit elektrohousigen Gefilden, besitzt aber ebenso wie sein Vorgänger das gewisse Etwas, um den Hörer nicht nur tanzbeinorientiert zu ködern. Dazu zählt vor allen Dingen ein monotones Basslinefragment, welches sich im Untergrund ein schön groovendes Nest baut und zudem keinesfalls Berührungsängste gegenüber verzerrten Melodieandeutungen zeigt, welche sich langsam, aber stetig den Platz an vorderster Front dieses Tracks sichern. Nach einem ersten anschwillenden Break lassen sich diese in ihrem verspielten Charakter nun vermehrt von immer wieder passend eingeworfenen Drummingtönen in markanter Instrumentierung begleiten, welche sich ebenfalls sehr gut in den "Flow" des Untergrunds einfügen. Für die nötige Portion Abwechslung zeichnet sich im Anschluss ein weiteres Kurzbreak aus, welches entspannte Melodietöne aus dem Sack lässt und damit kurzzeitig für eine Durchschnaufgelegenheit sorgt, ehe sich das Ganze jetzt mit knarzenden Subbässen, der verzerrten Elektromelodie und den markanten Drummingelementen wieder auf seine groovenden Vorzüge konzentriert. Langeweile bleibt für das Stück aber dennoch ein absolutes Fremdwort, lässt sich das Ganze doch bald erneut von einem Luft herausnehmenden Kurzbreak unterbrechen, welches kurz vorm anschwillenden Höhepunkt auch die entspannten Melodietöne noch einmal vom Stapel lässt. Mit weiteren Quietscheffekten schaufelt der Track im Anschluss eine letzte drückende Elektrophase heran, sodass man sich einige Momente später mit ebenfalls alles andere als unverdienten 5/6 aus meinem Rezensionskeller schmücken kann.

Greetz,
:: der hammer :: -
Die Zusammenarbeit für Army Of Two hat den beiden Slowenen Umek und Beltek anscheinend so viel Spaß bereitet, dass sie nur einige Monate später nun bereits den Nachfolger unters gemeine Volk werfen. Dieser spaziert diesmal als feiner Two-Tracker daher, der sich von elektroiden, trancigen und techhousigen Gefilden beeinflusst fühlt und in seinem drückenden Vorwärtsgang für erheblich Furore in den Tanzbeinen sorgen könnte. Erschienen sind die beiden neuen Tracks dabei wieder auf Pilot 6 Recordings, einem kleinen Sublabel des Armada-Imperiums, und können auf der Umek'schen Homepage sowie bei Youtube (hier und dort) in voller Länge auf Mark und Bein losgelassen werden.

Option To Stimulate orientiert sich jedenfalls eindeutig an seinem Vorgänger, was sich bereits nach wenigen Momenten des druckvollen Beatempfangs unverkennbar am Heranschleichen einer elektroid atmenden Melodielinie offenbart. Zuerst nur wabernd und flächig, aber zusammen mit einer drückenden Bassline im Rücken zunehmend stakkatierter sowie tanzflächenorientierter pfeift das Ganze dabei auf dezente Trackaufbaugesten und schleudert dem Hörer viel lieber seine überaus präsente Elektro-Affinität auf die Zwölf. Zeit für übertölpelte Erwartungen wird dabei zum Luxusproblem, schließlich entwickelt sich das Ganze im Handumdrehen mit weiteren trancigen Begleittönen zu einem wahrhaftigen Peaktime-Kracher, der seine alte Liebe Uplifting auch im kommenden Break nicht abstreifen mag und die elektroide Stakkatomelodie nun in alternativem Arrangement nach vorne treiben sieht. Zwar gestaltet sich das Stück dadurch kurzzeitig etwas sphärischer, doch die ersten Bassline-Verschnitte wagen sich schnell wieder aus ihrem Schneckenhäuschen heraus und stellen in einem interessant wabernden Übergang am Ende des Break den perfekten Faden zur erneuten Entfaltung der Rampensau-Melodie in elektroider Tarnung her. Wenn sich die Melodieelemente schließlich in harmonischer Eintracht präsentieren, dürfte schließlich auch dem Letzten klar sein, welches Ziel das Ganze mit seinem simplen, aber effektiven Aufbau verfolgt. In einem elektroiden Outro verabschiedet sich der Track dann schließlich und hinterlässt trotz eindeutiger "Army Of Two"-Überschneidungen ein überzeugendes 5/6-Gefühl.

Dass ein dritter Track in diesem Stile eindeutig zu viel des Guten gewesen wäre, dürfte glücklicherweise auch den beiden Slowenen nicht entgangen sein, sodass Lifetime Use etwas weniger uplifting-schielend um die Ecke geschlichen kommt. Trancige Anleihen sind zwar auch hier keinesfalls unter den Tisch zu kehren, doch das Ganze hat sich diesmal etwas weniger der Haudrauf-Methode verschrieben, sondern bietet seine melodischen Ansätze lieber in etwas fragmentierterer Form feil. Mit einer interessant tänzelnden Bassline in elektroid-stakkatierter Ausrichtung verschreibt man sich dabei einem eher groovenden Charakter, welcher sich anfangs nur von einigen immer wieder passend eingeworfenen Tonschalen umgarnen lässt und seinen Untergrund mit leicht klickernden Effekten ausstopft. In einem ersten Kurzbreak offenbaren sich schließlich weitere monotone Melodieandeutungen, welche überaus flink im hiesigen Trackgewand ihren Stammplatz finden und zusammen mit den bisherigen Tönen gelungen vom groovenden Untergrund unter die Arme gegriffen werden. Ein weiterer Pluspunkt dieses Stücks ist eine gewisse sphärische Entwicklung, welche in seinen beiden Vorgängern aufgrund anderer Prioritäten nur minimal zu erkennen war und im Jetzt und Hier durch das stetig durch weitere Melodietöne erweiterte Klangspektrum auf der hypnotischen Intensitätsskala immer wieder einige Kletterpartien unternimmt. Ein weiteres Kurzbreak unterbricht zwar kurzzeitig den Trackfluss, doch der wird im Anschluss schnell wieder eingeholt, ehe sich die Elemente schließlich doch langsam zurückbauen und auf den bevorstehenden Schlussstrich vorbereiten. Insgesamt haben wir es hier mit einer gelungenen Genre-Melange aus Electro, Techhouse und Trance zun tun, welche mit ihren verdienten 5,25/6 für meinen Geschmack sogar die starken Vorgänger etwas übertrifft.

Greetz,
:: der hammer :: -
Was lange währt, wird endlich gut: Beim Set von Gui Boratto auf dem diesjährigen Melt!-Festival kamen dem Andru und mir die vertrauten Klänge von Impressed in einem minimalistisch-drückenden Remixgewand unter die Ohren, welches sich mir in dieser Woche schließlich als Überarbeitung des Brasilianers selbst vorgestellt hat. Zusammen mit zwei weiteren Remixen von Einmusik und Ercolino & Stickroth (ebenfalls empfehlenswert für alle Tellerrandüberblicker) ist das Ganze vor ein paar Wochen ebenso wie das Original auf Parquet Recordings erschienen und kann hier in voller Länge begutachtet werden. Der Gui Boratto Remix breitet dabei jedenfalls von Beginn an ein eher minimal angelehntes Arrangement aus, welches auf einer simplen, aber effektvoll tänzelnden Bassline fußt und mit zunehmender Dauer einige klickernde Begleitklänge offenbart, welche das Ganze nun zum ersten Wendepunkt des Ganzen lotsen, ab dem es sich im Untergrund erst einmal eine genüßlich grummelnde Bassline in deeper Ausrichtung gemütlich macht. Auch erste alternative Melodiefetzen mischen sich unter das gemeine Volk und unterstützen die Verdichtung der angespannten Atmosphäre, welche im folgenden Break mit der Vorfahrt für die elektroide Synthiemelodie aus dem Original ihre Weiterführung findet. Etwas weicher im Klang, dafür aber bald in Begleitung von immer wieder anschwillenden Alternativflächen macht diese auch hier eine gute Figur und ist damit eindeutig für die intensiven Momente des Remixes zuständig. Legen sich die Melodieelemente im weiteren Verlauf zur Ruhe, hält die Beruhigung des Tracks allerdings nur kurzzeitig an, da sich alsbald eine elektrosumpfige Melodie aus dem Untergrund schält und zusammen mit den immer wieder eingeworfenen Melodiefetzen vom Beginn den gelungenen Vorlauf für ein zweites Break bildet. In exakt derselben Bauart wie sein Vorgänger erzählt dieses zwar keine neue Geschichte, doch im Anschluss entfalten sich erneut unterschiedliche Tonfetzen elektroider Bauart, sodass die markante Originalmelodie zwar nicht mehr zum Zuge kommt, das Ganze aber dennoch in einer gelungenen Mischung aus düsteren und klickernden Klängen bis zum Schluss getragen wird. Alles in allem haben wir es hier mit einer interessanten Alternative zum Original zu tun, welches selbiges zwar sphärisch nicht erreicht, aber für gute 5/6 dennoch zu haben ist.

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Meine elitären Zehn im November lesen sich wie folgt:
/01\ Solomun - Somebody's Story --- [Compost]
/02\ 16 Bit Lolitas - Murder Weapon EP --- [AnjunaDeep]
/03\ Ryan Davis - Clouds Passing By [Moonbeam Remix] --- [Proton Music]
/04\ Mat Zo - Rush --- [Anjunabeats]
/05\ Robert Babicz - Purple Dance --- [Treibstoff Recordings]
/06\ Steve Lawler - Femme Fatale --- [Ovum Recordings]
/07\ Alex Catalani & Claudio Maura - Marrakech [Davis & May Remix] --- [Neurotraxx]
/08\ Chris Reece & Dinka - Autumn Leaves [Progressive Dub] --- [Enormous Tunes]
/09\ Marcus Schössow - The Last Pluck --- [Tone Diary]
/10\ Özgür Can - It Remains --- [My Disco Preset]
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Einzig die Platte von Cramp bietet in dieser Woche für meinen Geschmack einen einigermaßen wählbaren Höreindruck, da sich der Rest demonstrativ in standardisierten Strudeln verirrt...

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N'Abend zusammen!
Große Worte der Einleitung brauche ich für den türkisch-schwedischen Produzenten Özgür Can sicherlich nicht mehr aus der Trickkiste zu zaubern, dafür war der Gute mit seinem Klangkosmos aus progressiv, minimal und trancig beeinflussten Tracks in den letzten Jahren einfach zu präsent. Auf seinem neuen Label My Disco Preset hat er zudem nun die Möglichkeit, nach "Lust und Laune" die Favoriten aus seinem Studio unter die Leute zu bringen und mit seinen markanten Klangwelten immer wieder neu zu begeistern, was ihm nach dem schön sphärischen Smoothie auch mit seinem aus dem September stammenden Two-Tracker eindrucksvoll gelingt. Wer sich davon einmal akustisch überzeugen lassen möchte, sollte daher auf dem schnellsten Wege Ötzis Myspace-Seite aufsuchen oder bei den einschlägigen (legalen) Downloadportalen vorbeischneien.

It Remains macht seinem Namen jedenfalls alle Ehre und bleibt mit seiner herrlich dicht gestaffelten Atmosphäre in düsteren Klangfarben in der Tat in den Gehörgängen hängen. Anfängliches Klickern lässt diesen Schluss zwar noch nicht eindeutig zum Tragen kommen, doch auch das interessant vertrackte Özze-Drumming besitzt seine Momente, wenn im Hintergrund eine sanfte Bassline kaum merklich ins Geschehen eingreift und mit zunehmendem Klicker-Faktor schlussendlich auch die ersten mysthisch angehauchten Flächen aus der Reserve gelockt werden. Zwielichtig beschreibt die atmosphäre Entfaltung der ersten Gehversuche der Melodieebene dabei für meinen Geschmack am besten, sodass auch einige wunderbare Subbässe glücklicherweise den Nebelschleier, der passend auf diesem Track haftet, nicht lichten können. Vielmehr bringen diese mit ihren prägenden Einwürfen eine weitere nicht zu verachtende, düstere Komponente in dieses Stück und schaffen es nebenbei noch, die melodischen Flächen aus dem Hintergrund hervorzulocken, sodass diese sich zunehmend intensiver an die vordeste Front trauen und dadurch nicht minder zur sphärischen Vielfalt beitragen. Erblicken sie im folgenden Kurzbreak sogar für wenige Momente einige Hoffnungsschimmer am Horizont, so macht sich im Zusammenspiel mit dem Restarrangement schnell wieder Düsternis breit, welche vor allen Dingen von den herrlich knarzenden Subbässen getragen wird. Selbige begehen zudem kurz vor Schluss sogar noch einen markanten Sololauf, ehe sich outro-artig die flächigen Melodietöne noch einmal an die Oberfläche wagen und das Ganze sphärisch ausklingen lassen. Alles in allem bin ich hier jedenfalls mal wieder begeistert von Özgür Can, der einfach nicht müde wird, hervorragend atmosphärische Tracks an den Mann/die Frau zu liefern, denen ich nicht weniger als 5,5/6 geben kann.

As We Slowly Drift probiert es dann mal mit einem etwas alternativen Aufbauschema, das monoton treibende Töne an den Beginn setzt und diese in einem Intro-Verschnitt dabei bald von einem deep schwelenden Bassline-Fragment sowie passenden Alternativtönen aus trancigen Gefilden begleiten lässt. Sphärisch bewegt sich das Ganze dabei zwar noch nicht ganz so intensiv wie im Vorgänger, doch das zunehmend spannender gestaltete Arrangement, welches von einem flirrenden Unterton bis hin zu präziser HiHat-Arbeit reicht, macht schnell Lust auf mehr. Mit einer stimmungsvollen Melodielinie, welche sich nach 2,5 Minuten im hiesigen Mittelding zwischen Intro und "4 to the floor" entfaltet, wird jene dann alles andere enttäuscht, da der Track nun auch aus atmosphärischer Hinsicht fast mit seinem Vorgänger mithalten kann. Zudem hat der geradlinige Beat nach einer weiteren Minute endlich ein Nachsehen, sodass das Ganze sich jetzt auf einem etwas drückender gestalteten Drumming entfalten und die trancigen Strukturen eindeutig in den Vordergrund stellen kann. Mit der zur schiebenden Wand avancierten Bassline begibt sich das Stück schließlich auf seine letzten Meter, auf denen noch einmal Melodiefragmente, Effekte und die monoton treibenden Töne vom Beginn ihr letztes Stelldichein geben. Insgesamt ein interessanter Track, der in meinen Ohren zwar etwas hinter seinem Vorgänger hinterherhinkt, aber mit seinen 5/6 dabei keinesfalls auf der Strecke bleibt.

Greetz,
:: der hammer :: -
Stell dir vor, ein Track gewinnt verdientermaßen eine TOTW-Wahl, besitzt aber keinen eigenen Thread in unserer heiligen Tracks-Rubrik... Unvorstellbar!? Keineswegs, ein Blick in die letzte Woche bestätigt bereits den schwelenden Verdacht: Der aufstrebende Londoner Produzent Mat Zo gewinnt dort mit seiner neuen Doppel-A-Seite auf Anjunabeats zwar überlegen unsere wöchentliche Abstimmung, ist aber rezensionstechnisch noch sehr jungfräulich unterwegs. Dieser Lücke werde ich nun allerdings endgültig den Garaus machen, begeistert mich der junge Engländer hier doch erneut mit seiner überaus melodieverliebten Art. Wer sich mit Powerprog, der zeitweise sogar von Uplifting-Gefilden verführt wird, aus dem tristen Novembergrau auf Wolke 7 entschweben lassen möchte, dürfte jedenfalls vollkommen auf seine Kosten kommen und unten folgende Links mit einem Glänzen in den Augen verfolgen.

Rush ist dabei eindeutig die Seite der Platte, die sich voll und ganz dem euphorisierenden Rausch hingibt und dabei trotz unverkennbarer Uplifting-Anteile auch mein Herz erwärmt hat. Mit einer ordentlichen Portion Druck ausgerüstet liegt es dabei zu Beginn erst einmal an einem Basslinewand-Fragment, im Zusammenspiel mit immer wieder passend eingeworfenen Melodietönen in echolastig-exotischer Instrumentierung für die ersten kontrastreichen Momente, welche den gemeinen Hörer aus seiner Lethargie rütteln und mitnehmen, in diesem Track zu sorgen. Schwebende Flächenandeutungen im Hintergrund bilden den weiteren melodischen Entwicklungsstrang, an dem auch einige Pianospritzer nicht ganz unbeteiligt wirken möchten. Mit diesen melodischen Speerspitzen legt der Untergrund vor dem Einsetzen eines ersten Breaks zudem noch eine kleine druckvolle Schüppe drauf und entlässt uns in die dortige warmherzige Atmosphäre, welche zuerst noch von den bekannten Melodieelementen gespeist, dann aber zunehmend von einer herrlich euphorischen Uplifting-Melodie abgelöst wird. Diese wiederum trägt zudem einen solch herrlich positiven Charakterzug in sich, dass sie in Windeseile Hörer und Atmosphäre auf ihre Seite zieht und für eine wunderbare Ansammlung von schwebenden Momenten sorgt. Zum Ende des Breaks zieht sie sich zwar wieder in den Hintergrund zurück, sodass das Ganze im Anschluss kurzzeitig eine kleine Druckphase offenbart, doch im Untergrund brennen die melodischen Ausrufezeichen bereits darauf, aus ihren musikalischen Fesseln entlassen zu werden. Langsam, aber stetig, erobert sich so die herrliche Hauptmelodie wieder ihren Stammplatz zurück, der auch zusammen mit dem bassline-wandigen Drumming sphärisch bestens funktioniert. Im Einklang aller Elemente wird dabei natürlich auch der sphärische Höhepunkt des Ganzen erreicht, bis sich das Ganze nach einem Kurzbreak wieder allmählich zurückbaut und insagesamt bei mir einfach nur pure Euphoriegefühle hinterlässt, welche mich zu einer überaus überzeugenden 5,75/6 hinreißen lassen.

Doch auch Defined ist alles andere als von schlechten Eltern, geht seine Sache im Vergleich mit dem Vorgänger allerdings etwas ruhiger an. Zu Beginn gründet dieser Eindruck vor allen Dingen auf dem angenehm schaukelnden Beat, welcher mit der Unterstützung einiger entspannter Tonschnipsel die Grundlage bildet für die sich bald entfaltende Bassline elektroid beeinflusster Bauart. Sobald diese sich vom Stapel schält, gerät allerdings auch der Track in etwas druckvolleres Wallen, aus dem vor allen Dingen die variable Bassline heraussticht, immer wieder leicht anschwillende Charakterzüge an den Tag legt und sich zudem mit der Entfaltung weiterer flächiger Töne duelliert. Gerät das Drumming nun zunehmend breakbeatlastiger, steht das Ganze auch schon kurz vor dem entscheidenden Break, in welchem sich eine wunderbar entrückte Melodielinie zu entfalten und dem Stück bereits nach kurzer Einwirkdauer eine herrlich schwebende Atmosphäre zu schenken vermag, welche sich mit dem Anschwillen der Melodie und in Kooperation mit harmonischer Flächenarbeit im Hintergrund nun zunehmend intensiviert, zum Ende des Breaks dann aber wie im Vorgängertrack wieder zurückgenommen wird, sodass sich im Anschluss aus der Melodielinie nur eine montone Variante hinüberretten kann. Doch auch hier dauert es nicht allzu lang, bis sich die markante Tonfolge aus dem Break erneut durchsetzt und dem Ganzen in ihrer uplifting'esken Art und Weise auch zusammen mit dem leicht drückenden Untergrund ihren stimmungsvollen Stempel aufdrückt. Mutet dieser schließlich wieder zunehmend monotoner an, bereitet sich der Track bereits angenehm unaufgeregt auf sein bevorstehendes Ende vor, an dem es von meiner Seite zwar mehr als solide 5/6 zu verteilen gibt, an die mitreißende Klasse von Rush reicht das Ganze aber dennoch nicht ganz heran.

Greetz,
:: der hammer :: -
Meine Stimme geht hier klar an Solarstone, hinter dem sich erst Arnej, dann lange nichts und schlussendlich die Resterampe einreiht.
