Ferdy & Matt van Wyk "Miami 8:06 / I am guilty"

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  • N'Abend zusammen!


    Über Ferdy und Matt van Wyk konnte ich zwar nirgends im Netz eine brauchbare Information finden, dennoch werfen die beiden auf ihrer seit dieser Woche erhältlichen Scheibe bei Electronic Elements ein heißes Eisen in das glimmende Feuer aus Progressive House mit einem gut portionierten Schuss tranciger Anleihen. Anhören kann man sich das Ganze jedenfalls wie immer in voller Länge bei Astralmusic. :yes:


    Miami 8:06, der Eröffnungstrack mit der integrierten Orts- und Zeitangabe für die beste Entfaltung, funktioniert aber auch bei mir in Hamm gegen 23 Uhr ganz gut. Das Ganze schäkert sich schließlich in gemächlicher Geschwindigkeit und entspannter Atmosphäre am intensivsten in ruhigen Momenten in die Gehörgänge. Auf einem lockeren Drumming kommen dabei schon bald die ersten undurchsichtigen Samples, dafür aber umso gelungeren ersten Melodieansätze - teils flächig, teils leicht funky - zum Tragen. Mit dem Einsetzen in einer schön groovigen Bassline erreicht der Track dann einen sehr wohligen, zurückgelehnten Fortlauf, welcher sich im Folgenden aufbautechnisch gelungen progressiv präsentiert. Die Melodieebene wird dabei immer wieder passend erweitert, wobei sich im Laufe der Zeit eine kleine Tonfolge herauskristallisiert, welche den Track zum anstehenden Break führt. Dort zieht sich selbige aber erst einmal zurück, sodass sich nun in vollends entspannter Atmosphäre eine recht ambient-lastige Melodie in die Herzen der Zuhörer spielt und man sich dazu glatt einen mediterranen Sonnenaufgang bestaunen sieht. Nach Wiedereinsetzen des Drummings kommt dann auch die Tonfolge von eben wieder zum Vorschein und prägt zusammen mit euphorischen Strings im Hintergrund den weiteren Verlauf des Tracks, der sich in seiner warmen Atmosphäre sichtlich wohlfühlt. Dies kann man auch von mir behaupten, der dann auch mal wieder verdiente 5,5/6 raushaut. :yes:


    In I Am Guilty geht's zwar insgesamt etwas drückender zur Sache, dennoch fehlt auch hier in keinem Falle ein gewisses entspanntes Flair. Denn auch hier machen sich schon zu Beginn die ersten an- und abschwellenden Flächenfragmente auf sich aufmerksam und kehren ihre zurückgelehnte Ader nach außen. Mit der Zeit mehren sich nun die Alternativtöne und mit der Entfaltung einer leicht drückenden Bassline ebenfalls der feine Groove dieses Stücks. Kaum dass man sich versieht, steht man auch schon im Break, in dem sich die Melodieansätze vom Beginn erst einmal schön entspannt die Ehre geben, bevor - versehen mit einigen Samples - gecuttete Flächen auf der Bildfläche erscheinen und einer nett anzuhörenden Progtrance-Melodie den Weg nach vorne ebnen. Diese fühlt sich auch im Zusammenspiel mit dem Restarrangement sichtlich wohl, sodass sich eine leicht schwebende Atmosphäre entfalten kann, der auch ich mich nicht entziehen kann. Mit der Zeit nehmen sich die einzelnen Melodieelemente dann wieder sanft zurück, damit sich das Ganze sanft ausgrooven und von mir gut bestückte 5/6 abholen kann. :D



    Greetz,
    :: der hammer ::

  • Das ist ein weihnachtlich- besinnlicher progressive Trance- Brecher. Für mich die beste Electronic Elements seit längerem. Beide Tracks haben Tiefgang, träumerische Melodien und dennoch den nötigen treibenden Beat.


    Miami 8:06: 5,5/6
    I Am Guilty: 5,5/6

  • Beide Stücke bewegen sich auf ähnlich hohem Niveau und gehen sofort(!) in´s Blut, insgesamt sehr ruhig/tiefsinnig/melodiös/groovy/shaky gestrickt - was mir nicht ganz so gut gefällt, sind diese Pseudo-Synthi-Streicher die bei "Miami 8:06" ab ~6:50 zum Einsatz kommen - egal, kleiner Schönheitsfehler und tut einer guten Bewertung keinen Abbruch...


    5,00/6 (Miami 8:06 / I Am Guilty)

  • Sehr nette Nummer und seit längerer Zeit ein Release auf EE, der mich auch wieder anspricht. Mir gefallen beide Nummern sehr gut, deswegen lohnt die Vinyl hier auf jeden Fall!


    Schade, dass die Nummer nicht im Sommer released wurde...