Das mit dem Einarbeiten ist ein etwas verfälschter Eindruck. Das kommt daher, dass man unter Windows schon an seine Tools gewöhnt ist. Würde man jetzt unbeleckt an Windows heran gehen, müsste man auch einiges an Zeit investieren, um sich einzuarbeiten.
Es gibt durchaus Menschen, die haben zuerst mit Linux angefangen, die haben ähnliche Probleme, wenn sie mit Windows arbeiten wollen.
EDIT:
Ich bin mal wieder auf der Suche nach etwas Neuem.
Teils, weil ich neugierig bin, teils, weil mir openSuSE etwas zu überladen war.
Hab mittlerweile schon einiges ausprobiert, wirklich zufrieden war ich bisher jedoch nicht.
Hab’s zuerst mit der LiveCD von Gentoo probiert. Trotz LiveCD ist das SetUp (sofern man das überhaupt so nennen kann) so gar nicht komfortabel. Vor allem etwas mehr Info hätte sicher keinem geschadet. Man steht oft vor einigen Optionen, weiß aber nicht, was diese z bedeuten haben. Ich bin immer nur so weit gekommen, wo es um den Kernel ging. Egal, welche Option ich gewählt habe, die Installation ist immer fehlgeschlagen.
Das Handbuch soll ja sehr gut sein, trotzdem habe ich mich davor gescheut es dann per Konsole zu probieren. Einerseits traue ich mir das nicht zu, andererseits habe ich nicht wirklich große Lust mir deswegen die Nächste um die Ohren zu schlagen. Es ist zwar vorteilhaft für die Performance, wenn man alles auf der Maschine kompiliert, aber es ist auch zeitraubend, vor allem weil man auch später jedes Paket, welches man installieren möchte, kompilieren muss.
Vielleicht wage ich mich daran, wenn ich etwas mehr Erfahrung hab.
Dann habe ich es mit Ubuntu 7.10 probiert. Installation klappte wunderbar, lief auch alles, bis ich meine WLAN-Karte konfiguriert habe. Es wurde eine Verbindung zum Router angezeigt, aber nicht mal ping funktionierte. Aus unerfindlichen Gründen lahmt das System auch nach der Konfiguration der Karte. Es bootet länger, es braucht ewig, bis der Desktop aufgebaut ist, Programme brauchen teilweise über eine Minute zum Starten. Und obwohl ich den Treiber für meine Grafikkarte installiert hab, habe ich eine maximale Auflösung von 1024*768. Sicher, man könnte das auch manuell in der xorg.conf ändern, aber ich denke, dass wenn ich schon grafische Konfigurationen habe, diese auch funktionieren sollten.
Nachdem ich das ganze Spielchen drei Mal gemacht habe, war meine Geduld am Ende und ich probierte Debian 4.0 R2 Etch aus. Installation ging schnell und ich bekamm relativ flott ein schicken Gnome-Desktop. Es bedurfte etwas Konsolen-KungFu, aber nach einiger Zeit lief meine WLAN-Karte. Das ganze System war halt weniger auf grafische Konfiguration ausgelegt, dafür fühlte es sich aber sehr schnell an. An sich hat es mir sehr gut gefallen, bis auf die Tatsache, dass die meisten Programme und Bibliotheken auf einem relativ altem Stand waren. Ich wusste vorher nicht, dass Debian eine etwas andere Release-Politik betreibt. Es gibt eine „Stable“, „Testing“ und „Unstable“ Version (es gibt noch ein paar andere, aber das sind so die Wichtigsten). Und Stable bedeutet bei Debian tatsächlich Stable. Alos machte ich ein Dist-Upgrade, was mein System zerschossen hat.
Hab’s dann noch Mal mit Ubuntu probiert, war aber immer noch der gleiche Zirkus.
Vor kurzem ist Zenwalk 5.0 erschienen. Mit sehr aktuellem Kernel und Software, trotzdem sehr schlank dank Xfce. Komplettes System auf nicht mal 500 MB. Werde ich mir mal heute Abend zu Gemüte führen. Hab zwar gelesen, dass es wohl nicht so viele Pakete gibt, auch nicht in den externen Repositorys, aber ich schaue mal, viel brauche ich ja nicht.
Sollte mir das nicht zusagen, werde ich es noch mal mit Debian versuchen, diesmal „Testing“ (Lenny) für aktuellere Software. Sollte mir das auch nicht zusagen, gibt es ja noch Sabayon, SAM und einen Haufen anderer Distributionen. Und wenn alles nix hilft, werde ich doch zurück zu openSuSE gehen, da weiß ich wenigstens, dass alles funktioniert.