Nun ich muss sagen das ich mir das neue TIESTO Album gekauft habe ohne es vorher probegehört zu haben. Mein erster Eindruck bestätigt größtenteils die hier genannten Kommentare. Was ich nicht so ganz verstehen kann, ist dieser krasse Stilbruch, zu einem fast kompletten Vocal-Album. Mein erstes Album von Tiesto war auch "In my Memory" und mein erstes richtiges Trancealbum eines renomierten Künstlers. Ich musste es mir 4-5mal anhören und habe mich erst dann reingefunden und seitdem wirklich jedes Album gekauft...sämtliche TIC DVD´s etc. Nicht zu vergessen die ISOS Reihe welche nochmals einen anderen Blick auf das musiklaische Spektrum von Tiesto zulässt.
Allesamt sind für mich zeitlose Musikleckerbissen...klar mit Tops und ein paar Flops. Der erste richtige Flop war die "He´s a Pirate" Geschichte. Und da kommt man nun zum jetztigen Album und da knüpft er nahtlos an. Die Vocals verschmelzen teilweise nicht zu den Sounds, es wirkt irgendwie unrund.
Hier mal kurz meine Beurteilung der Tracks: 1. Kaleidoscope - einer der besten Tracks des Albums, melodisch verspielt; verträumt und dann TIESTO typischer Sound 2. Escape me - nach mehrmaligem Hören mittlerweile ein Ohrwurm, das einzige was etwas nervt das er etwas unsauber produziert klingt 3.You are my diamond - hätte auch von Cascada etc. stammen können, eher Großraummucke für Rummelplätze und Dorfdisco... 4. I will be here - gilt wie für Track 3, einfachste Elemente wie unserer ehemals gefeierten Hands Up Fraktion (Pulsdriver, DJ´s @ Work ....ich hör lieber auf) den kann man getrost überspringen 5. I am strong - gibt es nichts dran auszusetzen, ruhig und dahinplätschernd mit angenehmen Vocals, aber das kickt mich auch nicht wirklich. 6. Here on earth - Nun nach 5 Tracks nervt einfach schon wieder ein Vocal Track der dann auch so drucklos, planlos daherkommt. Da kann man gerne mitschunkeln, mehr nicht. 7. Always Near - keine Ahnung was dieses "intro" mitten drinnen verloren hat und was er sich dabei gedacht hat...Lückenfüller??? 8. It´s not the things you say - Too much....Vocals...ich fänds ohne die Männerstimme von KELE Okereke noch interessanter, da der Breakbeat und die Flächen nicht schlecht sind 9. Fresh Fruit - Endlich der erste reine Melodic-Track der einfach mal nach vorne gehen sollte...und es auch ansatzweise gut rüberbringt...auf jeden Fall einer der besseren Tracks auf seinem Album 10. Century - der Track ist einer meiner Favourites und das obwohl mit Vocals behaftet, aber es wirkt sehr chillig und dazu könnte ich mir auch mal nen guten Remix vorstellen der mehr clubtauglicher nach vorne geht. Leicht Anleihen an ferry Corsten für meinen Geschmack aber OK 11. Feel it in my Bones - 12. Who wants to be alone - mit Nelly Furtado als Gastpart sagt mir schon alles, letztlich kann er damit bei MTV und VIVA durchstarten und das war´s. Elektronische Musik ist für mich was anderes, wenn es wenigstens eingängig wäre, aber selbst das schafft der track nicht und deshalb schnell SKIP und weiter 13. La Ride - Nach dem Gehörsturz aufatmen und "La Ride" lauschen, aber bevor es anfängt ist schon wieder alles vorbei und passiert ist nichts...Lückenfüller ohne Wiedererkennungswert 14. Bend it like you don´t care - ahja, dendlich mal im Ansatz etwas was man sich gerne ein zweites Mal anhören mag, schnörkellos...geradliinig mit etwas mehr Power. Und dann nach 3:20 !!!!! Abbruch und nächster Track. Ein schlechter Witz!!! 15. Knock you out - Der Titel ist Programm, wenn man es bis dato ausgehalten hat, dann kommt nun der Knock Out, denn man kann das Geschleime und Gebabbel der Frauenstimme einfach nicht mehr ertragen und stellt sich ernsthaft die Frage warum es unbedingt 17 Tracks sein mussten. 16. Louder than Boom - Ein versuch zu retten was nicht mehr zu retten ist - endlich elektronische Einflüsse auf ein eigentlich "elektronisch" konzipiertes Album zu packen... Wobei mir der Track noch zu den "angehnehmeren" zählt weil er endlich mal Power versprüht und die 4 Min. Schallmauer durchschlägt. 17. Surrounder by Light - ein schnelles Ende mit Schrecken. Ein Outro das wie das Album insgesamt einiges zu wünschen übrig lässt.![]()
Masse statt Klassse - das ist ganz klar mein Fazit
Warum Herr Verwest nun 3 min Radioversionen produziert ist mir ein Rätsel,
Stimmung kommt da nicht auf, nur Erleichterung das die teilweise unhörbaren Tracks schnell vorbei gehen...
Das Blackole und Tiesto getrennte Wege gehen, ist da nur nachvollziehbar.
Ich hoffe er besinnt sich bald wieder und nimmt seine Künstlersiche Entwicklung in die richtge Hand. Gerne möchte ich wieder einzigartige Momente erleben dürfen wie auf Tiesto in Concert mit Kane - "Rain down on me" oder auf der 2006er Sensation White in Amsterdam als Special Guest mit dem grandiosen Remix. Nicht zuvergessen der Remix zu Paul Oakenfold´s Southern Sun, welchen ich noch heute rauf und runter hören könnte. Bitte wieder mehr davon......