In seinem erstaunlich trancig inspirierten Gewand hat sich Unprepared in den letzten Wochen auch in meinen Ohren unweigerlich festgesetzt und beweist einmal mehr die Vielseitigkeit, mit der ein Haudegen wie Marco Verkuylen nach so vielen Jahren im Geschäft immer noch unterwegs ist. ![]()
Mit seinen klickernden Klangelementen, welche zu Beginn in einem intro-artigen Zustand auf die Hörerschaft losgelassen werden, spielt der Extended Mix jedenfalls erst einmal mit der Erwartungshaltung und geizt auch nicht mit einer ersten überraschenden Wendung, wenn sich nach dem zurückhaltenden Anfangsmomenten ein irgendwo zwischen proghousigen und elektroiden Gefilden herumirrendes Drumming etabliert, welches vor allen Dingen durch seine stakkatierte Bassline in leicht drückender Bauweise auf sich aufmerksam macht. Im weiteren Verlauf gefällt sich diese nun zunehmend besser in der Rolle des immer wieder spannungstechnisch gelungen an- und abschwillenden Motivators, sodass sich auch einige prägnante Melodiefragmente nicht mehr länger diskriminiert fühlen und das Ganze nun zudem sphärisch etwas befeuern. Während der Untergrund dabei zwischen breitwandiger und stakkatierter Instrumentierung schwankt, zeigt auch die Entwicklung der sphärischen Intensität eindeutig nach oben, sodass mehr und mehr euphorische Charakterzüge zu erkennen sind. Für die nötige Portion Abwechslung sorgen dabei nicht nur immer mal wieder eingestreute Kurzbreaks, in den die melodische Komponente in den Hintergrund tritt, im Mittelteil tauchen während eines ausnahmsweise einmal etwas länger gehaltenen Breaks unvermittelt männliche Vocalsamples auf, welche angenehm unprätentiös und weit entfernt von trancigen Standarditäten den interessanten Vorlauf für das nun emporwachsende Flächenmelodiekonstrukt bilden, mit welchem der Track im weiteren Verlauf in Zusammenarbeit mit den restlichen Elementen seinen frühlingshaft-euphorischen Höhepunkt zelebriert. Reduziert auf Drumming und Vocals setzt Marco V zwar schnell wieder auf das erfolgreiche Pferd der Abwechslung, doch bedeutet diese schließlich auch die nicht minder rapide Rückkehr zum trancigen Klangspektrum, bei dem erneut die Melodietupfer vom Beginn in herausragend sphärischer Stellung agieren. Trennen sich im Anschluss die Wege von Melodieebene und Drumminguntergrund wieder, schlägt die letzte Minute dieses Stücks, welches für meinen Geschmack mit nicht weniger als 5,25/6 dekoriert werden sollte. ![]()