Großartige EP für alle diejenigen, die bei der Verschmelzung der vorzüglichen Eigenschaften deep und progressiv ganz große Augen bzw. Ohren bekommen, denn der mir (zu meinem Bedauern) bislang noch unbekannte Produzent Exoplanet hebt sich nicht nur durch seine interessanten Tracktitel, sondern auch durch seinen herrlich verträumten Klangwelten klar und deutlich von der Masse ab. ![]()
Bei As If Elegance Wasn't Enough muss ich meinen Vorrednern absolut Recht geben, wenn sie sich hier zu der Beschreibung "Musik für einsame Nächte" haben hinreißen lassen, strahlt der Track doch trotz seines dezenten Arrangements solch eine intensive Atmosphäre voller sehnsuchtsvoller und melancholischer Momente aus, die den gemeinen Hörer nicht allzu lang kalt lassen dürfte. Bereits im Intro machen sich wunderbar subtile Melodiefragmente verschiedenster Ausprägung auf, die ersten sphärischen Ausrufzeichen zu setzen, bevor das Ganze zusammen mit entspannten Synthieklängen ein schlichtes Drumming heraufbeschwört. Dabei fällt die zurückgelehnt wellenartig auftretende Bassline zwar erst auf den zweiten Blick auf, doch in ihrer progressiven Monotonie schafft sie es dennoch, einen gelungenen Kontrast zu den klaren Melodieanleihen aufzubauen, welche im weiteren Verlauf immer wieder in überaus subtiler Manier durch das Trackgewebe schweben. Festigt sich dabei zunächst der Eindruck, dass keines der Elemente zu sehr in den Vordergrund drängen will, um die Vielfältigkeit des Stücks nicht zu unterbinden, so sind es im anstehenden Break dann doch vor allen Dingen schwebende Flächen, welche in beruhigender Art und Weise das Zepter in die Hand nehmen. Zudem erhält das Ganze in Kooperation mit dem angenehmen Drumming Unterstützung von einer tänzelnden Melodielinie progressiver Bauart, welche von den restlichen Elementen herzlich begrüßt wird und sich sogleich überaus galant in die sehnsuchtsvolle Atmosphäre einreiht. Nach einem weiteren Kurzbreak ertappt sich die Tonfolge zudem dabei, zusammen mit den schimmernden Flächenklängen immer wieder einige alternative Melodiestränge auszuprobieren, ehe das Stück sich im weiteren Verlauf in bekannt dezenter Manier langsam wieder zurückbaut und schlussendlich mehr als überzeugende 5,5/6 von meiner Seite erwarten darf. ![]()
Through The Land Of Talking Lavalamps And Purple Wildebeest geht es im Vergleich zu seinem Vorgänger dann im Titel zwar etwas konfuser an, atmosphärisch bewegt sich der Track dafür noch eine gute Prise deeper im undurchschaubaren Grenzgebiet zwischen Proghouse und Progtrance. Am Intro wird dabei allerdings auch hier nicht gespart, sodass das Ganze nach einigen zwielichtigen Effektwolken zusammen mit einem monotonen Tonwabern schließlich auf einem entspannt groovenden Untergrund landet. Einzelne dezente Pianotöne erhöhen alsbald die Deepness des Stücks und führen der Hörerschaft in exzellenter Art und Weise vor, wie man auch mit schlichten Mitteln eine überaus intensive Atmosphäre kreieren kann. Die Effekt- und Flächenwolken vom Beginn bekommen dann im weiteren Verlauf zunehmend passende Unterstützung durch einige Melodiesprengsel, welche sich durch ihre Leichtigkeit allerdings etwas gegen die drückende Stimmung des Tracks stemmen. Das kommende Break bedeutet für diese aber zunächst einmal wieder Endstation, sodass sich dafür die schwebenden Flächenklänge in all ihrer herrlich deepen Struktur entfalten können, ehe mit dem einsetzenden Drumming auch der dezente Groove des Ganzen wieder zurückkehrt. Auf diesem fühlen sich nach anfänglicher Zurückhaltung auch die Flächenwolken zunehmend wohler und lassen sich schon bald von nichts und Niemandem mehr aus der Ruhe bringen. Noch nicht einmal die sanften Melodieeinlagen sind in der Lage, auch nur irgendetwas dagegenzusetzen, sodass sie nach einem kurzen Intermezzo schnell wieder in der Versenkung verschwinden und den allmählich beginnenden Rückbau des Track nur noch sporadisch begleiten. Alles in allem eine nicht minder überzeugende Angelegenheit, die mich erneut zu verdienten 5,5/6 hinreißen lässt. ![]()