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Original von Nils van Bruuk
Nun ich denke eher das man mit CDs nicht wirklich viel Übung brauch um perfekte übergänge zu zaubern. Ich würde die Zeit auf grob 3 stunden schätzen, um einen unwissenden zu halbwegs perfekten Übergängen mit Cds zu bringen.
Das kommt sicher drauf an, was Du unter „halbweg perfekter Übergäng“ verstehst.
Ich bin mir zu 100% sicher, dass ein kompletter Anfänger das nicht mal in 3 Tagen reproduzierbar hinbekommt.
Am CD-Player musst Du genau so an der richtigen Stelle ansetzen und genau so angleichen, nur das es meistens etwas genauer geht. Vor allem das differenzierte Hören müssen die meisten noch lernen.
Hinzu kommt ja auch noch der Mixer, der einen wesentlichen Anteil am Übergang hat. Beatmatching kann noch so perfekt sein, wenn man nicht mit dem Mixer umgehen kann, passet es einfach nicht. Und das lernt man nicht in 3 Stunden.
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Original von Jons
Dass beatmatching bei Vinyls schwerer ist halte ich für ein Gerücht.
[…]
Der Hauptvorteil von Cds ist wohl tatsächlich dass viel Zeit für Kreativität, also Effekte/Loops/sonstige Spielereien übrigbleibt.
Wenn es nicht schwerer ist, woher kommt dann die zusätzliche Zeit? Den Cue-Punkt auf Vinyl suchen dauert mit etwas Übung nicht wirklich so viel länger, dass man solch einen Zeitgewinn hätte.
Für mich liegt der Vorteil bei digitalen Medien (außer dem Preis natürlich) bei der Präzision. Jede Vinyl verhält sich beim Abbremsen/Anschieben anders. Das geht bei digitalen Medien genauer und präziser. Außerdem haben digitale Medien keine Gleichlaufschwankungen, außer der Track an sich wurde schon falsch produziert (was aber bei den heutigen Produktionsmitteln eher unwahrscheinlich ist).
Ich habe es bei mir gemerkt. Ich mixe mit digitalen Medien sauberer als mit Vinyl. Und das mit weniger Aufwand. Das Korrigieren während des Übergangs entfällt meistens, so habe ich den Kopf und die Hände frei für besseres Equing und eventuelle Spielereien.
Ich finde es auch gut, wenn ein DJ mit Vinyls umgehen kann. Aber nicht, weil er dadurch das „Handwerk“ beherrscht (das tut man nämlich auch mit CD-Playern), sondern weil er freier in der Wahl seiner Waffen ist.
Ich würde aber keinem Neuling mehr zu Vinyl als Einstieg raten. Die Voraussetzungen sind im Wandel. Früher hat natürlich jeder Clubbetreiber so was wie CD-Player gemieden. Zu teuer, zu unausgereift, nicht wirklich getestet. Mittlerweile ist das aber anders. Die Player sind robust, zuverlässig und nicht mehr unbezahlbar. Immer mehr Tracks kommen als digitales Release, immer mehr DJs können damit umgehen und bevorzugen die Player sogar.
Mittlerweile dürfe es sogar schon so weit sein, dass in fast jedem Club CD-Player neben (oft sogar auf) den TTs stehen. Wenn Clubs neu eröffnen, werden heutzutage TTs oft nicht mals mehr angeschafft.
Für mich sind Vinyl-Fanbois einfach Nostalgiker. Den Vergleich mit den Oldtimern finde ich eigentlich ganz passend. Klar ist es ganz cool mal mit so einem Teil am Sonntagnachmittag vor der Eisdiele zum prollen vorzufahren. Wenn es aber keinen, der da in der Eisdiele sitzt, interessiert, oder wenn es eh keiner sehen kann, ist es fürs Ergebnis eh egal, ob man nun mit einem Oldtimer oder einem Golf 4 hinkommt.
Wer heute Rennfahrer werden will, fängt auch nicht mit Autos an, die man noch mit Kurbel anlassen muss und beim Schalten Zwischengas nutzen muss, nur damit man sagt, er hat das „Handwerk“ noch richtig gelernt.
Das ist wie mit dem Programmieren. Jede Sprache bietet verschiedene Möglichkeiten und verschiedene Vor- und Nachteile. Fanbois versuchen auf Biegen und Brechen alles mit ihrer Lieblingssprache zu machen. Der erfahrene Entwickler nimmt die Sprache, mit dem er am schnellsten zu einem guten Ergebnis kommt. Man sollte halt flexibel sein.