Für mich war es leider eher ein von Pech besudelter Abend. Fing schon bei der Deutschen Bahn an, hatte alles perfekt geplant und wäre pünktlich von Anfang an zu Cold Blues Set dagewesen. Aber der blöde Zug hatte nen Defekt und auf unbestimmte Zeit Verspätung. Durch das Chaos der vielen Verspätungen in Gütersloh bin ich dann auch noch in den falschen Zug gestiegen ( wurde auf der Tafel falsch benannt) und mußte sehen wie ich aus diesem Kuhkaff rauskam, indem ich da plötzlich gelandet bin.
Jetzt zur Party:
Hatte zwischen diesen Gebäuden erst ein bißchen das Gefühl , dass ich auf einem Bauhof gelandet bin aber der Außenbereich des Clubs selbst war ganz nett ( Kann man in etwa mit dem Hawerkamp in Münster vergleichen )Der Club selbst hatte Undergroundcharakter, heißt soviel wie "nicht sonderlich sauber" und schlecht gelüftet. Als ich die Tanzfläche sah, fragte ich mich ob ich nicht auf einem Nebenfloor gelandet bin. Aber Nein, dass sollte tatsächlich der Floor sein auf dem ein großes PVD-Publikum Platz finden sollte. Da kam schon die Skepsis. Der Sound war außerdem recht dumpf.
Cold Blue spielte großartigen Progressive Trance als ich zwischen 23 u. 23:30 ankam und gab schonmal ordentlich Gas ! Ja, der Toby wußte was er tat. Da war Anspruch und System drin, aber vor allem gute Musik. Für mich zweifellos eines der Highlights des Abends. Ich kannte ihn noch nicht vom sehen und muß sagen, dass er sehr sympathisch rüberkam.
Spätern kam Wippenberg und es wurde irgendwie langweilig. Es war zwar nicht so schlimm wie ich erwartet habe aber stellenweise zu monoton um der Stimmung dort etwas abzugewinnen. Sowas kann ich auch hier in Bielefeld hören. Ich verbrachte die meiste Zeit draußen vor dem Eingang. Mit Trance hatte das nix zutun, aber das hat ja auch keiner dort behauptet. Jetzt wurde die Luft schon immer mieser und der Laden zu voll !
Dann fiel während eines coolen Intros dieser Vorhang und Paul Van Dyk haute sofort sein Set mit voller Wucht rein ! Mit zuviel Wucht würde ich sagen. Die Anlage wurde so laut aufgedreht, dass es für mich ehrlich gesagt fast an Körperverletzung grenzte. Sowas macht echt keinen Spass mehr ! Ich fragte mich ob mir das Blut zuerst aus der Nase oder zuerst aus den Ohren kommen wird ! Leider waren es dann auch fast alles dieselben Tracks wie immer ( und damit meine ich nicht die Albumtracks, ist doch klar das die rein müssen ) und irgendwie recht wenige emotionale Stücke . Ich hatte sogar jedes Mal im Gefühl welcher Track als nächstes kam und hatte auch noch Recht, soviel zu Überraschungen ( ....und das von einem Paule - Fanboy hoch drei wie mir, wer hätte das gedacht ?
) Irgendwie fehlte der Dampf und alles dröhnte nur und klang nach Brei. Sein Set war natürlich nicht schlecht und recht flott aber auch nichts besonderes und bei der Anlage leider eher eine Tortur ! Kein Vergleich zu Münster wo wirklich alles stimmte !
Nachdem mir dann auch noch der Fotoapperat hingeflogen und im A***war habe ich das Teil erstmal zur Garderobe gebracht und dachte, dass ich jetzt nochmal bei Giuseppe Ottaviani richtig Gas gebe. Doch der Sound war dort so unerträglich und die Melodien wurden sowas von verschluckt, dass mir der Schädel brummte und ich sogar Bauchschmerzen bekam. Hätte nun wirklich gedacht, dass man morgens etwas runterdreht.....Ich kann gar nicht zählen wie oft ich bei Giuseppe rausgerannt bin, weil es nicht mehr auszuhalten war. Habe aber mich wirklich bemüht noch gute Miene zum bösen Spiel zu machen, denn das Set selbst wäre eigentlich klasse gewesen. Am liebsten hätte ich mich auch auf diesen blöden Subwoofer ( unter Anderem das Zentrum des Übels) gestürzt und ihn gegen die Wand gedonnert.
So kann man doch keine Musik hören. Ich hatte noch nie so das Gefühl, dass ich eigentlich froh war, wenn es bald vorbeiginge. Schade Schade !
Lernt doch endlich mal Einer, dass Laustärke und Wumms nicht alles sind !
Fazit: viel zu kleine Location, blöde Anlage und dann DJs die sie noch mehr übersteuern. Postivi: Lauter nette Leute kennengelernt: Cold Blue, Gamberino, SoundWave, Mar she, Mugel ........und wen ich noch vergessen habe und viele Andere wiedergetroffen.