Beiträge von Nachtschatten

    Der Original Mix ist sehr fein gechillter Progressive House/Trance... so stell ich mir "in search of sunrise" vor :yes: 5/6
    Der Remix vom Herrn Charles Gudagåfva (copy&paste ^^) mag mir nicht wirklich gefallen, wirkt etwas uninspiriert und zusammenhangslos.

    Und diese Haue gegen den "Standardtrance" im 2009er Posting vom hammer kann ich heute weniger denn je nachvollziehen. Wer würde sich gegenwärtig nicht über eine Fülle hochqualitativen Materials ebenjenes "Standardtrances" freuen? :gruebel:

    Moin,

    ich bin irgendwie gerade über diesen wunderbaren Track von 2011 auf COF Recordings gestolpert, der mich sofort eingenommen hat. Trance mit dezent eingesetzten Vocals und schöner Melodie.

    Original Mix: Für mich der "schwächste" der drei Mixe. Die Melodie kommt nicht so gut zur Geltung wie beim Sensi Remix. Trotzdem gut! 4,5/6

    Sensi Remix: Der meines Erachtens beste Mix. Klassischer Upliftingtrance mit pushender Melo und leicht schauriger Atmo. Top!! 5,5/6 :huebbel:

    Damian Wasse Remix: Hier knarzt es ein bisschen mehr, dafür geht der Track nicht ganz so nach vorn. Auch sehr schön. 5/6 :yes:

    Ein paar Wörter, da hier seit knapp acht Jahren keine Antworten auf Hayden kamen :D

    "Angel" ist ein schöner melodischer, klassisch gehaltener Uplifting-Track von Jezper aus den guten alten Zeiten. Kein Wunderwerk, aber definitiv something to remember. Man hört Jezper bzw. Airbase sofort heraus. Der Remix gibt dem Track meines Erachtens keinen Bonus.

    Well done :yes:

    Zu diesem Bombenklassiker fehlt noch mein Senf. Ich glaub, das war auch eines meiner persönlichen ersten Trance-Highlights um 2003/2004... Klingt heute auch noch genauso geil wie damals. Diese Melodieführung ist einfach superb. Die Remixe braucht es meiner Meinung nach nicht wirklich. Man merkt ganz deutlich den BPM-Unterschied zu den aktuellen Produktionen. Damals war Trance noch nicht so lahmarschig wie heute ;)

    Original Mix 6/6
    Mesh Remix 5/6
    Kimito Lopez Remix 5/6
    Will Atkinson 5000 Remix 4/6

    Ein wahrlich grauenhaftes Kommerzalbum, daher 0/6. Im Übrigen find ich den Kommerz ihrer frühen Tage heute noch um Welten besser als diesen Rotz. Bei dem Gesang von "Falling Back" rollt es mir wirklich alle Nägel auf. Echt schlimm, was aus den beiden Jungs wurde :autsch: aber gut, wir kennen das ja von Tiesto, Armin, Ferry etc. bereits. Insofern hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    Durchaus brauchbarer Uplifting Trance. Das lustige ist: Man kann heute schon fast wieder sagen, er sticht aus der Masse hervor, weil die Masse sich in eine andere, furchtbare Richtung entwickelt hat. Noch vor einigen Jahren wäre ja hier sofort wieder der "Einheitsbrei"-Vorwurf erhoben worden. Heute ist es geradezu schon ein Zeichen von Abweichlertum sowas vermeintlich Altmodisches noch rauszuhauen ;)

    Ich lass das wie Genosse Henning mal gerade noch so mit 4,5/6 durchgehen.

    Ich wüsste nicht, dass Loben wesentlich schwieriger ist ;)

    Nein, muss ich nicht begründen. Du findest diese Diskussionen ohenhin an unzähligen anderen Stellen des mittlerweile vermutlich nicht zuletzt aufgrund dieser Entwicklung des Mainstream-Trance im Halbschlaf befindlichen Tranceforums.

    Ich find halt nur nicht, dass man die einstigen Superstars, die ihren heutigen Trötenbrei als Trance verkaufen, aus der Verantwortung entlassen sollte :)

    cheers :no:

    Nein, so einfach ist es nicht. Wenn alles rein subjektive Geschmacksache und somit in gewisser Weise willkürlich sein soll, gibt es keine intersubjektiven Kriterien, die zur Beurteilung herangezogen werden können.

    Für mich ist es jedenfalls Faktum, dass dieser AvB-Sound einige Elemente enthält, die man m.E. eher zum Handsup-Sound zählt. Dazu zählt der verwendete Main-Synthie, der exzessive Trommelwirbel und die Haudrauf-Zuspitzung. Ich finde, dass man die Melodie ausbauen und mit guten Synthies versehen hätte können, dann hätte auch ein guter Trancetrack draus werden können (so in die Richtung wie dieser hier etwa). So ist es leider billige Stangenware...

    Ich habs noch nicht ganz aufgegeben. Auch wenn das ganze kaum mehr was mit dem frühen Markus Schulz zu tun hat, ist die Compilation seit letztem Jahr wieder angenehmer geworden, nachdem sie zuvor nahezu unerträglich war.

    Die 2013er ist nochmal eine kleine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Besonders die erste CD ist ziemlich trancig und fein zum Hören. Auf CD 2 ist wieder relativ viel Bigroom-Geballer, das dazu beiträgt, dass ich die Compilation insgesamt nur als guten Durchschnitt einstufen kann. Meine persönlichen Highlights sind Rodg & Ruben de Ronde "Remain Different" und KhoMha "Dimensional".

    Zitat

    Original von DaveDowning
    das IST 2012 trance

    Das ist eine - ihr Deutschen würdet sagen - "olle" Begründung. Nur weil der Ausverkauf im "Trance" sich nie so intensiviert hat wie aktuell und von den sogenannten "Großen" der Szene fast nur noch billiger vermainstreamigter Plunder rausgehauen wird, heißt das nicht, dass man das noch als Trance ansehen muss. Es ist im Prinzip nicht viel anderes als der kommerzielle Trance-Hype in den ersten Jahren der 2000er Jahre, mit dem Unterschied, dass sich die AnhängerInnen der "richtigen" Trance-Szene damals vehement von der Verkommerzialisierung abgrenzen wollten (zumindest jene, die dem damals so genannten "Dutch Trance" anhingen). Um nicht zu pessimistisch klingen zu wollen: Ich bin überzeugt, dass nach dem Ausverkaufsprozess und dem Loslösen von den alten, ehemaligen, mittlerweile verkommenen Größen des Trance wieder eine Reinigung und Läuterung stattfinden kann - wenn sich die Musik wieder in den "Underground" zurückzieht.

    Ach und zum Track: immer feste druff... ecstasy.

    Habe mir gerade die "Studio Friedman"-Sendung mit der "Piratin" Marina Weisband angesehen und mir ist gleichmal die Kinnlade runtergeklappt: Der werten Dame ist nämlich nicht einmal der signifkante Unterschied zwischen der Entwendung einer CD aus einem Laden und dem Kopieren eines copyrightgeschützten Musikstückes im Internet bekannt. Offenbar ist ihr bisher nicht zu Ohren gekommen, dass nur ersteres Diebstahl ist, da beim digitalen Kopieren dem Künstler nichts entwendet wird. Gerade dieser Unterschied zeigt auch die Widersprüchlichkeit des "geistigen Eigentums" auf.

    Zitat

    § 242 StGB Diebstahl
    (1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


    Ach, um darauf noch kurz zurückzukommen (offtopic):

    Zitat

    Die Unterstellung, dass liberal = prokapitalistisch ist, ist ungefähr so als würde man das linke Theoriespektrum auf Marx, Engels und die Frankfurter Schule reduzieren.

    Anarchisten sind aber auch keine Liberalen. Aber, und das muss natürlich hinzugefügt werden, nicht alle Anarchisten sind wirklich antikapitalistisch (in dem Sinne, dass sie Lohnarbeit und Warenproduktion überwinden wollen). Aber deswegen gibt es noch lang keine Liberalen, die antikapitalistisch sind.

    Was ist von der Piratenpartei (im Plural) zu halten?

    Ich denke zwar nicht, dass die Piratenpartei einfach zu ignorieren ist, zumindest nicht, wenn man politische Analyse betreibt. Da gilt es zu fragen, inwiefern der Erfolg der Piraten Ausdruck einer Krise der etablierten Parteien und der bürgerlichen Demokratie ist. Immerhin rumort es umso stärker im Gebälk, je autoritärer und undemokratischer die Regierungspolitiken der EU-Staaten werden.

    Allerdings denke ich, dass die "Piraten" intern ziemlich widersprüchlich sind und bis auf einige Variablen (männlich, jung, internetaffin etc.) schwer gefasst werden und im Gesamten auch nicht auf das Label "kleinbürgerlich" reduziert werden können (was sie in gewissen Teilen sicherlich sind), aber sie bergen m.E. durchaus auch ein paar progressive linksorientierte Potentiale in sich. Längerfristig werden sie, aufgrund ihrer inneren Heterogenität und der kaum mit Erfolg möglichen Positionierung im ideologischen Feld (Zitat von einem österreichischen "Piraten" auf derstandard.at: "Die Piraten sind urliberal, aber nicht neoliberal, sie sind sozial, aber keine Schulbuch-Sozialisten"), vermutlich keine Bestandsaussichten haben.

    Irgendwie sind sie liberal, also grundsätzlich pro-kapitalistisch, andererseits stellen sich gerade viele ihrerer Forderungen gerade den aktuellen Einhegungen globaler Konzerne (mittels geistiger Eigentumsrechte) entgegen (wofür der Kampf gegen ACTA ein Ausdruck ist). Auch die vereinzelten Forderungen wie jene nach einem bedingungslosen Grundeinkommen oder der Freifahrt auf öffentlichen Verkehrsmitteln sind - zumindest im Vergleich zu ihren bewegungsorganisatorischen Vorgängern, den Grünen - auf der fortschrittlichen Seite. Natürlich darf nicht übersehen werden, dass es in deren Reihen auch -ich nehme an vereinzelt - antifeministische und rechte Reaktionäre gibt.

    Schließlich muss - und das ist die Schattenseite - noch gesagt werden, dass die Emergenz der Piratenpartei nicht zuletzt nicht nur auf das Versagen der bürgerlichen Parteien (Sozialdemokraten, Volksparteien) aufmerksam macht, sondern genauso auf das Versagen der Linken, die es nicht geschafft haben, sich in den entsprechenden Themenfeldern erfolgreich zu positionieren.

    Hab den Track gestern zufällig beim Karotte auf Sunshine Live gehört und gleich gemerkt, dass es sich hierbei um eine - nicht gerade subtile - Bombe handelt. Der Track ist monoton und melodiös zugleich. Ein Arpeggio, das sich den ganzen Track über gepaart mit einer treibenden, deepen Bassline erstreckt und sehr aggressiv-vorwärtstreibenden Charakter hat. Ein feiner Abgehtrack mit enormer Energie und ein Ohrgasmus zugleich. 6/6

    Erscheint demnächst mit "Solstice" bei "Music Man"...

    Die Compilation gefällt mir einiges besser als die vorherige, die m.E. der bisherige Tiefpunkt in der Reihe war. Einige gute Tracks sind enthalten, leider aber auch viele mit Gequietsche, Getröte und billigen Lalala-Melodien. Insgesamt komm ich trotzdem erstaunlich gut damit zurecht, auch wenn es kein Vergleich mit den Anfangszeiten der Compilation mehr ist.

    Ja, ich kann dir nur beipflichten... "Areyonga" ist ein sehr empfehlenswerter Progressive-Track mit sehr dichter Atmosphäre und melodisch wie aus dem Bilderbuch. Genau das richtige für einen verträumten Spätherbst-Tag. 5,5/6
    Den anderen Track find ich auch ganz nett, auch wenn er mich nicht vom Hocker reißt ;) 4/6

    Kay Cee war echt geil und ehrlich gesagt bin ich auf dessen Produktionen zum überwiegenden Teil erst gestoßen, nachdem es schon vorbei war :(
    Im Vergleich zu dem Schrott, der heute so rauskommt, waren das echte Perlen :huebbel: ich schließe mich da euch an mit der Höchstwertung für Club und Instrumental Mix.

    Spätestens seit Toronto 09 verfällt die Serie in meinen Augen immer mehr. Ich muss zugeben, dass ich sie mir mittlerweile nur noch zulege, weil ich sie seit der ersten Markus Schulz-Compilation sammle.
    Der Schulz hat leider nicht nur produktionstechnisch abgebaut, auch der von ihm gespielte Sound ging immer mehr auf Bigroom und verließ die damaligen gerusahmen Coldharbour-Klänge. Dass jemals techige Tracks wie Klaus Goulart "Turbulence" den Weg auf seine Compi finden werde, hätte ich mir vor einigen Jahren niemals er(alb)träumt. Allgemein klingen die Tracks zum überwiegenden Teil (Ausnahmen wie Mike Foyle pres. Statica "Forthy Fathoms" gibt es natürlich) einfach nur belanglos, alles schon hundertfach gehört. Für die aktuelle Prague-Compilation kann ich nicht mehr als 3/6 geben und selbst das kommt mir schon fast zu hoch gegriffen vor.

    Ein bisschen Kultur- und Gesellschaftskritik muss angesichts des alltäglichen Elends im Trikont schon sein dürfen. Das heißt ja nicht, dass es um eine Verhöhnung der Toten der Loveparade geht. Aber aus einer kulturpessimistischen Perspektive könnte man hierin schon die Dekadenz der hedonistischen Konsumgesellschaft sehen. Wenn es unter uns ist, macht uns das Elend verdammte Angst, daher haben wir es lieber woanders. Aber wenn es dann bei uns ist, dann darf es das nicht sein, dann wird stante pede nach Verantwortlichen gesucht (ähnlich der Finanzkrise), denn es werden die Augen zu gemacht, dass unsere Gesellschaft oder das System dafür (mit)verantwortlich sein könnten; nein, schuld müssen (ausschließlich!) eindeutig identifizierbare Personen sein, und diese können im Rahmen des Rechtsstaates verurteilt werden. Dann hat man die Absolution und es kann weitergehen wie bisher, ohne dass viel hinterfragt werden musste...

    Dass sich die niederländische Trance-Szene selbst zu einem beachtlichen Teil dem Ausverkauf unterworfen hat, ist traurig, aber nur ein Mosaikstein im allgemeinen Dekadenztrend der Trance-Szene in den vergangenen Jahren (d.h. nicht, dass es nicht noch gute ProduzentInnen geben würde).

    Immerhin finde ich den Ummet Ozcan Remix ganz gut, das kommt dem, was ich unter Trance seit jeher verstanden habe, sehr nahe... (und ehrlich gesagt, finde ich auch, dass es Schlimmeres als das Original gibt, wenn ich an den ganzen Vocal-"Trance"-Müll denke...).

    "Naked" ist ganz ok und spiegelt halt den momentan angesagten Trance-Sound wider (von dem ich nicht so besonders angetan bin), aber vor allem das Album "Love Technology" im Gesamten ist sehr fein geworden! Es ist kein reines Psy-Album mehr, aber dennoch stark psychedelisch beeinflusst. Ich würde es auf jeden Fall auch Trancern empfehlen. Nicht zuletzt das Remake von "1998" ist richtig gelungen! :yes:

    Wow, also mir tut es leid, dass ich offtopic antworten muss, aber diese ungeheuerlichen Anschuldigungen und Anfeindungen, die teils sogar in Richtung Nationalsozialismus weisen, möchte ich nicht so einfach stehen lassen.

    Erst einmal möchte ich anmerken, dass jene, die sich über so eine Aussage - die nicht einmal provokant gemeint war (sondern sachlich, ich bin nun einmal ein politischer Mensch) - dermaßen aufregen können, wohl am meisten in ihrer deutschverhafteten Identität verhangen sind. Auf welche Weise Emotionen über eine Nation hervorgerufen werden, verwundert mich jedes Mal von neuem.

    Zweitens habe ich zwar die österreichische Staatsbürgerschaft, identifiziere mich aber nicht über meinen Staat. Ich bin zwar nicht heimatlos, aber ich habe aber andere verbindende Elemente als meine Herkunft - vor allem als mein (zufälliges) Geburtsland. Weder trägt ein/e heutzutage lebende/r Deutsche/r Schuld an vergangenen Verbrechen, noch tut es ein/e Österreicher/in!

    Drittens nutzen gerade jene rechts(extrem) gerichteten Fraktionen jenes Potential, welches Richtung (Deutsch)Nationalismus weist - Stichwort "Wir sind wir" (und das ist mir leider aus meiner Heimat Kärnten nur allzu gut bekannt). Ich trete gegen jegliche nationalistische Strömungen ein, ob sie nun aus Deutschland oder Österreich kommen (an Hayden! Wenn du von einem Staat als einem kollektiven Subjekt sprichst, fühle ich mich nicht angesprochen).

    Viertens stehe ich dem Fußball eher indifferent gegenüber. Wenn die deutsche Mannschaft den WM-Sieg errungen hätte, wäre es ein schönes Sommermärchen geworden und ich hätte mich mit eurer Mannschaft mitgefreut (so wie beim Eurovision Songcontest)! Aber das ist bitte nichts, worauf ein/e Deutsche/r hätte stolz sein können. Stolz kann man auf eine selbst erreichte Leistung sein, aber nicht auf eine fremde.