GambaJo
Ich hab mir mal ein wenig Gedanken über die Lautstärke beim Mixen gemacht und dabei sind ein paar Fragen aufgetaucht.
1. Für gewöhnlich Mixt man zu Hause bei einer nicht so hohen Lautstärke, wie z.B. im Club. Ist es eine große Umstellung, wenn man eine geringe Lautstärke gewöhnt ist?
2. Was ist eigentlich besser/einfacher beim Mixen, eine hohe oder niedrige Lautstärke (Kopfhörer und Monitor)? Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und kann nicht mal eben richtig aufdrehen, schon gar nicht spät abends (wenn ich die meiste Lust dazu hab), oder mittags.
Andru
Mit meinen paar Jährchen Erfahrung versuche ich mal, auf deine Fragen zu antworten.
1. Es kann zum Problem werden, falls dein Kopfhörer nicht mit der Gesamtlautstärke der Location mithalten kann. Außerdem gibt es bei jeder Location eine gewisse Verzögerung, bis der Sound bei dir ankommt. Du hörst ihn also im Kopfhörer teilweise Sekunden eher als ohne Kopfhörer. Wenn du nur im Kopfhörer mixt, kann eigentlich wenig passieren. Aber wenn nicht, kann man in solch einer Situation Probleme bekommen.
2. Beim Mixen ist das besser, was dir mehr liegt. Ich wohne auch in einer Mietwohnung und hab die Monitore dementsprechend leise. Wenn du es gelernt hast, im Kopfhörer zu mixen, ist das auch kein Prob mehr. Im Allgemeinen ist es aber besser, beides zu können.
David
Ich finde es teilweise schon schwierig, sich auf einzelne Locations einzustellen. Manchmal ist es so laut oder matschig, dass man nicht mehr viel raushören kann. In dem Fall hilft natürlich das reine Mixen über den Kopfhörer. Wenn man den auf den Masterausgang eingestellt hat, hat man den Kopfhörer auch beim Übergang komplett aufsetzen.
Ich persönlich mixe lieber relativ laut, aber ich denke das ist von DJ zu DJ verschieden.
GambaJo
Wie genau geht man beim Mixen nur über die Kopfhörer vor (Ablauf)?
t-low
Wenn der Kopfhörer mit der Gesamtlautstärke nicht mit halten kann (was auf größeren Veranstaltungen ja öfters der Fall ist) werden auch oft einzelne Monitor Lautsprecher als Abhöre benutzt, die dann unmittelbar vor dir, und zu dir gerichtet stehen, so kann man nix mehr überhören und es gibt praktisch auch keine Verzögerungen. An meinem Mischer nennt sich der Ausgang
Booth (kann aber auch von Hersteller zu Hersteller variieren) ist sowas wie ein zweiter Master Output.
Am liebsten misch ich bei gehobener Zimmerlautstärke, so das man sich noch unterhalten kann ...und Fehler lassen sich auch besser kaschieren wenn nicht ganz soo laut gespielt wird
Mathes
Ich persönlich mache meist den mix beim mix
Ich wohn ja auch in einer Mietwohnung und daher ist es bei mir auch nicht grad laut, die Anlage klingt auch dazu nicht entsprechend um es als perfektes Monitoring zu benutzen. Ich geh meist so vor das ich den Master natürlich auf der Anlage hab, zum angleichen ansich benutz ich dann einen Kanal und ein Ohr am Heady. beim Übergang jedoch bzw kurz davor setz ich den Kopfhörer komplett auf um Beide Kanäle exakt übereinander zu haben. Das bleibt dann meiost auch bis zum ende des Übergangs, da du im Kopfhörer wirklich den besten Sound hast, das ist auch ein Grund wieso man meist seinen eigenen Kopfhörer mitnimmt. Man kommt mit dem eben am besten klar!
maurice
genau mathes ... das du das hier schreibst ist schon geil!! du weist warum gell.
kopfhörer mixen ist nicht meins aber ich denke ich muss es lernen.
mauirce
David
| Zitat: |
Original von GambaJo
Wie genau geht man beim Mixen nur über die Kopfhörer vor (Ablauf)? |
Ich mache es so, dass ich nachdem ich die beiden Tracks angeglichen habe, das Mastersignal auf den Kopfhörer lege. Während ich dann den neuen Track lauter werden lasse, springe ich auch teilweise wieder zur vorherigen Einstellung, um zu kontrollieren ob die Tracks noch richtig übernander liegen. Wenn das der Fall ist, gehe ich wieder zurück aufs Mastersignal und höre so genau den Sound, der aus dem Mischpult raus geht. So kann ich den Übergang recht gut durchführen, wobei ich den Kopfhörer bei Übergängen leider oft ziemlich laut habe.
Die Schwierigkeit ist die, dass man am Anfang des Übergangs nicht beide Tracks gleichzeitig hört (Es läuft ja erst nur der alte Track auf dem Masterkanal) und sich darauf verlassen muss, dass sie richtig angeglichen sind. Man kann wie gesagt hin und her springen, aber das geht bestimmt nicht bei jedem Mixer so gut wie beim Pioneer und erfordert ein bisschen Übung.
Vandit Jünger
Ich greife mal GambaJos Thema wieder auf und wollte mal wissen ob ihr bevor ihr den "Übergang" ansetzt, die Lautstärke (das neue Lied was ihr mixen wollt) runterschraubt oder beide gleich laut laufen laßt?! Denn habe schon von einigen DJs gesehen das Sie da öfters dran rumfingern. Damit man den Übergang nicht so sehr hört.
Also ich selbst mache es auch so, klingt meines erachtens nicht so schlecht.
Bloß jeder macht es anders. Wollte mal euch fragen!!!
thomas marx
Also ich behandel den Gain so wie die anderen Regler auch. Ich spiele meist genauso damit wie mit dem Bass, Mitten oder den Höhen. Nicht ganz so stark, aber ich versuche damit den Übergang etwas sanfter zu gestallten. Denn mit einem Drehregler ist man meist ganuer als mit einem Fader.
Was so die Kopfhörer-geschichte angeht: Ich mixe fast immer nur mit Kopfhörer. Ich wohn auch in einem Mehrfamielienhaus und da ist das echt besser. Wenn man richtig gute Monitorboxen hat (auf Party oder im Club) kann man die schon nutzen, da man da den kick sauber hören kann.
Ich brauch aber immer einen cue-mix, damit ich das optimal angleichen kann.
Wenn man mit Monitor mixt, muss man beachten das der recht laut oder der kopfhörer recht leise ist. Der stress für das ohr ist dabei recht hoch.
Und noch ein Grund um mit dem Köpfhörer zu mixen:
Ich will die volle Power der Musik in meinem Körper spüren

, und das geht zuhause nur so.
Und wenn man den richtigen Mixer hat. wie ich, den Numark 5000fx
Vandit Jünger
Auf die Kopfhörerfrage, brauche ich fast gar nicht. Da sehe ich mich nur als Monitorhörer.
Die Kopfhörer brauche ich nur um rein zu schnuppern ob es der Remix auch ist (denn bei manchen Platten kann man nur erahnen wo welches Lied drauf ist) und ob die Lieder synchron laufen.
Weiß nicht, stelle mir das sehr schwer vor nur mit Kopfhörern zu mixen. Brauche das feeling von den Boxen wie und wann es richtig scheppern muss!!!
Aber irgend wann fängt man ja mit allen an!!!

Man muss ja flexibel sein.
thomas marx
wie gesagt, wenn man in einem Haus wohnt wo es noch andere gibt, muss man mit kopfhörer oder leise mixen.
Ich brauch bei meinem style auch immer die kontrolle, wenn man nur eine platte nach der anderen spielt braucht man das nur ab und zu.
Trance Freak
Ich versuch das mal so einfach wie möglich zu erklären
Ich mache das so:
Da ich den Pioneer DJM 600 habe, ist das mit der Lautstärke kaum ein Problem mehr. Du hast die Master-Anzeige. Da stelle ich die Lautstärke der ersten Platte auf einen bestimmten Pegel ein. (Normalerweise die ersten drei Balken im roten Bereich).
Da jeder Kanal aber seperat noch eine eigene Anzeige hat, brauche ich den Gain Level des zweiten Kanals nur auf dem Level zu bringen, wie dem von der ersten Platte. Damit sind die Platten eigentlich schon fast gleich laut. Während des Mixens ziehe / schiebe ich nur die Fader. Am Gain-Level verändere ich eigentlich nichts mehr.
Wenn am Ende des Übergangs der zweite Track doch lauter sein sollte (das sehe ich durch die Master Anzeige), dann kann ich das durch minimales Drehen des Gainreglers noch ausgleichen.
Ich benütze übrigens auch während des gesamten Mixings den Kopfhörer.
Mit meinem alten Mixer, der nur eine MasterAnzeige hatte, war das schon viel bescheidener
Hayden
also ich nutzte alle Regler inzwischen auch beim Mixen aber das ist bei mir ein laufender Prozess gewesen. Am Anfang hab ich das nie gemacht inzwischen spiele ich mit allen.
Ich mixe recht viel mit Kopfhörern, hat auch den Vorteil das man es dann kann wenn die Monitorboxen schlecht sind. (Talla und Woody hatte das Problem ja bei der Party in Essen, Alex MORPH hingegen nicht da er mit Kopfhörer mixt).
Cileos
Habe da gar keine so richtige Vorstellung von, wie das mit Monitorboxen gehen soll. Da hören dann die drei Leute hinter dir schön mit, was für'nen Mist du baust, oder wie?
Habe zuhause gar keine Monitorboxen, und sehe immer zu, dass ich möglichst leise bleibe, da die geschlossenen Kopfhörer ja doch sehr belastend auf die Ohren wirken (merke ich auch danach).
Habe ja auch das Glück, für jeden Kanal ne eigene Pegelanzeige zu haben; ab und an spiele ich den hereinkommenden Track aber auch leiser (oder eben lauter) ein. Muss da aber eh noch meinen Stil finden.
Solarcoaster
| Zitat: |
Original von Trance Freak
Da ich den Pioneer DJM 600 habe, ist das mit der Lautstärke kaum ein Problem mehr. Du hast die Master-Anzeige. Da stelle ich die Lautstärke der ersten Platte auf einen bestimmten Pegel ein. (Normalerweise die ersten drei Balken im roten Bereich).
Da jeder Kanal aber seperat noch eine eigene Anzeige hat, brauche ich den Gain Level des zweiten Kanals nur auf dem Level zu bringen, wie dem von der ersten Platte. Damit sind die Platten eigentlich schon fast gleich laut. |
Das mit den separaten Anzeigen für die Eingangskanäle ist beim 600'er wirklich ganz praktisch. Trotz allem ist das keine Gewähr, dass sich Titel, die auf der Anzeige die gleiche dB-Lautstärke erreichen, auch gleich laut anhören. Das liegt daran, dass verschiedene Frequenzen bei gleicher dB-Intensität unterschiedlich laut wahrgenommen werden. Soweit ich weiß sind das tendenziell die Höhen (oder auch Mitten). Darum sollte man neben der Anzeige auf jeden Fall auch noch selber hinhören und abgleichen.
Dass Lautheit nicht nur vom dB-Level abhängt kann man auch selber einfach mal ausprobieren: Einfach mal den Bass um 3 oder 5 dB erhöhen und danach dasselbe nur mit den Mitten oder Höhen machen. Hört sich nicht an, als ob die Lautstärke immer um dasselbe angestiegen wäre.
(achja, und noch zum Ausgangskanal, bei mir ist die Richtmarke immer 0 dB, also möglichst nicht in den roten Bereich kommen)
Malte
| Zitat: |
Original von Cileos
Habe da gar keine so richtige Vorstellung von, wie das mit Monitorboxen gehen soll. Da hören dann die drei Leute hinter dir schön mit, was für'nen Mist du baust, oder wie?
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Nee, über die Monitore läuft ja dann nur der Master! In dem Fall würde man dann halt den Kopfhörer nur auf ein Ohr packen und da das Cue Signal vom neuen Track drauflegen.
Ich persönlich habe zu Hause aber auch das Problem, dass ich eigentlich nur im Kopfhörer mixen kann. Meine Lautsprecher sind eigentlich zum Hören ganz gut, aber beim Mixen komm ich mit der oben genannten Methode überhaupt nicht klar. Da hör ich nichts gescheites raus, klingt mir alles zu schwammig und das Angleichen kann ich vergessen.
Ich mixe eigentlich fast immer mit der Methode, dass ich beide Signale gleichzeitig (natürlich teilweise unterschiedlich laut) auf den Kopfhörer lege. Klappt recht gut, doch weiß ich garnicht ob das überhaupt empfehlenswert ist, oder ich mich schnellstens umstellen sollte? Das Problem ist eigentlich, dass ich sobald die Tracks auseinanderlaufen nicht wirklich sagen kann ob der neue Track zu langsam oder zu schnell ist. Ich "probiere" es einfach aus, indem ich kurz anschiebe bzw abbremse und merke es ja so. Mit Vinyl hätte ich so wahrscheinlich schon eher Probleme, aber mit meinen CDJs ist das durchs einfache pitch bending eigentlich kein Problem.
Solllte ich mir die Technik abgewöhnen, oder machen das alle so, "die über Kopfhörer mixen"?!
gruß Malte
Trance Freak
| Zitat: |
Original von Solarcoaster
Das mit den separaten Anzeigen für die Eingangskanäle ist beim 600'er wirklich ganz praktisch. Trotz allem ist das keine Gewähr, dass sich Titel, die auf der Anzeige die gleiche dB-Lautstärke erreichen, auch gleich laut anhören. Das liegt daran, dass verschiedene Frequenzen bei gleicher dB-Intensität unterschiedlich laut wahrgenommen werden. Soweit ich weiß sind das tendenziell die Höhen (oder auch Mitten). Darum sollte man neben der Anzeige auf jeden Fall auch noch selber hinhören und abgleichen.
[...]
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Das stimmt schon. Kommt aber vor allem bei älteren / oft gespielten Platten vor. Bei den neuen Pressungen gibt es aber kaum Probleme.
Generell muss ich sagen, dass ich mit dem Pioneer mit der Lautstärkenregelung keine Probleme mehr habe.
Cileos
| Zitat: |
Original von mYstik
| Zitat: |
Original von Cileos
Habe da gar keine so richtige Vorstellung von, wie das mit Monitorboxen gehen soll. Da hören dann die drei Leute hinter dir schön mit, was für'nen Mist du baust, oder wie?
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Nee, über die Monitore läuft ja dann nur der Master! In dem Fall würde man dann halt den Kopfhörer nur auf ein Ohr packen und da das Cue Signal vom neuen Track drauflegen.
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Ahja, das klingt logisch.
Habe ich auch schon probert, aber da machen wohl Anlage und Gehör nicht so ganz mit.
| Zitat: |
Ich persönlich habe zu Hause aber auch das Problem, dass ich eigentlich nur im Kopfhörer mixen kann. Meine Lautsprecher sind eigentlich zum Hören ganz gut, aber beim Mixen komm ich mit der oben genannten Methode überhaupt nicht klar. Da hör ich nichts gescheites raus, klingt mir alles zu schwammig und das Angleichen kann ich vergessen.
Ich mixe eigentlich fast immer mit der Methode, dass ich beide Signale gleichzeitig (natürlich teilweise unterschiedlich laut) auf den Kopfhörer lege. Klappt recht gut, doch weiß ich garnicht ob das überhaupt empfehlenswert ist, oder ich mich schnellstens umstellen sollte? Das Problem ist eigentlich, dass ich sobald die Tracks auseinanderlaufen nicht wirklich sagen kann ob der neue Track zu langsam oder zu schnell ist. Ich "probiere" es einfach aus, indem ich kurz anschiebe bzw abbremse und merke es ja so. Mit Vinyl hätte ich so wahrscheinlich schon eher Probleme, aber mit meinen CDJs ist das durchs einfache pitch bending eigentlich kein Problem.
Solllte ich mir die Technik abgewöhnen, oder machen das alle so, "die über Kopfhörer mixen"?!
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Finde es schwierig, nur mit dieser Methode zu mixen (wobei ich Turnies habe, keine CDJs). Klappt eigentlich ganz gut, wenn ich mir den hereinkommenden Track auf die eine Seite lege und den Master auf die Andere, bis ich glaube, das Tempo zu haben. Dann versuche ich, den gleichen Takt zu finden und korrigiere das dann mit deiner Methode, also beide Lieder übereinander auf dem Kopfhörer.
Wenn man schon mit dieser Methode beginnt, ist man ja ständig nur dabei, die Beats und anderen Elemente auseinanderzudividieren.
Was mir auch hilft, wenn ich mir nicht sicher bin, welcher Track schneller und welcher langsamer läuft, ist, bewusst beim Master mitzuwippen.
Southern
Alles eine Frage der Übung. Man kann auch zwei Tracks gleichzeitig in gleicher Lautstärke ausschließlich über Kopfhörer hören und trotzdem -dank Training und guter Trackkenntnis- beide perfekt angleichen.
greetz West