GambaJo
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| Original von Cileos Habe da gar keine so richtige Vorstellung von, wie das mit Monitorboxen gehen soll. Da hören dann die drei Leute hinter dir schön mit, was für'nen Mist du baust, oder wie?
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1. Nein. Monitore hängen oft an einem anderen Kanal als dem Master (einfach um die Lautstärke separat vom Master bedienen zu können, es kommt aber das gleiche Signal, wie beim Master raus.
Platte A läuft ganz normal über den Master, so dass man das Signal über die Anlage (optimalerweise auf dem Dancefloor) hört (Line-Fader voll aufgedreht). Man will Platte B reinmixen. Platte B Line-Fader komplett geschlossen, aber auf Kopfhörer gelegt. Nun hält man eine Kopfhörermuschel ans Ohr, und die andere weg vom Ohr. Auf dem einen Ohr hört man also Platte A (über die Monitore) und auf dem anderen Platte B (über die Kopfhörer). Mann kann hilfsweise noch über dem Cue-/Master-Regler etwas von Platte A auch auf die Kopfhörer legen, muss aber nicht sein.
So wurde immer gemixt, bevor Mixer den besagten Cue-/Master-Regler hatten.
2. Andere Variante davon ist das Kopfhörer-Splitting. Dabei läuft Platte A und Platte B komplett über die Kopfhörer, dabei ist Platte A z.B. auf der linken Kopfhörermuschel, und Platte B auf der rechten Kopfhörermuschel.
3. Dritte Variante ist, dass man wieder Platte A und B über Kopfhörer mixt, wobei beide auf beiden Kopfhörermuscheln gleichzeitig zu hören sind, die Platte, eine Platte leiser, als die andere. Welche ist Geschmackssache. Das geht aber erst, seit dem Mixer Cue-/Master-Regler haben.
4. Ist im Prinzip das Gleiche, wie Methode 1, nur ohne Monitore. Man nutzt den Master als Monitor.
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| Original von mYstik Klappt recht gut, doch weiß ich garnicht ob das überhaupt empfehlenswert ist, oder ich mich schnellstens umstellen sollte? |
Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile:
Zu Methode 1.: Vorteil der ersten Methode ist, dass man überall mixen kann. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass überall wo man hinkommt, ein DJM-600 o.ä. steht.
Nachteil ist, dass dabei die Monitorboxen gut sein müssen und recht nah beim DJ stehen müssen. Sind sie zu schlecht, hört man oft Fehler nicht schnell genug raus, oder man hört Fehler, wo keine sind. Außerdem kann es sein, das sich das Signal mit dem des Masters vermischt. Und da das Mastersignal üblicherweise weiter weg ist, als das Monitorsignal (Monitorboxen meistens direkt beim DJ, Master auf dem Dancefloor). Und da der Schall vom Dancefloor länger braucht, als der von den Monitoren, gibt das Bass-Salat.
Zu Methode 2.: Vorteil ist, dass man über Kopfhörer besser Fehler und Lautstärkedifferenzen raushören kann. Nachteil ist, dass nur wenige Mixer eine Splitting-Funktion haben. Man sollte sich also nicht darauf verlassen. Zu bedenken ist auch, dass bei modernen Platten oft das Stereo-Signal nicht gleich ist, d.h., es kann sein, dass auf der linken Seite das Signal zeitweise stärker ist, als auf der rechten Seite und umgekehrt.
Zu Methode 3.: Vorteile und Nachteile fast gleich, wie bei Methode 2, nur das hier das Stereo-Problem nicht vorkommt.
Zu Methode 4.: Ist eigentlich gar nicht zu empfehlen, aber im schlimmsten Falle unumgänglich. Hier sollte man nur kurz über Kopfhörer angleichen, Platte reinwerfen, und dann nur noch ohne Kopfhörer den Übergag machen.
Will man auf alles gefasst sein, sollte man alle vier Varianten beherschen.
Ich gehe meistens folgendermaßen vor:
Zuerst lasse ich Platte B komplett über Kopfhörer laufen, ohne Platte A auf den Kopfhörern. Ich suche mir eine laute Stelle von Platte B aus, und gleiche den Gain erst mal über die LED-Ketten an. Das wird dann noch kurz über das Gehör getestet.
Nun suche ich mir den Cue-Punkt bei Platte B, oft lasse ich einige Takte laufen, um zu sehen, ob bei Platte B nicht schon recht früh am Anfang ein Break o.ä. kommt. Wenn ich Zeit habe, höre ich mir auch mal das Ende der Platte an, um zu sehen, wo ich die nächste Platte einwerfen könnte, und ob da der Bass irgendwo nicht plötzlich aufhört o.ä.
Nun lasse ich Platte A und Platte B über Kopfhörer laufen (kein Splitt), wobei Platte B lauter ist. Zunächst höre ich das nur auf einer Muschel mit, mit dem anderen Ohr höre ich über die Monitore.
Klappt das nicht mit dem Angleichen, weil die Tracks zu schwammig sind, oder ich andere Störungen habe, nutze ich beide Ohrmuscheln. Wenn ich denke, der Bass passt, mache ich meistens noch einen Testdurchlauf, nun komplett über Kopfhörer (Cue-/Master-Regler genau zwischen Cue und Master).
Beim Übergang selbst nutze ich sowohl wieder Kopfhörer wie auch Monitore. Irgendwann nutze ich nur noch Monitore bzw. Noch besser den Master. Kopfhörer nur noch dann wenn ich etwas kontrollieren oder korrigieren muss.
Ab spätestens Mitte des Übergangs sollte man Kopfhörer nur noch zum kontrollieren und korrigieren nutzen, denn man muss den Sound auspegeln, der aus den Boxen kommt. Es nützt nichts, wenn es sich auf den Kopfhörern toll anhört, die Endstufen und Equalizer im Club aber die Bässe oder Höhen stärker betonen, als die anderen Frequenzen. Das muss man ausgleichen. Gleiches gilt für die Monitore. Sobald der Übergang zu ca. ¾ durch ist, Monitore aus, und Mastersignal prüfen.
Zu Hause kann man sich das meiste davon schenken. Aber fast jeder Bedroomer hat die Ambition mal im Club aufzulegen. Und wenn man erst dort mit diesen Maßnahmen anfängt, geht das sicher in die Hose.
Hab schon erlebt, dass DJs mit jemandem gesprochen haben, und um seinen gegenüber besser zu verstehen, wollten sie die Monitore abdrehen. Dummerweise haben sie die Mastererwischt, und es nicht gemerkt, weil die so Monitore so lauf waren. Peinlich und unnötig.
Oft machen DJs auch den Fehler, dass sie Gain und/oder Master bis weit in den roten Bereich des Mixers drehen. Folge ist, dass das Signal vom Mixer verzerrt wird. Wenn man es lauter haben will, lieber Endstufen aufdrehen.
Oft gibt es auch den Fehler, dass sie am Kopfhörer alles passend hatten, und auf der Tanzfläche zu wenig Bass, dafür zu viele Höhen zu höre waren (und das kann weh tun).
Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.
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