GambaJo
Seit einiger Zeit hört man immer Mehr von sogenannten (WeB)logs.
Neugierig, wie ich bin, habe ich mir das Prinzip und einige Blogs angeschaut.
Blogs beruhen auf CMS, können aber verschiedene Anwendungsgebiete haben.
Man kann Sie als Tagebuch oder Selbstdarstellung, als Newsletter oder als Fachblogs nutzen.
So viel zur Theorie.
Für mich persönlich habe ich aber noch nicht ganz den Sinn oder die Vorteile davon erkannt. Bin ich kein ganzer Mensch, wenn ich keinen Blog führe? Geht etwas an mir vorbei, wenn ich keine Blogs lese?
Besucht ihr regelmäßig Blogs? Wenn ja, welche, und was habt ihr davon?
Führt ihr eventuell einen eigenen Blog? Wenn ja, warum?
Versteht mich nicht falsch, das soll keine Kritik sein. Ich bin einfach neugierig und möchte verstehen, warum Blogs sich so stark verbreitet haben und warum sie sich solcher Beliebtheit erfreuen. Vielleicht kann ich auch einen Nutzen daraus ziehen.
emotion
Ich hab auch eine Zeit lang gebloggt!
Bei Simpleblog...Angefangen hat Deed damals damit...Ich hab mitgelesen und fand es ganz gut seine Gedanken und Gefühle mal niederschreiben zu können...
Ich hab es also quasi als eine Art Tagebuch angesehen...Der gewisse Reiz daran war für mich, dass die Leute zwar mitlesen konnten was ich schreibe, aber doch nicht wussten wer ich wirklich bin...Angaben über sich als Person sind freiwillig, somit kann man anonym bleiben wenn einem danach ist...
Nach einiger Zeit jedoch muss ich sagen wurds mir zu langweilig da was reinzuschreiben...Habs somit aufgegeben, meine Pages gelöscht und nix mehr geschrieben...
Der Sinn davon?!Ich weiß es nicht wirklich...Vielleicht einfach mal Probleme etc niederschreiben zu können, ohne dass man Handschmerzen vom Stifthalten bekommt, sondern alles über die Tastatur laufen lässt?!
GambaJo
Fürs Tagebuch gibt es ja SOftware, die man lokal auf dem Rchner installieren kann. Wieso soll/muß das öffentlich ablaufen?
emotion
Um auf Reaktionen anderer zu warten? Es ist ja möglich Comments zu schreiben zu den verschiedenen Blogs.Ich kann mir vorstellen, dass viele auf Reaktionen anderer warten/hoffen, die etwas ähnliches in bestimmten Ereignissen oder Situationen erlebt haben..
Wie gesagt, ich blogge lang schon nich mehr, hab aber auch nur diese Erklärung parat!
Lemieux
Ich würde außerdem behaupten, dass das in den Medien auch ein bissle zu stark gehypt wurde... ich lese keine Blogs und kenne auch niemanden, der welche ließt.
timeok
den einzigen weblog den ich im moment mitverfolge ist der eines kollegen, welcher sich seit august auf einer weltreise befindet. er weiss das erlebte spannend und amüsant zu erzählen und dokumentiert auch mit schönen bildern.
ansonsten: who cares about weblogs?
GambaJo
@timeok:
Das ist ein guter Grund für einen Weblog. Bin neugierig, haste mal den Link?
Solar Spectrum
Der erste ist sehr gut, aber ich habe weder Zeit noch Lust mir das regelmäßig anzugucken, geschweigedenn da was zu schreiben!
Teh'leth
Weblogs sind im Gegensatz zu der vom Laien selbstgemachten Webseite viel einfacher zu erstellen und zu verwalten, daher -denke ich- kommt die Beliebtheit.
Weblogs an sich sind ja schon fast wieder out. Danach kamen die Fotoblogs, sind auch mehr oder weniger wieder out. Und jetzt aktueller Trend sind wohl die Pod-Casts, mal sehen wir lange sich das hält.
Wie auch immer. Man muss schon unterscheiden zwischen dem privaten Weblog (als mehr oder weniger dem privaten Tagebuch), der zu 95% uninteressanter Stoff enthält und zwischen besonderen Themenblogs. Denn das eigentlich interessante an einem Weblog ist die hohe Dynamik wie sich News (und Gerüchte) verbreiten; noch schneller wie beispielsweise in einem Forum. Ein Netz an Blogs entsteht durch die Trackbacks - also die Themenbezogene Verlinkung der jeweiligen Artikel. Beispiel: in Blog A erscheint ein Artikel, der Autor von Blog B schreibt einen ähnlichen Artikel und schickt darüber hinaus einen Trackback an A. Im Blog A erscheint somit (z.B. in Form eines Kommentars oder direkt als Trackback gekennzeichnet) einen Hinweis auf einen ähnlichen Artikel. Und bei A und B bleibt es nicht, sondern es geht immer weiter. Ich treibe mich z.B. in verschiedenen Webdesign- und SEO-Blogs rum und von denen gibt es nun mal sehr sehr viele. Anhand der Trackbacks bekommt man aber das meiste von den anderen Blogs mit, selbst wenn man sich nur in einem aufhält.
Das was mir persönlich am Blog-System noch viel mehr gefällt ist die Art wie man Inhalte herausziehen und verbreiten kann. Man muss nicht jede Blog-Seite im Browser ansurfen, sondern man kann sich (über entsprechende Programme / Plugins / Services) aus verschiedenen Blogs seine Tageszeitung zusammenstellen, in dem halt nur das drin steht, was einem interessiert.
Nachteilig sehe ich am Blog-Hype allerdings die Tatsache, daß es immer mehr Blogs gibt, die einfach nur per Copy&Paste Inhalte verbreiten und eher wenig bis gar keinen eigenen redaktionellen Inhalt haben. Dann bringt nämlich auch die Blogroll- und Trackback-Vernetzung unter einander nicht viel, wenn jeder das selbe bringt.
greetinx,
Teh'leth
emotion
Ui, als Informationsbeschaffungsmittel von wirklich nützlichem Stuff hab ich das Ganze noch gar nicht gesehn!
Ich kannte das Ganze nur als die Variante des Tagebuchs...!
GambaJo
| Zitat: |
Original von Teh'leth
Das was mir persönlich am Blog-System noch viel mehr gefällt ist die Art wie man Inhalte herausziehen und verbreiten kann. Man muss nicht jede Blog-Seite im Browser ansurfen, sondern man kann sich (über entsprechende Programme / Plugins / Services) aus verschiedenen Blogs seine Tageszeitung zusammenstellen, in dem halt nur das drin steht, was einem interessiert. |
Bitte um nähere Erklärung.
timeok
| Zitat: |
Original von GambaJo
@timeok:
Das ist ein guter Grund für einen Weblog. Bin neugierig, haste mal den Link? |
kein problem:
http://www.vonwerdt.com/diary
Teh'leth
| Zitat: |
Original von GambaJo
Bitte um nähere Erklärung. |
Was möchtest denn da genau wissen?
Weblogs bieten von Hause aus die Möglichkeit 'Feeds' zu erzeugen - in den verschiedenen Formaten. Also quasi der Content komplett ohne irgendwelche Formatierungen. Aber nicht nur Weblogs bieten solche Möglichkeiten an, auch News-Portale usw. (achte halt mal in deinem Firefox auf das orange RSS-Symbol oder halt solche RSS/XML-Buttons). Mit diesen Feeds kann man eine Menge machen. Zum Beispiel wie angesprochen sich quasi eine eigene Zeitung zusammenstellen lassen (>>
newsisfree.com); oder sich halt eine Newstickersoftware runterladen (hatte ja mal einen Forums-Feed angeboten gehabt, der leider kaum Beachtung fand:
Thread).
Man kann sich natürlich - soweit erlaubt - auch die News-Feeds bzw. Artikel in seine Webseite einbaun (über einen Parser). Entweder ebenfalls als Ticker, oder halt nur die Überschriften mit einer kurzen Beschreibung (siehe tranceforum.info Startseite, da ist auf der rechten Seite der Tranceblog integriert), oder den gesamten Artikel.
Oder man liest seine News / Feeds mit einem Newsgroupreader, z.B. im Outlook Express - oder noch schöner: im Opera (die Feed-Verwaltung gefällt mir in diesem Programm noch am besten).
Hier noch ein paar zufällig ausgewählte Links:
-
www.drweb.de - dort mal ins Weblog schaun
-
www.wordpress.de - Community zu der Software WordPress
-
www.rss-scout.de - Verzeichnis
-
www.feedster.de - Feed Suchmaschine
Google bietet auch einen schönen Feed-Reader an. Als Beispiel wird der Tranceblog im Google Reader angezeigt:
http://www.google.com/reader/preview/*/f...ceblog.de/feed/
greetinx,
Teh'leth
GambaJo
Habe ich das richtig verstanden:
Du gehst auf diverse Weblogs und Newsseiten, setzt dir in deinem RSS-Reader ein Bookmark zu dieser Seite/Blog und hast dann die News auf einem Blick immer aktuell? So machtst Du das mit mehreren Seiten/Blogs und hast News auf einem Blick von verschiedenen Quellen?
Das mein FF das kann, wusste ich schon, hatte bisher nur keine Verwendung dafür. Mal schauen, vielleicht ändert sich das.
Teh'leth
Bin ich grad drübergestolpert:
Online-Visionäre:
Abgebloggt
(sueddeutsche.de)
Man muss natürlich bedenken, daß dieser Artikel von der sueddeutschen Zeitung ist, also einem klassischen Medium. Ist klar, daß die dann so eine Haltung gegenüber Blogs im allgemeinen haben.
greetinx,
Teh'leth
GambaJo
Ich habe gestern ein kleines Projekt (Aufzucht von Chili-Pflanzen) gestartet, und möchte unter anderem das für andere Leute dokumentieren. Habe mich da für einen Blog entschieden, weil das wohl die einfachste Lösung wäre.
Ja, und da fangen die Probleme schon an. Ich habe zwar eigenen Webspace, den wollte ich aber eigentlich lieber als DJ-Seite behalten (auf wenn ich das alles mal neu gestallten muss). Da passt so ein Blog eigentlich nicht wirklich rein. Außerdem wäre der Blog weg, wenn ich meinen Webspace aufgeben würde.
Es gibt ja genügend kostenlose Blog-Anbieter, so viele, dass ich mich nicht entscheiden kann. Ich weiß nicht, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Anbieter haben, ich möchte aber auch nicht bei jedem einen Account erstellen, um es herauszufinden.
Der Blog soll nichts Kompliziertes werden. In Unregelmäßigen Abständen einen Eintrag, evt. hier und da mal ein Foto oder Video. Es soll auch möglich sein z.B. YouTube-Videos einzubinden.
Hat da wer Erfahrung und kann mir vielleicht etwas aus eigener Erfahrung empfehlen?
Teh'leth
In der Regel sollte man bei einem Webspace-Anbieter die Möglichkeit haben, sein Webspace in Kontingente aufzuteilen und alle Teile mit einer seperaten Domain oder Subdomain ansteuern zu können. Von daher kannst du doch ruhig deinen jetzigen Webspace weiternutzen. Müsstest dir halt ggf. noch eine passend Domain für dein Projekt zulegen.
Von Free-Blog-Anbietern halte ich jetzt nicht sooo viel. Allerdings habe ich jetztaus Recherche-Gründen mir mal einen Account bei blog.de geholt. Wenn man dort aber richtig ernsthaft bloggen möchte, müsste man sich einen kostenpflichtigen "Pro" Account holen - und für das Geld kann man sich auch selbst Webspace+Domain+WordPress holen und das in Eigenregie starten.
Der Vorteil von so Blog-Communties ist aber auch nicht von der Hand zu weisen: sofern du über was richtig interessantes bloggst, hast du dort gleich eine gewisse Anzahl an hauseigenen Lesern und ab einen gewissen Bekanntheitsgrad wirst du dann auch von den Betreibern so ein wenig gefeatured. Bei einem Blog in Eigenregie müsstest erstmal dir einen Grundstock an Lesern aufbauen bzw. Suchmaschinen-Optimierung betreiben, damit zu zu deinem Thema überhaupt erstmal gefunden wirst.
Also ... neben oben genannten Dienst blog.de kann ich noch blogger.de und de.over-blog.com. Aber hab diese Anbieter noch nicht im Detail getestet.
greetinx,
Teh'leth
P.S.: Parallel zum Trance Blog habe ich jetzt noch einen weiteren Blog gestartet - vor allem zum testen und für allgemeinen Kram. Ihr könnt da ruhig mal reinlesen:
Hauptsache gespiegelt! Weblog
GambaJo
Mein Problem bei Blogs auf eigenem Webspace ist vor allem die Gestaltung (wie auch bei meinen übrigen Seiten). Ich habe eh nicht so das große Ziel ein großes Publikum zu erreichen.
Welche Software kannst Du empfehlen? Wordpress?
Teh'leth
Genau ...
WordPress ... super Software und ich glaub auch die gängigste. (Den einzigsten Nachteil sehe ich eher in der Häufigkeit der Updates. Grade wenn man mehrere Blogs hat und die softwaretechnisch auf den neusten Stand halten möchte.) Manche schwören noch auf
Serendipity, mit der hab ich allerdings noch keine Erfahrung gemacht.
Gibt auch zahlreiche Plugins sowie - und das ist vielleicht eher was für dich - viele ausgezeichnete vorgefertigte Themes. Das heißt, du brauchst dir wegen Design keine Gedanken zu machen.
greetinx,
Teh'leth