Übersetzt heißt das "schöner, lobender Frühling" und ist der Name der chinesischen Nonne, die als Begründerin dieser Unterart von Kung Fu gilt.
Ving Chun ist eine der Familien (Wing Tsun, Wing Chun...) einer Kampfkunst (kein Kampfsport), die unter dem Oberbegriff Kung Fu ("Harte Arbeit") existiert. Diese Kampfkunst ist darauf ausgerichtet, daß man einen Gegner so schnell wie möglich kampfunfähig macht, unabhängig von der eigenen physischen Beschaffenheit oder die des Gegners. So können sogar zierliche Frauen oder Kinder diese Kunst erlernen, da man die Kraft, das Gewicht und die Angriffswucht des Gegners nutzt, und gegen ihn anwendet.
Dabei verzichtet man gänzlich auf irgendwelche Showeinlagen und Kunststückchen. Tritte gehen höchstens auf die Höhe der Weichteile (sonst Weg zu lang, zu langsam, unaufgewärmt Verletzungsrisiko). Man versucht nicht vom gegner wegzukomen, da der meistens mehr Kraft hat, und immer wieder angreift, bis mal ein Angriff sitzt. Er benötigt aber Raum, damit er seine Karft entfalten kann. Daher sucht man seine Nähe, ca. 30-50 cm. Hauptangrifspunkte sind Genitalien, Kehle, Gesicht und Wirbelsäule (bei einem Bodybilder nützt es wenig, wenn ich seine Brust angreife). Angriffswaffen sind Fußsohle, Handfläche, Ellebogen und Knie. Prinzip liegt darin, daß man einen körperlichen Kontakt über einen Fuß und 2 Arme herstellt und so, ohne auf Beine Arme oder sonst was zu sehen, fühlt, was der Gegner macht, und um darauf reagieren zu können. Das geht so weit, daß man mit verbundenen Augen kämpfen muß. Kampf gegen mehrere Gegner wird auch trainiert. Desweiteren werden klassische Waffen wie Doppelkurzstock und Tonfa gelehrt. Das ganze wird so intensiv geübt, bis es als Reflex gespeichert ist (Reflexe sind schneller als bewußte Handlungen, da der Reflexbogen nur bi um Rückenmark und nicht bis zum Gehirn vordirngt).
Es gibt keine Wettkämpfe, keine Runden, keine Punkte. Dieses Training dient zum Selbstbewußstseinsaufbau und zur Selbstverteidigung und Verteidigung anderer. Diese Kunst ist äußerst brutal daher auch äußerst effektiv. Das Zel ist es zu Überleben, und da man meistens körperlich unterlegen ist, bedeutet das, daß man den gegner so schnell wie möglich ausschalten muß, bevor er auch nur die Chance hat einem weh zu tun. Ving Chun ist aber keine Angriffskampfkunst. Es ist imme rein Impuls vom gegner notwendig, um zu reagieren.
Seinen Ursprung hat das gaze im klassischen Kung Fu. Die alten Meister mußten um den Resekt der jüngeren und physisch überlegenen Schülern zu behalten, geheime Technken haben, die nicht nach dem Prinzip Kraft gegen Karft funktionieren, sonst wären sie ja unterlegen.
Zu dieser Zeit wurde China von den Japanern besetzt. Mönche, die in der Kampfkunst ausgebildet worden waren, aber dann doch nicht aufgenommen wurden, haben sich mit den Besatzern zusammengetan und so eine starke Arme gebildet. Sie kannten aber diese Geheimtechniken nicht. Um sich gegen diese Arme währen zu können, brauchten die Chinesen eine Kampfkunst, die schnell zu erlernen war, die jeder ausführen konnte (auch Frauen) und mit der man Shaolin-Mönche besigen konnte. Und so entstand nach und nach Ving Chun.
Nur mal als kleine Info