Literatur Thread

Guitar
Ich hoffe, dass ich nicht ganz alleine dastehe, wenn ich diesen Thread voll und ganz der Literatur widme. Für mich ist das Buch oft die bessere Alternative zum größtenteils langweiligen Fernsehprogramm.
Hier könnt ihr posten, welches Buch / welche Literatur ihr zur Zeit lest, welche Bücher ihr früher gelesen habt oder welche ihr noch lesen wollt. Ihr könnt Empfehlungen äußern, aber auch von bestimmten Werken abraten. Ihr könnt schreiben, welches euer Lieblingsbuch ist und welches Genre ihr allgemein bevorzugt. Ihr könnt fiktive Literatur oder Sachliteratur zur Sprache bringen. Natürlich könnt ihr auch euren Frust über die meist trockene Schullektüre loswerden fröhlich . Es wäre meiner Meinung nach zudem sinnvoll, wenn ihr immer kurz den Autor, den Inhalt und das Thema, mit dem das Buch sich beschäftigt, umreißen würdet, sodass jeder selbst beurteilen kann, ob er sich dafür interessiert oder nicht. Theoretisch könnten wir auch das Bewertungssystem aus der Track-Section übernehmen großes Grinsen .

Ich lese zur Zeit von Goethe "Die Leiden des jungen Werther", nachdem es mir jemand sehr empfohlen hat; allerdings bin ich erst auf Seite 7 und kann deshalb noch nichts zum Inhalt schreiben.
Wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnt habe, hatte ich in den Sommerferien einige Klassiker der Weltliteratur gelesen, von denen mir besonders "Frankenstein" von Mary W. Shelley (6/6), "1984" von George Orwell (5/6) und "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley (5/6) gefallen haben. "1984" und "Schöne neue Welt" sind Sozialutopien, die auf verschiedene Weise eine mögliche Zukunft der Menschheit entwerfen. Gemeinsam ist beiden, dass sie auf eindrucksvolle Weise den Niedergang jeglicher Individualität und Selbstbestimmung beschreiben.
"Frankenstein" behandelt ein noch immer brandaktuelles Thema, nämlich den Wunsch des Menschen, alles erkennen zu können und seine Selbsterhebung über die Natur. Es dürfte inhaltlich bekannt sein, dass ein künstlicher Mensch geschaffen wird, ein Monster. Nach dessen Schaffung entwickelt sich die Handlung zu einem wahren Drama: Sowohl der Schöpfer als auch die Schöpfung erleben ein derart leidvolles Schicksal, dass der Leser nicht weiß, für wen er Partei ergreifen und wem er sein Mitgefühl spenden soll. Am Ende steht das tragische Ende, das den Leser unterschwellig mit solchen Thematiken wie dem Recht auf Leben und Glück konfrontiert. Ein wirklich einzigartiges Buch; sollte man, denke ich, gelesen haben ja .

So, und jetzt seid ihr dran!
Southern
"Schöne neue Welt" hab ich mal in der Schule auf Englisch gelesen. Ganz nett. Frankenstein passt auch ganz gut dazu.

Ich lese eigentlich sehr wenig. Was mir jeden Tag im Netz oder der Zeitung unter die Fittiche gerät, reicht mir oft schon. Entspannender als das Lesen finde ich dann das Musikhören oder bissel TV gucken. Da muss man nix machen und kann sich ganz berieseln lassen, während das Lesen oft anstrengend ist.

greetz West smile
David
American Psycho von Bret Easton Ellis
Das Buch ist aus Sicht eines Massenmörders geschrieben. Er führt das Leben eines reichen Börsenmaklers an der Wall Street, also teure Dinner, Treffen mit Freunden und Geschäftspartnern, Abends Party in teuren Clubs, Koks und ab und zu hat er Lust, z. B. einen Penner am Straßenrand brutal niederzumetzeln.
Ich habe es mir auf Empfehlung gekauft und bin jetzt etwa bei der Hälfte. Sehr krasses Buch, aber durchaus lesenswert. Alles sehr direkt geschrieben...

Den Werther von Goethe habe ich dieses Jahr in der Abivorbereitung gehabt, also wenn du mal einen Interpretationsansatz brauchst... großes Grinsen
Ich finde es eigentlich nicht schlecht, aber meine Klassenkameraden haben teilweise anderes gesagt. Man braucht auf jeden Fall viel Gedult um sich da durch zukämpfen, aber die Entwicklung die Werther während dem Buch (EDIT: Meine Deutschlehrerin würde mich köpfen wenn sie das lesen würde, das ist kein Buch, sondern ein Roman!!!) macht ist enorm. Seine Stimmung wandelt sich drastisch, das sieht man z. B. bei seinen Naturbeobachtungen. Ich nehme schon zuviel vorweg...
Luk
Ich les eigentlich auch mal mehr, mal weniger, im allgemeinen aber doch sehr gern. Aktuell Downsize this von Michael Moore, Moore typisch halt gegen Amerika, hier die Wirtschaft. Wirklich interessant und auch empfehlenswert! Normalerweise les ich aber mehr so in Richtung Thriller, militärisch, politisch und alles so was. Kann da Tom Clancy empfehlen. Er hat wirklich großes Talent Spannung zu erzeugen packende Bücher zu schreiben.


Zitat:
Natürlich könnt ihr auch euren Frust über die meist trockene Schullektüre loswerden


upset Frust loswerd großes Grinsen
deed
ich hab die bücher die wir in der schule durchgenommen haben, meistens gehasst...
wenn ich lese, dann, weil ICH es will, und nicht weil ein Lehrer das von mir verlangt und ich das Buch eh total uninteressant finde.
Ich lese gaaaaaanz selten.Wenn, dann eher Fachliteratur... in den nächsten Wochen/Monaten werd ich mir nun einige echt dicke Wälzer im Bereich Mediengestaltung reinziehen ... nicht,weil ich muss, sondern weil ich will.
Ansonsten bin ich immer noch dabei "Illuminati" zu lesen. . . großes Grinsen
terrorkeks
ich bin ne wirkliche leseratte.ich lese täglich, und zwar am liebsten im bett. ohne vorher was zu lesen kann ich nur schlecht einschlafen.

von den büchern die ich während meiner schulzeit lesen musste (iphigenie von tauris, der besuch der alten dame, ansichten eines clowns uswusw) ist sehr wenig hängegeblieben...die fand ich zum großteil zum gähnen langweilig.
aber es gab auch ausnahmen...zB "die Welle" von Morton Rhue..das buch hatten wir damals auf englisch gelesen und ich habs mir dann gleich nochmal in deutsch geholt..eines der wenigen durchgenommenen bücher das ich wirklich empfehlen kann. und die schule hat mich auf hermann hesse gestossen...ich liebe seine erzählungen...er hatte für die damalige zeit schon einen sehr unkonventionellen schreibstil und sichtweise..besonders gut finde ich "siddharta" und "narziß und goldmund"

meine alltime favorites, die ich immer wieder lese ziehen sich durch sämtliche genres:

"schöne neue welt" von aldous huxley( dürfte bekannt sein)
"gelb" von jeff noon ( ein sci fi drogen roman...sehr spacig)
die "medicus"-reihe von noah gordon
"das jesus video" von andreas bachmann ( nicht zu vergleichen mit dem film)
sämtliche bände von "per anhalter durch die galaxis" von douglas adams
" die vampir chroniken" von anne rice
"die scheibenwelt" von terry pratchett( sind mittlerweile bestimmt 25 bände..ähnlicher stil wie per anhalter durch die galaxis nur im bereich fantasy)
" die chronik vom dunklen turm" von stephen king ( ich lese allgemein king sehr gerne aber diese chronik hat ausnahmsweise nix mit horror zu tun..geht eher in den bereich fantasy...weltklasse ja )
"stein und flöte" von hans bemmann(ein märchen für erwachsene...aus dem bereich ist auch "märchenmond" von Hohlbein zu empfehlen")

zur zeit lese ich gerade " der ramses-code" von Michael Klonovsky...es geht um die geschichte von francois champillion der die ägyptischen hyroglyphen entschlüsselt hat...bücher die was mit ägypten zu tun haben oder im alten ägypten spielen verschling ich sowieso*g*
Southern
Zitat:
der besuch der alten dame


Oh mein Gott, das musste ich auch in der Schule lesen.. ganz schlimm.....ich glaube ich habs auch nie richtig gelesen sondern mit ne Inhaltsangabe aus dem Netz gezogen. <gg>

greetz West großes Grinsen
GambaJo
Hatten hier schon einige Threads zu diversen Büchern, mein ich (Dan Brown z.B.).

Zitat:
Original von terrorkeks
"die scheibenwelt" von terry pratchett( sind mittlerweile bestimmt 25 bände..ähnlicher stil wie per anhalter durch die galaxis nur im bereich fantasy)


Sehr geil, aber nicht für jedermann.

Zitat:
Original von terrorkeks
" die chronik vom dunklen turm" von stephen king ( ich lese allgemein king sehr gerne aber diese chronik hat ausnahmsweise nix mit horror zu tun..geht eher in den bereich fantasy...weltklasse ja )


Kann ich nur empfehlen. Lese gerade "Wolfsmond". Finde aber, daß die Bezeichnung "Fantansy" nicht reicht, da es noch Western, SiFi, Lovestory, Horror usw. ist. Von allem etwas.
Hab sehr gerne S. King gelesen, aber seine neuen Bücher ("Der Buik", "Duddits") fand ich nicht so dolle.

An sonsten kann ich noch Ken Folett, Dan Brown und Patrik Süßkind empfehlen.

Werde mir als nächstes "Der Schwarm" reinziehen.

Heute das Hörbuch "Tokio" von Mo Hayder zuende gehört. Echt krass.
Guitar
Zitat:
Original von Terrorkeks
"schöne neue welt" von aldous huxley( dürfte bekannt sein)
"gelb" von jeff noon ( ein sci fi drogen roman...sehr spacig)
die "medicus"-reihe von noah gordon
"das jesus video" von andreas bachmann ( nicht zu vergleichen mit dem film)
sämtliche bände von "per anhalter durch die galaxis" von douglas adams
" die vampir chroniken" von anne rice
"die scheibenwelt" von terry pratchett( sind mittlerweile bestimmt 25 bände..ähnlicher stil wie per anhalter durch die galaxis nur im bereich fantasy)
" die chronik vom dunklen turm" von stephen king ( ich lese allgemein king sehr gerne aber diese chronik hat ausnahmsweise nix mit horror zu tun..geht eher in den bereich fantasy...weltklasse )
"stein und flöte" von hans bemmann(ein märchen für erwachsene...aus dem bereich ist auch "märchenmond" von Hohlbein zu empfehlen")


Ich fühl mich ja richtig ungebildet, dass ich so viele von diesen Büchern nicht kenne schüchtern ! "Per Anhalter durch die Galaxis" habe ich im Kino gesehen und den Film fand ich herrlich sinnlos-geistreich. Vielleicht werde ich mir später auch mal die Buchreihe vornehmen.
Stephen King habe ich früher auch sehr gerne gelesen, aber mittlerweile halte ich vieles von dem, was er geschrieben hat, für Einheitsbrei. Aber auch wenn seine Romane meistens nicht besonders tiefgründig sind, lesen sie sich doch sehr gut nebenbei, da es an Spannung eigentlich nie mangelt. Am besten gefallen haben mir "Das Mädchen", "Friedhof der Kuscheltiere" (wesentlich besser als der Film) und "Es" ja .

@ GambaJo: Meinst du das Buch "Der Schwarm" von Frank Schätzing? Das kann ich dir nämlich nur empfehlen. Es dauert zwar eine Weile, bis man durch die 1000 Seiten durch ist, aber aufgrund des gut recherchierten Fachwissens und der überraschenden Wendungen in der Handlung wird es nie langweilig. Einzig der Schluss hat mich nicht überzeugt; zum Ende hin driftet die Handlung doch ein wenig in Klischees und - leider - in Ami-Kitsch ab nein .
Von Patrick Süßkind habe ich "Das Parfüm" gelesen. Das Buch wurde hoch gelobt und ist wahrscheinlich schon ein Klassiker der deutschen Literatur, aber ich fand es nicht so dolle.
Lemieux
Zitat:
Original von Guitar
Wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnt habe, hatte ich in den Sommerferien einige Klassiker der Weltliteratur gelesen, von denen mir besonders "Frankenstein" von Mary W. Shelley (6/6), "1984" von George Orwell (5/6) und "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley (5/6) gefallen haben. "1984" und "Schöne neue Welt" sind Sozialutopien, die auf verschiedene Weise eine mögliche Zukunft der Menschheit entwerfen. Gemeinsam ist beiden, dass sie auf eindrucksvolle Weise den Niedergang jeglicher Individualität und Selbstbestimmung beschreiben.


Jaja, ich liebe dieses Genre. Habe die Tage "Jewgenij Samjatin - Wir" fertiggelesen. Entstanden bereits 1920, weit vor den bekannten Werken von Orwell, Huxley... In Punkto "Hellseherische Fähigkeiten" ist Samjatin also Jahre voraus.
In der Veröffentlichung vom "KiWi"-Verlag ist noch ein sehr interessantes Nachwort von einem Jürgen Rühle, indem er auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der obigen Romane eingeht.
Sehr empfehlenswert. Das Buch ist, glaube ich, leider momentan vergriffen, aber vielleicht hat eine Buchhandlung ja noch Restbestände.

Von Huxley gibt's ja noch "Eiland", laut Klappentext "Das positive Gegenstück zur Schönen neuen Welt". Ich hab mich noch nicht ganz durchgekämpft, es ist aber auch ein hartes Stück Arbeit, viel Theorie, wenig Handlung. Dennoch eine sehr geniale Welt, die Huxley dort beschreibt, die auf der fiktiven, tropischen Insel "Pala" von einem englischen Reporter erfahren wird.

"Der Schwarm" will ich schon seit der Veröffentlichung lesen, da mir aber gebundene Bücher zu teuer sind, warte ich geduldig (nach 73. Wochen immer noch in der Bestsellerlist, dauert dann wohl noch...) auf die Taschenbuchausgabe.

Gerade begonnen habe ich einen Krimi von Tess Gerritsen mit dem Titel "Die Chirurgin". Wuahhh, ultra-spannend... so ein Buch, dass man verschlingt. Teils sehr detailierte Schilderungen "medizinischer" Vorgänge lassen einen das Blut in den Adern gefrieren. Bin mal gespannt, wie mein Urteil ausfallen wird am Ende.

Allgemein lese ich wohl am liebsten die sogenannten Wissenschafts-Thriller, Autoren wie Eschbach oder Crichton... Dan Brown schreibt zwar auch genial spannende Romane und ist ein Meister der Cliff-Hanger quasi im Minutentakt, allerdings wird er seinem Anspruch nicht gerecht wirkliche Fakten in fiktive Handlung einzuspinnen. Das wird mit der Zeit etwas enervierend und langatmig.

Meine Lieblinge:
Andreas Eschbach: vorallem "Die eine Billion-Dollar-Note", "Das Jesus-Video"
Michael Crichton: "Beute" (ein Thema, das in der Zukunft eine Rolle spielen wird, denke ich), "Timeline"
Aldous Huxley: "Schöne neue Welt"
Jewgenij Samjatin: "Wir"
Heinrich Mann: "Der Untertan" - war Schullektüre, es war unser Kultbuch in der Oberstufe, woran natürlich auch der hohe Bierkonsum des Hauptakteurs verantworlich war, aber im Grunde ist es ja ein sehr anspruchvolles, intelligentes Buch, ein Warnruf
Patrick Süßking: "Die Taube" - hervorragende Psychostudie eines einsamen, verstörten Mannes

Später vielleicht mehr...
DancingB
Ich bin auch keine Leseratte. Allerdings habe ich vor ein paar Monaten ein sehr geiles Buch gelesen. Das Genre des Buches kann man schlecht beschreiben. Das Buch war Die 13,5 Leben des Käptn Blaubär von Walter Moers. Es ist ist der Hammer und ziemlich sinnfrei, aber Moers schreibt so phantasievoll und ansprechend das man dieses Buch nur weiterempfehlen kann. Es handelt wie der Name sagt von den 13,5 Leben des uns allen bekannten Blaubären. Er verbringt jedes Leben woanders und erlebt eine Menge Abenteuer in Zamonien.

Ein paar Pressestimmen:
»Dieser literarische Husarenstreich ist gelungen.«
Der Spiegel

»Der Blaubär Roman, das ist Tolkien ohne die Gut/Böse-Dichotomie und Michael Ende ohne esoterische Heilsbotschaften.«
Die Zeit

» ›Die 13 1/2 Leben des Käp’n Blaubär‹ ist ein Garnwurm von Skurrilitäten, Hintersinn, Aberwitz, zusammenspintisiert ohne Beschränkung und ohne jede Bodenhaftung und mit wunderfrechen Zeichnungen.«
Mare

»Von Moral keine Spur, von Langeweile auch nicht.«
Hamburger Morgenpost

»... gelungenere Unterhaltung wird es in absehbarer Zeit schwerlich geben.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

trancige Grüße
Dancing
Clear_Blue
Zitat:

Werde mir als nächstes "Der Schwarm" reinziehen.



Geiles Buch. Hab die 1000 Seiten in weniger als drei Wochen gelesen. Will nichts vorwegnehmen, außer dass es für mich einer der besten spannendsten und interessantesten Romane ist, die ich gelesen habe.

Regelrecht verschlungen habe ich außerdem Dan Browns "Meteor" und "Sakrileg". "Illuminati" und "Diabolus" werden auch noch folgen.

Im Moment lese ich Timothy Zahn`s Star Wars Fortsetzung. "Erben des Imperiums" spielt fünf Jahre nach der Zerstörung des zweiten Todessterns und hat auf jeden Fall filmreifen Charakter. Zahn hat zwei komplette Trilogien geschrieben, die alle nach der "Rückkehr der Jedi-Ritter" angesiedelt sind.
Guitar
Inzwischen habe ich "Die Leiden des jungen Werther" ausgelesen und muss ehrlich gestehen: ein absolutes Überbuch!!! Zwar liest es sich wirklich nicht einfach - teilweise habe ich vier Minuten für eine Seite gebraucht -, doch man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, genau nachzuvollziehen, was Werther in seinen Briefen schreibt, denn im Vordergrund des Romans steht nicht die Handlung, sondern die Natur- und Gefühlsbeschreibungen seines Protagonisten. Dessen Leidensweg wird von Goethe derart tiefgründig und ergreifend geschildert, dass nach Erscheinen des Buches die Selbstmordrate drastisch stieg, da zahlreiche unglücklich Verliebte der Figur Werthers in ihrerm Elend nacheiferten...
Besonders beeindruckend empfand ich folgende zwei Abschnitte des Buches (Achtung, Spoiler!):

1. Albert fordert Lotte dazu auf, vielleicht aus Eifersucht, vielleicht, weil er bereits wittert, dass ein Drama in der Luft liegt, dafür zu sorgen, dass Werther seine allzu häufigen Besuche einschränkt. Diese willigt schweren Herzens ein und tut dies. An dieser Stelle des Buches wird Werthers Schicksal unwiderruflich besiegelt: Er verliert den einzigen Halt, den er bis dahin noch im Leben hatte, die Person, an der allein sein moribunder Lebenswille hängt. Werther sieht für sich keine andere Lösung mehr, als seinem seelischen Martyrium durch Selbstmord ein Ende zu setzen. Eben in diesem Moment der sich anbahnenden Katastrophe stellt er fest, dass es Personen gibt, denen er etwas bedeutet, die ihn gern haben und an ihn denken. Seine Entscheidung vermag dieser Umstand jedoch nicht mehr zu ändern.

2. Die letzten Zeilen des Buches geschockt ! So viel Leid, das Werther mit seinem Suizid noch einmal verursacht...unglücklich Allein der Satz "Man fürchtete um Lottes Leben." hätte mich fast zum Heulen gebracht. Ganz ehrlich.

Für mich ist Goethes Roman das beste prämoderne Werk, das ich bisher gelesen habe.
Heute habe ich dann von meiner Deutschlehrerin "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf bekommen und da der Unterricht mehr oder weniger nichtig war, habe ich gleich angefangen zu lesen. Sie hatte auch nichts dagegen großes Grinsen .

Zur Zeit lese ich außerdem "Eine Liebe in Deutschland" von Rolf Hochhuth in der Hoffnung, damit ein Literaturbeispiel für mein Geschichtsreferat Mitte November gefunden zu haben. Die Handlung spielt zu Beginn des II. Weltkrieges in Deutschland und thematisiert die verbotene Liebe zwischen deutschen Frauen und polnischen Kriegsgefangenen exemplarisch anhand eines konkreten Falls. Viel kann ich noch nicht sagen, da ich erst 100 Seiten gelesen habe, nur, dass es recht anspruchsvolle Lektüre ist, die nur schlecht als Literatur zum Entspannen nach einem anstrengenden Tag geeignet ist Augen rollen .

So long,
schüchtern
Cileos
Ah, den Thread hab ich ja ganz übersehen!

Meine Lieblingsbücher waren die fünf der Reihe, die mit dem 'Buch des Feuers' beginnt (James Clemens, soweit ich mich erinnere). Eine geniale Fantasiegeschichte, in der sehr seltsame und unterschiedliche Wesen im Kampf gegen 'den Herrn der dunklen Mächte' zusammentreffen. Das tolle ist, dass man sie wirklich alle lieben lernt (sowohl den einarmigen Gaukler als auch den Halboger,....) und dass die Geschichte unheimlich spannend istl Die Ideen sind genial und alles ist sehr schön beschrieben....
Wenn ich bedenke, wie gefesselt ich davon war, ich könnte die Bücher ewig loben....

Sehr gefallen hat mir auch 'Im Schatten des Falken'. Den Anfang mochte ich nicht, habe das Buch erstmal weggelegt und nachner Woche dann doch wieder zur Hand genommen, weil es mich irgendwie nicht losgelassen hat.
SPOILER: Als die Hauptperson stirbt (die man auch in alle Situationen mitverfolgt hat und dadurch sehr lieben gelernt), habe ich das Buch weggeschmissen und ne halbe Stunde geheult, aber das Buch war noch nicht zu Ende. Ich habe mir gedacht, da muss doch nochwas kommen, er kann dochnicht einfach tot sein nach den Abenteuern, die man mit ihm erlebt hat, also habe ich weitergelesen....

Mna könnte sicher noch viele aufzählen, aber ich belass es jetzt mal dabei.

Noch bis vor kurzem habe ich gelesen bis ich blond wurde (nagut, blond war ich schon immer, aber es war trotzdem viel schüchtern ), aber momentan beschäftige ich mich mehr mitm Selberschreiben als mit Lesen. Und wenn wir schonmal dabei sind, erzähl ich euch doch auch gleich mal, womit ich mich gerade beschäftige:

Die Geschichte, die im Vordergrund steht, hab ich begonnen, als ich 12 war und seitdem immer wieder verändert. 'Der Traum der verlorenen Seelen' soll so eine Art Endlos - Fantasy - Geschichte werden, den ersten Teil werde ich vorraussichtlich 'Kampf gegen die Stille' nennen. Es geht dabei um ein paar Jugendliche, die aus verschiedenen Welten kommen und sich in einer der Welten treffen, wo sie irgendwann ihre Aufgabe erkennen, nämlich die, die Stille, die immer mehr Welten verschlingt, zu bekämpfen. Ich habe versucht, die Hauptpersonen so unterschiedlich wie möglich zu erschaffen, damit sich jeder Leser mit einer oder mehreren identifizieren kann. So sind meine eigenen Lieblingsfiguren z.B. der Dj aus 'unserer' Welt, und die weniger menschliche Hüterin der Musik aus der Welt der Stille - wobei man sagen muss, dass ich alle meine Gestalten liebe, wie sich das beim Schreiben nunmal gehört^^

Nebenbei schreibe ich an einer Grusel - Geschichte, inder es um zwei Menschen (wieder völlig verschieden) geht, die einen schweren Verlust erleiden müssen und in völliger Verzweiflung auch noch in den Streit der Geister mithineingeraten. Die Geschichte wird sehr traurig, denn immer wieder jagen sie einem schwachen Hoffnungs - Schimmer nach, der wieder von ihnen weicht und auf Armeslänge entfernt bleibt....

Als dritte Geschichte schreibe ich an 'Lyriu'. Diesmal in der 'ich' - Person, muss ich als einer des Amazonenvolkes mitansehen, wie das Volk zugrunde geht. Jahrelang lebe ich auf der Erde und werde immer menschlicher, bis ich die anderen überlebenden meines Volkes finde....
Auf jeden Fall eine Fantasie - und Liebesgeschichte. Die Ideen sind da, nur etwas wirr das ganze - da werd ich beizeiten mal Ordnung schaffen und das weiterschreiben.

Ein paar Teile liegen auch 'Brach', aus denen wird wohl eher nichts...

Edit: Ich vergaß, zu erwähnen, dass ich am liebsten über heftige Gefühlausbrüche (insbesondere Trauer, Verzweiflung) schreibe, generell über Gefühle (z.B. das Glücksgefühl des Trance) - und dass es eine Leidenschaft von mit ist, spannende Szenen herauszuzögern. smile
GambaJo
So, ich hab jetzt „Der Schwarm“ von Frank Schätzing durch.
Das Buch ist wirklich gut geschrieben, spannend mit einer guten Geschichte. Was mich nur stört, ist die Ähnlichkeit zu „The Abyss“, das doofe Ende, dass sich da ständig alle attraktiv finden, und das beim Lesen der Eindruck entsteht, dass er Autor bestimmte Dinge eingebaut hat mit dem Blick auf eine Verfilmung.

Dann habe ich „Meteor“ von Dan Brown gelesen. Ist ein typisches Dan Brown-Buch. Eine Romanze, eine Verschwörung, eine lange Jagd. Sehr gutes Buch, sehr spannend, und am Ende wird gepoppt.

Zur Zeit lese ich „Tot und Teufel“ von Frank Schätzing (das Buch, mit dem er bekannt wurde). Es ist ein Mittelalterlicher Krimi, der in Köln spielt. Wieder sehr gut recherchiert und sehr gut geschrieben, vor allem sehr spannend. Finde auch gut, dass er da sehr kritisch mit der Kirche umgeht.
Hayden
Ich lese gerade "Nicolo Machiavelli - Der Fürst". Ein sehr interessantes Buch. Machiavelli gilt als der Begründer der modernen Politiktheorie.
Er sagt unteranderem in seinem Buch das der Herrscher seine Macht mit allen möglichen Mitteln erhalten muss, aber auch nicht zu grausam herschen soll, weil das wiederum schadet. Auch sagt er, man könne durch kluges Handeln das Glück immer auf seine Seite bringen. Dies widerum ist für den Machterhald besonders wichtig.
Und ich finde, für ein Buch aus dem 16. Jahrhundert lässt es sich auch recht gut lesen. Machiavelli bring auch immer wieder interessante Beispiele um seine Theorien zu belegen und zu erklären.
Victim
Ich lese fast ausschließlich Fantasie und da sind meiner Meinung nach 'Die Orks' von Stan Nicholls, indem es sich um eien Orkischen Kriegstrupp handelt der bei der Ausführung ihrer Pflichten al Abtrünnige Enden, und die 'Eragon' Bücher von Christopher Paolini in denen es sich um einen Jungen handelt, der durch einen Zufall zum ersten Drachenreiter seit einigen Jahrzehnten aufsteigt.

Vielleicht kann ich das hier nicht so richtig vermitteln, aber die Bücher haben mich echt im Sessel gefesselt. großes Grinsen
Cileos
'Die Orks' hatte ich mal angefangen, aber das hat mir irgendwie nicht gefallen... gute Idee, könnte ich vielleicht nochmal zur Hand nehmen, vielleicht gefällts mir ja jetzt. ja


Durchgelesen hab ich vor kurzer Zeit ein Buch, das passenderweise 'Sofies Welt' heißt. Dem Titel nach vermutet man eher eine Alltagsgeschichte - aber das Buch wird zu etwas ganz anderem. Und zwar wird einem nebenbei die Geschichte der Philosophie vorgestellt, und das ist wirklich sehr interessant.
Der Leser wird indirekt getaldelt, dass er sich mit seiner Welt einfach so abfindet und sich nichtmehr über sie wundert und er fängt zwangsläufig an, sich Gedanken zu machen. Daher stammt übrigends auch meine momentane Signatur.
Kann ich allen Philosopie - interessenten und Nichtinteressenten nur empfehlen! ^^

Als nächstes steht noch ein Buch von James Clemens an, danach die Nachfolger der Ayla - Reihe. Sollen angeblich reine Aufklärungsbücher sein, sagen meine Eltern. Egal, ich lese sie trotzdem.
claus
Zitat:
Original von Cileos
Durchgelesen hab ich vor kurzer Zeit ein Buch, das passenderweise 'Sofies Welt' heißt.


das liegt seit gut und gerne 10 - 15 jahren bei mir im regal und ich hab mich noch nicht aufraffen können es zu lesen.

mit freuden lese ich heute immer noch "der kleine nick"! einfach klasse!

Lemieux
Zitat:
Original von clausmit freuden lese ich heute immer noch "der kleine nick"! einfach klasse!


*g* Das ist absoluter Kult.



Ich habe auch gestern Schätzings "Der Schwarm" endlich durch (is ja doch ein ordentlicher Wälzer). Das Ende hat mir auch nicht so gut gefallen, aber ich hatte schon ordentlich Wehmut, als ich es weggelegt hab. Geht mir immer so nach solchen Epen, da hat man sich so lange mit den Charakteren beschäftigt und lebt quasi schon in deren Welt, aber dann ist doch irgendwann Schluß. traurig

Weiter geht's ab jetzt mit englischer Literatur, damit mein Englisch nicht einschläft. Zunächst Robert Harris "Pompeji", und dann Paul Auster mit seiner "New York Trilogy".

In den nächsten Wochen ist aber mehr Chemie- und 'Grundlagen der Entwicklung und Produktion'-Lernen angesagt. nein