Deine Sexualmoral

GambaJo
Da wir schon mal bei den Umfragen sind, gibt’s da ein Thema das mich schon länger beschäftigt.

Wie steht es mit der Sexualmoral der deutschen Jugend?

Aber vielleicht erkläre ich erst mal, was ich meine, bevor das nachher wie eine RTL2-Reportage wirkt.
Meiner Meinung nach haben wir eine etwas kranke Moralvorstellung. Das ist nicht ganz unsere Schuld, denn diese Moral wird uns seid Jahrhunderten sehr erfolgreich von der Kirche (eigentlich egal welcher Religion) eingeimpft.
Uns fällt das nicht mehr auf, dass es eigentlich krank ist, da wir damit aufgewachsen sind und es gewohnt sind.
Sex wird als was schlechtes, böses und schmutziges angesehen, obwohl es eigentlich das natürlichste der Welt (neben essen, trinken und schlafen) ist.
Wir haben die merkwürdige Vorstellung, dass wir unsere Kinder um jeden Preis vor nackten Menschen oder Sex (in dem Sinne es irgendwo zu sehen) bewahren müssen.
Die meisten Eltern schämen sich, wenn sie beim Beischlaf von ihrem Filius erwischt werden. Filius selbst ist beschämt, verwirrt und oft abgestoßen, obwohl er sich eigentlich für sich und seine Eltern freuen müsste, dass sie sich lieben und das auch ausleben. Das heißt nicht, dass Filius einfach so zuschauen soll/muss, es geht nur darum, dass wenn er in einer ungezwungeneren Umgebung aufgewachsen wäre, würde er nicht verwirrt und beschämt sein, sondern sich freuen, wenn es er zufällig mitbekommt.

Schaut man an einem beliebigen Tag am späten Nachmittag oder Abend mal in die Glotze wird man von Gewalt überflutet. Da werden Menschen gequellt, gefoltert und umgebracht (auf alle nur erdenklichen Arten; was das angeht sind wir Menschen sehr kreativ). Wir werden fast von klein auf damit konfrontiert und werden desensibilisiert.
Merkwürdiger Weise wird das, was Leben zerstört, verherrlich, und das, was Leben schafft, wird verdammt. In den meisten Fällen die schönste Art seine Liebe auszudrücken, der intimste und zu gleich natürlichste Zustand zwischen zwei Menschen wird tabuisiert. Ich frage mich, was da schlimmer ist. Ist es nicht widersprüchlich etwas Gutes zu verdammen, und etwas Schlechtes zu glorifizieren?
In z.B. den Usa ist das sogar noch wesentlich krasser, mit deren Doppelmoral.

Das nackte Menschen und Sex unsere Kinder und uns nicht verdirbt, kann man anhand anderer Kulturen sehen. Es gibt durchaus Gesellschaften, für die es völlig normal ist, ständig nackt zu sein.

Damit will ich nicht sagen, dass man anfangen soll, wild durch die Gegend zu poppen. Trotzdem glaube ich, dass wenn unsere Gesellschaft offener und toleranter wäre, es weniger Probleme geben würde (wenn man allein die Menge an ungewollten Schwangerschaften bei den unter 20ig-Jährigen denkt). Wir machen uns selbst das Leben unnötig schwer.

Ich weiß, mit meinen Theorien ecke ich bestimmt bei vielen an. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, vor allem rational und ungebunden an die hiesige Moral, dann wird man schon stutzig.

Und jetzt kommt das, was mich interessiert. Ich würde gerne wissen, wie da so die Moralvorstellungen von jungen Menschen sind. Gehen wir wieder zurück zum prüden Konservatismus, oder werden wir vielleicht immer offner, oder befinden wir uns in der goldenen Mitte?

Wie steht ihr zu Gewalt oder Sex im TV (wobei nicht stumpfsinniger Porno gemeint ist)?
Wie steht ihr zum FKK?
Wie offen schätzt ihr euch ein?
Wo ist euere moralische Grenze erreichet (euch persönlich betreffend; wie weit würdet ihr gehen)?
Wo liegt euere moralische Grenze bei anderen (wie weit dürfen andere gehen)?
Was könnt ihr überhaupt nicht ab haben?
Wenn ihr Kinder haben werdet, wie werdet ihr sie in diesem Punkt erziehen?
Was wünscht ihr euch, dass sich ändern sollte und warum?
Was nützt uns diese Moral?

Fragen über Fragen großes Grinsen
Deltaskirt
Moral ? .............welche Moral ? hübbelig

*uff*, so viele Fremdwörter gruebel - in einem Thread ! fröhlich
Martinez
Interessante Geschichte GambaJo. Interessiert dich das persönlich, oder brauchst du das für eine Arbeit? zwinker Ist ja eigentlich eine ziemlich intime Geschichte. Na dann wollen wir mal.

Wie steht ihr zu Gewalt oder Sex im TV (wobei nicht stumpfsinniger Porno gemeint ist)?

Puncto Gewalt ist es mir lieber, ich sehe fiktive Gewalt im TV als reale Gewalt, egal ob im TV oder Live! (Wobei Live noch mal um einen Tick schrecklicher ist). Fiktive Gewalt kann meiner Meinung nach sogar helfen, irgendwelche angestauten Aggressionen abzubauen, weil man ja mitlebt. Zumindest ich habe nach einem ordentlichen Actionfilm nicht das Bedürfnis, jetzt was in die Luft zu sprengen oder mir eine UZI zu besorgen und damit rumzuballern. Ich bin nach so einem Film immer herrlich entspannt. Wichtig ist halt, dass man das Gezeigte nicht für bare Münze nimmt und die Grenzen zur Realität nicht verschwimmen. Wer sich von Gewaltfilmen zu realer Gewalt inspirieren läßt ist meiner Meinung nach ohnehin Gewaltbereit und gäbe es die Filme nicht, würde er sich seine Inspiration irgendwo anders holen.

Man könnte jetzt darüber dikutieren, ob die viele Gewalt in den Nachrichten abstumpft. Bis zu einem gewissen Grad ja. Nachdem ja selten was positives berichtet wird sondern nur, wo mal wieder eine Naturkatastophe war, ein Flugzeug abgestürzt ist, eine Bombe hochgegangen ist, oder halt einfach mal wieder ein paar Kinder verhungert sind, gibt es schon einen gewissen Gewöhnungsefekt. Auf der anderen Seite geht eine Heile-Welt-Darstellung, in der alle Probleme mit einem Lächeln gelöst werden auch an der Realität vorbei. Ich würde mir da ein bisschen mehr Ausgewogenheit wünschen.

Sex im TV ist eine Gratwanderung. Ist es gut gemacht, kann es die Fantasie schon beflügeln, eine schlechte Sexszene, die mehr an Tiere erinnert wirkt auf mich eher abstoßend.

Wie steht ihr zum FKK?

Also für mich ist es nichts, ich hab aber nichts dagegen wenn's jemand praktiziert. Meiner Meinung nach nimmt es einfach viel Spannung in der Erotik. Sind wir uns ehrlich, ein Hauch von nichts ist doch viel erotischer als völlige Nacktheit. Und wenn ich weiß, eine Frau zeigt sich nur mir nackt, dann steigert das die Intimität. Und das "auspacken" des Partners ist ja doch auch was sehr erotisches. Ich weiß nicht, aber immer nackt rumlaufen stumpft meiner Meinung nach ab und nimmt viel Spannung.

Wie offen schätzt ihr euch ein?

Eigentlich sehr offen. Für mich gibt es keine Tabus, man kann über alles reden. Ich begrüße es sehr, wenn meine Partnerin mir von ihren Fantasien berichtet, auch wenn sie sich vielleicht seltsam anhören. Ich würde deswegen nie schlecht über sie denken. Ganz im Gegenteil: Solange man etwas nicht ausprobiert hat, kann man nicht sagen, ob es einem gefällt oder nicht. Sicher gibt es auch bei mir Grenzen, aber es ist spannend, diese auszutesten.

Wo ist euere moralische Grenze erreichet (euch persönlich betreffend; wie weit würdet ihr gehen)?

Worauf bezogen? Auf die Sexualität in der Partnerschaft? Also in puncto Partnerschaft: Schwer zu sagen, kommt glaub ich viel auf den Partner an. Wenn man sich sicher fühlt und den Partner gut kennt, wagt man vielleicht mehr.

Wo liegt euere moralische Grenze bei anderen (wie weit dürfen andere gehen)?

Ist wohl Situationsbedingt. Aber wenn mir etwas zu weit geht, sage ich das.

Was könnt ihr überhaupt nicht ab haben?

Wenn jemand nur ausgenutzt wird, egal in welchem Zusammenhang.

Wenn ihr Kinder haben werdet, wie werdet ihr sie in diesem Punkt erziehen?

Sehr behutsam. Sie sollen eine gesunde Einstellung zum Leben mit all seinen Seiten und auch zur Sexualität bekommen. Tabu's halte ich für falsch, aber zu offen und freizügig ist oft wieder zu viel. Es gibt für alles die richtige Zeit, denn man soll die Kinder schließlich auch nicht überfordern. Den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, wann das Kind bereit dafür ist, das ist glaub ich die wahre Kunst.

Was wünscht ihr euch, dass sich ändern sollte und warum?

Ich würde mir mehr Offenheit und Ehrlichkeit wünschen, weil das Zusammenleben dadurch ungemein erleichtert wird. Wenn Gewisse Dinge, die vielleicht stören nie ausgesprochen werden, wird sich auch nichts ändern.

Was nützt uns diese Moral?

Nun ich denke, die Intelligenz und die Gabe zu erkennen, was richtig und falsch ist, unterscheidet uns von den Tieren. Die handeln nur nach Instinkt und kennen keinen Unterschied zwischen gut und böse. Wir jedoch haben die Möglichkeit, unser Tun zu hinterfragen und wenn wir damit unsere Mitmenschen verletzen, es auch zu ändern. Leider gibt es halt auch falsche Moralvorstellungen und es ist auch eine kleine Kunst zu erkennen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Deshalb ist es immer gut, kritisch auch gegen sich selbst zu sein.
GambaJo
Mal eine Anmerkung zu FKK:

Bei FKK geht es weniger um Erotik. Hauptsächlich geht es um das Gefühl der Freiheit, um die Verbundenheit mit der Natur.
Wer schon mal den ganzen Tag in der Sauna war, weiß wie ätzend es sich am Ende anfühlt sich wieder anziehen zu müssen.
Lemieux
Zitat:
Original von GambaJo
Wie steht ihr zu Gewalt oder Sex im TV (wobei nicht stumpfsinniger Porno gemeint ist)?

Also ich finde stets niemals die Gewalt im Fernsehen das Problem, sondern das Fernsehen an sich und das Niveau vieler Sendungen.
Über zu wenig Sex im Fernsehen kann man sich nicht beklagen... Produkte mit männlicher Kundschaft werden ja grundsätzlich von leichtbekleideten Damen beworben. Und Musikvideos sind in meinen Augen oft bessere Pornostreifen... ja
Ganz schlimm finde ich aber diese Sex-Ausrichtung z.B. bei diesen primitiven Boulevard-Magazinen. Bei Blitz sind die Themen wirklich nur darauf ausgerichtet in irgendeiner Form Titten zeigen zu können.

Zitat:
Wie steht ihr zum FKK?

Ich hab eigentlich gar kein Problem damit, nackt herumzulaufen, in der Sauna etc.
Bin auch keiner von denen die auf Events / in Clubs auf die geschlossenen Toiletten gehen müssen aus unerfindlichen Gründen und dafür lieber 2 Stunden warten, obwohl 10 Pisseoirs frei sind. großes Grinsen


Zitat:
Wie offen schätzt ihr euch ein?

Sehr liberal, jeder nach seiner Facon. Ich distanziere mich klar von den sexuellen Moralvorstellungen der katholischen Kirche bzw. der Gesellschaft vor 40 Jahren... aber seit den 68er hat sich ja schon einiges getan und die Verlogenheit ist doch deutlich geringer geworden.

Die anderen Fragen später vielleicht.
Guitar
Zitat:
Original von GambaJo
In den meisten Fällen die schönste Art seine Liebe auszudrücken, der intimste und zu gleich natürlichste Zustand zwischen zwei Menschen wird tabuisiert.
(...)
Und jetzt kommt das, was mich interessiert. Ich würde gerne wissen, wie da so die Moralvorstellungen von jungen Menschen sind. Gehen wir wieder zurück zum prüden Konservatismus, oder werden wir vielleicht immer offner, oder befinden wir uns in der goldenen Mitte?


GambaJo, bitte nimm es mir nicht übel, aber ich habe das Gefühl, dass du eine falsche Vorstellung von den gegenwärtig ablaufenden Entwicklungen der Sexualmoral (der Jugend) hast. Wie kannst du ernsthaft glauben, dass Sex zu einem Tabuthema geworden ist?
Der von den Medien kontinuierlich vermittelte Pseudo-Hedonismus ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass viele Jugendliche heute die Fähigkeit zu profunden Gefühlen scheinbar verloren haben. Nackte Haut und Erotik sind rund um die Uhr in Fernsehen und Presse präsent. Ein achtjähriges Kind etwa braucht lediglich auf MTV oder VIVA zu schalten und wird dort am helllichten Tag mit Musikvideos konfrontiert, die, wie Lemieux schon meinte, häufig wie Softpornos anmuten. Aber auch auf den meisten anderen Sendern wird schon seit geraumer Zeit Wert gelegt auf die Darstellung "unverhüllter Tatsachen", ob nun in Boulevard-Magazinen oder alltäglichen Serien (vom Nachtprogramm diverser Spartensender wollen wir gar nicht erst reden). Warum? Weil die Leute es sehen wollen. Aber im Unterschied zu Erwachsenen, die für gewöhnlich genau wissen, dass die von den Medien vorgezeichnete Sexualmoral vor allem dem Profit und der Einschaltquote dienlich sein soll, sind Heranwachsende im Alter von (ungefähr) 12 - 16 Jahren noch leicht beeinflussbar und anfällig dafür: Frauen sind Objekte, Sex hat nichts mit Liebe zu tun, der (Sexual)Trieb soll gewissenlos ausgelebt werden, Promiskuität ist ersehnenswert. "Schöne neue Welt" lässt grüßen. Tiefere Gefühle haben in dieser tatsächlichen Sexualmoral, die bei einer immer breiteren Masse Anklang findet, keinen Platz. Wir haben es in unserer Gesellschaft also nicht mit einer Tabuisierung, sondern einer Trivialisierung und Bagatellisierung des Sex zu tun.
Wenn du fragst, welche Tendenz die Moralvorstellungen der jungen Menschen tragen, lautet meine Antwort daher: Sie werden immer lockerer. Wir werden immer offener. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, aber furchtbar oberflächlich.
GambaJo
Was im TV und Kino kommt, weiß ich natürlich auch.
In einem anderen Thread habe ich mich schon darüber aufgeregt, dass vor allem die HipHop-Kultur der Jugend ein falsches Bild der Frau vermittelt, dass auch viele Frauen auch noch toll finden.
Dieses Bild, was von den Medien kommerziell genutzt wird, ist sicherlich ein negativer Aspekt der heutigen Moral.
Meine These ist aber, dass wenn unsere Eltern offener mit dem Thema umgegangen wären und uns als besseres Beispiel gedient hätten, wären wir schon vorher geprägt geworden, und somit weniger empfänglich für die Botschaft der Medien.
Ich sehe dass so, dass wenn unsere Eltern uns schon viel früher nicht nur erzählt sondern auch vorgelebt hätten, dass ein gutes Verhältnis zu seinem Körper und der Sex in einer Beziehung wichtig sind und Spaß machen. Dann könnten uns die Medien erzählen, was sie wollen, wir wüssten es besser. Der Teenager hat nur keine Ahnung, und passt sich seiner Umgebung an, s.h., seinem Freundeskreis, der genau so manipuliert wird, wie er selbst. Das ist nur schwierig, da unsere Eltern schon diese Moral schon lange praktizieren, und deren Eltern davor usw.
Ein schönes Beispiel ist die FK-Kultur in den neuen Bundesländern, die sich schon zu DDR-Zeiten entwickelt hat. Die Kinder werden von klein an dahin mitgenommen und kennen es nicht anders. Für sie ist das Nacktsein und die Nacktheit ihrer Eltern nichts verwerfliches, im Gegenteil. Diese jungen Menschen wachsen schließlich auch zu „normalen“ Mitbürgern auf, die halt ab und zu nacht in der Natur sein möchten. Es hat sie nicht verdorben. Ist man z.B. längere Zeit in einem FKK-Club, fällt einem nicht mehr auf, dass alle nackt sind, der Reiz des Ungewöhnlichen, des Neuen, des Verbotenen ist weg, und interessiert dann weniger.

Das was gerade in den Medien abgeht, ist ein Resultat unserer Moral. Würden wir von klein auf offener erzogen und unsere Eltern uns ein gutes Beispiel sein, gäbe es so was im TV gar nicht, denn dann würde es nicht mehr heißen „Sex sels“, zumindest nicht mehr in solchen Mengen. Es ist immer der Reiz des Verbotenen und Ungewöhnlichen, der bei so was zieht.

Ich merke hier, dass es schwierig ist, sich von seinen Moralvorstellungen zu lösen, da die Ganze Gesellschaft es so vorlebt und wir nix anderes kennen. Dann ist es natürlich schwierig sich was komplett anderes vorzustellen.
DoubleUS
Nun zur Sexualmoral der Jugend kann ich wenig sagen, ich gehör ja schon fast zu den alten Säcken hier im Forum, aber man macht sich halt so seine Gedanken.

Verklemmtheit der deutsche Gesellschaft
Ich kann nicht beobachten, daß die deutsche Gesellschaft irgendwie prüde wäre. Wenn man sich so das Fernsehprogramm ansieht, dann gibt es da genug Angebot an Sex etc., ohne daß sich da jemand groß drüber aufregt. Von den Reportagen auf gewissen Sendern ganz zu schweigen. In den USA ist das ganz anders; da darf jeder Zehnjährige mit 'nem Gewehr ballern, aber wehe beim Superbowl.....

FKK, Nacktheit etc.
Ich hab kein Problem damit, wenn Leute in der Sauna oder am FKK nackt rumlaufen, schließlich sind da alle nackt und Leute die das nicht mögen (bei FKK trifft das auf mich durchaus zu) brauchen es ja nicht zu tun. Blose Nacktheit hat meiner Meinung nach auch nichts mit Sex zu tun. Allerdings sollte das ganze halt dann doch in abgegrenzten Bereichen standfinden.
Ein Problem hab ich persönlich mit "oben ohne" am Strand. Nicht das ich's nicht sehen will, aber ich denk mir halt, daß eine Frau denn Männern nicht alles sofort zeigen sollte.
Generel sollten Frauen die Männer ein bisschen zappeln lassen; wir Kerle halten das schon aus

Moralische Grenzen
Ich glaub da an die Selbstverantwortlichkeit eines jeden Einzelnen. Prinzipiel sollen Erwachsen hinter verschlossenen Türen miteinander im gegenseitigem Einverständnis machen können, was sie wollen. Es ist ihre Privatsache. Das heißt aber auch, daß sie nicht durch die Straßen ziehen sollten und sagen, hey wir machen dies und das und alle anderen die nicht auf das stehen sind verklemmt oder Spießer oder ähnliches. Denn was ich mache oder nicht mache ist meine Privatsache.

Boulevardjornalismus
Boulevardjornalismus ist meiner Meinung im Bezug auf Sex schlimmer als irgentwelche Filme, die bei uns im Fernsehen laufen. Im Fernsehen weiß nun einmal jeder, daß es sich hierbei um Fiktion handelt. Wenn ich aber irgendwelche Reportagen sehe, wo sich irgentwelche "Typen" auslassen wieviele "Tussies" sie bei ihrem Ballermann Urlaub schon gef!!!!t haben (wer's glaubt wird selig, wer's nicht glaubt kommt auch in den Himmel), dann frag ich mich schon wie soetwas auf eine/einen Heranwachsenden wirkt.

Jugend und Sex
Nun ich glaub nicht, daß die Zahl an Teenager-Schwangerschaften mit mangelnder Aufklärung zu tun hat. Ich geh davon aus, daß Teenager nicht mehr an den Storch glauben. Das die Zahl allerdings zunimmt hängt damit zusammen, daß die Presse und auch das Fernsehen (siehe oben) immer mehr Sex-Themen so behandelt, als würde man über die Bundesliga reden. Ich will jetzt nicht denn Moralapostel spielen, aber Sex ist halt mehr als nur Körperertüchtigung.
Und ich hab ein bisschen das Gefühl, daß einige Jugendliche unter "Erfolgsdruck" stehen und deshalb Dinge tun nur um "mitreden" zu können. Ich will jetzt nicht sagen, daß ein sechzehnjähriges Päarchen bis zur Ehe warten soll, nein um Gottes willen. Aber wenn man's später "macht" ist's auch nicht schlimm. Es ist eure Sache und Andere geht es nix an.
Van Teenbergen
Zitat:
Original von GambaJo
Wer schon mal den ganzen Tag in der Sauna war, weiß wie ätzend es sich am Ende anfühlt sich wieder anziehen zu müssen.


Oh ja... da kommt man sich sehr bedränkt und komisch vor - stört die ersten 30 - 60 Min. doch sehr!