| Zitat: |
| Was ist das denn für eine Frage? |
Das ist die Frage nach der Begründung deiner Aussage.
Wenn Du denkst, daß etwas sein muß, wirst Du doch auch sagen können, warum Du so denkst, oder warum etwas sein muß.
Und da habe ich noch weitere Fragen zu deiner Aussage:
Was ist ein „gesundes Maß“ und was wäre dann ein „ungesundes Maß“?
Wer bestimmt das?
Es gibt Leute (ich vermute, da gehörst Du auch zu), die die Zuneigung des Partners teilweise durch den grad seiner Eifersucht definieren. Wenn man keine oder wenig Eifersucht zeigt, heißt es dann „Du bist nicht eifersüchtig, ich bin dir nicht wichtig“.
Wenn man aber etwas genauer darüber nachdenkt, ist das Quatsch.
1. Wärest Du deinem Partner nicht wichtig, wäre er/sie nicht da, oder?
2. Und viel wichtiger ist, dass das Gefühl „Eifersucht“ recht wenig mit Zuneigung, geschweige denn Liebe zu tun hat. Es ist wesentlich primitiver, denn es setzt sich zu großen Teilen aus Minderwertigkeitskomplexen, Verlustangst und Territorialverhalten (Besitzanspruch) zusammen.
Eifersucht wird niemals verhindern, dass ein Partner fremdgeht. Wenn er/sie es will, wird sie es auch tun. Es gibt viel einfacherere und wesentlich schönere Wege seine Zuneigung auszudrücken.
Klar will kaum einer allein sein, deshalb will er/sie seinen Partner nicht verlieren. Seinen „Besitz“ will man auch behalten, obwohl es eigentlich nur eine Illusion ist. Minderwertigkeitskomplexe braucht man auch nicht mehr zu haben, man hat ja vorher auch ohne den Partner gelebt. Außerdem schwimmen viele Fische im Meer. Die Leute, die übermäßig eifersüchtig sind, sind in meinen Augen ganz arme Würstchen mit wenig Selbstbewusstsein. Entweder der Partner mag mich wie ich bin (daran muss man oft arbeiten), oder das ganze hat keinen Sinn. Ich kann ja keinen zwingen mich zu mögen. Dann ist es aber die Beziehung nicht wert.
Eifersucht ist Gift für jede Beziehung. Ich denke mal, dass jeder von uns schon mal dieses Gefühl verspürt hat. So ziemlich jeder wird wissen, dass man sich da schnell reinsteigern kann, und das dieses Gefühl so mächtig werden kann, dass es jeden Gedanken bestimmt. Dann ist Streit vorprogrammiert. Gebt mir mal ein Beispiel, wo Eifersucht gut und nützlich war.
Mir ist klar, dass man das nicht einfach abstellen kann. Aber man kann es umgehen. Mit der Zeit merkt man, was einem/einer an dem Verhalten des Partners stört. Das kann man ansprechen (ganz wichtig mit Begründung). Entweder sieht das der Partner ein, oder halt nicht. Wenn nicht, kann man sich überlegen, ob man damit klar kommt. Man hat die Wahl. Denn nun muss man sich über seine Prioritäten klar werden. Ost einem der Partner wichtiger, lernt man damit zu leben. Merkt man, dass man mit der Sache auf Dauer nicht klar kommt, sollte man sich überlegen, ob man wirklich zusammen passt.
So entsteht nur wenig Eifersucht, man hat weniger Stress und kann sch auf die schönen Sachen des Lebens konzentrieren. Das Leben ist kurz um es sich mit Eifersucht zu vermiesen, also carpe diem (et noctem)