Cileos
Im Thema über den Tod des Papstes wurde es ja schonmal nebenbei erwähnt, aber ich hatte gedacht, ich mach mal einen Thread auf, weil es mich wirklich interessiert: An was glaubt ihr und warum? Glaubt ihr an Gott? Warum (nicht)?
Ich muss sagen, dass ich nicht an Gott glauben kann und von der Kirche nicht viel halte. Ich habe mich gegen die Konfirmation entschieden und gehe nicht einmal zu Weihnachten in die Kirche. Es ist nicht so, dass ich Gläubige verachte, aber ich denke eben ganz anders. Ich kann nicht wissen ob es einen Gott gibt, der die Erde und die Menschen erschaffen hat, oder ob wir nur als Experiment von irgendwelchen Außerirdischen hier sind,....
Ich denke ganz einfach, dass es über das uns Vorstellbare und Begreifliche geht und denke deshalb nicht oft darüber nach. Man könnte also sagen, ich glaube gar nichts.
Aber was ist aus der Kirche geworden? Die Religion verursacht Kriege (oder dient als Vorwand), tötet, wie sie hilft. Und vor allem: Was bringt die meisten Jugendlichen zur Konfirmation (evangelisch)? Sie bekommen nen Haufen Geld und lassen sich danach nie wieder in der Kirche blicken. Das find ich leicht blödsinnig. Ich glaube, dass die Bibel eine große Geschichte ist, die ein paar Menschen mit dem gleichen Glauben und viel Fantasie mal erfunden haben. (Muss nicht so sein!)
Viele Dinge, die die Kirche macht, kann ich einfach nicht nachvollziehen, z.B. habe ich mal gehört, dass die Katholische Kirche verbietet, Verhütungsmittel zu benutzen (!?)
...
Das wars erstmal von mir, bin auf eure Meinungen gespannt
Kismet
Ich sehe das im Prinzip genauso wie Diablinchen. Meine Einstellung zu diesem Thema hat mehrere Gründe. Zum einen bin ich von meinen Eltern in keiner Weise religiös erzogen worden. Hatte also in jungen Jahren nicht wirklich Kontakt mit der Kirche. Habe mich daher auch nicht wirklich dafür interessiert.
Auch später konnte ich, vor allem mit der Einstellung der Kirche, nichts anfangen. Wie Diablinchen schon erähnte z.B. die Meinung zu Verhütung, Abtreibung, etc. Die Institution an sich interessiert mich auch nicht.
Und zum Glauben selbst....also an einen Gott wie ihn die Kirche beschreibt glaube ich mit Sicherheit nicht. Ich kann auch nicht wirklich an eine höhere Macht glauben [wahrscheinlich geht das wirklich über unsere Vorstellungskraft]. Eins steht für mich auf jeden Fall fest. Jeder Glauben kann abhängig, vielleicht sogar fanatisch machen [siehe die vielen Kriege in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart]. Und die Kirche wie wir sie hier finden, ist mit ihren Ansichten mit Sicherheit nicht mehr Zeitgemäß.
Solar Spectrum
ch glaube auch nicht an Gott.
Es gibt da viel zu viele Widersprüche, zum Beispiel, dass die Erde erwiesenermaßen nicht an 7 Tagen erstanden ist, sondern durch den Urknall. Das Leben entstand dann im Lauf von Millionen von Jahren.
Ich glaub also an die wissenschaftliche These der Entstehung unserer Erde.
Bis vor 13 Jahren glaubte ich vielleicht noch an Osterhase, Nikolaus und Weihnachtsmann, aber nie an Gott.
Wenn es Gott geben sollte, warum schlichtet er nicht Frieden zwischen Palästinensern und Israelis? Warum hungern die Afrikaner, währund es uns so gut geht? Sind wir etwa besser? Warum darf Bush weiterregieren? Warum passieren Naturkatastrphen wie Tsunamis?

Weil es Gott nicht gibt!!!
Aus wissenschaftlicher Sicht könnte man einige dieser Fragen beantworten. Zum Beispiel die mit den Tsunamis, die in Folge von Verschiebungen der Erdplatten unter dem Meer entstehen können.
Steve Brian
Dieser Adam & Eva Mist ist doch alles Pille Palle ...
ouh man ich kann es manchmal immer noch nicht fassen, wie sehr doch manche Leute von diesen Kram überzeugt sind.
Ich sag euch, da war der Urknall und alles fand seinen weg:
Fisch -> Amphibie -> Säugetier -> Mensch ...
und nicht
Adam -> Eva -> + Apfe .. oder sowas :-P ...l
Naja wer weiterhin an Jesus & Co. glaubt, der soll es tun, aber verschont damit die Ungläubigen :-) ...
terrorkeks
Ich zähle mich am ehesten zu den Agnostikern. Will sagen: ich glaube weder an die Existenz eines Gottes noch an seine Nicht-Existenz. Beides ist möglich.Zu beweisen, dass etwas *nicht* existiert ist doch noch bedeutend schwerer als zu beweisen, dass etwas existiert.
Ausserdem halte ich viele nichtbeweisbare Phänomene durchaus für möglich,wie zb Telepathie,Wiedergeburt auch Geister.nicht alles was man nicht beweisen kann ist auch nicht existent.
Es ist für viele Menschen wichtig, wenn sie etwas haben, an das sie sich klammern können, wenn es ihnen mal schlecht geht, oder dem sie danken könen wenn es ihnen besonders gut geht und gerade keiner in der Nähe is, dem man sein Herz ausschütten kann.Wir hätten wahrscheinlich einige Psychatrieinsassen mehr wenn es keinen "Gott" gäbe an dem man glauben kann.Wems hilft....völlig ok für mich.
Ich persönlich sehe keine Notwendigkeit, dass es einen Gott geben muss.
Ich bin der Meinung, dass "Gott" mit der Zeit in den Köpfen der Menschen entstanden ist um dem "Unerklärlichen" eine Ursache zu geben, das Leben erträglicher zu machen und um ein Mittel zu erschaffen Menschen zu manipulieren (ob für Wahlen, Glaubenskriege, oder Geschäftemacherei, wie Z.B. der Ablasshandel im Mittelalter.Im Namen des Glaubens und der Kirche sind die bekanntermassen die größten Verbrechen begangen worden)
Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, dass er ständig auf der Suche nach Gründen und Erklärungen ist. Damals war es nicht möglich Phänomenen aus der Natur mit hochspezialisierter Technik zu Leibe zu rücken, also schlug man andere Wege ein.
Heute sieht das anders aus, wir kennen die Biologie, die Evolution nach Darwin, Mathematik, Chemie und viele angeblich von Gott gesandte Signale entpuppten sich als harmlose Physik.
Gott nimmt mir nicht meine Entscheidungen ab noch hilft er mir wenn ich in der Scheisse stecke.
Also schließe ich daraus : Glaub an das was du tust und ziehe deine Kraft aus eigenem Antrieb - nicht aus deinem Glauben an etwas, das sich irgendjemand irgendwann irgendwo einmal ausgedacht hat !
Dennoch kann ich seine Existenz wie gesagt nicht ausschliessen.
Henning
| Zitat: |
Original von terrorkeks
Ich bin der Meinung, dass "Gott" mit der Zeit in den Köpfen der Menschen entstanden ist um dem "Unerklärlichen" eine Ursache zu geben, das Leben erträglicher zu machen und um ein Mittel zu erschaffen Menschen zu manipulieren (ob für Wahlen, Glaubenskriege, oder Geschäftemacherei, wie Z.B. der Ablasshandel im Mittelalter. |
Dem ersten stimm ich voll und ganz zu.Aber dem zweiten nicht,weil das Leute waren,die den Glauben an Gott missbraucht haben und nicht im Namen Gottes gehandelt haben,sondern im Namen ihres Geldbeutels.
Aber ich glaube auch nicht an Gott,besonders weil es viele Widersprüche gibt zwischen Bibel und Wissenschaft.Trotzdem denke ich,dass es nichtfalsch ist an Gott zu glauben ,weil man denke ich dann ein glücklicheres Leben führen kann.Besonders mit dem Glauben danach in den Himmel zu kommen.Das nimmt denke ich vielen gläubigen Menschen die Angst vorm Tod.
Außerdem sind die Werte ,die die Kirche vermittelt, meiner Meinung nach der richtige Weg für ein gutes,soziales Zusammenleben.
DoubleUS
Ob ich an Gott glaube oder nicht ist ehrlich gesagt ne schwierige Frage. Es hängt von dem ab was man unter Gott versteht. Also die Vorstellung das Gott der Schöpfer von allem ist, kann ich persönlich nicht glauben; da sind die wissenschaftlichen Erklärungen für mich einfach plausibler. Allerdings muß man sagen, daß die Geschichten von der Schöpfung in sieben Tagen und die von Adam und Eva schon tausende Jahre alt sind und zu dieser Zeit der Menschheit einfach die wissenschaftlichen Grundlagen für andere Erklärungen ihrer Existenz gefehlt hat. Allerdings sehe ich auch, daß es in allen Kulturen irgend einen Glauben an Gott oder ähnliches gibt, welcher sich unabhängig voneinander entwickelt hat. Für viele Menschen ist es halt wichtig an irgend etwas Übernatürliches zu glauben. Und ich kann jetzt auch nicht sagen, daß ich das für falsch halte.
Das Propheten wie Abraham, Jesus, Mohammed usw. gelebt haben glaub ich dagegen schon, auch wenn in die Überlieferung über deren Leben natürlich viel Phantasie eingeflossen ist. So ist Jesus zweifellos nicht über das Wasser gewandelt und bei seiner Zeugung war ganz bestimmt irgend ein Mann zugegen. Zur Begründung des Christentums hat er aber bestimmt den Grundstein gelegt (irgendwie hat's ja entstehen müssen).
An Himmel und Hölle oder ein Leben nach dem Tode glaub ich dagegen nicht. Bevor ich geboren wurde war nichts, deswegen wird nach dem Tod auch nichts sein.
Natürlich wird im Namen von Religion, wie auch von anderen Idiologien, Schlechtes getan. Das ist aber einzig und allein Schuld der Menschen, die diese mißbrauchen. Religionen lehren meistens positive Werte oder Normen (z. b. Nächstenliebe , Zehn Gebote), die für das Zusammenleben einer Gesellschaft wichtig sind und auch nach tausenden von Jahren noch Gültigkeit haben.
P.S.: Egal was ihr glaubt, halte ich es für wichtig zu sagen, daß niemand Anderen seinen Glauben aufzwingen und jeder Einzelne den Glauben des Anderen respektieren sollte.
Das war mein Wort zum Sonntag.
Southern
Ich glaube nicht an die Kirche und ich glaube nicht an Gott.
Für mich ist die Welt durch ein bisher nicht wissenschaftlich nachvollziehbaren Naturprozess entstanden.
greetz West
T-Track
Na ja bin momentan nur auf dem Blatt Papier katholisch, aber das wars auch schon. Das einzigste woran ich glaube ist an mich selbst. Bin sozusagen meine eigene Religion...daraus folgt ja, dass es diese Religion nur einmal gibt, somit bin ich Gläubiger, Gott, Papst, Kirche etc pp. in einer Person....man bin ich gut

....sorry für diesen dummen gedankensprung.....musst aber sein...so zurück zum thema.
Wie gesagt ich bin glaube nicht an gott und werde es auch nie tun. Und so fromm und heilig wie das christentum immer so macht, sind die gar nicht. Man denke nur an die Kreuzzüge. Da wurden damals in Europa Millionen von Menschen getötet, nur weil sie statt dem allmächtigen Gott lieber an mehrere Götter glaubten. Und das witzige an der ganzen Sache ist ja auch noch, dass sämtliche "christlichen" Bräuche ursprünglich aus den Heidentum kam. Sämtliche Sachen wie: Ostern, Ernte Dank, Fastnacht, Nikolaus, Weihnachten ja sogar der Weihnachtsbaum war heidnischen ursprungs. Und da frag ich mich allenernstens, wie kann man an einer Regligiion glauben, bzw. warum sollte man überhaupt einer Religion glauben, die nicht imstande ist eigene Bräuche und Feste zu gründen und stattdessen sich altbewährtem sich bedient, dies unbennt und gleichzeitig dne alten glauben nicht duldet und verhindert.
Nyo ändern kann man da nichts....
Luk
Auf dem Papier bin ich evangelisch, an und für sich glaube ich auch nicht an Gott aber es gibt immer mal Momente in denen ich mir da nicht so sicher bin. Die Ansichten der Katholischen Kirche sind wirklich veraltet, aber es ist ja gut möglich das es jetzt einen weniger konservativen Papst gibt. Die evangelische Kirche hat auch nicht so strenk konservative Ansichten wie die katholische.
Die Theorie zum Urknall zum Beispiel erklärt nicht was vorher war und wie es überhaupt zum Urknall kam...
Laut Bibel hat Gott den Menschen die Erde überlassen um sie sich untertan zu machen, sie zu bewirtschaften und zu erhalten. Es wird gesagt das der Mensch für die Erde verantwortlich ist und sich nicht mehr einmischen wird wie er es durch die biblische Sintflut getan hat.
Auf jeden Fall ist Glaube nichts schlechtes und kann ein Halt in der Not sein...
deed
ich glaube ebenfalls nicht an gott. ich glaube an das, was ich sehe, höre, fühle ... nothing else.
gott...ich "miss"-brauche dieses wort zwar regelmäßig indem ich "oh gott" o.ä. sage,doch glauben tue ich deshalb noch lange nicht an ihn/sie/whatever.
ich kann nicht richtig erklären,wieso ich nicht an gott glaube.es ist einfach so.vielleicht weil ich mir sonst kaum solche ereignisse wie die flut,erdbeben und andere schreckliche dinge erklären kann...wobei alle immer sagen das sich die erde gehen uns böse menschen nur wehrt. und das gott damit nichts zu tun hat. ich halte beides für schwachsinn.kanns allerdings auch kaum logisch & konsequent wiederlegen.
will ich auch gar nicht.jedem das seine ...das ist beim glauben doch nicht anders.
und nur weil es verschiedene "gruppen" von menschen gibt die an verschiedene oder auch gleiche götter glauben,muss ich das ja noch lange nicht.ich will mich hier auch nicht als "rebell" darstellen,doch es geht ja vielen menschen nicht anders als mir...
David
| Zitat: |
Original von Luk
Auf jeden Fall ist Glaube nichts schlechtes und kann ein Halt in der Not sein... |
Da gebe ich dir Recht!
Ich sehe das gerade bei meinem Opa und meinem Onkel. Beide sind inzwischen alt und haben vor einigen Jahren ihre Ehefrauen verloren. Mein Opa hat zwar nicht sehr viele Bekannte in seinem Alter (er Besucht z. B. keine Seniorentreffs oder sowas), aber er ist sein ganzes Leben immer zur Kirche gegangen und Religion war für ihn immer sehr wichtig. Mein Onkel kennt ebenfalls kaum Leute in seinem Alter und zusätzlich hat ihn Relogion nie wirklich interessiert.
Mein Opa sagt jetzt, dass ihm der Glaube an die Religion sehr geholfen hat, um den Tod seiner Frau zu verkraften (ist jetzt ca. 8 Jahre her). Es ist natürlich sehr schlimm, wenn du 50 Jahre mit ein und der selben Person zusammenlebst und du diese dann verlierst, aber durch den Glauben an Gott hat er Trost bekommen. Ich weiß nicht genau was ihm so geholfen hat, aber ich denke es ist die Gemeinschaft und der Glaube daran, dass er seine Frau im Himmel wiedertrifft. Er sagt auch, dass er ohne Beten und das Besuchen der Kirche nichts mit seiner Zeit anzufangen wüsste.
Mein Onkel hat seine Frau vor ca. einem Jahr verloren. Beide haben zwar in einer Seniorenwohnung gelebt, aber nie großen Kontakt zu den Nachbarn oder irgendwelchen Gruppen gehabt. Man kann sagen, sie waren sich beide selbst genug. Das ist schön und gut, aber jetzt wo seine Frau verstorben ist, ist er verständlicherweise sehr einsam. Im fehlt etwas wie die Kirche, wo er einmal die Woche hingehen kann und dort z. B. auf Leute mit dem gleichen Schicksal stoßen kann.
Das ist für mich das konkrete Beispiel, dass Glaube in schwierigen Situationen helfen kann. Sicher trifft es nicht auf jeden zu, aber gerade im Alter ist Religion vielleicht auch als eine Art Hobby sehr wichtig.
Ich denke schon, dass die Tatsache, dass unglaublich viele Menschen rund um die Welt an ein und die selbe Sache glauben positiv ist. Selbst wenn die Erzählungen in der Bibel alle erstunken und erlogen sind, verbindet der Glaube an diese gemeinsame Sache.
Silver Surfer
Genau wie die meisten hier im Forum sehe ich das auch.
Ich gehöre keiner Konfession an, glaube in erster Linie an mich selbst und bin vor allem der katholischen Kirche gegenüber sehr kritisch eingestellt.(Mit ihrem Riesen Rudel vergreister Kleriker, die sich nur über irgendwelche Auslegungen der Bibel streiten...)
Aber für viele Menschen in der Welt, vor allem in den ärmsten Ländern der Welt ist der Glaube das einzige was sie haben.
Bei Vielen die hungern bzw. ausgebeutet werden ist der Glaube das Einzige was sie am Leben hält.
Außerdem gibts da Organisationen wie Caritas und Diakonie, die wirklich was tun aus dem Glauben heraus. Und Ärzte die statt einer gutgehenden Praxis in Deutschland z.B. für Jahre in Entwicklungsländer gehen.
Deswegen bewundere und respektiere ich gläubige Menschen sehr, solange sie keinen Bekehrungsdrang entwickeln.
Kissy
Hum..
Interessanter Thread...
Ich glaube an ein Leben nach dem Tod (Wiedergeburt)
Und jetzt steinigt mich
Na im Ernst...
Der Buddhismus ist die einzige Religion, zu der ich mich hinreissen lassen könnte...
Guitar
Ich glaube an Außerirdische

. Ich zitiere aus dem Film"Contact": Wenn es im Universum keine anderen Zivilisationen gäbe, was wäre das für eine Platzverschwendung? Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass es außer der Erde keinen anderen Planeten unter den Abermilliarden geben soll, dessen natürliche Bedingungen Leben ermöglicht(e).
Das Thema Religion und Gottglaube ist eines meiner Lieblingsdiskussionsthemen. Leider gibt es hier zu viele interessante Ansätze, um auf alle Bezug zu nehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich nur sagen, dass auch ich nicht an einen Gott glaube(n kann) und Menschen, die es können, häufig sehr beneide.
Da unser Urlaub, den ein paar Kumpels und ich doch zu kurzfristig geplant haben, nun ins Wasser fällt (

), habe ich in der nächsten Woche genügend Zeit, um eventuell einen längeren Beitrag zu schreiben. Falls dem so ist, wird er sehr umfangreich und zudem niemanden interessieren. Aber dieser Thread gibt mir die Motivation, endlich einmal meinen Ansichten zusammenhängend schriftlichen Ausdruck zu verleihen.
So long,
Tom Forbes
für alle sogenannten Atheisten sei gesagt: wie heißt es so schön - spätestens auf dem Sterbebett werden alle katholisch bzw. gläubig
Nachtschatten
Hat mich sehr gewundert, dass ich zu dem Thema noch nix geschrieben hab.
Ich bin ja Juli 2004 aus der katholischen Kirche ausgetreten, nicht wegen der Kirchensteuer, die ich sowieso noch lang nicht zahlen müsste, weil ich über kein eigenes Einkommen verfüge. Sondern einafch aus den zwei Gründen, dass ich a) nicht an die christliche Vorstellung eines Gottes glaube und b) die Praktiken der katholischen Kirche ablehne.
So, ich muss mal grundsätzlich den Leuten hier zustimmen, die geschrieben haben, sie glauben nicht an Gott.
Aber mir gefällt auch Keksis Beitrag sehr gut. Ich denke, dass die gesamte Welt naturwissenschaftlich erklärbar ist, aber nicht unbedingt, dass wir Menschen in der Lage sind, für alle Phänomene Erklärungen zu finden und sie zu verstehen. Vieles mag einfach unser Bewusstsein übersteigen.
Das Modell des "Intelligenten Designs" (ID) sorgte zuletzt wieder für Schlagzeilen. Diese Kirche geht mir allein deswegen schon auf den Arsch. Jetzt, wo sie merken, dass immer weniger an die biblische Schöpfungsgeschichte glauben, ließen sie sich etwas Neues, nicht weniger Unwissenschaftliches einfallen. In ist es jetzt, der Evolutionstheorie nicht mehr zu widersprechen, da einfach viel zu viel für diese spricht, sondern sie um gläubige Ansichten zu "erweitern".
Dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist, ist eben diese Vorstellung, von denen man wegkommen sollte. Wir scheinen durch einen extrem unwahrscheinlichen Zufall entstanden zu sein, genauso wie druch einen extrem unwahrscheinlichen Zufall Leben generell entstanden ist - so habe ich das bisher von Wissenschaftlern gehört.
"Intelligentes Design" wäre aber auf eine andere Weise möglich und ist so zumindest wissenschaftlich nicht in irgendeiner Form diskreditierbar: Eine höhere Macht, die die Naturgesetze an sich geschaffen hat und die nicht explizit den Plan hatte, Leben oder den Menschen als besondere Lebensform zu kreieren.
Das Problem ist: Aus Nichts kann nichts entstehen. Was ist also die höchste hierarchische Ebene? Und wie ist sie selbst entstanden?
Diese Diskussion lässt sich unendlich weiter behandeln, da wir nie zu einer Lösung kommen werden.
Jedenfalls sieht man eins: man muss unterscheiden zwischen naturwissenschaftlichem Streben nach Wissen und Glauben, der sich der Wissenschaft entzieht. Leider kann eine Ideologie nur bestehen, wenn sie den Anspruch erhebt, "die Wahrheit" zu vermitteln.
Glaube hat wohl auch eine psychologische Funktion. Da finde ich Davids Beitrag sehr interessant. Glauben ist wie ein Plazebo. Es ist eine Sache, die sich rein im Gehirn abspielt. Beten soll ja sogar ungläubigen Menschen helfen.
Gläubige leben auch meist gesünder, nehmen seltener Drogen, weil der Glaube an sich ihre Droge ist.
Wobei es natürlich Religionen gibt, die Drogen mit der Religiösität vereinen, man denke zum Beispiel an den Pilzgott bei den Mazateken in Mexiko.
@ Guitar:
Es wär nett, wenn du deinen versprochenen langen Beitrag mal hier posten würdest, ich würde ihn mit Sicherheit lesen, da mich das Thema auch sehr interessiert!
Hayden
Ich bin zwar katolisch, aber mit der katolischen Kirche und vor allem dem Papst kann ich nicht viel anfangen. Der Hype der "Gottes Rodweiler" gemacht wird macht mir ein wenig Angst. Ich gehen auch selten in die Kirche. Aber ich glaube schon an Gott. Aber nicht so wie es mir die Kirche vorschreiben will. Und ich kann ganz gut mit meiner Einstellung leben.
Aber zu dieser Art zu glauben bin ich auch erst im Reliunterricht der Oberstufe gekommen. Da hatten wir einen tollen Lehrer.
Und ich weiß wie die Kirche mit seinen Angestellten umgeht, mein Opa war Organist und Küster, dann wurde er schwer Herztkrank und es hat die Kirche einen Dreck geschert. Als er dann gestorben ist, war das Verhalten gegenüber meiner Oma einfach das Letzte.
Aber hauptsache man mache eine schicke, teure und bunte DVD zum Weltjugendtag. Ich könnte kotzen.
Übrigens die geilste Schlagzeile die ich zu "Bennedettos" Wahl gelesen habe war nicht die der Bild-Zeitung, sondern diese hier: WENN GOTT DAS NOCH ERLEBT HÄTTE
Accyu
Nun, auch ich glaube nicht an Gott, zumindest nicht nach der Vorstellung des Christentums. Ich glaube daran, das wir mehrere Leben führen. Jedoch glaube ich weder das das Leben ein Geschenk ist, noch, das es sich dabei um die Prüfung handelt, ob eine Seele in den Himmel oder die Hölle eingehen wird. Welcher Gott könnte zulassen, dass so viele Menschen noch nicht einmal das Licht der Welt erblicken, ehe sie sterben? Welcher Gott könnte zulassen, das so etwas geschieht, wenn das Leben eine einzigartige, allesentscheidende Prüfung wäre? Welcher Gott könnte zulassen, das Arm und Reich so weit auseinanderklaffen, wenn es nur EIN Leben gäbe?
Ich glaube ebenfalls, das es einige Dinge gibt, die Menschen nicht verstehen können, weil es ihre Vorstellungskraft übersteigt. Die Vortellung, das alle Entscheidungen von Gott getroffen werden, der Glaube an das unveränderliche Schicksaal kann mit Sicherheit tröstlich sein, wenn man Entscheidungen bereut oder unsicher ist. Jedoch ist mir mit der Zeit klar geworden, das ich nicht daran glauben kann und will, das meine eigenen Entscheidungen so nichtssagend sind.
Das Christentum ist trotz seinen zahlreichen Überlieferungen und Geboten ein seltsam einfacher Glaube: Die Welt liegt in Gottes Hand, er allein bestimmt über das Schicksaal der Menschen. Trotz allem wird Gott in gewisser Weise als menschlich dargestellt: Sein Mitleid, seine Liebe zu den Menschen, sein Sohn auf Erden als sein Vertreter und Bote. Aber wie kann ein Wesen mit menschlichen Empfindungen es aushalten, die Macht über alles in seinen Händen zu halten? Ist das nicht der eigentliche Grund, warum wir uns an Gott wenden? Das wir mit der Vorstellung nicht übereinkommen, das unsere Entscheidungen soviel bedeuten?
In jedem Fall glaube ich, das es mehr gibt als nur die Dinge, die wir auf dieser Welt sehen. Momentan lese ich gerade "die Nebel von Avalon", was ich auch zu diesem Thema sehr empfehlen kann.
Soviel erst einmal von mir.
emotion
Tjoa, also dann "bekenne"

ich mich mal und sage ich glaube an Gott oder etwas derartiges wie Gott...
Natürlich ist es klar, dass die Erde durch den Urknall entstanden ist und niemand oder nichts die Erde "erschuf"!
Ich bin katholisch, mitgegeben haben mir das natürlich meine Eltern.Als Kind musste ich schön jeden Sonntag in die Kirche gehn...
Dann kam die Kommunion, später die Firmung...Bei beidem gabs Unterricht wie bei evangelischen Kindern auch...!Und doch anders...
Habe gehört,dass Konfirmantenunterricht wesentlich strenger ist als Kommunionsunterricht auch wenn mans sich andersherum denken sollte!
Wir haben Lieder gesungen, Texte gelesen, klar auch gebetet,doch wurde uns das Thema Glaube und Gott "spielerisch beigebracht",was meiner Meinung nach ein wichtiger Unterschied ist.
Ich glaube an etwas "Überirdisches", also keine Aliens oder sowas...
Aber auch nicht an einen alten Mann mit weißem Bart der irgendwo auf ner Wolke sitzt, umgeben von Engelchen *lach*
Auch heute geh ich ab und zu noch zur Kirche, Weihnachten und Ostern sowieso...

Ich kenne es nicht anders, mir wurde es so beigebracht.
Natürlich tragen die Eltern ne Menge dazu bei, wie man heut zum Thema Religion steht...Und sicher trägt auch der Religionsunterricht dazu bei, dass ich dazu stehen kann, an Gott zu glauben.
Ich denke, so wie viele andere auch, dass es Schwachsinn ist die Pille und die Abtreibung zu verbieten, wie der Papst und die Kirche es tun...
Doch hat das nichts damit zu tun, was man glaubt...
Die katholische Kirche hat seit Jahrtausenden diese traditionell-konservative Meinungsposition und auch ich bin der Meinung, dass man sich dem Zeit der Geist anpassen sollte!
Aber naja...Wenn die in Rom meinen es müsste so ablaufen, dann bitte, stört mich auch nicht,denn danach muss man sich ja nicht richten!
Jedenfalls denke ich, dass der Großteil der Menschen etwas braucht, an das er sich halten kann,etwas das ihnen in schwereren Lebenszeiten Halt gibt...
Vielleicht ist das auch der Grund warum es etwas "fiktives" wie Gott gibt...
Etwas dass nicht bewiesen ist, was man aber doch bittet seine Wünsche etc zu erfüllen...!
...Ist so meine Meinung...