Und hier kommt sie schon...!
Die neue Scheibe von
Paolo Mojo und
Jim Rivers ist auch mir in den letzten Wochen vor allen Dingen aufgrund des hervorragend sphärisch gelungenen Remixes von
Eric Prydz aufgefallen, der es sich natürlich nicht nehmen lässt, die erste Platte auf
Mouseville, die nicht von ihm persönlich (alias Cirez D) stammt, mit einer Überarbeitung zu veredeln.
Wer keine Angst vor einer gut gewürzten Portion Monotonie in techhousiger Drummingsauce hat, dürfte auf jeden Fall am
Original Mix einigen Gefallen finden, für mich persönlich verfällt das Ganze allerdings viel zu sehr ins Raster des emotionslosen Geplätschers, welches einige gute Ansätze zu bieten hat, aber im Endeffekt in einigen Wochen wieder in der Versenkung verschwunden sein wird. Auffällig tun sich dabei nur die nadelstichartig wummernd auftretende Bassline sowie allerhand verfremdete Vocal-Loops auf, welche sich im allerhöchstens nur sehr nuancenhaft anschwillenden Track als stetiger Begleiter des Hörers herauskristallisieren. Zwischendurch wird das Stück dann zur Abwechslung zwar bis aufs Skelett heruntergeschraubt, doch bis auf die Entfaltung einiger sehr subtiler Tonandeutungen im Hintergrund, welche sich mit der effektgeschwängerten Basis kurzzeitig anfreunden und im anschließenden Schwurbeln wieder ziemlich schnell dorthin verschwinden, kommt auch bei dieser Aktion leider wenig Erbauliches heraus. Dass sich das Ganze schließlich auch auf der Zielgeraden wieder mehr als monoton verabschiedet, dürfte keine große Überraschung mehr darstellen, sodass ich insgesamt auch nur auf wenig begeisternde
3/6 komme...
Wie erleichternd, dass es auf der B-Seite dann noch einen
Eric Prydz Remix gibt, welcher seine Überarbeitung mit fein abgeschmeckten Melodieelementen versieht und damit das Original für meinen Geschmack locker an die Wand spielt. Das beginnt schon im gelungenen Intro, wenn sich aus dem brodelnden Untergrund eine herrlich groovende Bassline emporschleicht, um mit zunehmender Intensivierung einige bekannte Vocal-Samples sowie wunderbar mysthisch geratene Flächen im Schlepptau zu präsentieren. Letztere schaffen es sodann in Zusammenarbeit mit dem einsetzenden Drumming auch ohne große Mühe, diesem Stück mit ihrem subtilen Hintergrundspiel einen sphärischen Stempel aufzudrücken, der es in sich hat. Dass die feinsinnige Flächenmelodie im anschließenden Break schließlich auch einmal an die verdiente Spitze dieser Überarbeitung drängt, ist dann nur überaus legitim und erlaubt dem Ganzen dabei einen nicht unerheblich anschwillenden Charakter, welcher im effektreichen Zusammenspiel aus groovendem Drumming, mittlerweile fast schon wehmütig flehenden Streichern und kontrastreichen Industrial-Vocal-Samples seinen glorreichen Höhepunkt erreicht. Aufgrund der hypnotischen Intensität der hiesigen Prydz'schen Melodien wird dabei zudem jegliche Anbandlung von Langeweile im Keim erstickt, sodass sich das Ganze auf den letzten Metern auch in seinem Outro nicht von diesen trennen kann, auch wenn den wahren Schlusspunkt dann doch die Vocal-Samples setzen. Nichtsdestotrotz bin ich jedenfalls mal wieder bereit, überzeugende
5,5/6 für diesen überaus gelungenen Remix aus der Kellernische zu holen.