So, bin seit halb zwölf wieder zuhause (=Offenburg)

, und habe zum Einen eine (nicht ganz so) lange Fahrt hinter mir, und zum Anderen ein sehr, sehr geiles Trance-Event!
(Der Blick ins Internet vor einem Familenbesuch und die überwundene Scheu vor den daraus folgenden Schwierigkeiten, wie z.B. den Mangel an Begleitern, zahlt sich doch immer wieder aus....
).
(Den Freitag über hatte ich mit einer ziemlichen, mir nicht ganz erklärlichen Aufregung zu kämpfen (die mich selbst zu Zeiten, in denen ich einen möglichen Türsteher noch zu fürchten hatte, kaum in solchem Ausmaß gepackt hatte), vielleicht aus Freude darüber, dass mein Vater diesen Wunsch von mir in seine Planung miteinbezog, jedenfalls war und ist bis jetzt an eine Mahlzeit nicht zu denken, ohne dass sich mir der Magen umdreht, jedoch das nur nebenbei. Ich verabscheue alle Arten von Drogen, auch das sei am Rande erwähnt
)
Ich trat (dank der freiwilligen Fahrdienste meines Vaters) ziemlich genau mit offizieller Öffnungsminute über die Schwelle(?) (wenigstens nicht eine halbe Stunde davor, wie im November

). Nachdem die üblichen Schwierigkeiten behoben waren, eröffnete der
Greifswalder Hawk den soundlichen Teil des Abends/der Nacht (es war immerhin viertel nach elf) mit zurückhaltenden, progressiven Klängen, und blieb im Großen und Ganzen in diesem Stil, zumindest der Geschwindigkeit nach. Mit wirklichen "Schönen Sachen" wie denjenigen von Andain, oder Jaytech (sehr zu meiner Freude!) und irgendwas Anjunabeats-lastigem ganz am Schluss (war das "One Night in Tokyo"...?) erfreute er meine noch immer Tech-gequälte Seele, auch "Hydra - Affinity" (?) schlich sich an mein Ohr, und diese gelungene Trackwahl übermalte die kleinen technischen Unfeinheiten, die meinen Bruder, wäre er dabei gewesen, wohl wieder spitzbübisch gefreut hätten. Der kleine Club, und mit ihm die noch kleinere Tanzfläche, füllten sich, jedoch langsam, sodass ich trotz meiner Freude in meiner Beobachter-Position verharrte - tatsächlich dauerte es noch bis in die letzten Tracks das Nachfolgers, Hypermaniac, hinein, bis die Tanzfläche zu wippen begann, dies dann aber dafür um so mächtiger (etwa zu demselben Zeitpunkt fiel mir auf, dass dieser das Tempo unauffällig um einiges gehoben hatte). Ohne Zweifel verstand er sein Handwerk, jedoch ging er ein wenig ins Elektroide, und entfernte sich damit von meinem favorisierten Stil.
Als Mat Zo's hübsches Gesicht (ein Hoch auf alle Aufrufe gegen Oberflächlichkeit!

) schließlich hinter den CDJs auftauchte, schien der Club, bzw. die aus DJ-Kanzel und Tanzfläche bestehende Hälfte davon, bereits zu glühen. Er wirkte etwas unsicher, jedoch gelang es ihm, die Meute für eine Weile mit recht ordentlichem Geknüppel (meine Worte für Tech-lastiges), jedoch noch bei akzeptablem Tempo, in seinen Bann zu ziehen. Er blieb die meiste Zeit über in dem Stil, jedoch lichtete sich irgendwann die "Menge" (oder sollte ich sagen, die "Familie"?

) ein wenig, sodass ich bei dem einen oder anderen Anjuna-Griff, den er tat, auch ein wenig Platz hatte, meine bisher zurückgehaltene Energie loszuwerden. Irgendwann trieb es mich dann der dort inzwischen herrschenden Hitze wegen doch vor die Tür (es war gegen drei Uhr), wo man sich zu Teilen in Englisch verständigte. Ein oder zwei Leute trafen wohl direkt von Paule kommend ein, und lobten ihn in den Himmel hinauf.
"Das weniger gewöhnliche Leben" und Folgendes vermochte meine Füße nicht zu wecken, jedoch fand ich mich bei Oakenfolds "Schönem Tag" dann doch wieder hinter den beiden Riesen wieder, die irgendwie die exakte Mitte dieser 3x4 (große) Schritte messenden Tanzfläche für einen Großteil des Abends gepachtet zu haben schienen, und dort ein von Bier begleitetes Schwätzlichen hielten
(hoffentlich habe ich jetzt keinen aus dem Forum erwischt....*duckundrenn*
)
Jan Vandell war an der Reihe
("...derjenige über 130 BPM"), hatte seinen Kassiererplatz also nun verlassen und rockte
("Mit Kippe!"), einfach vom ersten Augenblick an. Euphonic, auch Anjunabeats, alles, was eben treibende Bassline und Melodie hat. Klangfarben-Sound, und das auf völlig humaner Lautstärke. Irgendwann (ich sprang mit einem Freudenschrei auf die Tanzfläche) glaubte ich sogar, den Kandi durchzuhören. Der Club hatte seinen Spaß
("Jan du geile Sau!"), ich auch, nur ging es dem Ende zu, vor allem mit meinen Energien (was aber auch an der Hitze lag, eigentlich mache ich nicht so ohne Weiteres schlapp

), und da war es auch schon fünf Uhr, und mein Vater kam, um mich für den langen Heimweg einzusammeln.
=> musikmäßig insgesamt sehr schön!
=> Lautstärke OPTIMAL! Man hätte sich, wäre man nicht anderweitig beschäftigt gewesen, unterhalten können.
=> Familiäre Atmosphäre, jeder schien irgendwie jeden zu kennen (mich mal ausgenommen, aber allein ist man ja nicht, das mag ich auch an diesen Events

)
Letztendlich ärgere ich mich nur ein wenig darüber, dass ich zum Einen, obwohl ich zuvor mindestens zwanzig Mal daran gedacht hatte, es am Ende doch verpeilt habe, einen Flyer mitzunehmen, und mich zum Anderen nicht überwinden konnte, die Berliner/UK'ler Trancer (waren es ohne Frage) anzusprechen, wenn die Bedingungen schon mal so optimal waren
- und dem Anjuna-Shirt wenigstens meine Zustimmung zu zeigen
- (= Problem meiner leider noch immer existierenden Schüchternheit). Aber das wird schon, das war ja hoffentlich nicht meine letzte Eternal Night
Bleiben noch die Grüße an alle, die dort waren
(und sich vielleicht an die kleine Blonde mit dem roten Oberteil und dem eigenartigen Tanzstil erinnern
) und natürlich das große Dankeschön an den/die Veranstalter! Bei nächster Gelegenheit (spätestens dann, wenn ich mir meinen Wunsch erfülle, zurück nach Berlin zu ziehen

), wie gesagt... ich genieße diese Events sehr