GambaJo
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| Original von hammer Allein dein anglizistisch geprägter Neologismus "eingegayt" raubt für meinen Geschmack bereits jeglichen diskussionwürdigen Ansatz deiner Aussagen und hätte gute Chancen auf das "Unwort des Jahres"... |
So, sind nun alle aus dem Sommerloch raus geklettert?
Zu dieser Jahreszeit muss man etwas auf die Kacke hauen, wenn man ordentliche Resonanz will.
BTW: Für mich ist „progressive“ das Unwort des Jahrzehnts, dazu später mehr.
Sorry Jungs, war gestern mexikanisch essen, und hab mir einige Cocktails in den Kopp geschüttet (Happy Hour sei dank). Fett, Alkohol und Chilis sind so eine geile Mischung
Nur posten klappt dann nicht mehr so gut.
Weiter geht’s:
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| Original von uridium Höre ich heute ASOT, so plätschern die 2 Stunden völlig langweilig an mir vorbei, und nach 2 Stunden .. Gähn .. :-( |
Geht mir so ähnlich. Ist ganz nett als Hintergrundmusik beim Arbeiten, aber zum Feiern ist das für mich nichts. Mir fehlt da die Power und Energie.
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| Original von Solarcoaster Das Problem ist jetzt ähnlich, wenn Du meinst, dass, was heute Progressive genannt wird, im eigentlichen Sinne das nicht ist. |
Genau so ist es. Progressiv heißt doch fortschrittlich. Ich erkenne keinen Fortschritt im Remixen von alten Klassikern. Und nur, weil dabei einiges entfernt wird und man alles langsamer macht, ist es nicht automatisch fortschrittlich.
Wenn ich heute die gängigen MP3-Shops durchstöbere, habe ich da alle Nase lang das Wort „progressiv“. Da gibt es Progressive House, Progressive Trance, Progressive Tech-House, Progressive Elektro, Elektro House, …
Und ihr werft mir Schubladendenken vor? Nur weil ihr mehr Schubladen nutzt, seid ihr dadurch nicht besser.
Das ist wie damals, als „Progressiv“ für schnelle Musik stand. Alles, was etwas flotter war und einen etwas fetteren Bass hatte, bekam plötzlich das Präfix „Hard“.
Ich warte noch darauf, dass demnächst Progressiv Schlager, Progressive Pop, Elektro-HipHop, Minimal-Rock oder so was in der Art kommt (falls es das nicht sogar schon gibt).
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| Original von Tom Forbes und wenn ein neuer Sound entsteht, egal ob er nun gefällt oder nicht, isses doch klar, dass man versucht, ihm einen Namen zu geben; ob das jetzt nunn "inhaltslose Worthülsen" sind oder nicht, ist doch nur deine subjektive Meinung |
„Hard“, „Progressive“ oder „Neo“ sind Modewörter, die nichts Dauerhaftes aussagen, und die für gerade aktuelle Mode genutzt werden, um dem Konsumenten den Anschein von Exklusivität vorzugaukeln. In Einigen Jahren wird das, was heute progressiv/neu genannt wird, veraltet sein. Wie wird man es dann nennen? Ehemals Progressive Trance? Music formaly known as progressive? Und in nachher Zukunft wird es Musik geben, die sich von der heutigen unterscheidet, und auch fortschrittlich ist. Wie wird die dann heißen? Noch progressiverer Trance? Neo-progressiver Trance?
Warum heißt Tech-Trance nicht Progressive Energy-Trance? Weil es Blödsinn ist. Es ist eine Mischung aus Techno und Trance, und heißt dementsprechend so. Fertig, so einfach ist das.
Das sind nun mal inhaltslose Worthülsen.
Die Behauptung, dass das neuer Sound ist, finde ich ziemlich homöopathisch. Nur weil man einige Auch wenn man Trance-Samples aufweicht und in House einfügt, ist es immer noch House. So mit beide Augen zudrücken ginge da noch Trance-House, aber Progressive Trance? Ich hab so das Gefühl, dass sich einige aus welchen Gründen auch immer nicht eingestehen wollen, dass sie House bevorzugen. Vielleicht wegen der Assoziation mit der homosexuellen Szene, ich weiß es nicht.
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| Original von David Das ist aber alles subjektiv. Es gibt ganz offensichtlich viele Leute, die diese Musik mögen. |
Musikempfinden ist natürlich immer subjektiv, und es findet sich immer einer, der drauf steht, selbst wenn ein Kleinkind Mamis Töpfe als Schlagzeug zweckentfremdet. Das ist auch gut so.
Quantitativ kann man aber nachweisen, welche Richtung Musik einschlägt, vor allem in unserem Bereich. Elektro ist für mich ein Rückschritt. Diese Musik gab es schon früher und zwar in Computer- und Video-Spielen, damals nur ohne markanten Taktgeber (von Bass kann man ja nicht wirklich sprechen). Die heutigen Konsumenten sind nur zu jung, um das zu wissen. Wenn ich diese Musik höre, will ich nicht tanzen, da will ich meinen alten C64 und meinen GameBoy ausgraben und zocken.
Und wenn nun die Produzenten nun anfangen House-Remixe von alten Trance-Klassikern zu machen und das dann auch noch fortschrittlich nennen, kann ich nur staunen. Sind die fortschrittlichen Ideen ausgegangen, dass man schon auf Altes zurückgreifen muss?
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| Original von Tom Forbes …das Genre-Grenzen seit geraumer Zeit immer mehr verschwimmen… […] und wie David gut meinte, es kommt doch letztlich nur darauf an, dass man zu dem feiern geht & glücklich ist, was einem gefällt! wenn man auf Progressive Party sich langweilt, sogar einpennt, dann sollte man auch nicht auf solche eine gehen |
Hier widersprichst Du dir selbst. Wenn, wie Du behauptest, die Grenzen verschwimmen, wie soll ich dann auf eine Non-Progressive-Party gehen, ohne direkt in eine extreme Richtung wie Hardcore zu wechseln? So kommen auch die merkwürdigen Aussagen in den Reviews zustande. Der eine geht auf eine Trance-Party, und erwartet aber eigentlich House, er nennt es nur Progressive Trance. Wenn dann richtiger Trance gespielt wird, fängt das Gejammer an, weil die DJs ja so brettern. Wieso geht man auf eine Trance-Party, wenn man House hören will? Und ich gehe auf eine Trance-Party und bekomme House vorgesetzt. Kein Wunder, dass ich einpenne.
Das ist ja das Problem mit den schwindenden Grenzen. Keiner weiß mehr, was eigentlich gespielt wird, und wird unter Umständen enttäuscht, da kann man noch so offen für Anderes sein.
House und Trance sind eigentlich zu verschieden, als dass man es wirklich vernünftig mischen könnte, ohne auf vieles zu verzichten. Wenn man sagt, dass die Grenzen schwinden, bedeutet dass für mich, dass es einige Berührungspunkte zwischen den Genres gibt. Das ist aber nicht so, zumindest nicht mehr. Das, was Progressive Trance genannt wird, ist für mich einfach House mit einigen wenigen Trance-Elementen. Das, was Trance ausgemacht hat, geht dabei einfach verloren, daher sehe ich das auch nicht mehr als Trance an.
Früher war es ganz einfach.
- Ich höre am liebsten Trance, etwas Techno und Hardcore.
Und heute?
-Ich höre gerne progressiven Funk-House und grooviges Minimal mit Elektroeinflüssen.
--Hää, wie noch mal?
Wenn man schon irgendwelche beschreibenden Adjektive vor dem eigentlichen Namen braucht, taugt der Name als solches nicht viel.
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| Original von marc borea Diese Neuauflagen und Remixe wirst du in JEDER elektronischen Musikrichtung finden, das ist nun wirklich nichts Neues. Gerade die härtere Gangart, insbesondere die Entwicklung von Hardstyle, ist ein gutes Negativbeispiel für Einfallslosigkeit und gerade davon kann man im Progressive überhaupt nicht sprechen. |
Das mit Hardstyle stimmt leider überwiegend. Das ist auch der Grund, warum ich mich kaum noch dafür interessiere. Aber nur weil Hardstyle gerade ein Negativbeispiel ist, heißt das nicht automatisch, dass man alle anderen frei sprechen kann. Zumal Harstyle nicht den Präfix "fortschrittlich" trägt. Nomen est omen, oder vielleicht doch nicht?
Allein schon dass man Genres mischt, ist an sich schon überwiegend einfallslos (die Diskussion hatten wir ja schon). Aber wenn nun angefangen wird Klassiker eines anderen Genres zu verhunzen, ist das Ende der Fahnenstange nicht mehr weit.
Daher behaupte ich immer noch Progressive $beliebige_aktuelle_Hypemusik (also im Prinzip House) ist das neue Kirmes:
- massenkompatibel und medientauglich
- Assimilation
- Recycling mangels Kreativität
- der Mode nachlaufend
- relativ einfach zu machen (dürften aktuell viele Sample-Datenbanken im Umlauf sein)