keine richtige Jugendbewegung mehr seit den 90ern

northtrance
Zitat:
Original von e-music
Zitat:
Zu hohe Anfordeungen in der Schule schon von klein an.
Man hat das Gefühl man möchte aus unseren zukünftigen Erwachsenen eine Elite heranzüchten, wenn ich so sehe was nun auf den Grundschulen abgeht und dann den drauf folgenden Schulen.
Gereade in der Mathematik werden immer mehr Kinder überfordet.
Und Mathemtik wird so als das wichtigste angesehen, neben
Deutsch/Englisch.
Und ich hab da ein ungutes Gefühl warum das passiert, was da geplant wird und ich hoffe das ich nicht damit Recht behalte...


Was soll denn bitte schön der Schwachsinn? Hast Du Dir mal überlegt wie die Welt ohne Mathematik aussehen würde? Mal Gedanken darüber gemacht, dass alles auf Mathematik basiert: Internet, Gebäude...... Mathematik ist überall und verdammt nochmal wichtig!
Ausserdem: zu hohe Ansprüche? Das Niveau der Schulen ist extrem gesunken in den letzten Jahren.
Was mir prinzipiell in den letzten Jahren aufgefallen ist: ein Jeder will sich selbst verwirklichen, irgendeine brotlose Kunst studieren (Politikwissenschaften etc. (Ja, die Frage wieviel Geisteswissenschaftler kann sich ein Staat leisten ist berechtigt!)) und an guten fähigen Ingenieuren fehlt es an allen Ecken und Enden!
Und warum? Weil keiner sich mehr bereit ist zu quälen und mal richtig zu lernen! Typische Aussage: Ingenieursstudium, Bäh zuviel Mathematik!

Prost Mahlzeit! Deutschlands einzige Ressource der letzten Jahre waren fähige gut ausgebildete Ingenieure! Und das scheint ja auch bald Geschichte zu sein.........


Ich stimme vorbehaltlos zu. Ich weiß zwar nicht, was inzwischen "Schlimmes" mit Grundschülern passiert, noch woraus diese Weisheiten geschlussfolgert werden, kann aber sagen, dass die Mathematik von Klasse 1-13 nicht unbedingt übermäßig schwer ist. Insbesondere in Mathe ist es eher so, dass sich sehr viele einfach hängen lassen und sich ein "Ich kann das eh nicht" gebetsmühlenartig einreden. Unterstützung gibt es dann oft noch aus dem Elternhaus mit konstruktiven Beiträgen wie "Oh Gott, Mathe, ja das konnt ich ja auch nie", was die Mathe-Phobie noch weiter stärkt.

Mathematik ist aber nunmal mit die wichtigste Disziplin, die man in der Schule lernt, zumindest was die Vorbereitung auf Studium und Beruf angeht. Die meisten Berufe, mit denen man wirklich sicher sein kann, ordentliche Gehälter zu erzielen, sind mehr und mehr Berufe im technischen Bereich (sprich Ingenieure), wofür Mathe, Physik und Chemie wohl unerlässlich sind.

Nicht das Schulsystem ist Schuld und schlecht, sondern die Kiddies, die sich hängen lassen und ihre Null-Bock-Haltung auch noch toll finden. Damit wären wir dann auch wieder bei fehlender Jugendkultur, was mich allerdings bei dem Verhalten kein Stück wundert.
Kollege B
Ich habe es heute wieder gemerkt wie toll meine Schulbildung war:
Musste von Quadratmetern in Quadratkilometer umrechnen. Durch logisches Schlussfolgern wusste ich zwar nach einigen Sekunden was zu tun war, aber normalerweise sollte man bei sowas garnicht erst nachdenken müssen schüchtern
David
Zitat:
Original von terrorkeks
Zitat:
Original von GambaJo

Meine Meinung ist, dass man zum nackten Überleben keine Jugend-Kultur braucht, aber sie bringen die Gesellschaft weiter. Zum einen wachsen Menschen heran, die es lernen sich ihre eigenen Gedanken über ihre Umwelt machen und Stellung zu beziehen.


Ganz genau....und ein Großteil der heutigen Jugendlichen hat genau das nicht gelernt, die hängen ihr Fähnchen in den Wind, rennen heute der und morgen dem Trend nach...oder haben eben gar keine Meinung

Aber war es nicht so, dass bei den früheren Jugendbewegungen auch alle die gleiche Meinung vertreten haben? Klar wollte man anders sein und hat sich deswegen z. B. möglichst individuell gekleidet, aber die Kern-Thesen waren doch eigentlich bei allen gleich. Ich denke jetzt speziell an die 68ger, bei denen es doch auch Meinungsführer gab und viele, die nur mitgemacht haben, um sozialen Anschluss zu bekommen. Das ging sicherlich über einen längeren Zeitraum, aber ich erkenne trotzdem auch dort keine große Individualität.

Heute kriegt man den sozialen Anschluss (zumindest zum Teil - vollständig kann man den natürlich nicht "digital ersetzen") über das Internet. Hier treffen sich z. B. Trance-Hörer. Das führt dazu, dass man sich nicht musikalisch an seiner Nachbarschaft orientieren muss. Es entsteht mehr Vielseitigkeit, oder aus der anderen Sicht eine orientierungslose Jugend. Ist natürlich sehr simpel dargestellt, aber ich finde das Thema schwierig. So viel Ahnung habe ich davon nicht... Wirklich problematisch finde ich nur die Gewaltbereitschaft der Jugend, aber ich denke die gab es auch schon früher.

PS: Ich habe gehört, dass Deutschland im Vergleich zu den Ländern Osteuropas sehr schlecht in Mathe abschneidet. Mathe wirkt in der Schule natürlich immer realitätsfern und einfach nervig, aber ohne geht es auf keinen Fall. In fast jedem Job braucht man ein bisschen davon und selbst wenn nicht, kann man mit Mathe eine logische Denkweise schulen.
Sunset Bass
Zitat:
Original von David
Wirklich problematisch finde ich nur die Gewaltbereitschaft der Jugend, aber ich denke die gab es auch schon früher.


Guter Beitrag. Kann ich zustimmen. Aber was die Gewalt angeht, hat es sich stark dramatisiert. Das wurde klar in Kriminalstudien bewiesen. Sicherlich gibt es Gewalt schon immer auf der Erde. Allerdings hat es sich stark verändert.
Ich finde, die Respektlosigkeit ziemlich erschreckend. Wenn man mal Reportagen sieht, dass die Schüler überhaupt keinen Respekt vor Lehrern haben. Natürlich ist dies schon ein Extremfall, aber es gibt sowas leider oft genug. Auch auf der Straße. Viele haben Waffen dabei und auch keine Hemmschwelle, diese einzusetzen. Erschreckend auch, dass sie häufig kein Ende finden, so dass ernste Verletzungen zurückbleiben.
Früher war es deutlich friedlicher. Kenne ich zwar nur aus Erzählungen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es so war. Heutzutage gibt es kaum eine Grenze.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Medien daran Schuld sind. Wenn man sich mal die "Gangster-Filme" anguckt oder "Gangster-Rap". Dort wird Gewalt als "cool" präsentiert.
Aber das Internet bietet echt eine gute Plattform, sich über Musik auszutauschen und die Leidenschaften zu teilen. Aber im jungen Alter ist man meist nur Mitläufer. Ist jeden Falls meist so. Meist findet man seine wahre Persönlichkeit erst im fortgeschrittenen Alter.
Nils van Bruuk
Zitat:
Original von David
Wirklich problematisch finde ich nur die Gewaltbereitschaft der Jugend, aber ich denke die gab es auch schon früher.


Klar gab es die. Aber weniger brutal als Heute. Wie oft höre ich von leuten die um die 30,40,50 sind das es extrem geworden ist. Früher hat man sich so lange geschlagen bis einer auf dem Boden lag, dann hat man aufgehört, das reichte dann einfach. Heute? Heute darfst du dich glücklich schätzen das du deine Sprache nicht nochmal lernen darfst wenn du ne schlägerei überlebst (das
überleben mein ich ernst). Wer geht denn von der heutigen Jugend noch großartig in Fußball-Vereine? oder andere Vereine. Tz damit mein ich nicht sowas wie einen 2 Monatigen Kurzbesuch beim örtlichen Kickboxer, damit man genau weiß wie man auf der Straße jemanden mal ordentlich vermöbeln kann. 2 Monate Grundkurs mehr brauch man doch nicht.

ich bin ja für eine extreme erhöhung des Strafmaßes. Und damit mein ich wirklich Extrem sagen wir um 2000% Warum kostet Schwarzfahren 40€? Wieso rechnet man nicht nachdem Bruttogehalt? sagen wir 20% von dem was man brutto verdient?

30km/h zu schnell? kein problem macht 50% des bruttogehalts, muss man halt mal nen Monat hungern. Danach überlegt man sich es nochmal genauer...

Jemanden Krankenhausreif schlagen? Kein Problem macht 25 jahre Knast. ich finds hier in DE einfach viel zu schlapp.
Sunset Bass
Zitat:
Original von Nils van Bruuk
ich bin ja für eine extreme erhöhung des Strafmaßes. Und damit mein ich wirklich Extrem sagen wir um 2000% Warum kostet Schwarzfahren 40€? Wieso rechnet man nicht nachdem Bruttogehalt? sagen wir 20% von dem was man brutto verdient?

30km/h zu schnell? kein problem macht 50% des bruttogehalts, muss man halt mal nen Monat hungern. Danach überlegt man sich es nochmal genauer...

Jemanden Krankenhausreif schlagen? Kein Problem macht 25 jahre Knast. ich finds hier in DE einfach viel zu schlapp.


Mein Reden... Besonders sauer werde ich, wenn Leute das Leben von Menschen in Gefahr bringen. Wieviele Täter gibt es, die zig mal im Gerichtssaal waren und einfach nicht in den Knast kommen.
Ein tolles Beispiel ist das Ausland. Die Strafmaße sind deutlich höher. Über die heutigen Strafen kann man nur lachen in Deutschland. Das schreckt garnicht ab. Auch Bewährungsstrafen sollten bei Körperverletzung leichter verteilt werden. Denn überlegt man es sich zweimal, ob man das nochmal macht. Bei einer Bewährungsstrafe muss man heutzutage schon was heftiges machen, um die zu bekommen.

Aber ich glaub, das schweift hier leicht ab vom Thema.
GambaJo
Wenn ich mehrere Menschen zusammenschließen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, geht es nicht primär um die Individualität des Einzelnen. Man kann ein Individuum bleiben, und trotzdem ein gemeinsames Ziel anstreben.

Mit "Eigene Meinung haben" meinte ich, dass man sich nicht mit bestimmten Missständen abfindet, und zu allem, was uns der Staat, das System, die Eltern/Gesellschaft oder andere Autoritäten diktieren, ja und amen sagt, ohne zu hinterfragen oder gar zu rebellieren.

Würde "Eigene Meinung haben" gleich "Jeder hat eine andere Meinung" bedeuten, würde man nichts bewegen, weil man sich nicht einigen könnte, und damit wäre eine Jugend-Bewegung keine mehr.
David
@Gambajo
OK, habe es verstanden. Die Frage ist aber für mich, was "besser" ist. Eine große Masse, die gerne rebelliert aber im Prinzip keine hohe Individualität des Einzelnen hat, oder eine Masse, die viele Meinungen vertritt und dadurch aus einem weiten Betrachtungswinkel unentschlossen und orientierungslos wirkt und wahrscheinlich die vielen Thesen auch nicht so richtig durchsetzen kann. Eventuell sind die jungen Leute auch wirklich so, dass sie keine eigene Meinung haben und nur jedem Trend hinterher rennen. Bei einigen ist das sicher so, aber viele werden vielleicht auch unterschätzt. Immerhin befinden sie sich noch in einer wichtigen Entwicklungsphase und können sich auch noch verändern.

Zu Thema Gewalt in den Medien und höheres Strafmaß:
Eine aggressionsfördernden Wirkung des Konsums von Mediengewalt ist zwar inzwischen empirisch weitgehend abgesichert, aber diese ist eher schwach. Gegenwärtig wird in der Forschung die sozial-kognitive Lerntheorie favorisiert: Durch Beobachtung von Modellpersonen werden Verhaltensweisen potenziell erworben. Ob das Verhalten dann tatsächlich gezeigt wird, hängt von den erwarteten Konsequenzen ab. Je realistischer die medialen Gewaltdarstellungen sind und je ähnlicher Situationen, in denen Gewalt präsentiert wird, dem alltäglichen Leben sind, desto wahrscheinlicher werden sie real ausgeführt. Zuschauer sehen sich mit individuell verschiedener Erwartung aggressionshaltige Fernsehsendungen an; allgemein bewirken sie eine spezifische, lustvoll erlebte Spannungs-Entspannungs-Dynamik.

Fazit: Es gibt durchaus einen Zusammenhang, aber dieser ist nur schwach. Die meisten Zuschauer werden leicht agressiver durch den Konsum, würden aber danach trotzdem unter keinen Umständen eine Schlägerei anzetteln oder andere Menschen anpöbeln.

Ich denke ohne Gewalt in den Medien wäre es nicht besser...

Bezüglich höheres Strafmaß würde ich einfach mal einen Blick in die USA empfehlen. Die Todesstrafe, die ja eigentlich am meisten abschrecken müsste, sorgt nicht für weniger Tötungsdelikte. Für Gewalttaten würde ich trotzdem (auch wenn ich dadurch kaum eine Wirkung erwarte) ein leicht höheres Strafmaß favorisieren, aber bei Verkehrsdelikten oder Schwarzfahren auf keinen Fall. Wir wollen ja auch kein Polizeistaat sein (So sehe ich das zumindest...).
kami68k
Zitat:
Original von Nils van Bruuk
[ich bin ja für eine extreme erhöhung des Strafmaßes. Und damit mein ich wirklich Extrem sagen wir um 2000% Warum kostet Schwarzfahren 40€? Wieso rechnet man nicht nachdem Bruttogehalt? sagen wir 20% von dem was man brutto verdient?

30km/h zu schnell? kein problem macht 50% des bruttogehalts, muss man halt mal nen Monat hungern. Danach überlegt man sich es nochmal genauer...


da solltest du aber jetzt auch nicht übertreiben.
Beispiel Schwarzfahren, warum sollte das teurer sein?
Es würde zwar kaum noch jemand Schwarzfahren bei einer Strafe von 800 Euro (und du kannst gleich ein paar Kontrolleure entlassen die dann arbeitslos sind), aber andererseits dürften die garnicht wenig verdienen mit den ganzen 40-Euro Schwarzfahrern zwinker
Außerdem wär das einfach bekloppt 800 Euro (2000%) zahlen zu müssen weil man gerade kein Kleingeld hatte. Hauptsache Touchscreen und Geldkarte supporten, aber nen 5 Euro Schein wechseln kriegt so ein KVB Automat nicht auf die Reihe. Das muss schon fast Absicht sein.
Und es gibt sicher genug Leute bei nach der Zahlung von 800 Euro sowieso kein Geld mehr haben, z.b. aus beruflichen Gründen aber trotzdem mit der Bahn fahren müssen. Die können sich dann erst reicht kein Ticket leisten und am ende hast du ohne ende Leute in die Armut getrieben, klasse.

p.s. ÖPNV sollte sowieso kostenlos sein.
Feel Trance
Zitat:
Original von Timo K.
HipHop ist doch ne Jugendbewegung. Kollektives aggressives Auftreten, asoziales verhalten und Handy auf volle Lautstärke...

großes Grinsen


du hast die 10 Kilo Goldkette am Hals vergessen großes Grinsen
Kollege B
Ja, genau, richtig!

Die Antwort von Maeijgo auf Timo K.s Aussage miteinzubeziehen ist Kleingeistern wie dir natürlich nicht zumutbar.

Was ist eigentlich mit diesem Forum los in letzter Zeit, laufen hier eigentlich nur noch SPACKOS rum autsch
GambaJo
Zitat:
Original von kami68k
Es würde zwar kaum noch jemand Schwarzfahren bei einer Strafe von 800 Euro (und du kannst gleich ein paar Kontrolleure entlassen die dann arbeitslos sind), aber andererseits dürften die garnicht wenig verdienen mit den ganzen 40-Euro Schwarzfahrern zwinker


Das glaube ich nicht.
Ich fahre z.B. regelmäßig mit der 18 von Brühl nach Köln und zurück. Eine Fahrkarte in eine Richtung kostet mich mittlerweile 3,20 € -> hin und zurück bin ich also 6,40 € los.
Wenn ich sechs Mal hin und zurück fahre, habe ich die 40 € schon reingeholt.
Ich fahre mehrmals im Monat diese Strecke, seit mittlerweile 3 Jahren. Kontrolliert wurde ich bisher nur ein Mal.

Das mit den Automaten finde ich auch blöd, aber innerhalb von Köln kann man auch mit dem Hady-Ticket zahlen, da braucht man gar kein Bargeld (egal ob Scheine oder Kleingeld).