Deutsches Schulsystem

Hayden
Zitat:
Original von Kollege B
Und @ Sunset, bezüglich der Nachhilfe:
Sorry, aber das ist ja wohl total lächerlich. Nachhilfe muss abgeschafft werden und nicht ausgebaut. Dafür sind ja wohl die Schulen zuständig und nicht irgendwelche privaten Anbieter. Fördern wir mal die Eliten auf der Schule und das ganze Prüttzeug was zu blöd ist, dass kann ja garnicht genug bestraft werden für seine Dummheit, die müssen noch draufzahlen für eine halbswegs ausreichende Bildung. autsch


Das Ganze würde ja mit dem eingleisigen System und Ganztagsunterricht überflüssig. In Finnland wird gezielt so unterrichtet, dass Zeit da ist in der die starken Schüler den schwachen Schüler helfend unter die Arme greifen können. Das fördert auch die Sozialen Kompetenzen.

Auch wird die Hauptschule in Hessen ja nicht Ersatzlos gestrichen, da wird genau das begonnen was ich ja auch fordere. Da werden zwei Schulen unter ein Dach zusammen gefasst. Ein Schritt in die richtige Richtung.
David
Übrigens zum Thema Privatschule...

Ich habe an einer Waldorfschule mein Abi gemacht und kann deswegen auch mal was zu diesem Thema beitragen. Für mich hatte es Vor- und Nachteile. Man macht relativ viele praktische Sachen, die allerdings häufig in den künstlerischen oder handwerklichen Bereich reingehen. Am Anfang ist sowas sicher gut, da so viele Schüler z. B. Handwerksberufe kennenlernen, die sie später ausüben können. Modernere Sachen wie Elektrotechnik oder so finden zwar kaum Beachtung, aber dafür so Sachen wie Schreinern und eben viel Kunst. Irgendwann hat man da allerdings als potentieller Bürohengst keine Lust mehr drauf und gerade in der 12. Klasse (ein Jahr vor dem Abi-Jahr) nerven so Unterrichtsstunden wie Steinmetzen, die ich nicht abwählen kann und womit ich mich quäle und meinen Notenschnitt am Ende runterziehe, weil ich zu wenig Interesse gezeigt habe und zu wenig mitgearbeitet habe. Auch wird lange keine Trennung zwischen den "schwächeren" und schlaueren Schülern durchgeführt. Ganz ehrlich, Spaß macht Deutsch in der 12. Klasse mit einer gemischten Gruppe nicht. Da sind dann Leute dabei, die gerne Faust lesen würden und einige, die nicht wissen, was ein Verb ist. Zum Glück waren wenigsten einige Fächer getrennt.

Inzwischen bin ich an einer FH und habe ein wenig Vergleichmöglichkeit. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich irgendwelche Schwächen gegenüber "normalen" Schülern hätte. Auch in den Problemfächern wie Englisch und Mathe hinke ich nicht hinterher, jedenfalls nicht mehr als die anderen. Da wir ne Privat-FH sind, sind auch ein paar mit Fach-Abi dabei, aber auch mit den anderen kann ich mithalten.

Das nur als kleiner "Erfahrungsbericht". Zu dem großen Thema sage ich bewusst nichts, da ich mich da zu wenig auskenne. Das wir ein Problem haben, sehe ich aber auch so und sowas kann sich Deutschland eigentlich nicht leisten.
GambaJo
Zitat:
Original von Hayden
In Finnland wird gezielt so unterrichtet, dass Zeit da ist in der die starken Schüler den schwachen Schüler helfend unter die Arme greifen können. Das fördert auch die Sozialen Kompetenzen.


Ich war früher vor allem in Naturwissenschaften sehr gut (Bio, Mathe, usw.), obwohl ich fast grundsätzlich keine Hausaufgaben gemacht und fast nie mitgeschrieben habe. Wurde dann auch immer gefragt, wie das funktioniert, oder jenes war. Irgendwann kamen einige auf die Idee Lernzirkel zu bilden.
Ich habe versucht mich da weitestgehend rauszuhalten, denn das wäre für mich kein Vorteil gewesen. Ich hätte meine Zeit damit „verschwendet“ irgendwelchen Stoff um sonst zu erklären. Hört sich vielleicht asi an, aber ich hatte damals noch anders zu tun (schließlich ich die Libido erwacht großes Grinsen ).
Es ging mir auch auf den Keks, wenn andere Schüler den Unterricht bremsten, indem sie Fragen zu (in meinen Augen) simplen Sachen stellten. Ich habe mich dann immer gelangweilt. Und solche 45 (später 90) Minuten können lang werden.

Daher finde ich eine Trennung gar nicht so schlecht. Intelligentere Kinder können so mehr gefordert und dadurch motiviert werden, weniger intelligente Kinder kriegen keine Minderwertigkeitskomplexe, weil sie nicht gegen die besseren ankommen.
Ich glaube, dass wenn das Niveau in einer Klasse ungefähr gleich ist, es sich am entspanntesten lernen lässt.

Es ist auch nicht unbedingt notwendig, dass jeder direkt ein Genie ist, oder einen hohen Bildungsstand hat. Irgendwer muss auch Autos reparieren, Mauern hoch ziehen oder den LKW fahren. Ich will nicht sagen, dass diese Berufe besser oder schlechter sind, aber manche sind auch dafür besser geeignet.
Ich z.B. habe einen Kumpel, der auf der Hauptschule mehr oder weniger erfolgreich war. Man kann nicht wirklich sagen, dass er gebildet ist. Trotzdem sind wir gute Freunde. Und er ist handwerklich sehr begabt. Was der so alles bauen kann, da schlackere ich nur mit den Ohren, so was wäre mir nie eingefallen, geschweige denn dass ich es bauen könnte. Dafür liegen meine Stärken wo anders.

Eine Grundbildung sollte jeder haben, aber dann sollte nach Interessen und Talenten aufgeteilt werden.

@David: Kannst Du noch deinen namen tanzen? Bitte auf youtube hochladen großes Grinsen
Skuz
@GambaJo

Das war meine subjektive Beobachtung, die amtlichen Statistiken kenne ich nicht.

Na klar kann man es mit der 2. besser machen, aber wenn du jedes Jahr ne neue Fremdsprache dazu bekommst, dazu mehr Physik etc. wirds schon schwer, erst recht, wenn du dich nicht für Sprachen begeistern kannst. Das Englisch dann in der Grundschule anfängt ist glaub ich schon Standard.
Ob Klasse 5+6 nun noch Grundschule sind oder als Orientierungsstufe bezeichnet werden ist wurst, wobei ich Orientierungsstufe aus psychologischen Gründen vorziehen würde.

Zu den Lehrplänen in Physik und Chemie:
Ich find die nicht zwangsläufig angestaubt. Da ändert sich eben vieles nicht und man braucht diese Grundlagen, man müsste den Spaß nur lebhafter rüberbringen (wobei meine Lehrer da recht gut waren, auch wenn ich kein Interesse an diesen Fächen hatte, da sie für mich ne lästige Pflicht waren).

IT hatte ich nie. Gabs in Niedersachsen in Klasse 9 und in Ba-Wü in Klasse 8, wobei das einfach nur Word und Excel waren. Das was die dort gemacht haben, hab ich mir nebenbei angeeignet.

Mal noch nen komplett anderer Punkt: Wieso sträuben sich die Kultusminister immer noch gegen einheitliche Abschlussprüfungen? Klar, Bildung fällt in die Kompetenz der Länder(und die Leute sind eben Machtversessen+haben Angst schlecht abzuschneiden), aber wenn ich Qualität sichern will, dann muss sowas einfach drin sein.
Und die Argumentation(Abi) mit den Ferien ist fürn Hintern. Alles 2 oder 3 Wochen nach Ostern und gut ist.
Niedersachsen hat um den Dreh rum ja meist 3Wochen frei, viele andere weniger und es war bei uns (BA-Wü)schon gänige Praxis, dass wenn die Prüfungen vor Ostern sind, die Woche unmittelbar vor den Prüfungen für die Abiturienten frei hatten.
Sunset Bass
Mal was anderes: Aufgrund der hohen Jugendkriminalität (doppelt soviel als vor 12 Jahren) planen die Behörden, besser mit Schulen zusammenzuarbeiten. Das heißt: Schwänzer werden damit bestraft, dass sie mit der Polizei in die Schule gebracht werden. Auch Straftaten an Schulen sollen der Polizei/Jugendamt durch den Schulleiter gemeldet werden. Dieses Thema passt vielleicht nicht nur zum Schulsystem, sondern auch zum Thema Jugendkriminalität. Aber ich finde es ist ein wichtiger Faktor. Ich finde, die Behörden müssen Schwänzer mehr überwachen, denn in Deutschland herrscht die Schulpflicht. Auch Gewalt an Schulen ist ein wichtiges Thema. Gewalt hat an Schulen nichts zu suchen und schreckt auch die eher ab, die etwas lernen wollen. Manche Schulen sind echt erschreckend, was das asoziale Verhalten von Schülern angeht.
David
Zitat:
Original von GambaJo
@David: Kannst Du noch deinen namen tanzen? Bitte auf youtube hochladen großes Grinsen

Klar, aber ich habe leider kein Video parat.

Zu der Trennung von Schülern mit unterschiedlichem Niveau:
Wie gesagt, am Anfang finde ich gemischte Klassen gut, aber irgendwann hat es keinen Sinn mehr. Irgendwann weiß man auch, dass Lerngruppen mit bestimmten Leuten einfach nichts bringen und man muss natürlich an sich selbst denken.

Blöd ist diese Trennung nur an Hauptschulen, da dort dann wirklich die Passenden zusammenhängen. Die ziehen sich glaube ich zu einem großen Teil gegenseitig runter und die Lehrer helfen dann noch, in dem sie den Schülern sagen, dass sie mit Hauptschulabschluss kaum noch etwas machen können.
GambaJo
Zitat:
Original von Skuz
Wieso sträuben sich die Kultusminister immer noch gegen einheitliche Abschlussprüfungen?


Schwierige Sache. Oft wird das bayerische Abi so hochgelobt, weil die Schüler nachher umfangreiches Allgemeinwissen haben. Allerdings geht das nur, wenn man stupide auswendig lernt. Das kann jeder Doof, wenn man es ihm lange genug einbläut.
In NRW wird weniger auf Allgemeinwissen gesetzt (eine Basis muss aber natürlich da sein), sondern auf Problemlösung und Transferleistung (man löst ein Problem, und überträgt die Lösung auf ein anderes Problem).
Jetzt kann man sich streiten, was besser ist.
Skuz
Hat hier irgendjemand bayerisches Abi oder kann ich ungestört lästern/hetzen? großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

Also ich studier ja in Bayern (Bamberg, auch wenns Franken ist, jedenfalls feindliches Ausland).
Das bayerische Abitur ist definitiv überbewertet.Es gibt hier Leute mit Mathe-LK, die noch nie was von einer Induktion(Beweisführung) gehört haben, sondern sich in Mathe irgendwie nur mit Formeln lernen, einsetzen, umformen und ausrechnen beschäftigt haben. Davon gibs recht viele und die haben 13NP im Abi geschrieben.....Abgesehen hör ich von meinen ehemaligen Leute aus meiner Stufe, dass viele nicht wissen, wie man beispielsweise eine Strukturformel von Schwefelsäure mit allen Elektronen schreibt usw.
Gibt es da nicht eine Statistik, welche besagt, dass nur ~20% der bayerischen Schüler eines Jahrgangs die Schule mit dem Abi beenden?
Ich will auf keinen Fall sagen, dass Ba-Wü der Maßstab ist, aber Bayern ist es meiner Meinung nach auch nicht. Thüringen, Hessen und Sachsen würd ich ebenfalls noch sehr hoch ranken. Es kann natürlich auch an den Leuten liegen die ich kenne, aber so ist nunmal mein Eindruck
Hayden
Im Grunde halte ich es für vollkommen schwachsinnig die einzelnen Abschlüsse der Länder zu vergleichen. Da ja in jedem Land andere Regelungen herrschen. Hessen und Thüringen zum Beispiel haben eine recht seltsame Einstellung zur Evolution. Dort wird akzeptiert das die religiöse Form (Sieben Tage, ich meine etwa 4000 Jahre) auch OK sei.

Sprich dort werden fundamentale Christliche Vorstellungen als richtig angenommen entgegen der Evolutionstheorie, Biologen und Co schlagen die Hände über dem Kopf zusammen. Aber es ist Fakt. Einen Bericht dazu habe es schon mehrfach in Politmagazinen von ARD und ZDF.

Aber wie gesagt es ist müßig über Abschlüsse zu diskutieren. Am Ende sind es eh die Schüler und nicht das Bundesland, die es wissen müssen.
Sunset Bass
Was die Schulform angeht, finde ich folgendes gut: Also ich war nach der 4.Klasse auf einer Haupt- und Realschule. In den Klassen 5 & 6 war beides zusammengemischt. Also so eine Art Beobachtungsstufe. Ab der 7. Klasse hat sich denn entschieden, ob man weitermacht auf der Realschule oder auf der Hauptschule. Bei einem Notendurchschnitt bei 3,0 oder unter kam man auf die Realschule. Bei einem Notendurchschnitt über 3,0 musste man auf die Hauptschule. Dazu kamen einige Schüler vom Gymnasium auf die Realschule, für die es zu schwer ist. Die, die auf die Hauptschule kamen, hatten die Chance durch die konstant gute Noten auf die Realschule zu kommen. Ich halte so etwas für sinnvoll. Einige gingen nach dem Abschluss der Realschule noch auf ein Gymnasium. So ein System finde ich immernoch am sinnvollsten, weil man so sich extra Mühe geben muss.

Was die einheitlichen Prüfungen angeht, ist es schwer durchziehbar. Wir Hamburger mit niedrigem Niveau könnten nie mithalten mit den Bayern. Will man das durchsetzen, muss man alles so anpassen auch vom Lernstoff etc.
Cileos
Zitat:
Original von Skuz
Zu den Lehrplänen in Physik und Chemie:
Ich find die nicht zwangsläufig angestaubt. Da ändert sich eben vieles nicht und man braucht diese Grundlagen, man müsste den Spaß nur lebhafter rüberbringen (wobei meine Lehrer da recht gut waren, auch wenn ich kein Interesse an diesen Fächen hatte, da sie für mich ne lästige Pflicht waren).

IT hatte ich nie. Gabs in Niedersachsen in Klasse 9 und in Ba-Wü in Klasse 8, wobei das einfach nur Word und Excel waren. Das was die dort gemacht haben, hab ich mir nebenbei angeeignet.


Kommt wohl auch drauf an, ich sehe nur die Schulbücher unter meinen Händen zerfallen, so alt sind die, und unser Physiklehrer erklärt uns ständig, dass wir bisher (vom Lernstoff her) auf Niveau des 19. Jahrhunderts sind, und bringt uns jetzt nach und nach bei, was da alles nicht stimmt (z.B: das Atommodell mit den um den Kern kreisenden Elektronen).
Weiß ja nicht, ob das so vorgesehen ist, aber sinnvoll finde ich es auch nicht, sich erst alles falsch einzuprägen.

IT ist deshalb wichtig, weil ich auf einem Informations-Technischen Gymnasium bin, das macht für mich also den wichtigsten Teil des (Abi) Stoffes aus.
Da bekommen mir Arbeitsblätter zu Java von 2003, die aktuellen Versionen passen natürlich nicht unbedingt zu den Damaligen,...
Ein anderes Beispiel wären verschiedene ältere Funktionen, die wir noch lernen, aber die längst nicht mehr benutzt werden.
Bei der Geschwindigkeit, mit der sich diese Sachen weiterentwickeln, finde ich, ein wenig mehr Wert auf Aktualität könnte man legen.

Zitat:
Original von David:
Zitat:
Original von GambaJo:
@David: Kannst Du noch deinen namen tanzen? Bitte auf youtube hochladen großes Grinsen

Klar, aber ich habe leider kein Video parat.


Unbedingt aufnehmen! Wollte schon immer mal wissen, wie sowas aussieht.
Maeijgo
Zitat:
Original von Sunset Bass
Was die Schulform angeht, finde ich folgendes gut: Also ich war nach der 4.Klasse auf einer Haupt- und Realschule. In den Klassen 5 & 6 war beides zusammengemischt. Also so eine Art Beobachtungsstufe. Ab der 7. Klasse hat sich denn entschieden, ob man weitermacht auf der Realschule oder auf der Hauptschule. Bei einem Notendurchschnitt bei 3,0 oder unter kam man auf die Realschule. Bei einem Notendurchschnitt über 3,0 musste man auf die Hauptschule..


starres Notendenken... gibt es nicht noch einige andere Aspekte zu betrachten anstatt euren bekloppten NC?
Ich kann mich nur wiederholen und sagen das für jeden andere Umstände bestehen und das sich jmd. der 3,1 hat vllt. besser entwickelt hat und sich mehr den arsch aufgerissen hat als jmd mit 2,8?
Noten sind relativ, soweit sie auch meist nicht korrekt vergeben werden (was einfach nicht machbar ist).

Jeder Mensch hat teils auch unterschiedlich schwere Phasen...
Da sollte ich einen 7 Klässler der 3,1 hat - dessen Freund evtl. verstorben ist oder der Depressionen hat am besten noch eins reinwürgen und mit der Hauptschule aufmuntern.
Man muss nichtmal so krasse beispiele nehmen: schüchtern? gehänselt? angst davor sich zu melden? schlechtere deutsch Kentnisse durch Einwanderung?

Ganz frei nach dem Motto - Welcome in Germany Imigrants, taste & enjoy our underclass!

Zitat:
Original von Sunset Bass
...was das asoziale Verhalten von Schülern angeht...


ich hasse das Wort "asozial" also bitte nimm es mir nicht übel das ich jetzt so klein karierrt bin. großes Grinsen

sozial, heißt nicht anderes als ein Umgang mit Menschen oder Zusammenleben der Menschen (soziales Umfeld) ect.
asozial hat daher nichts mit "scheiße" "schlechtes" und ähnlichem zu tun sondern bedeutet eher das der "asoziale" Mensch kein Kontakt und kein Umgang mit anderen Menschen hat.
Der Mensch ist ein soziales Wesen und könnte ohne andere Menschen nicht leben, daher kann man nichtmal sagen das der Mensch asozial ist.

sry... Zunge
David
Zitat:
Original von Cileos
Zitat:
Original von David:
Zitat:
Original von GambaJo:
@David: Kannst Du noch deinen namen tanzen? Bitte auf youtube hochladen großes Grinsen

Klar, aber ich habe leider kein Video parat.


Unbedingt aufnehmen! Wollte schon immer mal wissen, wie sowas aussieht.

lachen

Da muss ich euch enttäuschen. tot

Aber zur Aufklärung:
Man hat lange Zeit so ein komisches Fach (Eurythmie), bei dem wohl das eigene Körpergefühl verbessert werden soll und die Schüler ruhiger werden sollen, indem man Formen läuft und dabei die Arme "andächtig" bewegt. Kein Lehrer konnte uns wirklich erklären, wozu das gut sein soll. Meiner Meinung nach ist das auch so ein Nachteil an der Schule gewesen. Man hätte ja wenigstens was trendigeres wie Yoga machen können, aber auf den Trichter kommt man wahrscheinlich erst in 100 Jahren. Ernst genommen hat diese wöchentlichen Stunden jedenfalls kaum einer. Auf jeden Fall kann man eben auch einzelne Buchstaben und Sternzeichen laufen und so muss jeder irgendwann mal seinen Namen darstellen. Weiß aber auch nicht mehr wie das geht, da ich es sehr schnell verdrängt habe.

Passendes Zitat von Wikipedia:
"Äußerlich ähnelt Eurythmie entfernt dem klassischen Ballett, es wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert."
Hayden
Zitat:
Original von Maeijgo
starres Notendenken... gibt es nicht noch einige andere Aspekte zu betrachten anstatt euren bekloppten NC?
Ich kann mich nur wiederholen und sagen das für jeden andere Umstände bestehen und das sich jmd. der 3,1 hat vllt. besser entwickelt hat und sich mehr den arsch aufgerissen hat als jmd mit 2,8?
Noten sind relativ, soweit sie auch meist nicht korrekt vergeben werden (was einfach nicht machbar ist).


Eben, Noten sind für das Zeugnis zur Berufsbewerbung nicht mal mehr so bedeutend wie vor einigen Jahren noch.

Nun komme ich mal wieder mit PISA Spitze Finnland. Dort gibt es, so meine ich mich zu erinnern, bis zur 8. Klasse keine Noten bzw. die Schüler geben sich diese selber. Und das auch ehrlich weil sie eben von der ersten Klasse an mit diesem System konfrontiert werden. Dort wird gezielt darauf hingearbeitet sich gerecht gegenüber anderen und sich selber zu verhalten.

Auch finde ich das von u.a. Sunset immer wieder als positiv empfundenen trennen vollkommen idiotisch. Eben aus den genannten Gründen: Spätstarter (ich war selber einer), soziale Abgrenzung (die Besseren halten sich für was besseres und werden für mich so asozialer gegenüber den Schwächeren als andersrum), Chancengleichheit...
Sunset Bass
Also: Mit asozial meine ich Verhalten, dass nicht tragbar ist. Sicherlich etwas falsches Wort. Umgangssprachlich ist das Wort asozial ein Ausdruck, dass übertrieben schlechtes, freches, abnormales Verhalten beschreibt. Was in manchen Klassen so abgeht, ist auch echt heftig. Weniger in Gymnasien aber besonders in Hauptschulen und teilweise auch Mittlere Reife. Die Umgangsformen sind einfach nicht mehr tragbar teilweise. Früher gabs dafür Schläge. Heutzutage sind manche Lehrer einfach zu soft. Da rede ich aus Erfahrung. Das trägt auch zum Unterricht bei.

Zu dem Notendurchschnitt: 3,0 ist für mich ein gerechter Durchschnitt. Könnte man vielleicht auch auf 3,5 oder so ändern aber ich finde, man sollte schon Ansprüche stellen für die Realschule. Man kann trotz Hauptschule ja noch wechseln auf die Realschule, wenn man beweißt, dann man da hingehört. Man muss etwas tun für seine Zukunft. Was die Ansprache auf Imigranten angeht: Jeder hat die Chance die Sprache zu lernen. Notfalls muss man auch mal Nachhilfe-Kurse machen, um die Sprache zu lernen. Man kann nicht in ein Land kommen und nichts machen. Da bin ich patriotisch. Eigeninitiave muss man schon haben. Auf Hauptschulen sind schon einige, die nichts dafür tun. Besonders in Großstädten gibt es besonders viele Problemfälle, die einfach lieber andere Sachen machen, als sich für seine Zukunft zu engagieren. Und wer später zur Einsicht kommt, oder welche Gründe auch immer, kann man sich durch Weiterbildung verbessern. Es gibt auch einige Leute, die einen Abschluss nachholen bzw. einen höheren Abschluss.
Maeijgo
Zitat:
Original von Sunset Bass
Was die Ansprache auf Imigranten angeht: Jeder hat die Chance die Sprache zu lernen. Notfalls muss man auch mal Nachhilfe-Kurse machen, um die Sprache zu lernen. Man kann nicht in ein Land kommen und nichts machen. Da bin ich patriotisch.


auch nach 1 Jahr Aufenthalt in Deutschland wird ein Einwanderer noch keine Kurzgeschichten von Kafka interpretieren können, noch keine Inhaltsangabe von Büchern schreiben können, wie du und ich es vllt. können oder können sollten.
Auch kleine schwächen die nach 2, 3 Jahren noch da sind führen schon zu großen Problemen.

Zitat:
Original von Sunset Bass
Eigeninitiave muss man schon haben.


(Um genau oben anzuknüpfen) Es ist sicher nicht hilfreich jmd. ins kalte Wasser zu schmeißen und zu sagen: "lern schwimmen!".
Sicher ist Eigeninitative gefragt und sicher gibt es Fälle die interessieren sich nicht um das Erlernen der Sprache, aber wäre es nicht dennoch sinnvoll staatliche Hilfen zu stellen? vllt. den Menschen hier einen ersten Schritt zu ermöglichen sich zu integrieren und in die Gesellschaft einzugliedern?
(verpflichtende staatlich finanzierte Sprachkurse wäre ein Gedanken beispielsweise - Nein wir schieben Israel lieber das Geld in den Hintern)
Anstatt Isolierte Zonen zu errichten in den sie leben und sich im nachhinein über die Auswirkungen zu beschweren?

Grade in einem Staat in der eine menge Einwanderer leben...
Sunset Bass
Leute, die die Sprache nicht richtig können, sind eher der Minderheit. Klar, man sollte diese fördern. Ich finde dennoch, dass die Jugend von Jahr zu Jahr schlechter wird. Die Kinder/Jugendlichen wachsen mit falschen Zielen auf. Es gibt so einige Problemfälle, die lieber kiffen, Schule schwänzen, Schwachsinn machen, krumme Dinger, Stress machen etc. Einige sind garnicht interessiert an einer ordentlichen Bildung. Klar gibt es noch einen Großteil, die versuchen einen guten bzw.einigermaßen guten Abschluss zu schaffen. Man sollte nicht immer die alles auf Schulen schieben, wenn es einige gibt, die keine Chance haben. Es liegt am Wille hauptsächlich. Wenn der nicht da ist, hilft selbst keine gute Schule. Und dazu gehören gute Eltern, die einem ab und zu mal "in den Arsch treten".
GambaJo
Zitat:
Original von Sunset Bass
Leute, die die Sprache nicht richtig können, sind eher der Minderheit. Klar, man sollte diese fördern.


Heutzutage können doch selbst viele Eingeborene ihre eigene Muttersprache nicht richtig, das alles auf Immigranten zu schieben, finde ich etwas zu einfach.
northtrance
Er hat doch lediglich gesagt, dass bei einem Teil der Immigranten sprachliche Defizite vorliegen. Das ist ja nun auch nicht von der Hand zu weisen.
Dass auch bei einem Teil der deutschen Bevölkerung mittlerweile ein grauenhafter Sprachverfall zu beobachten ist, ist um einiges trauriger und auch da müsste angesetzt werden. ich denke aber, dass man gerade letzteres auf unzureichende Förderung der Kinder im Elternhaus zurückführen muss und gerade da den Leuten auf die Finger schauen muss. Denn wenn das Kind erstmal schulpflichtig ist und es trotzdem nicht richtig sprechen kann, ist der Zug wohl schon abgefahren. Dann kann man noch und nöcher Chancengleichheit fordern, aber wird die in solchen Fällen sicherlich nicht erreichen können. Und da sehe ich die Eltern in der Pflicht.
GambaJo
Zitat:
Original von northtrance
Er hat doch lediglich gesagt, dass bei einem Teil der Immigranten sprachliche Defizite vorliegen. Das ist ja nun auch nicht von der Hand zu weisen.


Dagegen sage ich ja nichts. Ich wollte damit nur sagen, dass es nicht nur die Immigranten sind, die eines Sprachkurses bedürfen, und es nicht nur bei den Immigranten so ist, dass sie aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse in der Schule nicht weit kommen.
Es gab ja auch mal die Diskussion, dass Immigranten erst einen Sprachkurs machen müssen (den auch viele schon seit Jahrzehnten machen) und dann eine Prüfung ablegen. Bei dieser Prüfung würden aber viele Eingeborene auch durchfallen. Es ist immer einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen.