GambaJo
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Original von deed
also ich versteh einfach nicht ganz wie man auf einmal auf so etwas kommt... nur um kosten für scheidungen zu sparen? |
Es geht eigentlich um alternative Bindungen. Warum sollten sich diese nicht auch der Zeit anpassen. Früher gab es vorwiegend Monarchie als Staatsform. Irgendwann war das nicht mehr zeitgemäß und wurde abgeschafft. Auch damals konnten sich manche keine Alternative vorstellen.
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Original von deed
wo ist also der vorteil im bezug auf partnerschaften? es geht doch anscheinend um die quote der scheidungen, das jede zweite ehe geschieden wird. |
Es geht nicht um die Quote, sondern darum es den Leuten einfacher zu machen. Der Vorteil wäre der, dass diese Trennungen mit weniger Stress, Streit und Bürokratie von statten gehen würden.
Diese Eheform wäre natürlich nur eine weitere Möglichkeit neben der alten Form. Bei der Heirat kann man sich ja entscheiden, welche Form man wählen möchte. So könnten die Konservativen sich weiterhin fürs ganze Leben binden und dann teuer scheiden. Jedem das seine.
Clear_Blue
Scheidungsquote hin, Scheidungsquote her! Es kann einfach nicht sein, dass das ganze Konstruk der Ehe - ich verweise nochmal auf die Verankerung im Grundgesetz (!!!) - in Frage gestellt wird. Wie sehr tritt man denn damit denen auf den Schlips, die eine glückliche Ehe führen. Freilich sind das vielleicht nur jeder Dritte, aber das sind immer noch genug. Plötzlich kann es einem passieren, dass man fast schon diskriminiert wird, weil man verheiratet ist? Das ist das Problem. Und damit führt sich Frau Pauli selber ad absurdum.
Allein der Vorschlag ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten und zeigt mal wieder, was Frau Pauli alles tut, nur um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Für so dumm schätze ich sie nicht ein - immerhin ist sie Dr. der Politikwissenschaft - dass sie nicht einschätzen kann, dass sie damit auf der Nase landen wird. Hier geht es um pure Effekthascherei, um Aufmerksamkeit in der einschlägigen Boulevardpresse.
Dass so viele Ehen zu Bruch gehen, liegt wohl auch daran, dass man finanzielle Vorteile hat, sobald man heiratet, selbst wenn man den Partner nicht kennt. Aber darum geht es doch beim Heiraten nicht. Da geht es um Liebe. Nicht mehr, nicht weniger.
Vielleicht wäre es denkbar, dass man finanzielle Vorteile für Ehepartner schlicht und einfach streicht oder kürzt. Dann überlegt man sich zweimal, ob man heiratet oder nicht und heiratet nicht den oder die Erstbeste/n, damit man mehr Kohle hat. Scheidungen sollen ruhig so bleiben wie sie sind. Man sollte, nein man muss sich eben sicher sein, wen man heiratet. Ist man vorschnell, hat man eben Pech gehabt. Und tritt der von keksi beschriebene Fall ein (ich behaupte, dass das auch nicht die Mehrheit betrifft), muss man da eben durch. Heiratet man, muss man sich auch darüber im Klaren sein, was es heißt zu heiraten. Nämlich sein ganzes Leben mit jemandem zu verbringen. Da gehört es dazu Höhen und Tiefen gemeinsam durchzustehen.
In solchen Tiefen dann den einfachsten Weg zu nehmen, indem man sich problemlos scheiden lässt, ist der absolut falsche Weg.
Was passiert denn eigentlich - Pauli`s Theorie folgend - wenn die beiden Ehepartner nach 8 oder 9 Jahren beschließen sich zu trennen? Da bleibt man dann 5 oder 6 weitere Jahre zusammen, weil es das Gesetz so will? Wenn Frau Pauli ihren eigenen Vorschlag selber ernst nimmt, tut sie mir leid. Die Frau hat in der Politik schlicht und einfach nichts zu suchen. Hoffentlich sieht sie das bald selber ein und verschwindet schleunigst in dem Erdloch, aus dem sie Ende letzten Jahres hervorgekrochen gekommen ist.
terrorkeks
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Original von Clear_Blue
Man sollte, nein man muss sich eben sicher sein, wen man heiratet. Ist man vorschnell, hat man eben Pech gehabt. Und tritt der von keksi beschriebene Fall ein (ich behaupte, dass das auch nicht die Mehrheit betrifft), muss man da eben durch. Heiratet man, muss man sich auch darüber im Klaren sein, was es heißt zu heiraten. Nämlich sein ganzes Leben mit jemandem zu verbringen. Da gehört es dazu Höhen und Tiefen gemeinsam durchzustehen.
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Entschuldige dass ich das jetzt so direkt sagen muss, aber was du da beschreibst ist die naive Vorstellung eines 8 jährigen Mädchens, dass sich das Leben mit ihrem Traumprinzen ausmalt, aber leider nicht die Realität.
Ich schiebs mal auf dein Alter, mit 23 Jahren besteht der maximale Beziehungsstress vermutlich darin, dass der Partner mal fremdpoppt.
Ich glaube du kannst dir nicht mal annähernd vorstellen, welche "Höhen und Tiefen" in einer mehrjährigen Beziehung ( was war im Übrigen die längste Beziehung die du hattest? ) auf dich zukommen können.
Die Sorgen und Nöte in den maximal 2 bis 3 Jahre andauernden Beziehungen in den Twenty-Somethings sind absolut nichts gegen das, was in einer Ehe auf dich zukommt.
Es gibt diese perfekte Ehe die du beschreibst so gut wie gar nicht(es gibt sicherlich Ausnahmen...aber rechne nicht damit, dass es viele sind), es gab sie auch früher nicht...nur wurde früher weniger nach aussen getragen, man musste zusammenbleiben auch wenn man sich nicht mal mehr riechen konnte. Die meisten leben halt weiter zusammen weil sie gut miteinander zurechtkommen, weil sie ihren Alltag so durchorganisiert haben, weil sie nicht alleine sein wollen....aber nicht weil der Partner noch die Liebe ihres Lebens ist.
Das was du beschreibst entspricht einer Wunschvorstellung aber leider nicht der Realität
GambaJo
@Clear_Blue:
Das mit den finanziellen Vorteilen war mal. Heutzutage macht das kaum noch was aus. Wenn man dagegen die Kosten für die Hochzeit stellt, muss man schon ein paar Jahre verheiratet sein müssen, damit sich das rechnet.
Maeijgo
wie sieht es mit ehegattensplitting aus?
wohl sehr rentabel wenn ein hoch und ein niedrigverdiener die ehe eingehen...
Vandit Jünger
Für mich absoluter Blödsinn!!!
So ein Vorschlag kann ja nur von einer Frau kommen!
Sagt man dann bei der Eheschließung: "Wir sehen uns in 7 Jahren wieder"!?!? *feier*
Sorry, so was kann man nicht ernst nehmen, vorallem wenn man sieht, wie die "gute" Frau das vorgetragen hatte!
DoubleUS
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Original von terrorkeks
Ja aber im Falle dieser 7-Jahre Ehe, gäbe es diesen ganzen Scheidungskrieg inklusive Papierkram, Rrechtsanwalt usw usw nicht. Die Ehe würde einfach aufgelöst, eine Scheidung gäbe es in dem Sinne nicht...also deutlich weniger Umstände, Stress und Kosten für alle Beteiligten. |
Wenn eine Ehe nach einem bestimmten Zeitpunkt, meinetwegen nach sieben Jahren, "planmäßig" aufgelöst wird, wirst du weiterhin Papierkram haben und Rechtanwälte brauchen. Man kann zum Zeitpunkt der Eheschließung nicht alles ganz genau für den Zeitpunkt der Trennung regeln. Und sobald das dann der Fall ist hast du den Scheidungskrieg. Da ist es egal, ob es sich um eine reguläre Scheidung handelt oder um eine Ehe auf Zeit.
Ich habe nichts dagegen, dass es zwischen Ehe und Nichtehe gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaften gibt. Da soll jeder so glücklich werden wie er will. Aber von vorne herein ein Verfallsdatum der Lebensgemeinschaft festlegen, da habe ich ein ungutes Gefühl; sowas wird nicht klappen.
@keksi
Ich glaube niemand ist hier so naiv zu behaupten, dass man zum Zeitpunkt einer Eheschließung 100% sicher ist, dass die Ehe ein Leben lang hält. Es gibt Umstände im Leben die eine Trennung unvermeidlich machen. Es gibt aber sehrwohl Ehen die durch dick und dünn gehen und trotzdem zusammen bleiben. Ich spreche hier für die Generation vor uns. Für unsere Generation kann man zu diesem Thema noch nicht viel sagen. Vielleicht wird es hier mehr Scheidungen geben als früher. In meinem Bekanntenkreis kenne ich Leute, die mit Anfang zwanzig geheiratet haben und jetzt in Scheidung leben, genauso wie ich Ehepaare mit Nachwuchs kenne die glücklich zusammen sind, genauso wie Freunde habe die noch nicht heiraten wollen oder es nach zehnjährigen Zusammensein dann doch tun. Niemand weiß wie es in sieben Jahren ausschauen wird
GambaJo
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Original von DoubleUS
…da habe ich ein ungutes Gefühl; sowas wird nicht klappen. |
Genau so denken viele jetzt über einen Ehevertrag und ärgern sich später, dass sie keinen gemacht haben.
DoubleUS
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Original von GambaJo
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Original von DoubleUS
…da habe ich ein ungutes Gefühl; sowas wird nicht klappen. |
Genau so denken viele jetzt über einen Ehevertrag und ärgern sich später, dass sie keinen gemacht haben. |
Einen Ehevertrag mach ich für den Fall der Scheidung. Und eine Scheidung ist vermutlich eben so gut überlegt wie eine Heirat. Aber eine Ehe auf Zeit hat einen automatischen Scheidungstermin eingebaut.
Ich nehm jetzt mal ein Beispiel. Ein Paar ist knapp sieben Jahre auf Zeit verheiratet. Jetzt ist aber die Partnerschaft gerade in einer schwierigeren Phase. Wird man jetzt die Ehe auf Zeit verlängern oder sagt man sich egal verlängern wir eben nicht war ja nur eine Ehe auf Zeit? Bei der klassischen Ehe reicht man vermutlich nicht gleich die Scheidung ein. Und was ist wenn es schon nach drei Jahren krieselt? Dann hab ich ja garnix von der siebenjährigen Frist.
Ich bleib dabei, wer seine Ehe zeitlich befristen will, soll den Weg der Scheidung gehen.
GambaJo
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Original von DoubleUS
Einen Ehevertrag mach ich für den Fall der Scheidung. |
Das ist klar. Aber viele sagen, dass wenn man einen Ehevertrag will, man nicht an den Erfolg der Ehe glaubt und daher die ehe von vorne herein zum scheitern verurteilt ist.
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Original von DoubleUS
Ich nehm jetzt mal ein Beispiel. Ein Paar ist knapp sieben Jahre auf Zeit verheiratet. Jetzt ist aber die Partnerschaft gerade in einer schwierigeren Phase. Wird man jetzt die Ehe auf Zeit verlängern oder sagt man sich egal verlängern wir eben nicht war ja nur eine Ehe auf Zeit? Bei der klassischen Ehe reicht man vermutlich nicht gleich die Scheidung ein. |
Das kann man als negatives, aber auch als positives Argument sehen. Es ist nicht nötig unglücklich mit jemanden zusammen zu leben, nur weil man sich vor Jahren gebunden hat.
Das schöne ist eben, dass man die Wahl hat. Man kann immer noch sagen, der Mensch ist mir wichtig, ich will es weiterhin versuchen. Man muss aber nicht.
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Original von DoubleUS
Und was ist wenn es schon nach drei Jahren krieselt? Dann hab ich ja garnix von der siebenjährigen Frist. |
Die Frist muss ja nicht unbedingt 7 Jahre betragen. Von mir aus auch 3 oder 5, je nach Bedarf. Und wer früher raus will, entweder scheiden oder abwarten.
Clear_Blue
Neues von Frau Pauli. Gestern hab ich mir erst gedacht, dass man ja schon eine Weile gar nichts mehr von ihr gehört hat, aber siehe da. Ihre erste vernünftige Äußerung in diesem Jahr: Sie tritt aus der CSU aus. Das sie da nicht hingehört, hat sie hinlänglich bewiesen. Mal gucken wie es mit ihr weitergeht.
«Das Spektrum reicht von der Gründung einer eigenen bis zum Beitritt zu einer anderen Partei.»
Ich bin gespannt auf weitere Lacher!
S-Tune
Habe die Diksussion erst gerade gesehen...
Finde den Pauli-Vorschlag einfach nur daneben.
Wir haben doch heutzutage schon eine sehr hohe Scheidungsrate und solch eine Regelung würde doch noch diese Tendenz verstärken... da verkommt die Ehe meiner Meinung nach zu einem typischen Einweg-Wegwerfprodukt - überspitzt forumliert:
Aus einer Laune heraus im Drive-Inn heiraten, in der Euphoriephase noch nen Kind zeugen und wenn dann nach einiger Zeit der typische Alltagstrott in die Beziehung kommt und das (Miteinander-)Leben wahrscheinlich etwas mühsamer wird, sagt man sich: Wozu der Stress, lass uns trennen, Scheidung ist ja neuerdings kein großer Act mehr, nächster Partner - Kind kommt zur Mutter - zack aus!
Welche Konsequenzen und Nachwirkungen das vor allem für die Kinder und dadurch auch für die gesamte Gesellschaft hat...
Ich sage nur in sehr wenigen Fällen "Früher war alles besser", aber hier muss man es so sagen!
Vielleicht bin ich mit 23 auch noch etwas naiv, aber meiner Meinung nach passt solch eine 7-Jahre-Scheidungsregelung zu einer oberflächlichen Gesellschaft, in der, wenn etwas beschissen läuft (dieser Momemt wird zweifelsohne IMMER irgendwann kommen, sei es in Beruf, Ehe, Freundschaft oder sonstwo), man eben sagt:
"Ich lass den Karren stehen und hau ab, sollen sich andere drum kümmern, bzw. nehm ich eben die nächste Möglichkeit!"
Im Übrigen finde ich die Gedanken von Eva Herman, die hier in gewisser Weise zur Diskussion passen, gar nicht schlecht - sie hat es nur sehr dämlich und "ungeschickt" ausgedrückt!
Grüße,
Sören
Sunset Bass
Ich find es albern, was diese Frau von sich gibt. Mit der 6-Jahre Ehe ist doch völlig daneben. Ist ja fast so wie ein Vertrag der ausläuft. Ehe und Scheidung ist doch schon Alltag. Da muss man nichts ändern.
Endlich ist sie mal ausgestiegen. Aber ich bin mir sicher, die Boulevard-Presse wird sie weiterhin gründlich im Auge behalten
Clear_Blue
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Original von Sunset Bass
Aber ich bin mir sicher, die Boulevard-Presse wird sie weiterhin gründlich im Auge behalten
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Ich würde fast behaupten, dass Frau Pauli die Boulevardpresse beobachtet, um auch schnell wieder in selbiger drin zu stehen!